Tag Archive: Brief



Ursula Haverbeck
Umlostr. 100
33649 Bielefeld

 

An das
Polizeipräsidium Bielefeld
– Leitungsstab Öffentlichkeitsarbeit –
Kurt-Schumacher-Str. 46

33615 Bielefeld

 

Betrifft: Ihr Presseportal vom 07.10.2019

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sie haben dankenswerterweise einem Deutschen Schicksalstag wieder den ihm gebührenden Platz eingeräumt, wozu in der Bundesrepublik Mut gehört, wofür Ihnen unsere besondere Anerkennung gebührt.

Da ich nicht weiß, ob Ihnen diese Tage gegenwärtig sind, habe ich mir erlaubt, sie im Nachfolgenden festzuhalten.

Der 9. November

Am 9. Nov. 1848

wurde einem der ersten gesamtdeutschen Freiheitskämpfer, Robert Blum, der Prozeß gemacht. Er war Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung.

In einem alten Lied heißt es:

„Das sind die kroatischen Jäger, sie führten den Fahnenträger der Freiheit in den Tod.“

Deutsche gegen Deutsche. Weiterlesen

Leben in Hitler-Deutschland


Ein Brief von Hans Schmidt 

übersetzt für die Seite Tagebuch eines Deutschen hans-schmidt

 

Sie haben nach jemandem gesucht, der in Hitler-Deutschland gelebt und dessen Alltag miterlebt hat. Erlauben Sie mir als jemandem, der von 1935 – als das Saargebiet wieder mit dem Reich vereint wurde – bis 1945 unter dem Hakenkreuz-Banner gelebt hat, eine kurze Antwort zu geben:

Damals jung gewesen zu sein war fantastisch!

Fragen der Konfession oder Herkunft zählten in der Hitlerjugend nicht.

Wir fühlten uns alle als wahrhaftige Teile eines einzigen Volkskörpers, einer Nation.

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Jugendherbergen sprossen im ganzen Reich aus dem Boden und ließen uns all die schönen Städte unseres Vaterlandes auf Wanderungen erkunden. Keine Mühen wurden gescheut, Körper und Geist zu zur Entfaltung zu bringen.

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Entgegen alledem, was heute behauptet wird, wurden wir dazu ermutigt, Weiterlesen


Ein abstoßender Haufen von rückgratlosen Weicheiern, geisteskranken Gutmenschen und — ehrlosen Volksverrätern!
Sind die wirklich alle schon so verstrahlt, daß nur noch EINER (s. Brief weiter unten) davon merkt, was tatsächlich vor sich geht?

 

In einem persönlichen Schreiben an alle Reservistinnen und Reservisten ruft der Prä­si­dent des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter (MdB) dazu auf, die Bundes­wehr in der Flüchtlingshilfe zu unterstützen:

Wir stehen am Vorabend einer großen Einwanderungswelle nach Europa und insbesondere nach Deutschland… Die zahlreichen Krisenherde weltweit sorgen dafür, dass nach Angaben der Vereinten Nationen aktuell 60 Millionen Menschen auf der Flucht sind. 800.000 Menschen werden nach Schätzungen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge bis Ende dieses Jahres auch nach Deutschland kommen und im nächsten Jahr werden es voraussichtlich mindestens genauso viele sein. Länder und Kommunen sind angesichts der Verantwortung für die nach Deutschland Geflohenen gefordert. Vermehrt wird nun auch die Bundeswehr zu Hilfeleistung gerufen, seit Wochen schon unterstützt sie mit wachsenden Kräften – einschließlich unserer Reserve.

(Anmerkung: die Zahl von 800.000 Flüchtlingen ist weit untertrieben. Es dürften bis Jahres­ende 1.300.000 werden.)
Professor Dr. Karl Albrecht Schachtschneider, einer der wichtigsten Staatsrechtler Deutsch­lands, dazu: Weiterlesen


Dieser Brief ist eine Antwort auf den Brief von Neville Chamberlain an Adolf Hitler vom 22. August 1939, in dem der britische Premierminister trotz Kenntnis der tagtäglichen Verbrechen der Polen an Volksdeutschen die britisch-französische Garantieerklärung für Polen bekräftigt.
Der Brief Chamberlains war ein weiterer Akt der doppelzüngigen Politik Großbritanniens gegenüber des Deutschen Reiches, die u.a. auch von Verrätern in der Deutschen Bot­schaft in London bestärkt wurde. Chamberlain forderte vom Reichskanzler weiterhin eine Verhandlungslösung, die Großbritannien aber selber stets mit allen Mitteln der Diplomatie hintertrieb und durch die bedingungslose Garantieerklärung unmöglich machte.

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quod-kleinBerlin, den 23. August 1939

Euer Exzellenz!

Der Königlich Britische Botschafter hat mir soeben ein Schreiben überreicht, in dem Eure Exzellenz namens der Britischen Regierung auf eine Reihe von Punkten hinweisen, die Ihrer Auffassung nach von größter Wichtigkeit seien.

Ich darf dieses Ihr Schreiben wie folgt beantworten:

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1.   Deutschland hat niemals Konflikte mit England gesucht und sich nie in englische Interessen eingemischt. Es hat sich im Gegenteil – wenn auch leider vergebens – jahrelang bemüht, die englische Freundschaft zu erwerben. Es hat aus diesem Grunde freiwillige Begrenzungen seiner eigenen Interessen in einem großen Gebiet Europas vorgenommen, die ansonsten nationalpolitisch nur sehr schwer tragbar wären.

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2.   Das Deutsche Reich besitzt aber – wie jeder andere Staat – bestimmte Interessen, auf die Verzicht zu leisten unmöglich ist. Sie liegen nicht außerhalb des Rahmens der durch die frühere deutsche Geschichte gegebenen und durch wirtschaftliche Lebens­voraus­setzungen bedingten Notwendigkeiten. Einige dieser Fragen besaßen und besitzen zugleich eine nationalpolitisch und psychologisch für jede Deutsche Regierung zwingende Bedeutung. Zu ihnen gehören die deutsche Stadt Danzig und das damit im Zusammenhang stehende Problem des Korridors. Zahlreiche Staatsmänner, Geschichts­forscher und Literaten – auch in England – waren sich wenigstens noch vor wenigen Jahren dessen bewußt.

Hinzufügen möchte ich noch, daß alle diese Gebiete, die in der vorher erwähnten deutschen Interessensphäre liegen, und insbesondere die seit 18 Monaten zum Reich zurückgekehrten Länder ihre kulturelle Erschließung nicht durch Engländer, sondern ausschließlich durch Deutsche erhalten haben, und zwar zum Teil schon in und seit einer Zeit, die über tausend Jahre zurückliegt. Weiterlesen


von Gerhard Ittner

Cher Monsieur Dieudonné,

J’ai demandé à un de mes amis Français de vous transmettre cette lettre et de la publier pour moi. Je ne peux pas le faire moi-même car je suis prisonnier politique dans la République Fédérale d’Allemagne, juste à cause d’un discours totalement non-violent. Uniquement pour avoir usé de la liberté d’expression, je suis emprisonné depuis désormais trois ans. hier weiter zum französischen Text.

amnesty wer sonst aa

Sehr geehrter Herr Dieudonné,

ich bat einen meiner französischen Freunde, Ihnen diesen Brief zu senden und ihn für mich zu veröffentlichen. Ich kann es nicht, weil ich ein politischer Gefangener in der Bundesrepublik Deutschland bin, nur wegen einer völlig gewaltfreien Rede. Nur weil ich das Recht auf freie Meinungsäußerung wahrgenommen habe, bin ich jetzt seit drei Jahren inhaftiert. Welche Heuchelei: Auf der einen Seite rufen sie “Ich bin Charlie”, loben die Meinungsfreiheit und äußern die Behauptung, den Terrorismus zu bekämpfen und auf der anderen Seite sind sie selbst die Terroristen gegen die Meinungsfreiheit ! Im Jahr 2012, nachdem ich sieben Jahre im Exil in verschiedenen Ländern verbracht hatte, wurde ich in Portugal festgenommen und an die Bundesrepublik Deutschland ausgeliefert, wegen der Äußerung einiger meiner Gedanken in den Jahren 2002 und 2003 (gegen den Krieg im Irak, Beschuldigungen der Regierung der Vereinigten Staaten und des Völkermordes an den Indianern).

Offensichtlich war ich schuldig, weil ich nicht die richtige Meinungsfreiheit benutzte, Weiterlesen


Gastbeitrag von Günter Zemella, 70 Jahre, parteilos

veröffentlicht von nohoearmy

 

 Ein kurzes Vorwort an den Gastautor und alle, die ihm noch folgen werden:

Vielen Dank, dass Sie den heute leider gesellschaftlich untergrabenen Mut aufgebracht haben, um uns an Ihren Gedanken und Ihrem Kampf für die geistige Freiheit und den inneren Frieden teilhaben zu lassen. Es steht mir in meinem Alter nicht zu, mich und Meinesgleichen mit Ihnen auf eine Stufe zu stellen, aber es ist mir dennoch eine Ehre, Ihnen mit meinen mir verbliebenen Freiheitskämpfern zur Seite stehen zu dürfen! Ich hoffe – wie Sie – dass meine Generation bald vollständig erwacht und den Weg zum Lichtschalter findet. 🙂

 

Hier nun Ihr Brief: 

An das
Hamburger Institut für Sozialforschung
Frau Regina Mühlhäuser
20148 Hamburg

Ihr Buch: Eroberungen. Sexuelle Gewalttaten und intime Beziehungen deutscher Soldaten in der Sowjetunion 1941-1945, erschienen im April 2010

Sehr geehrte Frau Mühlhäuser,

Sie schreiben in Ihrem Buch, dass von deutschen Truppenangehörigen verübte sexuelle Verbrechen in den besetzten Gebieten der Sowjetunion ein weit verbrei­tetes Phänomen waren. Deutsche Soldaten hätten Frauen zu Opfern sexueller Folter gemacht und Vergewaltigungen begangen. Vereinzelt seien Frauen nach der Verge­walti­gung erschossen worden. Immerhin seien 5.000 Männer wegen sexueller Übergriffe verurteilt worden.

Gestern wurde Ihr Buch im Deutschlandfunk vorgestellt. Wenn junge geschichts­unkundige Leser und Hörer Ihre „Geschichten“ lesen und hören, dann sollen sie wohl den Eindruck bekommen, dass die deutsche Wehrmacht eine „Massen­verge­waltigungs­maschine“ war. Ebenso wie Ihr Buch sollte auch die von Ihrem Institut vor einigen Jahren veranstaltete Ausstellung über die Verbrechen der Wehrmacht dem Publikum den Eindruck vermitteln, die Wehrmacht sei ein „marschierendes Schlachthaus“ gewesen. Jeder, der einigermaßen geschichtskundig ist weiß, dass deutsche Wehrmachtsangehörige in den besetzten Gebieten weder massenhaft Vergewaltigungen begangen noch an Kriegsverbrechen beteiligt waren. Wegen offenkundiger Verfälschungen einzelner Dokumente mussten das Institut nicht umsonst die Ausstellung aussetzen und „überarbeiten“. Im übrigen müsste auch Ihnen bekannt sein, dass die Disziplin in der Wehrmacht höchste Priorität hatte und Verstöße dagegen streng geahndet wurden. Dies traf auch auf sexuelle Übergriffe gegen Frauen zu. Im Gegensatz zur Roten Armee wurden die deutschen Soldaten niemals aufgefordert, sich an Frauen in den besetzten Ländern zu vergehen. Weiterlesen


Ob’s manchem Gutmenschelchen langsam dämmert? Vielleicht geht sie aber auch „morgen“ zur nächsten Flüchtlings-Demo…

Brief einer sichtlich entnervten JungLehrerin:

 

quod-klein-lila Liebe verantwortliche Landes- und Bezirksschulräte und Politiker, liebe Ausländer!

Wenn wir nicht mehr ‚Grüß Gott’ sagen dürfen, gibt es nur eine Alternative:

Ihr habt das RECHT, Deutschland zu verlassen, wenn es euch nicht passt!

Schön langsam sollten auch wir in Deutschland wach werden! Zu Schulbeginn wurden in Stuttgarter Schulen, die Kinder von ihren Klassenvorständen informiert, wie man sich in der Gesellschaft zu verhalten hätte. Grüßen, Bitte und Danke sagen, einfach höflich und freundlich sein. Soweit in Ordnung, aber des Weiteren wurde ihnen auch mitgeteilt, dass das uns in Baden Württemberg vertraute ‚Grüß Gott’ nicht mehr verwendet werden darf, da das die moslemischen Mitschüler beleidigen könnte.

Dazu kann man als Otto Normalbürger eigentlich nichts mehr anfügen und nur mehr den Kopf schütteln.

Ich kann’s gar nicht glauben. Ist aber wahr. Ihr könnt Euch gerne in Stuttgart in den Volksschulen erkundigen.

EINWANDERER UND NICHT DIE Deutschen SOLLEN SICH ANPASSEN!

Ich bin es leid, zu erleben, wie diese Nation sich Gedanken macht darüber, ob wir irgendein Individuum oder seine Kultur beleidigen könnten. Die Mehrheit der Deutschen steht patriotisch zu unserem Land. Aber immer und überall hört man Stimmen ‚politisch korrekter’ Kreise, die befürchten, unser Patriotismus könnte andere beleidigen.

Versteht das bitte nicht falsch, ich bin keineswegs gegen Einwanderung (na bitte!); die meisten kamen nach Deutschland, weil sie sich hier ein besseres Leben erhofften.

Es gibt aber ein paar Dinge, die sich Neuankömmlinge, und offenbar auch hier Geborene, unbedingt hinter die Ohren schreiben sollten. Weiterlesen


Warum die Deutschen Hitler folgten

Ein Brief des damals 95-jährigen Friedrich Kurreck
an den Pfarrer der Gemarker Kirche in Wuppertal
– als Antwort auf die Frage von Jugendlichen in einem Gottesdienst,
warum die Deutschen vor 75 Jahren Adolf Hitler nachgelaufen seien:

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Friedrich Kurreck                                                       Offenbach den 17. Mai 2009
Xxxxxxxxxxxxxxxx 99
99999 Offenbach

An die
Gemarker Kirche
z.Hd. Herrn Pfarrer Nüllmeier
Gemarker Straße
42275 Wuppertal-Barmen

Betr.: Frage nach dem „Warum?“, Gottesdienst am 17. Mai 2009

Sehr geehrter Herr Pfarrer Nüllmeier,

im heutigen Gottesdienst fragten Jugendliche Ihrer Kirchengemeinde, warum denn vor 75 Jahren die Deutschen Adolf Hitler nachgelaufen sind. Anscheinend können sie das nicht fassen. Das ist verständlich, wird ihnen doch von unseren Meinungsmachern und Politikern, in Schulen, Kirchen und auf Universitäten, tibetanischen Gebetsmühlen gleich, nur die Geschichte eingehämmert, die von den Siegern geschrieben wird, und nicht die „Geheime Geschichte“, die die wahren Ursachen der Ereignisse birgt. Daß die Sieger in ihrem „Buch der Geschichte“ am Dritten Reich kein gutes Haar lassen, ist — aus bestimmten Gründen — verständlich. Und so wird das Positive, das es zweifelsohne im Dritten Reich auch gegeben hat, unter den Tisch gekehrt. Deshalb können sie in den Deutschen jener Zeit doch nur die „Deppen des XX. Jahrhunderts“ sehen.
Aus diesem Grunde sehe ich mich – als Angehöriger dieser Deppen-Generation (Jahrgang 1914) – veranlaßt, die in den Raum gestellte Frage nach dem „Warum“, allgemeinverständlich zu beantworten:

Nach dem Ersten Weltkrieg diktierten die Sieger der ersten demokratischen Regierung auf deutschem Boden Wahnsinns-Bedingungen, die zu erfüllen sie nicht in der Lage war, aber, die Faust im Nacken spürend, unerbittlich erfüllen mußte. Nach der, nur durch eine während des Krieges verhängte Aufrechterhaltung der „Hungerblockade“ erzwingbaren Unterschrift unter den „Friedensvertrag von Versailles“, der, da die Deutschen zur Mitgestaltung nicht zugelassen waren, sondern nur zu unterschreiben hatten, ein lupenreines Diktat war, befaßte sich Philipp Scheidemann (SPD), Ministerpräsident an der Spitze einer Koalition aus SPD, Zentrum und DDP, ausführlich mit den unheilvollen Auswirkungen einer Vertragsunterzeichnung. Scheidemann, der am 9. November 1918 vor der Rampe des Reichstages aus die „Deutsche Republik“ ausgerufen hatte, erklärte am 12. Mai 1919 in der „Deutschen Nationalversammlung“ unter stürmischen Beifall u. a.:

„Die Deutsche Nationalversammlung ist heute zusammengetreten, um am Wendepunkt im Dasein unseres Volkes gemeinsam mit der Reichsregierung Stellung zu nehmen zu dem, was unsere Gegner Friedensbedingungen nennen. …

Unser Volk am Leben zu erhalten: das und nichts anderes ist unsere Pflicht. Wir jagen keinen nationalen Traumbildern nach, keine Prestigefragen und kein Machthunger haben Anteil an unseren Beratungen. Das Leben, das nackte arme Leben müssen wir für Land und Volk retten.

Heute, wo jeder die erdrosselnde Hand an der Gurgel fühlt, lassen Sie mich ganz ohne taktisches Erwägen reden: was unseren Beratungen zugrunde liegt, ist dies dicke Buch, in dem hundert Absätze beginnen: Deutschland verzichtet, verzichtet, verzichtet! Dieser schauerliche und mörderische Hexenhammer, mit dem einem großen Volke das Bekenntnis der eigenen Unwürdigkeit, die Zustimmung zur erbarmungslosen Zerstückelung abgepreßt werden soll, dies Buch darf nicht zum Gesetzbuch der Zukunft werden. […] Deutschland wird, wenn die Bedingungen angenommen würden, nichts mehr sein eigen nennen, was außerhalb dieser seiner Grenzen liegt. Die Kolonien verschwinden, alle Rechte aus staatlichen oder privaten Verträgen, alle Konzessionen und Kapitulationen, alle Abkommen über Konsulargerichtsbarkeit oder ähnliches, alles verschwindet! Deutschland hat im Ausland aufgehört zu existieren! Das genügt noch nicht: Deutschland hat Kabel (Übersee-Nachrichtenwege) — sie werden ihm genommen, Deutschland hat Funkstationen — drei Monate nach Inkrafttreten des Friedensvertrages dürfen diese Stationen nur noch Handelstelegramme versenden und nur unter Kontrolle der Verbündeten! Also Herauswurf aus der Außenwelt und Abschneiden von der Außenwelt, denn was für Geschäfte zu machen sind unter Kontrolle der Konkurrenten und des Vertragsgegners, das braucht nicht ausgemalt zu werden. …

… Dem Auslande zu, ohne Schiffe — denn unsere Handelsflotte geht in die Hände des Verbandes über — ohne Kabel, ohne Kolonien, ohne Auslandsniederlassungen, ohne Rechtsschutz, ja selbst ohne das Recht mitzuwirken bei der Festsetzung der Preise für die von uns als Tribut zu liefernden Waren. …

Ich frage Sie: wer kann als ehrlicher Mann — ich will nicht sagen als Deutscher — nur als ehrlicher, vertragstreuer Mann solche Bedingungen eingehen? Welche Hand müßte nicht verdorren, die sich und uns in solche Fesseln legt? Und dabei sollen wir die Hände regen, sollen arbeiten, die Sklavenschichten für das internationale Kapital schieben, Frondienste für die ganze Welt leisten! Den Handel im Auslande, die einstige Quelle unseres Wohlstandes, zerschlägt man und macht man uns unmöglich.

Und im Inland? Die lothringischen Erze, die oberschlesische Kohle, das elsässische Kali, die Saargruben, die billigen Lebensmittel Posens und Westpreußens, alles soll außerhalb unserer Grenzen liegen.

Ich will Ihnen nicht alle die großen und kleinen Schlingen nachweisen, in deren Gesamtheit sich ein großes Volk zu Tode verstricken soll, getreu dem Worte des Feindes: ‚Wenn Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel zu treiben beginnt, ist dieser Krieg umsonst geführt worden.‘ (So der britische Kriegsminister Winston Churchill in „The Times“ im April 1919.)

Dieser Vertrag ist nach Auffassung der Reichsregierung unannehmbar. Der Vertrag ist so unannehmbar, daß ich heute noch nicht zu glauben vermag, die Erde könne solch ein Buch vertragen, ohne daß aus Millionen und Abermillionen Kehlen der Ruf erschallt: ,Weg mit diesem Mordplan!‘…

…Ich danke allen, aus denen ein empörtes Herz spricht. Ich danke vor allem und erwidere in unwandelbarer Anhänglichkeit das Gelöbnis der Treue, das gerade jetzt aus Wien zu uns herüberschallt. Brüder in Österreich, die auch in der dunkelsten Stunde den Weg zum Gesamtvolk nicht vergessen: wir grüßen euch, wir danken euch, und wir halten zu euch! — Ich rechne nicht mit den anderen, denen der Käfig noch nicht dicht genug geflochten, noch nicht eng, noch nicht martervoll genug ist, der Käfig, in den das ,deutsche Tier‘ gesperrt werden soll.

Wird dieser Vertrag wirklich unterschrieben, so ist es nicht Deutschlands Leiche allein, die auf dem Schlachtfeld von Versailles liegen bleibt, dabei werden als ebenso edle Leichen liegen das ,Selbstbestimmungsrecht der Völker‘, die ,Unabhängigkeit freier Nationen‘, der ,Glaube an all die schönen Ideale‘ unter deren Banner der Verband zu fechten vorgab, und vor allem der ,Glaube an die Vertragstreue‘! Eine Verwilderung der sittlichen und moralischen Begriffe ohnegleichen, das wäre die Folge eines solchen Vertrages von Versailles…“

Auffällig ist, daß Scheidemann hier nie von „Siegern“ gesprochen hat, sondern nur vom „Verband“. Sieger gab es 1918 ja auch nicht, nur einen von beiden Seiten vereinbarten Waffenstillstand, der dann von der Gegenseite infam mißbraucht wurde, indem sie uns ihre Friedensbedingungen diktierte.

Zum Gelöbnis der Treue aus Wien wäre hinzuzufügen, daß die „Österreichische Nationalversammlung“ am 3. April 1919 alle Herrscherrechte der Habsburger aufhob, deren Vermögen einzog und alle Angehörige des Hauses Habsburg-Lothringen des Landes verwies, sofern sie nicht auf ihre Vorrechte verzichteten. In der ersten Verfassung Österreichs, die sich die Österreicher selbst gegeben haben, war festgeschrieben: „Deutsch-Österreich ist Teil des Deutschen Reiches“.  Weiterlesen


Diesen Beitrag schrieb Horst Mahle aus seiner Kerkerzelle

Horst Mahler muss himmelschreiende Haftbedingungen ertragen im Rahmen seiner lebenslänglichen Haft, nur weil der die Wahrheit offen ausgesprochen hatte. Er hat Rumpelstilzchen beim Namen genannt.

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Den folgenden Brief schrieb Horst Mahler anläßlich des Geburtstags seines Bruders Peter.

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Brandenburg, am 21. April 2013

Lieber Peter,

es sind wieder ’mal ein paar auf Papier aufgebrachte Zeilen, die Dir sagen sollen, daß ich an Deinem Geburtstag mit meinen Gedanken bei Dir bin.

Mein Versuch, für den 24. d.M. eine Besuchserlaubnis für Dich und XXX zu bekommen, blieb erfolglos. Die Dame des Hauses hat eigenmächtig das Besuchskontingent um die Hälfte gekürzt. Statt – wie in der Hausordnung zugesichert – eines Besuches pro Woche, sind jetzt nur noch 2 Besuche á eine Stunde pro Monat erlaubt. Das Kontingent für den Monat April war schon mit Besuchen von Ursula Haverbeck (1.4.) und Elzbieta (19.4.) ausgeschöpft.

Eine gegen diese menschliche Schikane erhobene, ausführlich rechtlich begründete Beschwerde wurde von derselben Dame mit einem Satz, „Die Beschwerde ist unbegründet“, abgewiesen. Gegen die abermalige Versagung von „Lockerungen“ (Hafturlaub, Ausgang und Freigang) sowie gegen den Widerruf der Genehmigung zur Nutzung eines Computers sind bereits Anträge auf gerichtliche Entscheidung anhängig. Jetzt werde ich gegen die gesetzwidrige Kürzung der Besuchsmöglichkeiten einen dritten Antrag bei Gericht stellen.

Auf meine persönlichen Möglichkeiten, Geist und Körper intakt zu halten, bezogen, habe ich die bisher miesesten Haftbedingungen. Vorher – im „geschlossenen Vollzug“ hatte ich drei Besuchsmöglichkeiten pro Monat und alle zwei Monate zusätzlich einen unüberwachten Langzeitbesuch (3Std.) von Elzbieta (der „im offenen Vollzug“ ersatzlos weggefallen ist).

In Gesamtschau mit der Tatsache, daß das Bundesverfassungsgericht in Sachen Wiederaufnahme meine Verfassungsbeschwerde nicht angenommen hat (ohne Begründung), ist jetzt das Verrecken im Knast eine Option. Ich kann nicht mehr schreiben, insbesondere keine geordneten Korrespondenzen mehr führen, weil ich keine Schriftstücke mehr ablegen und so auch nicht mehr in meiner Zelle behalten kann. Warum sollte ich mir das noch länger ansehen? Einzig der Gedanke, daß ich Elzbieta nicht allein zurücklassen darf, gibt mir noch einigen Halt.

Ich hoffe, daß Du noch mehr Freude am Leben hast. Das wünsch ich Dir

In Liebe
Dein Bruder Horst

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Quelle: Horst Mahler: Brief über seine Haftbedingungen.


Vom 27.09.1938

Sehr verehrter Herr Chamberlain!

Ich habe Sir Horace Wilson, der mir Ihr Schreiben vom 26. September überbrachte, meinen endgültigen Standpunkt in zwei Unterhaltungen nochmals zur Kenntnis gebracht, möchte Ihnen aber auf einige Einzelpunkte Ihres Schreibens brieflich noch folgendes erwidern:

Die Regierung in Prag glaubte behaupten zu können, daß die Vorschläge meines Memorandums vom 23. September weit über die von ihr gegenüber der britischen und französischen Regierung gemachten Zugeständnisse hinausgingen und daß ihre Annahme die Tschechoslowakei jeder Gewähr für ihre nationale Existenz berauben würde. Diese Behauptung wird damit begründet, daß die Tschechoslowakei große Teile ihres vorbereiteten Verteidigungssystems aufgeben solle, bevor sie noch anderweitige Vorkehrungen für ihren militärischen Schutz habe treffen können. Dadurch würde automatisch die politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit des Landes beseitigt. Auch würde der von mir vorgeschlagene Bevölkerungsaustausch in eine panikartige Flucht ausarten.

Ich muß offen aussprechen, daß ich für diese ganze Argumentation kein Verständnis aufzubringen vermag, ja daß ich sie nicht einmal als ernst gemeint ansehen kann. Die Regierung in Prag geht einfach an der Tatsache vorbei, daß die sachliche Gestaltung der Endregelung des sudetendeutschen Problems nach meinen Vorschlägen in keiner Weise von einem einseitigen deutschen Ermessen oder von deutschen Gewaltmaßnahmen, sondern einerseits von einer freien und unbeeinflußten Abstimmung, anderseits in denkbar weitem Umfang von noch zu treffenden deutsch-tschechischen Einzelabreden abhängig gemacht wird. Sowohl die genaue Festlegung der Gebiete, in denen abgestimmt werden soll, als auch die Durchführung der Abstimmung und die auf Grund ihres Ergebnisses zu ziehende deutsch-tschechoslowakische Grenze sind nach meinen Vorschlägen jeder einseitigen Bestimmung durch Deutschland entzogen. Auch alle sonstigen Einzelheiten sollen den Vereinbarungen einer deutsch-tschechischen Kommission vorbehalten bleiben.  Weiterlesen