Tag Archive: Egon W. Kreutzer



Die Antwort/en:

15.09.2017 07:43

Sehr geehrte…,

vielen Dank dafür, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mir die Gründe für die Abbestellung des Newsletters zu erläutern.

Ich kann Ihr Missfallen durchaus nachvollziehen.

Allerdings sehe ich in den Bestrebungen Junckers und seiner Hintermänner tatsächlich den Versuch, eine Diktatur zu errichten, wobei man sich nicht einmal die Mühe macht, die Zustimmung der Bevölkerung zu gewinnen, sondern sie mit einem Putsch von oben zu überrumpeln versucht.

Das erkennen viele Menschen aber erst, wenn man sie auf die Parallelen aufmerksam macht. Das habe ich versucht zu tun.

Ihnen alles Gute und meine besten Grüße
. . .

*

18.09.2017 08:18

Moin, Herr Kreutzer,

nichts zu danken — war mir selber ein Bedürfnis. Auch wenn meine Argumente anscheinend nicht so recht “angekommen” sind…
Daher möchte ich mich nun doch noch kurz zu Ihrer Antwort (für die ich trotzdem danke; hätte gar nicht damit gerechnet…) äußern:

Ihre guten Absichten will ich gar nicht in Abrede stellen — das mit Juncker sehe ich ja auch nicht anders.
Aber wenn Sie Ihre Ausführungen schon mit “Parallelen” zu veranschaulichen bemüht sind, warum dann mit völlig unpassenden Vergleichen? Was ist denn damit gewonnen?
Warum – wie gerade in diesem Fall – nicht auch mal Stalin und die KPdSU, deren Strukturen doch viel eher Parallelen zur EUdSSR aufzeigen würden?

Ihre “Begründung” ist insofern leider ziemlich unbefriedigend und nicht wirklich überzeugend, sorry…

Also: warum muß es selbst im unpassendsten Moment “auf Teufel komm raus” IMMER Hitler oder “Nazi” sein, wenn irgend ein Übel der Welt versinnbildlicht werden soll? Macht man es sich damit nicht etwas zu einfach…?

Ihr Aufsatz wäre indes auch so verständlich genug gewesen und völlig ohne “historischen” Vergleich ausgekommen!

Ich will Ihre Zeit auch nicht länger beanspruchen, aber das mußte ich noch loswerden.

Ihnen auch die besten Wünsche!

. . .

 *

—  Teil 1  —

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Kündigung


Betr.: EWK-Newsletter 30/2017 — Thema: Die Billionenschleuder

 

Sehr geehrter Herr Kreutzer,

ich habe heute das Abo für Ihren Newsletter gekündigt und will Ihnen auch mitteilen, warum. Ausschlaggebend für meine Entscheidung war Ihr Satz:

“…das erinnert, auch wenn man es nicht gleichsetzen kann – an die Jahre
von 1933 bis 1945, als sich schon einmal ein Diktator anschickte…”

Diese ewigen “Nazi-Vergleiche” gehen (nicht nur mir) derart auf den Senkel — man kann es nicht mehr hören! Zumal sie i. d. R. nicht nur hinken, sondern regelrecht lahmen. Sie schreiben ja selber “…auch wenn man es nicht gleichsetzen kann”. Warum dann trotz­dem…?  Weil ein bißchen “Nazi-Gruseln” im Text immer gut kommt? “Nazi sells”, auch wenn’s nur billigste Polemik ist?

Doch bei aller Absurdität sämtlicher Vergleiche: gerade bei dem Thema Geldpolitik (s.a.: Realitäten im Dritten Reich)  könnte sie nicht größer sein!
Gerade Sie als Fachmann sollten das doch wissen, oder? — Aber es ist müßig zu spekulieren, ob solche Irreführung tatsächlich aus Unkenntnis, Unbelehrbarkeit oder aus voller Absicht geschieht. Es ist Grund genug, nach mehrmaligen Vorkommen das Abo zu kündigen, damit ich mich wenigstens nicht mehr darüber ärgern muß.

Mit letztmaligen Grüßen!

 

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Von Grundrechten und Obergrenzen


Die CDU kennt (bei dreisten Sprüchen) keine Obergrenze

meint Egon W. Kreutzer

Armin Laschet, nicht gerade der kleine Ortsvereinsvorsitzende der CDU, sondern ein Vize-Parteichef, findet die Debatte um eine „Obergrenze“ doch inzwischen sehr theoretisch. Darauf komme ich gleich noch.

Außerdem – und das ist die Dreistigkeit – meint er, es fehle der „Obergrenze“ an der Rechtsgrundlage, mit den Worten: „Ein Grundrecht kennt keine Obergrenze.“

Vielleicht sollte Herr Laschet einfach einmal einen Blick in das Grundgesetz werfen, wo die Grundrechte beschrieben sind. Er sollte sich ansehen, wie viele Grundrechte inzwischen ihre Obergrenzen erhalten haben. Das Post- und Fernmeldegeheimnis zum Beispiel. Da sitzt die Obergrenze so tief, dass das ehedem gemeinte Recht schon längst nicht mehr zu erkennen ist. Geheimhalten darf nur die Regierung, und sie tut es, zum Beispiel wenn wir nicht wissen dürfen, wer alles über die „Selek­to­ren­liste“ mit Hilfe des BND von den USA in seinen Grundrechten verletzt wurde. Mit der Meinungsfreiheit ist es nicht anders. Die Überwachung der korrekten Meinung ist inzwischen sogar privatisiert worden. Der Zensor ist nicht mehr Staatsbeamter, der sich an Recht und Gesetz zu halten hätte — der Zensor ist bei einer Stiftung beschäf­tigt, die sich ihre Auffassung von Meinungsfreiheit selbst zurechtgebastelt hat.

Es wäre also, lieber Herr Laschet, für Sie und Ihre Parteifreunde, samt dem immer mitziehenden Koalitionspartner ein leichtes, auch dieses Grundrecht zu beschneiden. Aber das ist ja gar nicht erforderlich.

Die Obergrenze ist klipp und klar im Grundgesetz formuliert – nur hat sich eben Ihre Parteivorsitzende, Fr. Dr. Merkel, leichterhand über eben dieses Grund­gesetz hinweggesetzt.

Diese Obergrenze ist nicht quantitativ formuliert, sondern qualitativ, denn da heißt es im Artikel 16a des Grundgesetzes: Weiterlesen


Datei:Reichsautobahn München-Salzburg.jpg
Reichsautobahn München-Salzburg

 

von Egon W. Kreutzer

Wir alle wissen, dass Steuern oft für gewisse Finanzierungszwecke erhoben, dann aber zweckfrei verwendet werden. Wir alle können uns leicht darüber informieren, was wir als Kraftfahrer alleine an Kfz-Steuer und Mineralsteuer aufbringen, ganz zu schweigen von der Mehrwertsteuer, die – vom Kauf des Autos angefangen, bei jedem Tanken und Werkstattbesuch bis zum letzten TÜV – aufgebracht werden muss, um die individuelle Mobilität zu erhalten.

Dennoch hat unser Staat im Taumel der „Schwarzen Null“ das Straßennetz ver­nach­lässigt, notwendige Sanierungen unterlassen und hinausgezögert, so dass zahllose Brückenbauwerke gefährdet sind und die Straßenbeläge sich vielerorts als erschüt­tern­des, von Schlaglöchern durchsetztes Flickwerk darstellen.

Nun glaubt man vermutlich, man könne dem deutschen Doofmichel jetzt wieder einmal das Märchen erzählen, der Staat sei unfähig, die private Wirtschaft hingegen zu allem fähig, weshalb der Zustand der deutschen Autobahnen sich nur bessern könnte, wenn man eine Infrastrukturgesellschaft gründet, bei welcher der Bund (zunächst noch) 50,1 Prozent der Anteile hält, während (vorerst) 49,9 Prozent an private Interessenten ver­kauft werden sollen.

Natürlich haben die privaten Investoren nur ein Interesse daran, die Autobahnen wieder in jenen Tip-top-Zustand zu versetzen, den wir früher einmal gewohnt waren, und na­tür­lich sind die privaten Investoren bereit, dafür ihr Kapital bis zum letzten Hemden­knopf zu opfern, weil schon immer die privaten Investoren ihrem Amtseid verpflichtet waren, der ihnen vorschreibt, den Nutzen des deutschen Volkes zu mehren, was ihnen leicht fällt, weil sie sich in diesem Kontext natürlich selbst dazu zählen, wenn nicht gar nur sich selbst.

Damit sich die privaten Investoren derart um ihr Vermögen bringen können, Weiterlesen


Strichmännchen - Idee (negativ)Genau genommen hieß der Beitrag von Egon W. Kreutzer – in welchem er seine Leser zur Beantwortung verschiedener Fragen zum Thema „Flüchtlinge“ aufrief – im Original

Verflucht sei die Klarheit des Gedankens

Er selber kam darin zu dem Schluß, daß eine Änderung in der Flüchtlingspolitik nur deshalb nicht möglich sei, weil es den Politikern an der nötigen Selbstkritik fehle:

„Das einzige, was dagegen spricht, ist die Tatsache, dass die Tür zur Selbstkritik – und damit zu wirksamen Maßnahmen zur Eindämmung der Folgen eigener Fehler – von vornherein zugeschlagen wurde, indem der falsche Weg als alter­nativlos ausgegeben wurde. Dieses Argument gilt aber nur für diejenigen, die jetzt fürchten das Gesicht zu verlieren.
Allen anderen kann es – muss es – vollkommen egal sein.“

Und sein Aufruf lautete:

„Bitte scheuen Sie nicht davor zurück, diese Fragen zu beantworten. Das Er­ken­nen von Rahmenbedingungen und Determinanten, die einer Lösung (manch­mal auch nur vermeintlich) im Wege stehen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur realisierbaren Lösung. Gerne gehe ich dazu einen öffentlichen Dialog mit Ihnen ein.“

Dem Aufruf folgend schrieb ich ihm – ganz unscheu – folgende Mail, die er – als eine von 10 Zuschriften – auch veröffentlicht hat: Weiterlesen


von Egon W. Kreutzer
(Auszug)

Vorwort:

Viele Hunde sind des Hasen tot. Ist der Hase aber tot, verhungern die Hunde.

Das Interesse der Hunde muss also eigentlich darin bestehen, entweder sich selbst nur so weit zu reproduzieren, dass stets genügend Hasen für alle Hunde da sind — oder die Bedingungen für die Reproduktion der Hasen so zu gestalten, dass die Vermehrung der Hasen mit der Vermehrung der Hunde schritthalten kann.

Zu viele Ausbeuter ruinieren den Bestand der Auszubeutenden.

Tatsächlicher Reichtum entsteht ausschließlich durch die Arbeit von Menschen, und er kann nur durch die Arbeit von Menschen erhalten werden. Mit tatsächlichem Reichtum kann aber nicht Geld gemeint sein. Geld ist eine Fiktion, die immer nur so lange funk­tioniert, wie es Menschen gibt, welche die von ihnen geschaffenen Werte gegen Geld eintauschen.

Kein Reicher kann für sich alleine nur von seinem Geld existieren.

Das Gesetz der optimalen Reproduktionsrate ist aber ebenfalls viel universeller, als es der erste Anschein ahnen lässt: Einerseits schließt es nämlich eine Gesetzmäßigkeit der optimalen Lebensdauer ein, andererseits gilt es nicht nur für belebte, sondern für alle Formen der Materie — insbesondere aber für die Erzeugnisse der industriellen Pro­duk­tion.

Der Aspekt der optimalen Lebensdauer innerhalb dieses Gesetzes besagt, dass ein durchschnittliches Leben umso länger sein kann, je geringer die Reproduktionsrate ausfällt — und dass ein durchschnittliches Leben umso kürzer sein muss, je größer die Reproduktionsrate ist. Diese Gesetzmäßigkeit gilt ebenso für Organisationen, deren Existenzzweck die Herstellung von Reproduktionen ist. Weiterlesen


Es ist fast wieder wie vor 13 Jahren. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte damals zu Beginn seiner zweiten Amtszeit mit der Agenda 2010 und der so genannten Hartz-Kommission einen Paukenschlag gesetzt, der in einer totalen Umgestaltung der Republik münden sollte.

Gabriel, Sigmar - Agenda2010Offiziell erklärtes Ziel war die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit — bekämpft wurden jedoch Be­schäf­tigte und Arbeitslose glei­cher­maßen; statt eines Auf­schwungs am Arbeits­markt machten sich Leiharbeit, Ein-Euro-Jobs und immer mehr prekäre Voll- und Teil­zeit­beschäf­tigungs­ver­hält­nisse breit. Ausgelöst worden war dies von dem geradezu verbrecherischen Streben, die gesamte EU – mit Deutschland als Loko­motive voran – zum wettbewerbsfähigsten Wirtschaftsraum des Planeten umzu­gestalten.

„Wettbewerbsfähig“ hieß in diesem Zusammenhang allerdings vor allem und in erster Linie und primär und alternativlos: Runter mit den Löhnen, runter mit den Lohnnebenkosten, runter mit den Lohnersatzleistungen, runter mit den Sozial­transfers — also: immer feste drauf, auf die Kleinen. Nicht in der Über­zeugung: Kleinvieh macht auch Mist, sondern in der Überzeugung: Nur Kleinvieh macht Mist!

Begleitend dazu begann in Wirtschaft und in den öffentlichen Verwaltungen ein Personalabbau sondergleichen. Weiterlesen


von Egon W. Kreutzer .

Aufmerksame Beobachter stellen fest, dass sich die Schlinge um das Bargeld allmählich aber unaufhaltsam immer enger zieht. Die Wahrheitspresse schweigt sich hierzulande weitgehend darüber aus, doch die Fakten sprechen eine bedeutsame Sprache.

Hier, im EU- und Euro-Europa gelten bereits folgende Beschränkungen für Zahlungen mit Bargeld:

 Land

max. Rechnungssumme für Barzahlung 

 Italien

1.000 Euro 

 Portugal

1.000 Euro 

 Frankreich (ab 09/2015)

1.000 Euro 

 Griechenland (Konsumenten)

1.500 Euro 

 Griechenland (Unternehmen)

3.000 Euro 

 Spanien

2.500 Euro 

 Belgien

5.000 Euro 

 Slowakei

 5.000 Euro 

 Dänemark 

50.000 DKr, umgerechnet 6.700 Euro 

Dass es dabei nicht bleiben wird, ist gewiss.

Die Veränderungen, die ein Fortschreiten der Einschränkung der Bargeldverwendung hervorrufen wird, sind jedoch vielen noch unklar. Weiterlesen


EZB: 0,05 Prozent – Wer einmal mit dem Hammer schraubt…

von Egon W. Kreutzer
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Versuchen Sie es gar nicht erst.

Noch nicht einmal in höchster Not.

Eine Schraube mit einem Hammer einschlagen zu wollen, ist Zeitverschwendung.

Wertvolle Zeit, die Sie besser darauf verwenden sollten, eine andere Lösung für Ihr Problem zu suchen.

Ob die EZB eines Tages zu der Erkenntnis gelangen wird, dass dieses Vorgehen sinnlos ist, ist schwer vorherzusagen. Die heutige Sitzung der europäischen Zentralbank lässt dafür wenig Hoffnung.

Es sieht eher so aus, als hoffte man immer noch darauf, durch Veränderung marginaler Variablen (kleinere Schraube und größerer Hammer) eine sinnvolle und haltbare Verbindung zwischen zwei Dogmen herstellen zu können, die sich gegenseitig ausschließen.

Auf den Punkt gebracht lautet die Absicht derjenigen, die in dieser EU das Sagen haben:

Wir werden das Wachstum herbeisparen.

  • Mit „Wachstum“ ist dabei die Steigerung des Bruttosozialprodukts gemeint, also die Summe der in einer Periode von einer Volkswirtschaft hervorgebrachten Waren und Leistungen.
    Dieses Wachstum ist allerdings, abgesehen von den Möglichkeiten, die den Statistikern zur Verfügung stehen, „Wachstum“ in Tabellen und Diagrammen darzustellen, in hohem Grade davon abhängig, dass die „Leistungsersteller“ darauf bauen, das, was sie erzeugen, auch absetzen zu können.
    Steht der Erzeugung keine wachsende Kaufkraft gegenüber, kann ein reales Wachstum nicht ernsthaft erwartet werden.

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von Egon W. Kreutzer
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Beschissen zu werden, wird in aller Regel als äußerst unangenehm empfunden.

Man hat seinen Teil einer Vereinbarung erfüllt, erwartet nun die versprochene Gegenleistung – und erhält stattdessen …?

Richtig. Einen Haufen Scheiße.

Besonders perfide wird der Beschiss, wenn man sich auch noch darüber freuen soll.

Bald ist wieder so ein Tag, an dem Freude aufkommen soll. Deutschland bekommt einen mächtigen Wachstumsschub.

Um drei Prozent wird das BIP steigen.
Ab sofort – aus dem Stand und ohne Anlauf. Wen kümmert es da, wenn das Statistische Bundesamt zum Abschluss des zweiten Quartals 2014 noch einmal melden muss, dass die Wirtschaftsleistung weder gewachsen, noch gleich geblieben, sondern geschrumpft ist?

Das sind Zahlen von gestern.

Ab dem 1. September 2014 wird endlich richtig gerechnet.

Aus den gesundgeschrumpften Wirtschaftsredaktionen hört und liest man dazu allerlei oberflächliches Schrumpfwissen zum BIP. Bemüht, zu erklären, dass wir uns damit ja lediglich den internationalen BIP-Ermittlungs-Gepflogenheiten anpassen, dass wir zwar pro Bundesbürger jährlich 1000 Euro mehr zum BIP beitragen – allerdings nichts davon sehen könnten, würden wir insofern ja nicht richtig beschissen, eigentlich überhaupt nicht, und bräuchten uns deswegen auch nicht aufzuregen. Weiterlesen