Tag Archive: Rundfunkansprache



Am 21. April 1945 wandte sich Joseph Goebbels über den Rundfunk letztmalig an das Deutsche Volk:

Joseph Goebbels am 22.6.41 (Russlandfeldzug)Meine Berliner Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Am vergangenen Sonntag begannen die Bolschewisten ihre Großoffensive an der Oderfront. Berlin ist ihr Ziel. Die Eroberung der Reichshauptstadt soll Stalin eine wichtige Trumpfkarte im politischen Spiel der Alliierten in die Hand geben. Damit ist der Kampf um die Reichshauptstadt ein Kampf um Deutschland und um Europa geworden.

In heldenhafter Abwehr haben unsere tapferen Divisionen und Volkssturmmänner in den vergangenen Tagen den Sowjets schwerste Verluste zugefügt. Ihr aufopfe­rungs­voller Einsatz hat jedoch nicht verhindern können, daß die Bolschewisten an die äußeren Verteidigungslinien der Reichshauptstadt herangekommen sind. Damit ist Berlin zur Frontstadt geworden.
Aus dieser Tatsache ergeben sich folgende Folgerungen:

1.   Alle zur Verteidigung der Reichshauptstadt eingeteilten Soldaten und Volks­sturm­männer haben die ihnen befohlenen Plätze besetzt und nehmen, sobald sowjetische Panzer oder Truppen sich zeigen, sofort den Kampf auf.

2.   Die Zivilbevölkerung hat allen Anforderungen, die von zivilen und militärischen Stellen getroffen werden, unbedingt Folge zu leisten. Neugieriges Herumstehen ist zu vermeiden. Die Bewegungen der Wehrmacht und des Volkssturms sind durch größte Verkehrsdisziplin zu unterstützen. Die Fahrbahnen müssen von Fußgängern und vor allem von spielenden Kindern freigehalten werden.

3.   Rüstungsbetriebe, Versorgungsbetriebe und die für die Führung der Reichs­haupt­stadt verantwortlichen Behörden und Dienststellen arbeiten weiter.

4.   Der Werkschutz sorgt für die äußere und innere Sicherheit der Betriebe. Provokateure oder aufsässige Ausländer sind sofort festzunehmen oder besser noch unschädlich zu machen.

5.   Sollten Provokateure und verbrecherische Elemente versuchen, durch das Hissen von weißen Fahnen oder sonstiges feiges Verhalten in die zur Verteidigung der Stadt entschlossene Bevölkerung Unruhe zu tragen und ihren Widerstand zu läh­men, so ist dagegen sofort mit allen Mitteln einzuschreiten. Jeder Berliner ist für sein Haus und seine Wohnung selbst verantwortlich. Häuser und Wohnungen, die weiße Fahnen zeigen, Weiterlesen

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Aufruf der Reichsregierung an das deutsche Volk

Am späten Abend des 1. Februar 1933, um 22 Uhr, sprach Hitler zum erstenmal im Rundfunk:


Video: 3rdReichSpeeches

 

quodÜber 14 Jahre sind vergangen seit dem unseligen Tage, da, von inneren und äußeren Versprechungen verblendet, das deutsche Volk der höchsten Güter unserer Vergangenheit, des Reiches, seiner Ehre und seiner Freiheit vergaß und dabei alles verlor. Seit diesen Tagen des Verrates hat der Allmächtige unserem Volk seinen Segen entzogen. Zwietracht und Haß hielten ihren Einzug. In tiefster Bekümmernis sehen Millionen bester deutscher Männer und Frauen aus allen Lebensständen die Einheit der Nation dahinsinken und sich auflösen in ein Gewirr politisch-egoistischer Meinungen, wirtschaftlicher Interessen und weltanschaulicher Gegensätze.

Wie so oft in unserer Geschichte, bietet Deutschland seit diesem Tage der Revolution das Bild einer herzzerbrechenden Zerrissenheit. Die versprochene Gleichheit und Brüderlichkeit erhielten wir nicht, aber die Freiheit haben wir verloren. Dem Verfall der geistigen und willensmäßigen Einheit unseres Volkes im Innern folgte der Verfall seiner politischen Stellung in der Welt.

Heiß durchdrungen von der Überzeugung, daß das deutsche Volk im Jahre 1914 in den großen Kampf zog ohne jeden Gedanken an eine eigene Schuld und nur erfüllt von der Last der Sorge, das angegriffene Reich, die Freiheit und die Existenz des deutschen Menschen verteidigen zu müssen, sehen wir in dem erschütternden Schicksal, das uns seit dem November 1918 verfolgt, nur das Ergebnis unseres inneren Verfalls. Allein auch die übrige Welt wird seitdem nicht minder von großen Krisen durchrüttelt. Das geschichtlich ausgewogene Gleichgewicht der Kräfte, das einst nicht wenig beitrug zum Verständnis für die Notwendigkeit einer inneren Solidarität der Nationen, mit all den daraus resultierenden glücklichen wirtschaftlichen Folgen ist beseitigt.

Die Wahnidee vom Sieger und Besiegten zerstört das Vertrauen von Nation zu Nation und damit auch die Wirtschaft der Welt. Das Elend unseres Volkes aber ist entsetzlich! Dem arbeitslos gewordenen, hungernden Millionen-Proletariat der Industrie folgt die Verelendung des gesamten Mittel- und Handwerksstandes. Wenn sich dieser Verfall auch im deutschen Bauern endgültig vollendet, stehen wir in einer Katastrophe von unübersehbarem Ausmaß. Weiterlesen


So oft auch der Führer in Massenversammlungen, bei Empfängen oder auf Staatsfeiern als Repräsentant der Partei und des Volkes sich Tausenden und Hunderttausenden zeigen und zu ihnen sprechen muss, ebensosehr entgeht der Führer bewusst allen Kundgebungen und Ehrungen, die nur ihm und seiner Person selbst gelten. Aus dieser Einstellung heraus verbrachte er seine Geburtstage stets in irgend einem kleinen Dorf oder in einer kleinen Stadt Deutschlands, die vorher niemandem bekannt ist. Wie stark der Führer durch seine rein menschliche und rein persönliche Art auf seine engsten Mitarbeiter wirkt, fühlt man aus den Rundfunkreden heraus, die Reichsminister Dr. Goebbels an den Geburtstagen des Führers über alle deutschen Sender an das deutsche Volk hielt. Der Text der dritten Rede vom 20. April 1935 verdient es besonders, auch im Rahmen dieses Werkes festgehalten zu werden:

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Rundfunk-Ansprache an das Deutsche Volk zum Geburtstage des Führers

von Dr. Joseph Goebbels (1935)

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quod-kleinVolksempfänger - VE-301 (Blaupunkt)Meine Volksgenossen und Volksgenossinnen!

Schon vor zwei Jahren, am 20 April 1933, habe ich, nachdem Adolf Hitler knapp drei Monate an der Macht war, über den Rundfunk eine Ansprache zum Geburtstag des Führers an das deutsche Volk gehalten. Gleich wie damals ist es auch heute nicht meine Absicht, einen flammenden Leitartikel zur Verlesung zu bringen. Das überlasse ich besseren Stilisten. Auch liegt es nicht in meinem Bestreben, das historische Werk Adolf Hitlers einer darstellenden Würdigung zu unterziehen. Im Gegenteil, heute, zum Geburtstag des Führers, ist es, glaube ich, an der Zeit, den Menschen Hitler mit dem ganzen Zauber seiner Persönlichkeit, mit der geheimnisvollen Magie und der eindringlichen Kraft seines individuellen Wirkens dem ganzen Volke vor Augen zu stellen. Es gibt wohl auf dem weiten Erdball niemanden mehr, der ihn nicht als Staatsmann und überlegenen Volksführer kennt. Nur wenigen aber ist es vergönnt, ihn als Menschen täglich aus nächster Nähe zu sehen, zu erleben und, wie ich hinzufügen möchte, eben deshalb um so tiefer verstehen und lieben zu lernen. Diesen wenigen auch nur geht das Wunder auf, warum und wieso es möglich war, daß ein Mann, der vor knapp drei Jahren noch die Hälfte des Volkes gegen sich hatte, heute im ganzen Volke über jeden Zweifel und über jede Kritik erhaben ist. Denn, wenn Deutschland in einem eine niemals zu erschütternde Einigkeit gefunden hat, dann in der Überzeugung, daß Adolf Hitler der Mann des Schicksals ist, der die Berufung in sich trägt, die Nation aus furchtbarster innerer Zerrissenheit und schmachvoller Demütigung wieder zur ersehnten Freiheit emporzuführen.

Daß ein Mann bei diesem Werk, das manchmal auch sehr harte und unpopuläre Entschlüsse erforderlich machte, das Herz des ganzen Volkes in seinen Besitz nahm, ist vielleicht das tiefste und wunderbarste Geheimnis unserer Zeit. Es läßt sich nicht allein durch die rein sachliche Leistung erklären; denn gerade diejenigen, die die schwersten Opfer für ihn und seinen nationalen Aufbau gebracht haben und noch bringen müssen, haben am tiefsten und beglückendsten seine Sendung empfunden und stehen in aufrichtigster und heißester Liebe zu ihm als Führer und Menschen. Das ist das Ergebnis des Zaubers seines persönlichen Wirkens und der tiefen Magie seines reinen unverfälschten Menschentums.

Von diesem Menschentum, wie es sich am lautersten offenbart, denen, die am nächsten um ihn stehen, soll hier die Rede sein. Weiterlesen


Am Abend des 14. Oktober 1933 hielt Adolf Hitler eine große Rundfunkrede, in der er die Politik der nationalsozialistischen Regierung grundsätzlich darlegte. Die Rede wurde von fast allen ausländischen Sendegruppen übertragen.

 
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[Anm.d.Red.: Die TextAbschnitte in GRAU sind in dem Video nicht enthalten!]
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quod-lila Mein Deutsches Volk!

Als im November 1918 in vertrauensvoller Gläubigkeit auf die in den 14 Punkten des Präsidenten Wilson niedergelegten Zusicherungen das deutsche Volk die Waffen senkte, fand ein unseliges Ringen sein Ende, für das wohl einzelne Staatsmänner, aber sicher nicht die Völker verantwortlich gemacht werden konnten. Das deutsche Volk hat nur deshalb so heldenmütig gefochten, weil es heilig überzeugt war, zu Unrecht angegriffen und damit zu Recht im Kampfe zu sein. Von der Größe der Opfer, die es damals – fast nur auf sich allein gestellt – bringen mußte, hatten die anderen Nationen kaum eine Vorstellung. Hätte in diesen Monaten die Welt in fairer Weise dem niedergesunkenen Gegner die Hand gegeben, so würden vieles Leid und zahllose Enttäuschungen der Menschheit erspart geblieben sein.

Die tiefste Enttäuschung erlitt das deutsche Volk. Noch niemals hat ein Besiegter sich so redlich bemüht, an der Heilung der Wunden seiner Gegner mitzuhelfen, wie das deutsche Volk in den langen Jahren der Erfüllung der ihm aufgebürdeten Diktate. Wenn alle diese Opfer zu keiner wirklichen Befriedung der Völker führen konnten, dann lag es nur am Wesen eines Vertrages, der in dem Versuche der Verewigung der Begriffe Sieger und Besiegte auch Haß und Feindschaft verewigen mußte. Die Völker hätten im Recht erwarten dürfen, daß aus diesem größten Kriege der Weltgeschichte die Lehre gezogen worden wäre, wie wenig besonders für die europäischen Nationen die Größe der Opfer zur Größe des möglichen Gewinnes steht. Als daher in diesem Vertrage dem deutschen Volke die Zerstörung seiner Rüstungen zur Ermöglichung einer allgemeinen Weltabrüstung auferlegt wurden, glaubten unzählige, daß darin nur das Zeichen für das Umsichgreifen einer erlösenden Erkenntnis zu sehen wäre.

Das deutsche Volk hat seine Waffen zerstört. Bauend auf die Vertragstreue seiner ehemaligen Kriegsgegner hat es selbst die Verträge in geradezu fanatischer Treue erfüllt. Zu Wasser, zu Lande und in der Luft wurde ein unermeßliches Kriegsmaterial abgerüstet, zerstört und verschrottet. An Stelle einer einstigen Millionen-Armee trat nach dem Wunsche der Diktatmächte ein kleines Berufsheer, mit militärisch gänzlich belangloser Ausrüstung. Die politische Führung der Nation aber lag zu dieser Zeit in den Händen von Männern, die geistig nur in der Welt der Siegerstaaten wurzelten. Mit Recht konnte das deutsche Volk erwarten, daß schon aus diesem Grunde die übrige Welt ihr Versprechen so einlösen würde, wie das deutsche Volk im Schweiße seiner Arbeit unter tausendfältiger Not und unter unsagbaren Entbehrungen an der Einlösung der eigenen Vertragspflicht tätig war.

Kein Krieg kann Dauerzustand der Menschheit werden. Kein Friede kann die Verewigung des Krieges sein. Einmal müssen Sieger und Besiegte den Weg in die Gemeinschaft des gegenseitigen Verständnisses und Vertrauens wiederfinden. Anderthalb Jahrzehnte lang hat das deutsche Volk gehofft und gewartet, daß das Ende des Krieges endlich auch das Ende des Hasses und der Feindschaft werde. Allein der Zweck des Friedensvertrages von Versailles schien nicht der zu sein, der Menschheit den endlichen Frieden zu geben, als vielmehr sie in unendlichem Hasse zu erhalten.

Die Folgen konnten nicht ausbleiben. Wenn das Recht endgültig der Gewalt weicht, wird eine dauernde Unsicherheit den Ablauf aller normalen Funktionen im Völkerleben stören und hemmen. Weiterlesen


Rundfunk-Ansprache 1933Am 14. Oktober 1933 richtete Adolf Hitler den nachfolgenden Aufruf an das deutsche Volk, mit dem er den Austritt Deutschlands aus der Abrüstungskonferenz und aus dem Völkerbund verkündete:

quod An das deutsche Volk!

Erfüllt von dem aufrichtigen Wunsche, das Werk des friedlichen inneren Wiederaufbaues unseres Volkes, seines politischen und wirtschaftlichen Lebens durchzuführen, haben sich ehemals deutsche Regierungen im Vertrauen auf die Zubilligung einer würdigen Gleichberechtigung bereit erklärt, in den Völkerbund einzutreten und an der Abrüstungskonferenz teilzunehmen. Deutschland wurde darauf bitter enttäuscht.

Trotz unserer Bereitwilligkeit, die schon vollzogene deutsche Abrüstung, wenn nötig, jederzeit bis zur letzten Konsequenz fortzuführen, konnten sich andere Regierungen nicht zur Einlösung der von ihnen im Friedensvertrag unterschriebenen Zusicherungen entschließen.

Durch die bewußte Verweigerung einer wirklichen moralischen und fachlichen Gleichberechtigung Deutschlands wurden das deutsche Volk und seine Regierungen immer wieder auf das Schwerste gedemütigt. Nachdem sich die Reichsregierung nach der am 11. Dezember 1932 aus brüderlich festgelegten deutschen Gleichberechtigung neuerdings bereiterklärt hatte, an den Verhandlungen der Abrüstungskonferenzen wieder teilzunehmen, wurde nunmehr durch die offiziellen Vertreter der anderen Staaten in öffentlichen Reden und direkten Erklärungen an den Reichsaußenminister und unsere Delegierten mitgeteilt, daß dem derzeitigen Deutschland diese Gleichberechtigung zur Zeit nicht mehr zugebilligt werden könnte.

Da die deutsche Reichsregierung in diesem Vorgehen eine ebenso ungerechte wie entwürdigende Diskriminierung des deutschen Volkes erblickt, sieht sie sich außerstande, unter solchen Umständen als rechtlose und zweitklassige Nation noch weiterhin an den Verhandlungen teilzunehmen, die damit nur zu neuen Diktaten führen könnten. Indem die deutsche Reichsregierung daher erneut ihren unerschütterlichen Friedenswillen bekundet, erklärt sie angesichts dieser demütigenden und entehrenden Zumutungen zu ihrem tiefsten Bedauern, die Abrüstungskonferenz verlassen zu müssen. Sie muß deshalb auch ihren Austritt aus dem Völkerbund anmelden. Sie legt diese ihre Entscheidung, verbunden mit einem neuen Bekenntnis für eine Politik aufrichtiger Friedensliebe und Verständigungsbereitschaft, dem deutschen Volke zur Stellungnahme vor und erwartet von ihm eine Bekundung gleicher Friedensliebe und Friedensbereitschaft, aber auch gleicher Ehrauffassung und gleicher Entschlossenheit. Weiterlesen


Da Adolf Hitler in seinem Testament Großadmiral Karl Dönitz zu seinem Nachfolger als Reichspräsident bestimmt hatte, trat dieser mit einer Rundfunkansprache über den Reichssender Hamburg am 1. Mai das Amt an. Die wesentliche Bedeutung der Regierung Dönitz lag in der Beauftragung zur Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation. Danach wurden Dönitz und die Geschäftsführende Reichsregierung völker­rechts­widrig isoliert, ihre Bewegungsfreiheit war auf den Sonderbereich Mürwik beschränkt. Die Mitglieder dieser letzten deutschen rechtmäßigen Regierung wurden schließlich am 23. Mai völkerrechtswidrig verhaftet.

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Kurze Vorgeschichte

Die Britische Armee hatte am 28. April die Elbe bei Lauenburg überschritten und bewegte sich im Wettlauf mit der Roten Armee auf Lübeck zu. Die von Dönitz ernannte Reichsregierung mußte direkt nach der Kabinettssitzung am 2. Mai in Eutin weiter nach Flensburg ziehen. Lübeck wurde am selben Abend weitgehend kampflos von den Briten eingenommen. Heinrich Himmler und Albert Speer flohen zunächst nach Bad Bramstedt.

Am 3. Mai bezog die Geschäftsführende Reichsregierung ihren Sitz in der Marineschule Mürwik in Flensburg, im sogenannten Sonderbereich Mürwik, während der Generalstab der Wehrmacht unter Generalfeldmarschall Ernst Busch seinen Stützpunkt von Hamburg-Bergedorf nach Kollerup in Angeln verlegte, nachdem Dönitz am Tag zuvor angewiesen hatte, Hamburg den Briten kampflos zu übergeben. Auch Himmler floh mit 150 Gefolgsleuten nach Hüholz bei Flensburg.

Ab 2. Mai verhandelte Admiral Hans-Georg von Friedeburg in Dönitz’ Auftrag in Lüneburg mit dem britischen Feldmarschall Bernard Montgomery. Am 4. Mai war die Kapitulation Nordwestdeutschlands und Dänemarks, die am folgenden Tag um 8.00 Uhr inkraft trat, das Ergebnis. Weiterlesen


Adolf Hitler – Rundfunkansprache vom 15. Juli 1932 zur Reichstagswahl am 31. Juli 1932 – Appell an die Nation –

Die große Zeit der Entscheidung ist nunmehr gekommen. Über dreizehn Jahre hat das Schicksal den heutigen Machthabern zu ihrer Erprobung und Bewährung zugemessen. Das schärfste Urteil sprechen sie sich aber, indem sie durch die Art ihrer heutigen Propaganda das Versagen ihrer Leistungen selbst bekennen.

Sie wollten einst Deutschland für die Zukunft besser regieren als in der Vergangenheit und können als Ergebnis ihrer Regierungskunst in Wirklichkeit nur feststellen, daß Deutschland und das deutsche Volk noch immer leben. Sie haben in den Novembertagen ‘18 feierlich versprochen unser Volk, und insbesonderes den deutschen Arbeiter einer besseren wirtschaftlichen Zukunft entgegenzuführen. Sie können heute, nachdem sie nahezu vierzehn Jahre Zeit zur Erfüllung ihres Versprechens hatten, nicht einen einzigen deutschen Berufsstand als Zeugen für die Güte ihres Tuns anführen. Der deutsche Bauer verelendet, der Mittelstand ruiniert, die sozialen Hoffnungen vieler Millionen Menschen vernichtet, ein Drittel aller im Erwerbsleben stehenden deutschen Männer und Frauen ohne Arbeit und damit ohne Verdienst, das Reich, die Kommunen und die Länder überschuldet, sämtliche Finanzen in Unordnung und alle Kassen leer.

Was hätten sie überhaupt noch mehr zerstören können? Das schlimmste aber ist die Vernichtung des Vertrauens in unserem Volk, die Beseitigung aller Hoffnungen und aller Zuversicht. In dreizehn Jahren ist es ihnen nicht gelungen, die in unserem Volk schlummernden Kräfte irgendwie zu mobilisieren. Im Gegenteil. In ihrer Angst vor dem Erwachen der Nation, haben sie die Menschen gegeneinander ausgespielt, die Stadt gegen das Land, den Angestellten gegen den Beamten, den Handarbeiter gegen den Arbeiter der Stirne, den Bayern gegen den Preußen, den Katholiken gegen den Protestanten uns so fort und umgekehrt.

Der Aktivismus unserer Rasse wurde nur im Inneren verbraucht, nach außen aber blieben Phantasien übrig, phantastische Hoffnungen auf Kulturgewissen, Völkerrecht, Weltgewissen, Botschafterkonferenzen, Völkerbund, Zweite Internationale, Dritte Internationale, proletarische Solidarität und so weiter, und die Welt hat uns dementsprechend behandelt.

So ist Deutschland langsam verfallen und nur ein Wahnsinniger kann hoffen, daß die Kräfte, die erst den Verfall herbeiführten, nunmehr die Wiederauferstehung bringen könnten. Wenn die bisherigen Parteien Deutschland ernstlich retten möchten, warum haben sie es dann nicht schon bisher getan?

Haben sie aber Deutschland retten wollen, weshalb ist es unterblieben? Haben die Männer dieser Parteien es ehrlich beabsichtigt, dann müßten ihre Programme schlecht gewesen sein. Waren aber ihre Programme richtig, dann können sie selbst es nicht aufrichtig gewollt haben oder sie waren zu unwissend oder zu schwach.

Nun, nach 13 Jahren, da sie alles in Deutschland vernichteten, ist endlich die Zeit ihrer eigenen Beseitigung gekommen. Ob die heutigen parlamentarischen Parteien leben, ist nicht wichtig, aber notwendig ist es, daß verhindert wird, daß die deutsche Nation vollkommen zugrundegeht.

Die Überwindung dieser Parteien aber ist deshalb Pflicht, weil sie, um selbst zu leben, die Nation immer wieder zerreißen müssen. Jahrelang haben sie dem deutschen Arbeiter eingeredet, daß er allein sich retten könnte.

Jahrelang dem Bauer vorgemacht, daß nur seine Organisation ihm helfen würde.

Der Mittelstand sollte durch Mittelstandsparteien und die Wirtschaft durch Wirtschaftsparteien dem Verderben entrissen werden. Der Katholik mußte seine Zuflucht beim Zentrum nehmen und der Protestant beim Christlich-Sozialen Volksdienst. Ja am Ende erhielten die Hausbesitzer ihre eigene politische Vertretung, genauso wie die Mieter, die Angestellten und die Beamten.

Diese Versuche aber, die Nation in Klassen, Stände, Berufe und Konfessionen zu zerlegen und bruchstückweise dem wirtschaftlichen Glück der Zukunft entgegenzuführen, sind heute endgültig gescheitert.

Am Tage der Begründung unserer Nationalsozialistischen Bewegung beherrschte uns schon die Überzeugung, daß das Schicksal des deutschen Menschen unzertrennlich verbunden ist mit dem Schicksal der gesamten Nation.

Wenn Deutschland verfällt, wird nicht der Arbeiter in sozialem Glück gedeihen und genauso wenig der Unternehmer. Und nicht der Bauer wird sich dann retten und nicht der Mittelstand.

Nein, der Ruin des Reiches, der Verfall der Nation, ist der Ruin und der Verfall aller.

Auch keine Konfession und kein einzelner deutscher Stamm wird sich dem allgemeinen Los entziehen können.

Am Tage der Begründung der nationalsozialistischen Bewegung waren wir uns längst darüber klar, daß nicht das Proletariat der Sieger über das Bürgertum sein wird und nicht das Bürgertum der Sieger über das Proletariat, sondern daß dann die internationale Hochfinanz am Ende ausschließlicher Sieger über beide werden muß. Und so ist das gekommen!

In der Erkenntnis dieses Verfalls habe ich vor dreizehn Jahren mit einer Handvoll Menschen eine neue Bewegung gebildet, die schon in ihrer Bezeichnung eine Proklamation der neuen Volksgemeinschaft sein soll.

Es gibt keinen Sozialismus, der nicht die Kraft des Geistes zu seiner Verfügung hat, kein soziales Glück, das nicht durch die Kraft einer Nation beschützt wird, ja seine Voraussetzung erhält.

Und es gibt aber auch keine Nation und damit keinen Nationalismus, wenn zur Millionenarmee der geistigen Arbeiter nicht die Millionenarmee der Arbeiter der Faust, die Millionenarmee des Bauern stößt.

Solange der Nationalismus und der Sozialismus als getrennte Ideen marschieren, werden sie von ihrem vereinten Gegner geschlagen. Am Tage, an dem sich die beiden Ideen in einer einzigen verschmelzen, sind sie unbesiegbar!

Und wer will bestreiten, dass in einer Zeit, da in Deutschland alles zerbricht und verkommt, da in der Wirtschaft und im politischen Leben alles in Stillstand gerät oder überhaupt sein Ende findet, eine einzige Organisation einen unerhörten und und wundervollen Aufschwung nahm? Mit sieben Mann habe ich vor dreizehn Jahren dieses Werk der deutschen Einigung begonnen und heute stehen in unseren Reihen über 13 Millionen! Aber nicht die Zahl ist es, die entscheidet, sondern ihr innerer Wert!

13 Millionen Menschen aller Berufe und Stände, 13 Millionen Arbeiter, Bauern und Intellektuelle, 13 Millionen Katholiken und Protestanten, Angehörige aller deutschen Länder und Stämme — haben einen unzertrennlichen Bund gebildet. Und 13 Millionen haben erkannt, daß die Zukunft aller nur im gemeinsamen Kampf und im gemeinsamen Erfolge aller liegt.

Millionen Bauern haben nun eingesehen, daß es nicht wichtig ist, daß sie selbst die Notwendigkeit ihrer Existenz begreifen, sondern daß es nötig ist, die anderen Lebens- und Berufsstände über den deutschen Bauern aufzuklären und für ihn zu gewinnen.

Und Millionen Arbeiter haben genauso heute erkannt, daß trotz aller Theorien ihre Zukunft nicht in irgendeiner Internationale liegt, sondern in der Erkenntnis ihrer übrigen Volksgenossen, daß es ohne deutschen Bauern und deutschen Arbeiter keine deutsche Kraft gibt.

Und ebenso haben Millionen an bürgerlichen Intellektuellen einsehen gelernt, wie belanglos ihre eigene Einbildung ist, wenn nicht die Millionenmassen des übrigen Volkes die Wichtigkeit der deutschen Intelligenz endlich begreifen.

Vor dreizehn Jahren wurden wir Nationalsozialisten verspottet und verhöhnt, heute ist unseren Gegnern das Lachen vergangen!

Eine gläubige Gemeinschaft von Menschen ist erstanden, die langsam die Vorurteile des Klassenwahnsinns und des Standesdünkels überwinden wird. Eine gläubige Gemeinschaft von Menschen, die entschlossen ist, den Kampf für ihre Haltung und ihre Rasse aufzunehmen, nicht weil es sich um Bayern oder Preußen, Württemberg oder Sachsen, Katholiken oder Protestanten, Arbeiter oder Beamte, Bürger oder Angestellte und so weiter handelt, sondern weil sie alle Deutsche sind.

Mit diesem Gefühl der unzertrennlichen Verbundenheit ist die gegenseitige Achtung gewachsen. Aus der Achtung aber kam das Verständnis, nach dem Verständnis die gewaltige Kraft, die uns alle bewegt.

Wir Nationalsozialisten marschieren daher auch in jede Wahl hinein, mit dem einzigen Bekenntnis, am nächsten Tage die Arbeit wieder erneut aufzunehmen für die innere Reorganisation unseres Volkskörpers.

Denn nicht um Mandate oder Ministerstühle kämpfen wir, sondern um den deutschen Menschen, den wir wieder zusammenfügen wollen und werden, zu einer unzertrennlichen Schicksalsgemeinschaft.

Der Allmächtige, der es bisher gestattete, daß wir in dreizehn Jahren von sieben Mann zu 13 Millionen wurden, wird es weiter gestatten, daß aus den 13 Millionen dereinst ein deutsches Volk wird.

An dieses Volk aber glauben wir, für dieses Volk kämpfen wir und für dieses Volk sind wir wenn nötig bereit, so wie die Tausende der Kameraden vor uns, uns einzusetzen mit Leibe und mit Seele. Wenn die Nation ihre Pflicht erfüllt, muß dann einst ein Tag erstehen, der uns wiedergibt ein Reich der Ehre und Freiheit, Arbeit und Brot!

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