Tag Archive: Kosten



…findet ja bekanntlich derzeit (6. – 17. Nov.) in Bonn statt. Aber, so die Süddeutsche:

„nicht etwa die Bundesrepublik lädt nach Bonn, sondern der kleine Inselstaat Fidschi. Erstmals liegt damit der Konferenzort nicht im Land des Ausrichters; die Fidschi-Inseln waren für eine Konferenz dieser Größe schlicht zu klein. Bonn kommt wie gerufen, die Stadt ist schließlich Sitz des UN-Klimasekretariats. Hier lagert die komplette Klimakonferenz-Technik, das macht die Logistik leichter. „Vinaka vakalevu“, sagt Fidschis Ministerpräsident Frank Bainimarama da: Vielen Dank.

Tja, vielen Dank auch! Wie praktisch — und kommt natürlich „wie gerufen“, vor allem, wenn – nicht etwa die internationale Gemeinschaft, naaaain! – der „Gastgeber“ auch noch großzügig alle Kosten übernimmt. Da kann man schon mal ordentlich auf den Putz hauen und das bisher größte Klimaspektakel veranstalten:

25.000 Teilnehmer werden sich in den nächsten zwei Wochen um das Weltklima kümmern – Rekord für eine internationale Konferenz in Deutschland und mehr, als die Fidschi-Inseln verkraftet hätten… (lt. Bild)

[…] Nach den Statuten wird dann die Konferenz am Sitz des Klimasekretariats abgehalten – und das ist Bonn. Allerdings zahlt Deutschland dann auch den überwiegenden Teil der Kosten, die sich auf rund 115 Millionen Euro belaufen dürften. (lt. ZDF)

Ja, warum denn dann nicht IMMER in Bonn?!? …wenn das schon soooo „praktisch“ ist! Und „eine Ehre“ sowieso:

Staatssekretär Jochen Flasbarth vom Bundesumweltministerium erklärte, Deutsch­land fühle sich geehrt, mit dem Petersberger Klimadialog, dem G 20-Gipfel und der COP23 drei große internationale Konferenzen zum Klimaschutz ausrichten oder unterstützen zu dürfen.

Allein das Bundesumweltministerium stelle für die Bonner Klimakonferenz mehr als 70 Millionen Euro zur Verfügung. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusam­menarbeit unterstütze die Fidschi-Inseln. (Quelle)

 

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Von James Petras | Information Clearing House | Übersetzung: Einar Schlereth | Einartysken

Es gibt zwei große Gewinner an den beiden großen Kriegen, die von der US-Regierung begonnen wurden, einen heimischen und einen ausländischen. Die drei großen heimischen Waffenfabrikanten Lockheed Martin, Northrop Grumman und Raytheon haben alle Rekorde brechende Gewinne für ihre Investoren, Geschäftsführer und Investitionsbanken in den vergangenen 1,5 Jahrzehnten eingefahren.

Und das israelische Regime ist der mit Abstand größte ausländische Nutznießer der Kriege, der sein Land durch die Enteignung der Palestinenser ausweitet und sich als regionaler Hegenom etabliert. Israel profitierte von der US-Invasion, die den Irak zerstörte, der große Alliierte der Palestinenser; die Invasion lieferte den Deckmantel für die die massive Siedler-Ausweitung Israels in den besetzten palestinensischen Gebieten.

Im Laufe der Invasion und Besetzung zerstörte Washington systematisch die Streitkräfte des Irak und die zivile Infrastruktur, zerriss seine komplexe moderne Gesellschaft und den Staat. Dadurch beseitigte die USA einen der größten regionalen Rivalen Israels.

Was die Kosten für die USA angeht, so erlitten hunderttausende Soldaten, die in der Kriegszone dienten, schwere physische und mentale Krankheiten, während tausende direkt oder indirekt an der Selbstmord-Epidemie der Soldaten starben. Die Invasion und Okkupation des Irak hat die USA Billionen Dollar gekostet und kostet noch. Trotz der immensen Kosten für das amerikanische Volk fährt der militär-industrielle Komplex und das pro-Israel Machtnetz fort, die US-Regierung in einer Kriegswirtschaft zu halten – womit heimische soziale Sicherheit und Lebensstandard von vielen Millionen unterminiert werden. Weiterlesen