Tag Archive: Weimarer Republik



Original: The jewish Pioneers of Sexual Degeneracy – Renegade Tribune

 

1919 gründeten Magnus Hirschfeld und Arthur Kronfeld in Berlin das Institut für Sexual­wissenschaft. Beide engagierten sich in der Kommunistischen Partei Deutschlands und waren prominente Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Berlin.

Eine Vielzahl von entarteten Dienstleistungen wurden am Institut angeboten, darunter die ersten chirurgischen Geschlechtsveränderungen in der modernen Geschichte, Ab­trei­bungen, Vorträge und „Sexualberatung“, Raummieten, eine große Bibliothek mit Pornografie und erotischer Literatur zu jeder möglichen Perversion (einschließlich Bestialität und Pädophilie) ) und ein Museum für Sex mit einer großen Auswahl an Artikeln für homosexuelle Fetische, Dildos, „Masturbationsmaschinen“ usw.

Das Institut verzeichnete jedes Jahr Weiterlesen

Volk und Rasse


Der Nationalsozialismus nimmt zum Ausgangspunkt seines Denkens und Handelns den lebendigen Begriff „Das Volk“. Die ihm vorausgegangenen Herrschaftsformen stellten den Staat in den Mittelpunkt ihres Denkens und vergaßen darüber das Volk. Dieses rein staatliche Denken fand gerade in jenem Staate krassesten Ausdruck, der sich Volksstaat nannte, in der Weimarer Republik. In der Weimarer Republik spielte das Volk nur eine untergeordnete Rolle, war die Form alles und der Inhalt nichts. In der Weimarer Repu­blik gab es bezeichnenderweise zwar ein Gesetz zum Schutze der Republik, aber kein Gesetz zum Schutze des Volkes.

So ist denn auch in den Jahren von 1919 bis 1932 keine einzige wirklich große und umfassende Maßnahme zu verzeichnen, die etwa zugunsten des Volkes getroffen worden wäre. Man überließ die Fürsorge für das Volk dem Zufall und verzichtete auf jede großzügige Planung. Hier und da in Angriff genommene Einzelaktionen verpufften und blieben ohne sichtbaren Erfolg, weil es an der Zusammenfassung der Kräfte und ihrer einheitlichen Lenkung fehlte. Weil dort, wo auf der einen Seite gegeben und ge­holfen wurde, man dafür auf der anderen Seite wieder nahm.

So überließ man zum Beispiel die Betreuung aller der Unglücklichen, die aus der Ar­beits­losen­fürsorge ausgesteuert waren, den Gemeinden, und dort, wo die Gemeinden selbst am Rande des Abgrundes standen, dem Zufall. Die natürlichen Folgen blieben nicht aus. Das deutsche Volk wurde zu einem sterbenden Volk: Steigende Zahlen der Todesfälle, sinkende Zahlen der Geburten.

Die Zahlen der Todesfälle und der Geburten zeigen in den Jahren 1919 bis 1936 folgende Entwicklung: Weiterlesen


 

Rundfunkansprache von Joseph Goebbels
(„Appell an die Nation“)

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von Philipp Bouhler
(Auszug)

 

Am 9. November 1918 trat der politische, wirtschaftliche und kulturelle Niedergang der deutschen Nation vor aller Augen sichtbar in Erscheinung. Freilich hatte schon in den vorhergehenden Jahrzehnten das Zusammenwirken von einer Reihe von Faktoren die Grundlage dafür geschaffen, daß an jenem schwärzesten Tage der deutschen Geschichte ein System, das nach dem Ausspruch eines bekannten Kirchenfürsten „auf Verrat und Meineid aufgebaut“ war, das Erbe des stolzesten Staatengebildes der Erde antreten konnte.

Die Geltung ideeller Gesichtspunkte war mehr und mehr zugunsten eines wachsenden Einflusses des Geldes gesunken. Eine fortschreitende Überindustrialisierung und Mechanisierung verschlechterte nicht nur die Lebensbedingungen der Arbeiterschaft, sondern drängte auch das bäuerliche Element mehr und mehr zurück. Sie gefährdete damit die Ernährungsgrundlage unseres Volkes und gab Raum dem Wahngebilde einer Internationalisierung der Wirtschaft. An Stelle des selbständigen Unter­nehmers trat die Aktiengesellschaft, an Stelle des Gewerbetreibenden das jüdische Warenhaus.

Der Gedanke der westlichen Demokratie negierte den Wert der Persönlichkeit und setzte an ihre Stelle die tote Zahl, die Abstimmung, den Parlamentarismus. Die Idee eines vom Marxismus entstellten Sozialismus spaltete das Volk in zwei Hälften und schuf ein Heer zum Proletariat erniedrigter Millionen, die „kein Vaterland kannten, das Deutschland hieß“.

Dem stand ein Bürgertum gegenüber, mit Standes- und Klassendünkel behaftet, aus Grundsatz von einer bornierten Ablehnung gegen berechtigte soziale Forderungen der breiten Masse beseelt, das tatenlos zusah, wie volksfremde Elemente die Grundlagen seines eigenen Bestandes aushöhlten und durch lang­same, aber desto sicherere Zer­setzung das deutsche Reich aus den Angeln hoben.

Es ist das welthistorische Verdienst der nationalsozialistischen Bewegung, daß sie dem Schicksal in den Arm fiel, daß sie dem Rad der deutschen Geschichte, das erbar­mungs­los und unabwendbar dem ewigen Abgrund entgegenrollte, in letzter Stunde einen anderen Lauf gab. Ihre Entstehung, besser gesagt ihr Anwachsen zu einem Machtfaktor stellt den entscheidenden Wendepunkt in der Weiterentwicklung Deutschlands dar.

Der Ruf nach Selbstbesinnung des Volkes auf seine rassischen Werte, nach dem Führerprinzip und nach Geltung der schöpferischen Persönlichkeit, nach nationaler Wirtschaft, nach Ausrottung des Klassen­kampfgedankens und Nationalisierung der breiten Massen auf dem Wege über die Beseitigung sozialer Ungerechtigkeiten, allem voran der Ruf nach Vernichtung des Marxismus — all das waren keine Schlagworte und leeren Phrasen, sondern fundamentale Erkenntnisse, die die Voraussetzung für die Möglichkeit eines Wiederaufstiegs Deutschlands überhaupt bildeten. Weiterlesen

Babylon before Hitler


 

Berlin  —  „Babylon an der Spree“

Berlin während der Weimarer Republik / Berlin during the Weimar Republic
—  Eine Produktion von Truthwillout, Part 27 von TGSNT  —

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Siehe auch / see also:

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Dr. Rolf Kosiek und Dr. Olaf Rose haben das sensationelle Werk
„Der Große Wendig: Richtigstellungen zur Zeitgeschichte“
im Grabert-Verlag, Tübingen herausgebracht, zwei atemberaubend
dramatische Bände von je 880 Seiten mit sehr vielen Abbildungen.

 

Dr. Gerhard Frey interviewte den Herausgeber Dr. Rolf Kosiek:

 

Das Geschichtsbild der Sieger

National-Zeitung: Wie, Herr Dr. Kosiek, erklären Sie sich die bei herrschenden Politikern und Publizisten bestimmende Neigung, die deutsche Seite immerfort zu belasten und hierdurch eine Grundvoraussetzung für weitere Forderungen zu schaffen? Vergleichen Sie doch bitte einmal die Haltung der Bundeskanzlerin Merkel mit der aller Reichskanzler der Weimarer Republik, ganz unabhängig von deren Parteizugehörigkeit.

Dr. Rolf Kosiek: Man muss da wohl unterscheiden. Die meisten nach etwa 1935 geborenen Politiker sind voll von der Umerziehung erfaßt worden, sind kaum mit revisionistischen Argumenten in Berührung gekommen oder haben sich gegen solche gewehrt und halten deswegen das Geschichtsbild der Sieger für richtig. Daneben haben sie aus den Fällen Jenninger, Heitmann, Möllemann [und] Hohmann gelernt, dass es der Karriere schadet, andere Ansichten als die politisch korrekten zu vertreten. Die Älteren kennen zwar oft noch die historische Wahrheit in der Zeitgeschichte, geben diese auch manchmal unter vier Augen zu, haben jedoch sich seit Jahrzehnten angewöhnt, ihre wahre Ansicht zu diesen Fragen zu verschweigen, denn sonst würden sie ihren Einfluss und ihre Stellung sofort verlieren. Der Fall Grass machte die in der Bundesrepublik Deutschland herrschenden Umstände und die verlogene politische Moral wieder einmal offenkundig.

Deutsche Alleinschuld erwünscht

Während nach dem Ersten Weltkrieg kein Reichskanzler der Weimarer Republik einen Verzicht auf die im Versailler Diktat dem Reich geraubten Gebiete, insbesondere auf die ostdeutschen, aussprach und alle Weimarer Regierungen die freie wie die amtliche Forschung zum alliierten Vorwurf der deutschen Alleinkriegsschuld förderten, haben nach 1949 die Bonner und Berliner Regierungen unnötig und vorschnell auf Ostdeutschland und das Sudetenland verzichtet, keine objektive Kriegsschuldforschung betrieben, Dokumentationen über deutsche Opfer gar nicht in Auftrag gegeben oder lange Zeit unter Verschluß gehalten und das einseitige und falsche Geschichtsbild der Sieger gefördert. Der Eiertanz um das längst fällige Vertreibungsdenkmal in Berlin ist ein neues Beispiel einseitiger Vergangenheitsbewältigung und wäre in der Weimarer Republik unmöglich gewesen, die 1927 das Nationaldenkmal Tannenberg einweihte.

Seit gut zwei Jahrzehnten werden sogar um die historische Wahrheit bemühte Forscher zunehmend gesellschaftlich ausgegrenzt oder sogar wegen angeblicher „Volks­ver­hetzung“ strafrechtlich verfolgt. Der Begriff „Revisionismus“ wird bereits kriminalisiert. Weiterlesen


Warum die Deutschen Hitler folgten

Ein Brief des damals 95-jährigen Friedrich Kurreck
an den Pfarrer der Gemarker Kirche in Wuppertal
– als Antwort auf die Frage von Jugendlichen in einem Gottesdienst,
warum die Deutschen vor 75 Jahren Adolf Hitler nachgelaufen seien:

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Friedrich Kurreck                                                       Offenbach den 17. Mai 2009
Xxxxxxxxxxxxxxxx 99
99999 Offenbach

An die
Gemarker Kirche
z.Hd. Herrn Pfarrer Nüllmeier
Gemarker Straße
42275 Wuppertal-Barmen

Betr.: Frage nach dem „Warum?“, Gottesdienst am 17. Mai 2009

Sehr geehrter Herr Pfarrer Nüllmeier,

im heutigen Gottesdienst fragten Jugendliche Ihrer Kirchengemeinde, warum denn vor 75 Jahren die Deutschen Adolf Hitler nachgelaufen sind. Anscheinend können sie das nicht fassen. Das ist verständlich, wird ihnen doch von unseren Meinungsmachern und Politikern, in Schulen, Kirchen und auf Universitäten, tibetanischen Gebetsmühlen gleich, nur die Geschichte eingehämmert, die von den Siegern geschrieben wird, und nicht die „Geheime Geschichte“, die die wahren Ursachen der Ereignisse birgt. Daß die Sieger in ihrem „Buch der Geschichte“ am Dritten Reich kein gutes Haar lassen, ist — aus bestimmten Gründen — verständlich. Und so wird das Positive, das es zweifelsohne im Dritten Reich auch gegeben hat, unter den Tisch gekehrt. Deshalb können sie in den Deutschen jener Zeit doch nur die „Deppen des XX. Jahrhunderts“ sehen.
Aus diesem Grunde sehe ich mich – als Angehöriger dieser Deppen-Generation (Jahrgang 1914) – veranlaßt, die in den Raum gestellte Frage nach dem „Warum“, allgemeinverständlich zu beantworten:

Nach dem Ersten Weltkrieg diktierten die Sieger der ersten demokratischen Regierung auf deutschem Boden Wahnsinns-Bedingungen, die zu erfüllen sie nicht in der Lage war, aber, die Faust im Nacken spürend, unerbittlich erfüllen mußte. Nach der, nur durch eine während des Krieges verhängte Aufrechterhaltung der „Hungerblockade“ erzwingbaren Unterschrift unter den „Friedensvertrag von Versailles“, der, da die Deutschen zur Mitgestaltung nicht zugelassen waren, sondern nur zu unterschreiben hatten, ein lupenreines Diktat war, befaßte sich Philipp Scheidemann (SPD), Ministerpräsident an der Spitze einer Koalition aus SPD, Zentrum und DDP, ausführlich mit den unheilvollen Auswirkungen einer Vertragsunterzeichnung. Scheidemann, der am 9. November 1918 vor der Rampe des Reichstages aus die „Deutsche Republik“ ausgerufen hatte, erklärte am 12. Mai 1919 in der „Deutschen Nationalversammlung“ unter stürmischen Beifall u. a.:

„Die Deutsche Nationalversammlung ist heute zusammengetreten, um am Wendepunkt im Dasein unseres Volkes gemeinsam mit der Reichsregierung Stellung zu nehmen zu dem, was unsere Gegner Friedensbedingungen nennen. …

Unser Volk am Leben zu erhalten: das und nichts anderes ist unsere Pflicht. Wir jagen keinen nationalen Traumbildern nach, keine Prestigefragen und kein Machthunger haben Anteil an unseren Beratungen. Das Leben, das nackte arme Leben müssen wir für Land und Volk retten.

Heute, wo jeder die erdrosselnde Hand an der Gurgel fühlt, lassen Sie mich ganz ohne taktisches Erwägen reden: was unseren Beratungen zugrunde liegt, ist dies dicke Buch, in dem hundert Absätze beginnen: Deutschland verzichtet, verzichtet, verzichtet! Dieser schauerliche und mörderische Hexenhammer, mit dem einem großen Volke das Bekenntnis der eigenen Unwürdigkeit, die Zustimmung zur erbarmungslosen Zerstückelung abgepreßt werden soll, dies Buch darf nicht zum Gesetzbuch der Zukunft werden. […] Deutschland wird, wenn die Bedingungen angenommen würden, nichts mehr sein eigen nennen, was außerhalb dieser seiner Grenzen liegt. Die Kolonien verschwinden, alle Rechte aus staatlichen oder privaten Verträgen, alle Konzessionen und Kapitulationen, alle Abkommen über Konsulargerichtsbarkeit oder ähnliches, alles verschwindet! Deutschland hat im Ausland aufgehört zu existieren! Das genügt noch nicht: Deutschland hat Kabel (Übersee-Nachrichtenwege) — sie werden ihm genommen, Deutschland hat Funkstationen — drei Monate nach Inkrafttreten des Friedensvertrages dürfen diese Stationen nur noch Handelstelegramme versenden und nur unter Kontrolle der Verbündeten! Also Herauswurf aus der Außenwelt und Abschneiden von der Außenwelt, denn was für Geschäfte zu machen sind unter Kontrolle der Konkurrenten und des Vertragsgegners, das braucht nicht ausgemalt zu werden. …

… Dem Auslande zu, ohne Schiffe — denn unsere Handelsflotte geht in die Hände des Verbandes über — ohne Kabel, ohne Kolonien, ohne Auslandsniederlassungen, ohne Rechtsschutz, ja selbst ohne das Recht mitzuwirken bei der Festsetzung der Preise für die von uns als Tribut zu liefernden Waren. …

Ich frage Sie: wer kann als ehrlicher Mann — ich will nicht sagen als Deutscher — nur als ehrlicher, vertragstreuer Mann solche Bedingungen eingehen? Welche Hand müßte nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legt? Und dabei sollen wir die Hände regen, sollen arbeiten, die Sklavenschichten für das internationale Kapital schieben, Frondienste für die ganze Welt leisten! Den Handel im Auslande, die einstige Quelle unseres Wohlstandes, zerschlägt man und macht man uns unmöglich.

Und im Inland? Die lothringischen Erze, die oberschlesische Kohle, das elsässische Kali, die Saargruben, die billigen Lebensmittel Posens und Westpreußens, alles soll außerhalb unserer Grenzen liegen.

Ich will Ihnen nicht alle die großen und kleinen Schlingen nachweisen, in deren Gesamtheit sich ein großes Volk zu Tode verstricken soll, getreu dem Worte des Feindes: ‚Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden.‘ (So der britische Kriegsminister Winston Churchill in „The Times“ im April 1919.)

Dieser Vertrag ist nach Auffassung der Reichsregierung unannehmbar. Der Vertrag ist so unannehmbar, daß ich heute noch nicht zu glauben vermag, die Erde könne solch ein Buch vertragen, ohne daß aus Millionen und Abermillionen Kehlen der Ruf erschallt: ,Weg mit diesem Mordplan!‘…

…Ich danke allen, aus denen ein empörtes Herz spricht. Ich danke vor allem und erwidere in unwandelbarer Anhänglichkeit das Gelöbnis der Treue, das gerade jetzt aus Wien zu uns herüberschallt. Brüder in Österreich, die auch in der dunkelsten Stunde den Weg zum Gesamtvolk nicht vergessen: wir grüßen euch, wir danken euch, und wir halten zu euch! — Ich rechne nicht mit den anderen, denen der Käfig noch nicht dicht genug geflochten, noch nicht eng, noch nicht martervoll genug ist, der Käfig, in den das ,deutsche Tier‘ gesperrt werden soll.

Wird dieser Vertrag wirklich unterschrieben, so ist es nicht Deutschlands Leiche allein, die auf dem Schlachtfeld von Versailles liegen bleibt, dabei werden als ebenso edle Leichen liegen das ,Selbstbestimmungsrecht der Völker‘, die ,Unabhängigkeit freier Nationen‘, der ,Glaube an all die schönen Ideale‘ unter deren Banner der Verband zu fechten vorgab, und vor allem der ,Glaube an die Vertragstreue‘! Eine Verwilderung der sittlichen und moralischen Begriffe ohnegleichen, das wäre die Folge eines solchen Vertrages von Versailles…“

Auffällig ist, daß Scheidemann hier nie von „Siegern“ gesprochen hat, sondern nur vom „Verband“. Sieger gab es 1918 ja auch nicht, nur einen von beiden Seiten vereinbarten Waffenstillstand, der dann von der Gegenseite infam mißbraucht wurde, indem sie uns ihre Friedensbedingungen diktierte.

Zum Gelöbnis der Treue aus Wien wäre hinzuzufügen, daß die „Österreichische Nationalversammlung“ am 3. April 1919 alle Herrscherrechte der Habsburger aufhob, deren Vermögen einzog und alle Angehörige des Hauses Habsburg-Lothringen des Landes verwies, sofern sie nicht auf ihre Vorrechte verzichteten. In der ersten Verfassung Österreichs, die sich die Österreicher selbst gegeben haben, war festgeschrieben: „Deutsch-Österreich ist Teil des Deutschen Reiches“.  Weiterlesen


Rede vom 23. Juli 1932 auf der NSDAP-Versammlung in Dresden Wahlplakat

Deutsche Volksgenossen und -genossinnen!

Sie sind hier in einer so überwältigenden Zahl zusammengekommen, daß diese Kundgebung allein schon der Beweis dafür ist, daß Sie den Sinn dieser Wahl begriffen und verstanden haben. Man kann 10- und 20mal vielleicht zur Wahlurne treten, aber einmal kann dieser Gang sich zu einer Bedeutung erheben, die vielleicht geschichtliche Ausmaße annimmt. Und das glauben wir dieses Mal. Wir glauben, daß die Wahl am 31. Juli eine Entscheidung bringen soll, ja bringen muß und, so Gott will, auch bringen wird, wer nun in Deutschland endgültig das Leben bestimmt, der Geist des internationalen Pazifismus, der demokratischen Zersplitterung, der Unterwürfigkeit oder der Geist einer nationalen Wiedergesundung, nationaler Ehre und eines wirklich brüderlichen Zusammenlebens unseres Volkes, ob am 31. Juli noch einmal die siegen, die uns immer wieder mit Vertrauen erfüllen wollen gegenüber einer anderen Welt oder die siegen, die glauben, daß die Basis alles Lebens nur in der Kraft der eigenen Rasse, der eigenen Nation liegt.

Die Sozialdemokratie und das Zentrum, sie beide sind heute sehr bescheiden geworden. Eine Partei, die 13 Jahre lang regiert, baut ihre ganze Propaganda nur auf auf der Kritik von sechs Wochen. Nur sechs Wochen interessieren plötzlich die Biedermänner. Sechs Wochen, in denen dem deutschen Volk Böses zugefügt worden sei, sechs Wochen, in denen die Freiheit bedroht gewesen sei, das soziale Glück und weiß Gott was noch. 13 Jahre haben sie demgegenüber vergessen, 13 Jahre sind ihnen plötzlich ganz und gar aus dem Gedächtnis entschwunden.

Heute rufen sie „Freiheit“ und vergessen ganz, daß sie 13 Jahre die Freiheit in Deutschland mit Füßen getreten haben.

Heute schreien sie von Freiheit und wollen auf einmal nicht mehr sich erinnern, daß sie die Freiheit des deutschen Volkes im Ganzen preisgegeben haben, daß sie unser Volk in diese unwürdige Rolle des Erfüllungssklaven gedrängt haben, daß sie es waren, die im Innern jede Freiheitsregung mit dem Zepter ihrer Republik, dem Gummiknüppel, niedergeschlagen haben.

Heute wollen sie das alles plötzlich nicht mehr wissen, heute reden sie mit einem Male von sozialen Notwendigkeiten. 13 Jahre haben sie gesündigt gegen unser Volk, 13 Jahre nicht den Wert der Arbeit gekannt, 13 Jahre sich vor der internationalen Hochfinanz gebeugt. Jetzt auf einmal, seit sechs Wochen, wissen sie auch, daß es nicht richtig war, in Lausanne 3 Milliarden zu bezahlen. Gewiß, das war nicht richtig, aber war es etwa richtig, daß diese gleichen Spitzbuben, die jetzt sich entrüsten gegen 3 Milliarden, vor zwei Jahren 134 Milliarden im Young-Plan unterschrieben haben?

War es damals vielleicht richtig, daß sie gegen uns, wie wir dagegen Stellung nahmen, alle Mittel der Gewalt, der Unterdrückung, der Konfiskation unserer Blätter usw. zur Anwendung brachten? Wenn in Deutschland jemand ein Recht hat, sich der Freiheit des deutschen Volkes anzunehmen oder gegen diesen neuen Reparationsvertrag Stellung zu nehmen, dann sind wir es, die wir 13 Jahre lang dagegen Stellung genommen haben, und nicht die Parteien, über die jetzt zu Gericht gesessen wird. So ist es auf allen anderen Gebieten auch.
Jetzt schreien sie auf einmal gegen die Zeitungsverbote. 10 Jahre lang hat man unsere Presse geknebelt, Verbote über Verbote hagelten nieder. In den Wahlkämpfen wurden wir nicht etwa vier Tage, nein, auf vier Monate verboten.

Jetzt soll das falsch sein. Die Herren haben so langsam nur eine Ahnung bekommen, daß eine Auseinandersetzung in Deutschland stattfindet, und zwar eine Auseinandersetzung, bei der nicht als Ergebnis wieder ein fauler Kompromiß herauskommen wird, das können wir ihnen garantieren. Eine Auseinandersetzung, bei der endgültig entschieden wird, ob Deutschland noch weiter diese 25 und 30 oder 40 Parteien behalten soll, oder ob Deutschland endgültig wieder zu einer Willensbildung zusammengerissen werden soll. Und das ist doch das entscheidende.

Was sie wirtschaftlich, politisch und moralisch in den 13 Jahren aus Deutschland gemacht haben, ist Ihnen bekannt. Auch diesen Parteien selbst ist es bekannt. Es ist so entsetzlich, daß sie selbst gar nicht wagen, sich darauf zu berufen. Sie selbst wagen gar nicht, ihre Propaganda damit zu führen, daß sie sagen: In 13 Jahren haben wir dem deutschen Volk das oder das geschaffen. Sie konnten gar nichts anderes dem deutschen Volk bringen, als was sie gebracht haben: das wirtschaftliche Elend, die Vernichtung aller Finanzen, den Ruin des Bauernstandes, die Auslöschung unseres Mittelstandes, die Überschuldung und Verpfändung und die Millionen Arbeitsloser. Sie konnten überhaupt nichts anderes erreichen, denn [wie] sollte überhaupt ein Volk die Möglichkeit zum Leben bekommen, wenn eine Willensbildung von 30 Parteien besteht? Wenn jeder Beruf, jeder Stand, ja jede Konfession am Ende eine eigene politische Vertretung oder Repräsentanz besitzt? Sie sagen uns Nationalsozialisten heute: Ihr seid unverträglich und ihr wollt nicht mit anderen Parteien zusammengehen. Ja, ein deutsch-nationaler Parteiführer geht durch die Lande und erklärt, wie undeutsch sind doch die Nationalsozialisten in ihrer Unduldsamkeit.

Meine Volksgenossen! Wir übernehmen die Verantwortung vor der Geschichte. Die Geschichte wird einmal feststellen, was denn eigentlich Deutschland war: die Bildung von 30 Parteihaufen oder die Beseitigung der 30 Parteihaufen.

Sie wird einmal feststellen, ob es wirklich eine deutsche Tat gewesen war, jedem zweiten Deutschen einzureden, daß er seine politische Spezialvertretung brauche: der Arbeiter die seine, und zwar nicht eine allein genügt, sondern zwei oder drei; der Mittelstand auch seine besondere Vertretung, und die Handwerker ebenfalls ihre besondere Vertretung; und die Wirtschaft muß auch eine besondere Partei noch haben, und die Angestellten desgleichen und selbstverständlich dann auch die Unternehmer; und dann selbstverständlich die Katholiken, und die Protestanten dürfen nicht zurückbleiben; und dann endlich die Hausbesitzer müssen natürlich unbedingt eine eigene politische Vertretung bekommen, und dann die Mieter usw.

Die Geschichte wird einmal urteilen, ob das Deutschland war oder ob es nicht deutscher gewesen war, diese ganzen Parteien zu beseitigen und an Stelle dieses Spuks wieder die deutsche Nation zu einer politischen Vertretung zu bringen.

Wir machen kein Hehl daraus, das ist unser Ziel. Wir wollen, daß dieses Volk wieder zu einer einheitlichen politischen Willensbildung kommt. Uns sagen natürlich die Gegner dann, daß das ja nicht möglich sei; das Leben allerdings zwingt die Menschen, miteinander zu gehen.

Freilich, wie sollen sie aber auch miteinander auskommen können, wenn die politischen Parteien sie belehren, daß sie nicht miteinander gehen können. Daß es anders geht, hat unsere Bewegung bewiesen, und wenn die Gegner sagen: Ja, bis zu einem gewissen Grade vielleicht, aber darüber hinaus geht es nicht. 13 Jahre lang haben sie uns das prophezeit. Vom Tage der Gründung an hatte ich dauernd die Propheten zur Seite, die erklärten, ja 100 können Sie vielleicht bekommen, 1.000 niemals. Und als wir 1.000 hatten, sagten sie, das ist ein Zufall, aber 10.000 sind ausgeschlossen. Und als es 10.000 waren, da sagten sie, man sieht schon, daß die Partei bereits den Höhepunkt erreicht hat. Und als es 100.000 waren, erklärten sie, der Höhepunkt sei jetzt schon überschritten. Und als wir eine Million zählten, da sagten sie, es geht bergab. Und als wir auf 6 Millionen angewachsen waren, erklärten sie, sie lösen sich jetzt auf.

Und wenn wir am 31. Juli 15, 16 oder 17 Millionen haben werden, dann werden sie erklären, wir seien geschlagen.

Gewiß gibt es in Deutschland auch heute noch Millionen Menschen, die sagen, wir können nicht aus unserer Klasse heraus. Andere sagen, wir können nicht von unserer gesellschaftlichen Stellung heruntersteigen und uns so plötzlich in das Volk einfügen. Hohe Herrschaften aus beiden Lagern: Ihr braucht das nicht tun. Aber bildet euch nicht ein, daß die deutsche Nation deshalb zugrunde gehen wird. Wenn ihr nicht wollt, dann wird die Geschichte über euch hinwegrollen.

Wir werden den Kampf weiterführen. Wenn wir bis heute gekommen sind, dann werden wir es auch vollenden können. Aus dem Kampfe wird dann endlich hervorgehen ein zusammengefaßter politischer Wille der deutschen Nation. Und dieser Wille wird beherrscht sein von dem Grundgedanken: Alle Zukunft liegt in uns, weil nur in uns allein die Kraft liegen kann, und in unserer Kraft liegt die Macht, und in der Macht liegt das Recht, und in dem Recht allein kann die Freiheit liegen, und in der Freiheit allein kann das tägliche Brot seine Wurzel finden.

Nicht die Zerfahrenheit unseres Volkes kann uns die Stärke geben, die wir zur Erfüllung unserer großen Aufgabe brauchen. Wir wissen genau, es ist nicht leicht, diese Erbschaft zu übernehmen. Die anderen hatten es einst leichter gehabt, sie haben einen Staat übernommen, der immer noch reich war.

Was übernehmen wir? Wir wissen, es ist nicht leicht. Aber gerade weil die Aufgaben heute größer sind denn je, muß die Kraft für diese Aufgaben größer sein als früher. Wenn das deutsche Volk früher glaubte, sich den Luxus dieser Zersplitterung leisten zu können, heute ist es unmöglich. Wenn die Gegner damit rechnen, daß es irgend etwas geben könnte, das uns von unserem Ziel wegbringen wird oder muß, sie mögen sich ja nicht täuschen! Sie sollen sich nicht täuschen in der inneren Sehnsucht des deutschen Volkes nach Ordnung und Disziplin und nach dem Zueinanderbewegen und Aneinandergewöhnen. Sie sollen sich aber auch nicht täuschen in uns! 13 Jahre haben sie geglaubt, durch ihre Mätzchen uns beseitigen zu können, haben in diesen 13 Jahren uns erst totgeschwiegen, dann verspottet, lächerlich gemacht und dann mit Lügen und Verleumdungen überschüttet, und am Ende uns verfolgt und mit den staatlichen Machtmitteln geknebelt. Und am Ende haben sie Terror angewandt und geglaubt, mit Blut uns vielleicht mürbe machen zu können.

Und heute? Auch ihre letzte Waffe, den Terror, werden wir ihnen zerhauen und zerbrechen.

Im übrigen, glaube ich, spricht die Geschichte von jetzt laut und deutlich und vernehmlich die Zukunft der Bewegung aus. Vor 13 Jahren haben wir mit sieben Mann begonnen. Die Gegner von heute, sie waren damals die Machthaber Deutschlands. Sechs Männer hatte ich damals um mich, und meine Gegner hatten unter sich fast alle deutschen Staaten, hatten unter sich die ganze deutsche Macht, die militärischen Mittel dieses Reichs, unter sich die Polizei und die Verwaltung. Alles hatten sie ja – sechs Menschen hatten wir.

Und heute? Herr Braun hat vor fünf Jahren erklärt, diese Pest, die nationalsozialistische, die kommt nicht nach Preußen hinein. Und Herr Severing hat versichert, er werde diesem Stunk Herr werden. Und Herr Grzesinski hat noch gemeint, mit der Hundepeitsche könnte man uns… (Stürmischer langanhaltender Beifall, Pfuirufe, Ruf: Halunke!)

Wo sind sie jetzt die Herren? Wir sind da, sind von sieben Mann viele, viele Millionen geworden, und vor uns liegt das Reich und die Zeit, in der es uns gehören wird.

Ich will auch diesmal selbst nicht um Stimmen bitten oder betteln. Ich will das nicht tun und habe das noch nie getan. Wer von Ihnen glaubt, daß das heutige System gut war, daß es richtig war, segensreich – der muß bei ihm bleiben. Aber er treffe dann auch eine klare Entscheidung. Wer aber glaubt, daß es nicht glücklich war, daß es so auf die Dauer nicht weitergehen kann, den bitte ich um eins: Treffen Sie dann auch keine halbe Entscheidung. Wir sind Männer gewesen und haben uns niemals maskiert. Wir sind Männer gewesen, sind eigene Wege gegangen durch Tod und Teufel. Sind Sie auch mal Mann und Weib und treffen Sie eine klare Entscheidung. Seien Sie überzeugt, daß es nichts Großes gibt auf der Welt, das einem Halben zuteil wird. – Und Größeres als mein Vaterland Deutschland kenne ich nicht.

Wenn Sie am 31. Juli zur Wahl gehen, dann bitte ich Sie vor allem darum, vergessen Sie auf wenige Stunden, vielleicht zum ersten Mal Ihren teuren Stand, Ihre hohe oder nicht hohe Herkunft, Ihre früheren Parteien. Vergessen Sie selbst einmal auch Ihre Konfession, vergessen Sie auch alles das, was Sie trennen könnte und denken Sie einmal in Ihrem Leben an das, was am Ende war und was sein muß für alle Zukunft, nämlich an unser Volk. Denken Sie an diese Millionenmasse, die zusammengehört, miteinander leben muß, kämpfen und ringen soll und für die Sie nun eintreten müssen. Sehen Sie einmal nicht vor sich Ihr Bürgertum, einmal nicht vor sich Ihr Proletariat, einmal nicht vor sich Ihren Mittelstand oder Ihren Bauernhof, sehen Sie vor sich Deutschland und sonst nichts. Dann marschieren Sie dorthin, wo seit 13 Jahren für dieses Deutschland die Fahnen getragen worden sind. (Stürmischer, minutenlang anhaltender Beifall und Heilrufe.)

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Quelle: Institut für Zeitgeschichte


Rede vom 20. Juli 1932 auf der NSDAP-Versammlung in Kiel Parteiadler1

Deutsche Volksgenossen!

Ich glaube, daß es sich bei dieser Wahl um mehr handelt, als um ein neues Parlament und um eine neue Regierung. Ich glaube, daß wir der grundsätzlichen Auseinandersetzung entgegengehen, in der entschieden wird über Deutschland und über das deutsche Volk, über das Wesen dieses Volkes, über das Wesen und den Inhalt des Deutschen Reiches und damit wohl über die Zukunft der deutschen Nation!

Dreizehn Jahre liegen hinter uns: dreizehn Jahre eines fast unwahrscheinlichen Ringens. Aus einer Handvoll Menschen ist eine Bewegung erwachsen, und aus dieser Bewegung wieder ist für Millionen nicht nur ein neuer Glaube, eine neue Zuversicht, eine große Hoffnung, sondern überhaupt eine neue Lebensaufgabe erwachsen! Wir können uns heute den Nationalsozialismus aus Deutschland nicht mehr wegdenken.

Wenn heute jemand noch glauben kann, daß der Nationalsozialismus zugrunde gehen könnte, dann hat er den Sinn unseres Kampfes, frei zu werden, noch nicht verstanden.

In Wirklichkeit kann das, was in dieser Bewegung liegt, nicht mehr ersetzt werden durch irgend etwas.

Es ist das eigentliche Wesen dieser Bewegung, daß sie den Gedanken des klassen-und standesbewußten Menschen endgültig begraben und an ihre Stelle gesetzt hat den Gedanken des Volkes, des völkisch bewußten Menschen, den Gedanken des Menschen, der begreift, daß die großen Beziehungen der Volksgenossen untereinander viel gewaltigere, umfangreichere und tiefere sind als alle Beziehungen, die es sonst geben könnte. Es ist eine Bewegung, die den Menschen nach ganz anderen Gesichtspunkten und nach ganz großen Erkenntnissen und der ganz großen Willensbildung zu erfassen weiß.

Wir müssen erkennen, daß es ohne eigenen Boden, ohne eigenen Bauernstand kein wirtschaftliches Blühen in Deutschland geben kann, daß alle die Auffassungen von Export und Import und von Weltwirtschaft uns nichts sind als Begriffe, die nützlich sein können, die aber niemals ersetzen können den eigenen Lebensraum und den eigenen Bauernstand. Diese sind das Fundament jeder gesunden Wirtschaft.

Das andere ist nur als schöne und nützliche, sagen wir, „Zuschußwirtschaft“ zu betrachten, aber nicht als fundamental.

Neben dem gesunden Bauernstand besteht die Notwendigkeit eines gesunden Arbeitertums.

Man muß begreifen, daß es ohne den deutschen Arbeiter keine deutsche Kraft und damit keine Freiheit und keine Wirtschaft gibt.

Millionen von Intellektuellen sind bereits zu der Einsicht gelangt, daß sie, allein auf ihre Bildung gestellt, isoliert dastehen. Ihre Zukunft ist abhängig davon, daß mit dem deutschen Geist sich verbinden die Millionen der deutschen Arbeiter und Bauern.

Erst wenn diese drei Faktoren, Intellektualismus, Arbeiterschaft und Bauernstand, Hand in Hand gehen und begriffen haben, daß die Zukunft aller abhängig ist von ihrer Gemeinsamkeit, erst dann kann man wirklich von einem glücklichen Ausblick in die Zukunft sprechen!

Wenn die SPD in Deutschland in diesen Wochen ein wüstes Geschrei gegen die Regierung Papen erhebt, dann ist doch das der Nachweis dafür, daß sie Angst besitzen, die Diskussion könne sich auf die letzten dreizehn Jahre erstrecken. Sie wissen genau: diese dreizehn Jahre zahlen sie.

Denn ist je ein Volk so erbärmlich regiert worden wie wir diese dreizehn Jahre? Hat man jemals in einer so kurzen Spanne Zeit so viel verwirtschaftet, verludert und verschachert?

Hundert Jahre deutscher Fleiß, deutscher Arbeitsamkeit, deutscher Sparsamkeit haben kaum das schaffen können, was dreizehn Jahre Luderwirtschaft restlos verwirtschaftet haben.

Das ist die Schuld des schwarz-roten Regiments. Es hat die Krisen hervorgerufen, aus der die Weltwirtschaftskrise erst entstanden ist.

Zwölf Jahre habe ich als einsamer Prediger gegen den Reparations-Irrsinn in Deutschland gesprochen. Zwölf Jahre lang haben wir gekämpft bis zum Volksbegehren.

Die Sozialdemokratie hat noch vor zwei Jahren einen Vertrag gebilligt, der dem deutschen Volke einige hundert Milliarden aufgebürdet hat. Als wir dagegen Stellung nahmen, hat man uns verfolgt und unterdrückt. Da erklärte man: Ihr seid unreif und wollt nur nicht, daß Deutschlands Wirtschaft gerettet und die Arbeitslosigkeit beseitigt wird!

Sie haben in diesen dreizehn Jahren getan, was getan werden konnte, um Deutschland zu vernichten. Sie haben den Terror an die Stelle der geistigen Diskussion gesetzt. Aber eins haben sie dabei vergessen: Es gibt ein Sprichwort, daß der Krug solange zum Brunnen geht, bis er bricht, und daß ein Tropfen Wasser genügt, um ein Faß zum Überlaufen zu bringen.

Wir haben lange zugesehen; wir sehen nicht mehr zu! Wir alle fühlen es, daß es so nicht weitergehen kann, daß es unmöglich ist, den Zustand der geistigen und wirtschaftlichen Zerreißung Deutschlands weiter aufrechtzuerhalten. Auch ihre physischen Waffen werden versagen. Das Regiment des Terrors wird gebrochen werden! Darum handelt es sich ja – nicht um eine neue Regierungsform – das Volk aus seiner Zerreißung herauszuführen! Es gibt Menschen, die es uns als Verbrechen anrechnen, wenn sie sagen, die Nationalsozialisten wollen die anderen Parteien beseitigen. Insbesondere mir rechnet man das als schlimmste Absicht an. Sie sagen: Der Mann will auch die anderen Parteien nicht mehr dulden. Ja, sie

haben Recht. Sie haben es erkannt! Wir wollen es nicht länger dulden; Deutschland soll nicht in dreißig Gruppen und Parteien zerrissen sein.

Wir wollen einen Willen an Stelle dieser Zerreißung setzen! Und wenn sie glauben, es wird uns nicht gelingen: Es wird uns gelingen durchzuhalten. Es lebt im Volk eine innere Sehnsucht nach einer gemeinsamen Verständigung.

Gewiß, es gibt ein Untermenschentum, das will keine Verständigung. Mit denen wollen auch wir keine Verständigung: mit denen wollen wir aufräumen!

Es gibt auch eine gewisse dekadente 10.000-Menschenschicht, die will es auch nicht: die steht auf dem Standpunkt, wir sind zu vornehm, als daß wir mit Arbeitern und Bauern zusammengehen könnten! Sie dürfen überzeugt sein, daß über diese paar Hunderttausend die Räder der Geschichte hinweggehen werden!

Es gibt aber Millionen Arbeiter, Bürger, Bauern, Intellektuelle und Hochschüler, die sich sehnen nach der endlichen Vereinigung des deutschen Volkes, nach dem endlichen inneren Frieden. Ihre Zahl beträgt heute schon mehr als 13 bis 14 Millionen. Die letzte Stärke wird darin zu finden sein, daß sich alle am Ende davon überzeugt haben werden, daß dieses Reich nicht einer kleinen Mehrheit, nicht einem Stand, einem Beruf, nicht dem Bauern, dem Arbeiter, nicht dem Bürgertum oder dem Proletariat, nicht dem Katholiken und dem Protestanten gehört, sondern es gehört dem schaffenden, deutschen Volke in allen seinen Schichten!

Gewiß, dies ist ein Prozeß, den man nicht vom Schreibtisch her beginnen kann. Die Menschen müssen erzogen werden, sie müssen ihre Vorurteile abstreifen. Es geht nicht von heute auf morgen: Es geht nicht theoretisch, sondern indem man sie langsam zusammenfügt, indem man sie langsam aneinander gewöhnt und alle miteinander streiten läßt, und indem man allmählich dann aus dieser gemeinsam getragenen Not auch den Weg zum gemeinsamen Empor stieg zeigt und sie diesen Weg dann langsam begehen läßt. Daß dieser Prozeß bei uns richtig angefaßt ist, dafür ist der Beweis die ganze braune Armee, die Sie um sich sehen, ist der Beweis die Millionen-Bewegung, die 13 bis 14 Millionen, die hinter uns stehen. Ich weiß, daß viele diese Beweise gern unterschlagen möchten, sie können sie aber nicht beseitigen. Es kann niemand um die Tatsache herum, daß in der Zeit, in der in Deutschland alles zusammenbrach, eine Organisation sich so hob, daß heute das Ringen um die letzte Entscheidung ansetzt.

Es liegt an Ihnen, diese letzte Entscheidung am 31. Juli mit beschleunigen zu helfen.

Ich möchte nicht bitten oder betteln – wie ich das niemals tue! – um Ihre Stimme, sondern möchte Ihnen im Gegenteil sagen, daß derjenige, der glaubt, daß das, was bisher war, alles gut und richtig ist und fortgesetzt werden muß, daß der nicht zu uns kommen darf; daß aber derjenige, der selbst langsam vom Zweifel angefressen wird über die richtige Zusammensetzung des heutigen Staates, über die innere Zerrissenheit und Zersplitterung, daß dieser dann aber auch einen ganzen Entschluß treffen muß.

Es möge jeder sich vor Augen halten: dem Halben und dem Schwachen, dem Lauen und dem Unentschiedenen ist noch niemals das Himmelreich zuteil geworden. Weder auf der Welt, noch sicher auch im Jenseits. Er wird aus dem Fegefeuer niemals herauskommen.

Wer überhaupt will, daß ein unmöglicher Zustand nicht länger andauert, der muß auch die Entschlußkraft aufbringen, eine ganze Entscheidung zu treffen.

Darum nur bitte ich Sie: Prüfen Sie und treffen Sie eine ganze Entscheidung. Treffen Sie keine halbe Entscheidung. In der Mitte ist vielleicht, wenn die Waagschalen sich nach der einen oder anderen Seite neigen, am besten Platz.

Aber, was in der Mitte balanciert, muß doch stürzen. Es ist ausgeschlossen, daß diese Mitte jemals im Völkerleben die Geschichte einer Nation entscheidet.

Wir aber, wir wollen wieder deutsche Geschichte machen!

Im besten Sinne des Wortes „deutsche Geschichte“. Für unser Volk, für unsere Arbeiter, nicht für die Internationale, für unsere Intellektuellen, für unser Vaterland! Wir wollen kämpfen und wollen es stark und mächtig machen zum Nutzen und zum Segen der 65 Millionen Bürger eines Reiches.

Treffen Sie Ihre Entscheidung, wie sie nur ein Deutscher in solch historischer Zeit treffen kann. Sie benötigen dazu nicht mehr Mut, als wir einst benötigten. Im Gegenteil, weniger! Sie münden heute ein in einen Strom, der schon 13 bis 14 Millionen zählt; das ist leichter, als es war, diesen Strom mit einer Handvoll Menschen in die Wege zu leiten. Wenn Sie nur einen Bruchteil der Entschlossenheit aufbringen, die jeder Junge beweist, indem er dieses braune Hemd anzieht, in diesem Augenblick ist Deutschland gerettet!

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Quelle: Institut für Zeitgeschichte


Rede vom 30. Juli 1932 auf der NSDAP-Versammlung in Nürnberg Nürnberg, Stadt der Reichsparteitage

Deutsche Volksgenossen und -genossinnen!

Seit über 100 Jahren hat das deutsche Volk noch nicht eine solche Erhebung mitgemacht wie jetzt. Mit der heutigen Kundgebung beweisen Sie am besten, daß das deutsche Volk in eine neue Zeit, in eine neue deutsche Geschichte hineinschreitet. Dutzend- und dutzendmal ist unser Volk zur Wahlurne gegangen, aber nie so beherrscht von dem Gefühl, daß nun eine geschichtliche Entscheidung vor uns steht als wie dieses Mal. Die Parteien, die 13 Jahre lang in Deutschland regierten, stehen vor ihrer Ablösung. Sie sollen doch zurückgreifen auf ihre Leistungen der letzten vierzehn Jahre! Wir halten ihnen dafür unsere Erfolge der letzten sechs Wochen entgegen!

Wir Nationalsozialisten sollten für die Regierung Papen verantwortlich sein? Meine Volksgenossen!

Wir können darüber lachen. Denn nicht wir haben diese Regierung eingesetzt, sondern die vom Zentrum und der SPD. Sie schufen diesen erleuchteten Reichstag. Wir lassen uns nicht mehr von ihren dummen Mätzchen beschwindeln, sondern präsentieren ihnen morgen die Rechnung für ihre verantwortungslosen 13 Jahre.

Heute schreien sie: Wir geben Euch die Freiheit, ein jeder bekommt Arbeit und Brot. Sie versprechen ja nur aus Angst, sie zittern vor der Entscheidung. Wir lachen dazu, weil wir wissen, daß man eine solche Erkenntnis besitzen muß, wenn man eine Regierung antritt, aber nicht erst, wenn man davongejagt wird!

Worin bestand die Freiheit des deutschen Volkes in den letzten 13 Jahren?

Außenpolitisch in einer furchtbaren Versklavung und Unterdrückung, innenpolitisch in Notverordnungen, Hunger und Elend. Sie scheinen ganz vergessen zu haben, SPD und Zentrum, wie sie ein gläubiges Volk belogen, verraten und verkauft und geknebelt haben. Wo ist da die Freiheit gewesen, als unsere Flugblätter und unsere Plakate verboten wurden, als sie unsere Versammlungen schlossen, als sie uns das Reden verboten und unsere Kämpfer einsperrten?

Jetzt auf einmal, fünf Minuten vor zwölf, triefen sie von Freiheit, quatschen sie vom Recht des deutschen Menschen. Genau so, wie sie jetzt auf einmal wissen, daß Deutschland drei Milliarden nicht bezahlen kann. Vor zwölf Jahren haben dieselben Demagogen 130 Milliarden unterschrieben, vor zwölf Jahren waren sie dazu bereit, einen Generalfeldmarschall ins Gefängnis zu werfen, deutsche Kämpfer der Schmach und der Schande preiszugeben. Wer hat damals gegen eine solche Regierung Stellung genommen? Jetzt auf einmal wissen sie, daß Deutschland weder 130 Milliarden noch nicht einmal 3 Milliarden bezahlen kann.

Wir Nationalsozialisten können stolz sein auf unsere Erziehungsarbeit an diesen Burschen! Soweit haben sie es gebracht, daß sie jetzt Freiheit rufen, keine Reparationen mehr schreien, daß sie himmelhoch beteuern: Wir wollen für die Wirtschaft eintreten. Jetzt entdecken sie ganz plötzlich ihr soziales Herz, das sie 13 Jahre lang nicht mehr gekannt hatten. Wir werden sie noch weiter erziehen, daß ihnen Sehen und Hören vergeht. Sie müssen endlich erkennen, daß Führer und Geführte eine unlösliche Schicksalsgemeinschaft bilden, und wir werden sie noch dorthin führen, wo diese Erkenntnis schon von Anfang vertreten wurde, nämlich zu uns.

Was haben sie denn aus Deutschland mit ihren Regierungskünsten gemacht? Wie würden sie prahlen, wenn sie nicht so erbärmlich regiert hätten: Das haben wir getan und dieses und jenes, wir haben dem Volke Arbeit gegeben, die Erwerbslosigkeit beseitigt und die Finanzen in Ordnung gebracht und den Mittelstand gerettet. So würden diese Pfuscher reden! Sie würden nicht so bescheiden sein wie wir, die wir uns zwölf Jahre für den deutschen Menschen einsetzten. Sie können es nicht! Wenn die Merkmale der Vernichtung der deutschen Wirtschaft, Verelendung der Berufsstände, Ausrottung des Mittelstandes, sieben Millionen Erwerbslosen bestehen, so nenne ich das keine Freiheit! Auf einmal wollen sie Deutschland ins Paradies verwandeln, jetzt auf einmal. Aber ihr Herren vom Zentrum und der SPD, ihr erinnert euch wohl nicht mehr an eure Schuld am verlorenen Krieg! Wie sagtet ihr doch: Der Krieg darf nicht gewonnen werden, der deutsche Soldat darf nicht als Sieger heimkommen! Und dann euer Triumphgeschrei: „Das deutsche Volk hat auf der ganzen Linie gesiegt.“ Ja, Spitzbuben haben damals gesiegt, und ein heldenhaftes Volk hat alles verloren! [betr.: „Young-Plan“]

So häuftet ihr Schuld auf Schuld, Verrat auf Verrat, 13 Jahre lang, bis das deutsche Volk jedes politische Denken und Fühlen verloren hatte und durch seine dreißig Parteien zum Gespött des Auslandes wurde. Ist das vielleicht eine Nation, die sich von dreißig Parteien vertreten läßt? Verdankt ihr es ihnen, wenn heute überhaupt noch ein Deutschland besteht?

Der Arbeiter hatte drei oder vier Parteien, das Zentrum noch mehr, der Kleinrentner seine eigene, der Großindustrielle, das Landvolk, der Beamte, der Angestellte und die Katholiken rühmten sich sogar einer ganz besonderen Spezialpartei.

Ist das vielleicht deutsch, wenn unser Volk in dreißig Parteien zerrissen ist, wenn nicht eine mit der anderen sich vertragen kann? Ich sage aber all diesen traurigen Politikern:

Deutschland wird eine einzige Partei werden, die Partei eines heldischen großen Volkes!

Wir werden diesen Herrschaften noch lernen, daß wir unter den Deutschen etwas Ganzes verstehen. Unser Ziel ist die Beseitigung dieser 30 Parteien, Einigkeit und Ordnung in Deutschland wiederherzustellen in der Erkenntnis, daß die Größe eines Volkes nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich bedingt ist, und vor allem von der Kraft einer geeinten Nation abhängt. Sie werden uns fragen, welches Programm habt ihr? Ja, meine Freunde, wahrscheinlich ist es die Vernichtung der deutschen Wirtschaft, sind es die Millionen Erwerbslosen, die auf Grund eures Programms geschaffen wurden! Sagtet ihr nicht zum Volke: Deutscher, glaube an alles, nur nicht an Dich selbst!

In unserem Programm heißt es: Deutscher, verlasse Dich auf gar nichts als auf Dich selbst! Deutschland den Deutschen! Der deutsche Mensch muß aus sich selbst heraus wieder zum Deutschen zurückfinden, über Herkunft, Klassen und Stände, über Konfessionen hinweg: Der Mensch zum Menschen! Nur dann wird das Volk wieder sein Recht vertreten, wenn es sich auf sich selbst besinnt. Wir fordern, daß dieses Volk von Deutschen geführt wird, ein Volk, ein Geist, ein Entschluß – und aus allen heraus: Der Wille zur Tat!

Eine solche Tat wird auch morgen von uns verlangt. Sie werden selbst die Empfindung haben, Deutschland wäre am Ende, wenn der Nationalsozialismus es nicht vom Abgrund zurückrisse.

Sie erfüllen das Gebot der Stunde, Sie bauen mit an Deutschlands Zukunft. Was hätte man aus dem deutschen Volke gemacht, wenn nicht unsere Bewegung wäre? Unsere herrliche Partei, die Klassen und Stände, Stadt und Land in ihren Reihen überwunden hat, die die Menschen wieder lehrt, sich zu achten und zu schätzen, miteinander auszukommen und einzutreten für ein kommendes, einiges, starkes Deutsches Reich.

Ich bin fest überzeugt: Deutschland geht einer großen geschichtlichen Zukunft entgegen, in der Eifersucht, Neid und Mißgunst großen politischen Aufgaben weichen müssen, in der der deutsche Mensch zum Kämpfer und Sieger wird. Die kommende Zeit kann keine laue Generation, keine verweichlichte Jugend brauchen, sondern, was sie braucht, das ist ein Menschengeschlecht, das sich nicht scheut, sein Bekenntnis laut auszusprechen, und eine starke Jugend, die sich nicht feige verbirgt.

Darum bitten wir Sie für morgen, raffen Sie sich auf zur befreienden Tat, dringen Sie morgen darauf, daß Millionen sich zu uns bekennen, zu einem freien deutschen Volke, daß Parteien und Verbände verschwinden. Vergesse nicht Du, deutscher Mann, und Du, deutsche Frau, daß das Geschick Deines Volkes abhängig ist von Dir und Deinem Tun.

Du und ich, deutscher Bruder, wir müssen vergehen, aber Deutschland wird weiterleben, weil es weiterleben muß. Ein Tag der Befreiung und eine Wende ist angebrochen, wenn Sie Ihre Pflicht erfüllen. Wir haben sie 13 Jahre lang erfüllt, nun ist die Stunde an Sie gekommen, denke daran, was wieder werden muß: Deutschland!

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Quelle: Institut für Zeitgeschichte