von Egon W. Kreutzer

Was über Jahrzehnte als die Stärke des deutschen Exports gepriesen wurde, was uns als Alleinstellungsmerkmal weltweit Wettbewerbsvorteile verschaffte, nämlich die sprichwörtliche Qualität „Made in Germany“, messbar in Präzision, Zuverlässigkeit und Lebensdauer, hat nun – nach den Erkenntnissen der Unternehmens­beratungs­gesellschaft McKinsey – ausgedient.

Gerade der deutsche Maschinenbau, stets – nach der Automobilbranche – die Vorzeigebranche schlechthin, soll sich nun darauf besinnen, dass es auch schlechter, billiger, ja schlampiger geht.

Deutsche Maschinenbauer, so McKinsey, sollten die „Wachstumsmärkte“ mit Produkten beliefern, die nicht besser sind als die Erzeugnisse der Konkurrenz aus Asien. Das ist der gute Rat Nummer 1. Der gute Rat Nummer 2 lautet: Aufhören, in Deutschland zu produzieren, stattdessen den Schrott auch gleich da zusammenschrauben, wo er verkauft werden soll. Guter Rat Nummer 3: Schluss mit den deutschen Ingenieuren in der Konstruktion, die können nämlich nicht billig. Stattdessen lieber ausländische Fachkräfte anheuern, die erstens selbst billiger sind und zweitens gar nicht in der Lage sind „hochwertige“ und damit teure Produkte aufs elektronische Reißbrett zu bringen.

Krönende Aussage vom offenbar vollständig vom McKinsey-Gedankengut infizierten Präsidenten des Verbandes der deutschen Maschinenbauer, VDMA, Reinhold Festge: Weiterlesen