Vorbemerkung:
Der nachfolgende Text beschäftigt sich kritisch mit christlicher Moral und christlichen Einstellungen. Erstellt hat ihn in den Jahren 2013/14 „Etschlichter“, eine für den Volks­erhalt wirkende Aktivisteneinheit in Süd-Tirol.
Die ursprünglich in einer Artikelreihe veröffentlichte Abhandlung wurde zusam­men­ge­faßt … Verweise auf Artikel in Meta­pe­dia wurden anläßlich der Bearbeitung hinzu­ge­fügt.

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Das Christentum war schon immer ein Charakterzug der Tiroler Gesellschaft. Es gibt kein Dorf ohne eine kleine Kirche oder Kapelle, keine größere Stadt ohne ein Kloster oder einen Dom und es gibt heute noch sehr gläubige Christen in unserem Land. Feiertage wie die Herz-Jesu-Nacht zum Beispiel sind unzer­trennbar in unserem Mythos verwurzelt. Und doch lehnen heutzutage viele das Christentum ab, weil es sich bei­spiels­weise zu konservativ gebärdet, es Ketzer– und Hexenverfolgungen gab, die Institution Kirche durch Kreuzzüge ihre Macht ausbauen wollte u.v.m. Dabei ist die Praxis des Christentums nicht das Hauptübel, sondern das Hauptübel besteht in der christlichen Moral.

Obwohl das Christentum (oder Religion im allgemeinen) von vielen heutzutage abge­lehnt wird, ist die christliche Moral immer noch das vorherrschende Medium bei der Bewertung von Gut und Böse, von Recht und Unrecht, von Falsch und Richtig. Das Bedenkliche dabei ist, daß die christliche Moral lebensfeindlicher nicht sein könnte. Sie ist sogar antievolutionär! Der erste, der dies erkannte, war Friedrich Nietzsche.

Nietzsche wagte es als erster, nicht die Kirche, auch nicht die Kirchengeschichte, son­dern die christliche Moral und deren Wertvorstellung anzugreifen. Mit seiner Philo­sophie hat er diese Moral zersetzt und schlußendlich die tiefgreifende Umwertung der (christlichen) Werte gefordert.

Das Ziel: Die Schwerpunktverlagerung in das Leben — und der Mensch, der sich dessen und seiner bewußt ist. 

Im folgenden […] Text, der sich stark an einen Vortrag von Jürgen Rieger hält, wird zunächst der geschichtliche Hintergrund des Chri­sten­tums kurz behandelt, dann Erscheinungen der christlichen Moral vorgestellt und mit Bibelstellen und Zitaten von bekannten Personen untermauert; letzten Endes werden die geschichtlichen Aus­wir­kungen und der Zweck des Christentums erklärt. 

 

Einführung

Das Christentum beruht auf der Bibel, die eine Sammlung von Schriften verschiedenster Autoren ist. So wird sie zu Recht „Buch der Bücher“ genannt. Die Bibel kann man nicht nur in die verschiedenen Schriften aufteilen, sondern auch zwischen einem Neuen und einem Alten Testament unterscheiden.

Diese zwei Teile innerhalb desselben Buches unterscheiden sich nicht nur inhaltlich und zeitlich, sondern vor allem moralphilosophisch. Das Alte Testament entspricht der jüdischen Thora und ist demnach nichts weiter als die Sammlung von Weisheiten, Geschichten und Überlieferungen des jüdischen Volkes. Zum besseren Verständnis könnte man die Thora auch eine Zusammenfassung des jüdischen Mythos nennen — als würden wir unsere ganzen Heldengeschichten und historischen Ereignisse in einem Buch zusammenfassen.

Das Alte Testament vertritt gegenüber dem Neuen Testament noch eine für den Volks­erhalt gesunde Moralphilosophie, obwohl abzuraten ist, moralphilosophische Über­le­gungen aus dem Alten Testament auf „Nichtjuden“ umzumünzen. Darin wird nämlich nicht nur die Ausgrenzung von Fremden und der Zusammenhalt innerhalb des jüdi­schen Volkes geboten, sondern es werden mancherlei völkermörderische Absichten vertreten. So erhält das auserwählte, jüdische Volk von Jahwe den Auftrag, alle anderen Völker zu versklaven und, sofern sie sich wehren, auszurotten:

„Fürchte dich nicht vor ihnen, denn der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein großer und furchtbarer Gott; er wird diese Völker vor deinen Augen nach und nach ausrotten, eines nach dem anderen. Du wirst sie nicht auf einmal vernichten kön­nen, damit sich die wilden Tiere nicht zu sehr gegen dich vermehren.“  (5. Mose 7;21-22)

Das Christentum ist aber nur als Konsequenz des Judentums zu verstehen. Nietzsche dazu:

„Das Christentum, aus jüdischer Wurzel und nur verständlich als Gewächs dieses Bodens, stellt die Gegenbewegung gegen jede Moral der Züchtung, der Rasse, des Privilegiums dar […]“  — oder: „Das Christentum ist einzig aus dem Boden zu ver­stehen, aus dem es gewachsen ist; es ist nicht eine Gegenbewegung gegen den jüdischen Instinkt, es ist dessen Folgerichtigkeit selbst, ein Schluß weiter in dessen furcht­ein­flößender Logik.“

Bekannte, jüdische Persönlichkeiten wie
Heinrich Heine („Arme griechische Philosophen! […] es galt vielmehr, den Hellenismus, griechische Gefühls- und Denkweise zu ver­tei­di­gen und der Ausbreitung des Juda­is­mus, der jüdischen Gefühls- und Denkweise ent­gegenzuwirken.“), Benjamin Disraeli („Ist das Christentum auch Judentum für das Volk, so ist es doch Judentum.“), Marcus Eli Ravage („Da stand ein ideal veranlagter Patriot [Jesus] auf und durchwanderte das Land, um den Glauben [Judentum] neu zu beleben. Er dachte nicht daran, eine neue Kirche zu stiften. Gleich allen Propheten vor ihm war sein alleiniges Ziel, den alten Glauben zu läutern zu neuem Leben zu erwecken.“), Walther Rathenau („Wissen Sie, wozu wir [Juden] in die Welt gekommen sind? Um jedes Menschenantlitz vor den Sinai zu rufen. Sie wollen nicht hin? Wenn ich Sie nicht rufe, wird Marx Sie rufen. Wenn Marx Sie nicht ruft, wird Spinoza Sie rufen. Wenn Spinoza Sie nicht ruft, wird Christus Sie rufen.“), Leo Wertheimer (Dieser Christus „ist und bleibt der Jude der Juden, der Jude mit der höchsten Kraft des Judeseins und recht eigentlich die Spitze des Judentums, zu der man nicht auf andere Art als am Judentum hinauf­ge­langen kann.“), Salcia Landmann („Ich weiß, daß diejenigen unter den Nazi­theo­re­ti­kern, die das Christentum nicht in Bausch und Bogen ablehnten, versucht haben, es – im Gegensatz zum ‚jüdischen Geist‘ des alten Testaments – aus nordischer Denkweise abzuleiten. Indes fügt sich das Bild Jesu zwanglos in eine bestimmte Richtung der jüdischen Tradition ein […] und es läßt sich anderseits überhaupt nicht aus nordischen Lebens- und Denkformen heraus ableiten.“)
oder Pius XI. („Wie kann überhaupt ein Christ Judengegner sein? Kein Christ darf irgendeine Beziehung zum Antisemitismus haben, denn wir sind doch alle im geistigen Sinne Semiten.“)
sehen das Christentum und besonders die Person Jesus Christus nicht als Überwindung des Judentums an, sondern als Weiterführung, die in ihrem Kern jüdisch ist.

 

Die Geschichte des Christentums

Die zentrale Person im Christentum ist Jesus, der als Sohn Gottes angesehen wird. Auf ihn und das Neue Testament, das von Jesus handelt, baut das gesamte Christentum auf. Anzumerken ist aber, daß es keinen einzigen Beweis für seine Existenz gibt. So weiß der jüdische, antike Historiker Flavius Josephus, der ein umfassendes Werk über die jüdische Geschichte schrieb und in der Lage war, bis ins kleinste Detail Ereignisse zu schildern, nichts von einem Jesus, der als König der Juden von Pilatus zum Tode ver­urteilt und gekreuzigt wurde. Flavius kennt insgesamt vierzehn Männer mit dem Namen Jesus. Darunter befindet sich keiner, der deckungsgleich mit dem biblischen Jesus ist. Das „Testimonium Flavii“ wurde später im 3. Jh. n.u.Z. von Kirchenleuten hinzugefügt, da man nicht ertrug, daß Jesus bei Flavius nicht auftauchte. Weitere antike, jüdische Historiker wie Justus von Tibereas oder Philon von Alexandria kennen den biblischen Jesus ebenfalls nicht, obwohl sie große Kenner unzähliger Sekten sind. Der römische Historiker Tacitus erwähnt zwar einen Jesus, der hingerichtet wurde, aber es ist zu bezweifeln, daß der Tod eines Juden für einen Römer etwas Aufsehenerregendes war. In dieser Zeit gab es nämlich des öfteren Aufstände in Israel und folglich auch Hin­richtungen. Tacitus wird sich wahrscheinlich auf mündliche Überlieferung gestützt haben. Es gibt also keinen Beweis für die Existenz Jesus Christus.

Jesus Christus? Wie kommt es überhaupt zu diesem Namen? Der Name Jesus hat für das Judentum einen bedeutenden geschichtlichen Hintergrund und nimmt Bezug auf den Hohepriester Josua, der die Juden aus der babylonischen Gefangenschaft führte. Die Herleitung des Namens Jesus = Jeschua = Jehoschua = Josua zeigt uns, warum allein der Messias, der Erlöser und Retter diesen Namen tragen mußte. Josua bedeutet „Jahwe ist Rettung“. Christus bezieht sich auf das griechische Christos (oder auch Chrestos), dessen Ursprung die Vorstellung unter den Sklaven im griechisch-vorder­asiatischen Raum von einem Sklavenbefreier war. Jesus Christus also nur symbolische Gestalt? Wenn ja, woher stammt der ideologische Hintergrund? Wer legte ihm diese Worte in den Mund?

Die Person des Chrestos lebte nicht nur in der Vorstellung der Sklaven, sondern real 80 Jahre vor der angeblichen Geburt Jesus’ und war ein Essener, der aufgrund seiner Taten gesteinigt wurde. Wer sind aber die Essener? Die Essener bildeten eine innerhalb des jüdischen Volkes agierende Sekte, deren Gedankengut für die Pharisäer und die Mehrheit der Juden als volkszersetzend erachtet wurde. Deshalb jagte man die An­hänger dieser Sekte. Ein erbitterter Verfolger der Essener war der Pharisäer Saulus, der später nach Rom ging und die Botschaft vom Messias Jesus Christus verkündete. Wie kam es dazu? In Damaskus hatte er eine Erleuchtung: Die gewaltsamen Aufstände einzelner jüdischer Stämme, wie der Makkabäer, waren allesamt niedergeschlagen worden. Während er die Essener verfolgte, muß er sich mit ihren Gedanken beschäftigt haben und er erkannte, daß man mithilfe dieser lebensverneinenden Religion das römische Imperium in die Knie zwingen konnte. Nun verfolgte er eine neue Strategie: Das erste Beispiel für psychologische Kriegsführung — das Christentum.

 

Psychologische Kriegsführung? Lebensverneinende Religion?

Anm. d. V.: Für die folgenden Ausführungen wird der Einfachheit halber so getan, als hätte es einen Jesus gegeben.  

Diesseitsverneinung

Jesus vertrat die Ansicht, daß noch zu seinen Lebzeiten das „Reich Gottes“ bevorstehe, anders ausgedrückt: das Jüngste Gericht. Es ist als Weltuntergang aufzufassen und es gibt heute noch christliche Gemeinschaften, die auf das Jüngste Gericht warten und Naturkatastrophen als Zeichen für „Armageddon“ deuten (Beispiel: Zeugen Jehovas). Jesus‘ moralphilosophische Überlegungen und Vorstellung von Ethik (Interimsethik von Albert Schweitzer) beziehen sich lediglich auf die kurze Periode – von der Verkündung seiner Botschaft bis zum Jüngsten Gericht – und gehen nicht darüber hinaus. Jesus hatte also keinen Sinn für Dauer, für Beständigkeit. Vorsorgen, Kämpfen (Verteidigen?), Planen etc. waren für Jesus keine Begriffe, mit denen er wirklich etwas anfangen konnte, und so legte er auch seine Ethik aus!
Das Ziel des christlichen Menschen ist der jenseitige Gott. Das Diesseits dient lediglich zur Vorbereitung auf das Jenseits — im besten Fall auf den Himmel. Von dieser tiefen Überzeugung ausgehend kann man von einer totalen Weltabgewandtheit der Anhänger Jesus‘ sprechen. Sieht man sich die Bibel etwas genauer an, bemerkt man, daß sie nur so von Wundern und unglaublichen Geschehnissen strotzt, die die Naturgesetze aus­hebeln.

Aber was sagt Jesus zum Vorwurf der Weltabgewandtheit und Dies­seits­ver­neinung? Jesus antwortet: „Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb. Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt erwählet habe, darum haßet euch die Welt“ (Johannes 15,19), und er fährt fort, „aber seid getrost, ich habe die Welt über­wunden“ (Johannes 16,33).

Über seine Jünger sagt er: „Denn sie sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin“ (Johannes 17,14). Zur Verdeutlichung: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt.“ 

Nietzsche würde darauf antworten: „Steckt nicht in diesem lähmenden Glauben an eine bereits abwelkende Menschheit das Mißverständnis einer – vom Mittelalter her ver­erbten – christlich-theologischen Vor­stellung, der Gedanke an das nahe Weltende, an das bänglich erwartete Gericht?“

Die Verachtung des Lebens

Dem Christentum ist das Leben nicht nur schlichtweg egal, sondern sogar ein Greuel. Das Leben hält Verführungen bereit, die den Menschen von seiner Vorbereitung aufs Jenseits – und das heißt im christlichen Kontext auch immer von Gott – abhalten können. Darum ist das Leben geradezu hinderlich, um in den Himmel zu kommen und das Seelenheil zu erlangen. Jesus sagt in diesem Zusammenhang ganz klar:

„Wer nicht haßet sein eigen Leben […] kann mein Jünger nicht sein“ (Lukas 6,25) — oder: „Wer sein Leben lieb hat, der wird es verlieren, und wer sein Leben auf dieser Welt haßet, der wird es erhalten zum ewigen Leben“ (Johannes 12,25).

Und was erwartet uns im Leben?

→ „Wehe euch, wenn ihr hier lachet, denn ihr werdet weinen und heulen.“ (Lukas 6,25)

Nietzsche bringt es dann schließlich auf den Punkt:

„Wenn man das Schwergewicht des Lebens nicht ins Leben, sondern ins ‚Jenseits‘ verlegt – ins Nichts -, so hat man dem Leben überhaupt das Schwergewicht ge­nom­men. Die große Lüge von der Personal-Unsterblichkeit zerstört jede Vernunft, jede Natur im Instinkte. Alles, was wohltätig, was lebensfördernd, was zukunftsverbürgend in den Instinkten ist, erregt nunmehr Mißtrauen. So zu leben, daß es keinen Sinn mehr hat zu leben, das wird jetzt zum ‚Sinn‘ des Lebens … Wozu Gemeinsinn, wozu Dankbarkeit noch für Herkunft und Vorfahren, wozu mitarbeiten, zutrauen, irgend ein Gesamtwohl fördern und im Auge haben?“

Die Verschlossenheit des Christentums gegenüber dem Leben hat zur Folge, daß die Christen kein Interesse haben, die Gesetze der Natur zu erfahren und sie einzuhalten. Ihre Naturgesetze nennen sie Gebote und sind von ihrem Gott. Das Leben ist nur in Ausrichtung auf das Jenseits zu führen, damit das eigene Seelenheil erreicht wird. Der Rest – und das beinhaltet immerhin den eigenen Körper, Gesundheit, Familie, Freunde, Volk, Heimatland, Natur etc. – bedeutet dem Christen gar nichts! Nietzsche wieder:

„Christentum war von Anfang an – wesentlich und gründlich – Ekel und Überdruß des Lebens am Leben, welcher sich unter dem Glauben an ein ‚anderes‘ oder ‚besseres‘ Leben nur verkleidete, nur versteckte, nur aufputzte. Der Haß auf die ‚Welt‘, der Fluch auf die Affekte, die Furcht vor der Schönheit und Sinnlichkeit — ein Jenseits, erfunden, um das Diesseits besser zu verleumden, im Grunde ein Ver­lan­gen ins Nichts, ans Ende, ins Ausruhen, hin zum ‚Sabbat der Sabbate‘.“

Dem Leben – in all seiner Beständigkeit und in seinem fortdauernden, immer wieder­kehrenden Charakter – steht der Christ also verächtlich gegenüber. Das Bestreben nach Erkenntnis, nach dem Begreifen und Erklären von Naturerscheinungen, weist er dem­nach nicht auf.

Kein Erkenntnisstreben

Kirchenvater Augustinus faßt in einem Satz die ganze christliche Abscheu gegenüber der Welt in einem Satz zusammen: „Gott und Seele begehre ich zu kennen, nichts sonst.“
Der Christ Origines führt weiter aus: „Kein Gelehrter, kein Kluger, kein Weiser unter­stehe sich, zu uns zu kommen. Klugheit, Wissenschaft, Gelehrsamkeit heißen bei uns Übel! Aber wer einfältig, wer unwissend, wer ein Kind, wer ein Narr ist, der komme getrost zu uns!“
Auch Tertullian, ein christlicher Schriftsteller, schreibt: „Was hat das (antike) Athen mit unserem Jerusalem zu schaffen, was die Akademie mit der Kirche […] Seit Jesus bedürfen wir des Forschens nicht mehr und auch nicht des Untersuchens, seitdem das Evangelium gepredigt worden ist. Wenn wir glauben, so wünschen wir über den Glauben hinaus weiter nichts mehr […] Nichts außerhalb der Glaubensregel wissen, heißt alle Wissenschaft besitzen.“

Und Nietzsche erkennt die Intention dahinter:

„Die Wissenschaft macht gottgleich — es ist mit Priestern und Göttern (Anm.d.V.: Mit „Priestern und Göttern“ meint Nietzsche Dogma) zu Ende, wenn der Mensch wissenschaftlich wird! Moral: die Wissenschaft ist das Verbotene an sich,  sie allein ist verboten. Die Wissenschaft ist die erste Sünde, der Keim aller Sünde, die Erb­sünde. Dies allein ist Moral. ‚Du sollst nicht erkennen‘ – der Rest folgt daraus. Die Höllenangst Gottes verhinderte ihn nicht, klug zu sein. ‚Wie wehrt man sich gegen die Wissenschaft?‘, das wurde für lange sein Hauptproblem. Antwort: Fort mit dem Menschen aus dem Paradiese! Das Glück, der Müßiggang bringt auf Gedanken – alle Gedanken sind schlechte Gedanken … Der Mensch soll nicht denken.“

Diese Haltung ist zutiefst antievolutionär. In der Evolution des Menschen war es schon immer so, daß der Mensch nach Erkenntnis strebte. Jede Errungenschaft, jede Äußerung von Kultur ist Ausdruck dieser Bestrebung. Der Mensch hätte sich nicht entwickelt, vielleicht wäre er sogar im Laufe der Evolution ausgestorben. Erkenntnisstreben haben wir aber nicht nur beim Menschen, sondern auch z. B. bei Rabenvögeln. Rabenvögel sind sehr intelligente und interkommunikative Tiere. Sie eignen sich nicht nur Wissen an, sondern geben dieses Wissen an die Nachkommen weiter, die dieses Wissen wiederum anwenden. Christen befinden sich also auf einer niedrigeren evolutiven Stufe als Rabenvögel, wohl bemerkt.

Naturfeindschaft

Augustinus leitet diesen Aspekt folgendermaßen ein: „Und die Menschen gehen hin und bewundern die Berggipfel, die gewaltigen Meeresfluten, die breit daherbrausenden Strö­me, des Ozeans Umlauf, das Kreisen der Gestirne — und vergessen darüber sich selbst.“

Die Welt ist für den Christen nichts, das Leben ist für den Christen nichts; da ist es nur verständlich, daß die Natur auch ein Feind des zum Jenseits gerichteten Wüsten­glaubens ist. Die Natur wurde zwar von Gott erschaffen, aber ist nicht göttlich beseelt.
Bei unseren Vorfahren, den Germanen, galt die Natur als göttlich beseelt, es wurden Haine angebetet, Bäume (z. B. die Donareiche, die von Bonifazius gefällt wurde), Bäche, Flüsse, Seen, Moore etc. — So ist es auch verständlich, daß viele herausragende deutsche Persönlichkeiten wie Goethe sich als Pantheisten sahen.

In der Bibel gibt es die absurde Geschichte von Jesus und dem Feigenbaum; sie ver­sinnbildlicht das Unverständnis gegenüber der Natur. Als Jesus zu einem Feig­en­baum kam, erwartete er sich, Feigen vorzufinden; da es aber nicht Erntezeit war, gab es noch keine Feigen und Jesus wurde daraufhin wütend. Er verfluchte den Feigenbaum und der Feigenbaum verdorrte. — Was für einen Bauer logisch ist, scheint Jesus nicht zu begreifen.

Erst die Erniedrigung der Natur durch das Christentum – als ein gottverlassener, furcht­einflößender und feindlicher Ort – ermöglichte den abscheulichen Umgang mit der Natur in unserer heutigen Zeit. Wer würde schon die Natur verschmutzen oder zerstören, wenn sie doch göttlich ist?
Im Alten Testament findet man wiederum die Wurzel für diesen Gedanken: „Du sollst keinen Hain von Bäumen pflanzen bei dem Altar des Herrn, deines Gottes, den du dir machst.“
Und Jahwe gebot seinem Volk: „Macht euch die Erde untertan!“  Und die eiskalte Logik fortgesetzt: „Furcht und Schrecken vor euch sei über alle Tiere auf Erden und über alle Vögel unter dem Himmel, über alles, was auf dem Erdboden kriecht und über alle Fische im Meer; in eure Hände seien sie gegeben.“ (1. Mose 9,2)

Nietzsche wiederum: „Der Priester entwertet, entheiligt die Natur; um diesen Preis be­steht er überhaupt.“

Die Erbsünde

Sie ist der perverseste Auswuchs der christlichen Lebensverachtung. Sie besagt nämlich, daß der Mensch durch seine Zeugung und Geburt eine Sünde auf sich geladen hätte. Die Fortpflanzung – als Garant für das Fortbestehen des Lebens selbst – wird zum Sündenpfuhl erklärt. Dabei ist dieses Dogma des Christentums recht schlau, bedenkt man, daß dadurch jeder von Anfang an eine Sünde „begangen“ hat und auf die Erlösung Jahwes angewiesen ist.

Das Christentum hat es sich zur Strategie gemacht (und nicht nur das Christentum), Menschen unter seine Kontrolle zu bringen, indem es ihnen Schuld einredet. Für die Juden ist die Verderbtheit der menschlichen Existenz verständlich. Aus ihren Geist stammt nämlich die Vorstellung des Menschen als „böse von Jugend auf“ (1. Mose 8,21).

Aber nicht nur im Alten Testament wurde diese Auffassung vertreten, auch Jesus war der Ansicht, daß „was aus dem Menschen kommt, das macht ihn unrein“ (Markus 7,20). Der Mensch also von Anfang an böse und unrein.
Jürgen Rieger bemerkt hier zu Recht: „Die Pfaffen müssen die Häupter beugen, die Stolzen brechen: Denn nur wer gebeugten Hauptes ist, tritt durch eine Kirchentür.“

Das Christentum hat also keinen Sinn für Dauer, Beständigkeit, für das Leben selbst. So überrascht es nicht, daß die Schlüsse, die daraus gezogen werden, antievolutionär sind — gegen eine biologische Entwicklung und ein Fortbestehen des Menschen.

Frauenverachtung

Die Frauenverachtung ist ein Aspekt, den Jürgen Rieger in seiner zeitlosen Schrift „Von der christlichen Moral zu einer biologisch begründeten Ethik“ nicht aufgegriffen hat; da er aber als zu wichtig erscheint, wird er eigens behandelt.

Der antievolutionäre Charakter gipfelt in der Verdammung der Frau, dessen Grund der Gedanke der Erbsünde bildet. Die Frauenverachtung ist ein Merkmal des Seelenlebens der orientalischen Rasse. Beobachtet man in den muslimischen Ländern den Umgang mit den Frauen, so scheint er für uns befremdlich.

Der Umgang mit den Frauen dort rührt nicht etwa vom Islam her, wie oft angenommen, sondern ist Ausdruck des orientalischen Seelenlebens. Die Juden nämlich weisen ebenso eine Tendenz zur Frauenverachtung auf. Beleg dafür ist wiederum die Thora: In der Genesis wird Eva Adam nur beigegeben und ist als Anhängsel zu verstehen. Ganz anders in der nordischen Schöpfungsgeschichte, in der Wotan zwei Baumstämme sah und aus diesen den Mann Ask (Esche) und die Frau Embla (Ulme) formte.

In der Genesis geht es aber weiter: Eines Tages riet eine Schlange auf einem Apfelbaum Eva, einen Apfel zu pflücken und zu essen, da er klug mache. Eva gab Adam natürlich etwas ab, und so ertappte Jahwe Adam und Eva beim Verspeisen der verbotenen Frucht. Und wie verteidigte Adam sich?

→ „Das Weib das du mir gegeben hast, gab mir von dem Baume, und ich aß.“

Das Weib also als Ursache für die Vertreibung aus dem Paradies und der Erbsünde. Jahwe hörte dies und bestrafte Eva für ihren Wunsch, klug zu sein: „Mit Schmerzen sollst du Kinder gebären“ (1. Moses 3,16).

Die Geburt neuen Lebens und die Erfüllung des Frauseins durch das Muttersein als Strafe Gottes! Frauen wurden vor nicht allzu langer Zeit auch bei uns nach der Geburt ihres Kindes von einem Pfaffen „ausgesegnet“. Das soll heißen, daß nach der Geburt die frischgebackene Mutter unrein sei und „geweiht“ werden muß. Das ist zutiefst jüdische Auffassung. Moses sagt ganz klar, eine Frau, die ein Mädchen zur Welt bringt, sei 30 Tage länger (Achtung Komparativ!) unrein, als wenn sie einen Knaben geboren hätte. Die Frau ist nach der Geburt solange unrein, bis sie dem Priester geopfert hat. Und weiter im Alten Testament: „Dein Wille soll deinem Manne unterworfen sein, und er soll dein Herr sein“ (1. Moses 3,16).

Im Alten Testament wimmelt es nur so von Passagen, in denen der Mann seine Frau einem anderen Mann „zur Verfügung stellt“. So gibt Abraham mehrmals seine Frau als seine Schwester aus und verkaufte sie an den Pharao von Ägypten. Das ist aber noch gar nichts gegenüber diesen Passagen:

„Weil du auf die Stimme deines Weibes gehört hast, so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen.“ (1. Moses 3,17)
„Da ging der Greis zu ihnen hinaus und sprach: Nicht doch, meine Brüder! Tuet doch diese Sünde nicht, denn der Mann ist als Gast zu mir eingetreten; lasset ab von dieser Torheit! Ich habe eine Tochter, die noch Jungfrau ist, und dieser Mann hat eine Nebenfrau, diese will ich euch herausführen, daß ihr ihnen Gewalt antuet und eure Lust an ihnen kühlet! Nur verübet doch, ich bitte, diese widernatürliche Missetat an dem Manne nicht! Aber sie wollten auf seine Rede nicht hören. Als der Mann dies sah, brachte er seine Nebenfrau zu ihnen heraus und überließ sie ihrem Mutwillen; sie mißbrauchten dieselbe die ganze Nacht und ließen sie erst am Mor­gen gehen. Als nun das Dunkel wich, kam das Weib zur Tür des Hauses, in dem ihr Herr übernachtete, und brach daselbst zusammen.“ (Buch der Richter 19,23-26)

Wer nun behauptet, diese Auffassung über die Frauen und deren Behandlung gäbe es nur im Alten Testament, der irrt: „Ihr Weiber seid untertan euren Männern als dem Herrn. Denn der Mann ist das Haupt des Weibes.“ (Epheser 5,22–23)
Und der Jude Petrus: „Ihr Weiber seid untertan euren Männern in dem Herrn, wie sich’s gebührt.“ — Oder: „Das Weib sei untertan dem Manne, der Gewalt über es hat.“
Petrus führt noch einmal aus: „Desselbigen gleichen sollen die Weiber ihren Männern untertan sein.“ (1. Petrus 2,18)

Anders wiederum bei den Germanen. Sie hatten ein ganz anderes Frauenbild.

Und was ist mit der Marienverehrung? Ist die Marienverehrung nicht Zeichen für die christliche Hochachtung der Frau? Dieser Problematik muß man sich Schritt für Schritt annähern: Was wird verehrt? Es wird die Mutter von Jesus, Maria, verehrt. Ihre Mut­ter­schaft weist eine Besonderheit auf. Denn sie wurde als Jungfrau schwanger. Was nun für alle anderen Frauen unmöglich erscheint und auch ist, finden die „Christen“ als verehrungswürdig. Weil es aber für jede andere Frau unmöglich ist, gibt es auch keinen Grund, sie zu verehren. Im Klartext: Durch die Marienverehrung wird die gemeine Frau und Mutter wieder erniedrigt und gedemütigt. — Warum oben „Christen“ in Anfüh­rungs­zeichen? Ganz einfach: Die Urchristen kannten keine Marienverehrung. Auch Jesus kannte keine Verehrung für seine Mutter. Als sie ihn ansprach, fauchte er sie an: „Weib, was habe ich mit dir zu schaffen?“ (Johannes 2,4)

Für viele europäische Völker war die Frau ehrwürdig und unantastbar. Bei den Ger­manen war sie sogar für das Gotterleben als heilige Frau oder Seherin zuständig. Paulus erkannte sofort, daß die Funktion der Frauen innerhalb verschiedener Völker ersetzt (durch die Priesterschaft) und die Frauen ausgeschaltet werden mußten. In diesem Zusammenhang sagt er: „Einem Weibe aber gestatte nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei“ (Timotheus 2,12). Aber nicht nur diese Stelle kann herangezogen werden: „Eure Weiber lasset schweigen in der Gemeinde; denn es soll ihnen nicht zugelassen werden, daß sie reden, sondern unterthan sein, wie auch das Gesetz sagt“ (1. Korinther 14,34).

Das ist nun das Frauenbild der Juden. Was waren aber die Folgen?
Auf dem Konzil zu Nicäa stritten damals die Bischöfe, ob die Frau überhaupt eine Seele habe. Hätte man der Frau die Seele abgesprochen, wäre sie zu den Tieren zu zählen, die laut den Juden auch keine Seelen haben. Bis ins 18. Jh. stritten sich die Geistlichen darüber, ob die Frau nun eine Seele habe oder nicht. Im Mittelalter wurden heilkundige Frauen verfolgt, gemartert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Das sah schon während der Christianisierung eine kluge Seherin namens Thiota aus dem Stamm der Alemannen voraus. Sie verkündete:

„Lasset den fremden Gott nicht ein, er bedeutet Weltuntergang.“

Das Urteil der Mainzer Bischöfe folgte sogleich. Die Seherin, auf die ihr Volk hörte, wurde nackt zu Tode gepeitscht. Zusammenfassend ein Zitat des Theologen Professor Reinhold Seeberg:

„Die christliche Lehre hat sich in ihrer Auffassung der Ehe und des Geschlechts­lebens im ganzen dem Judentum angeschlossen.“

Der Umgang mit der Frau bis in unsere Zeit und das Erstarken des marxistischen Feminismus (generell des Feminismus) sind Folgeerscheinungen dieses volks­zer­setzenden Gedankengutes. Den Juden macht dieses Gedankengut nichts aus, sie sind auf alle Fälle die Urheber. Uns aber – und damit ist unser ganzes deutsches Volk gemeint – wird es auf Dauer zerstören, wenn wir diese Gedanken nicht überwinden können.

Es wurde gezeigt, daß das Christentum die Frau haßt und sie erniedrigt sehen will. Während aber Orientaliden den nächsten Schritt nicht machen und auf die evolutive Stabilität des Zusammenhalts in der Familie setzen, geht das Christentum in seiner anti­evolutionären Logik weiter.

Herauslösen des Einzelnen aus bio-sozialer Gemeinschaft

Schon vorher wurde erwähnt, daß der Christ Egoist ist. Es geht um sein Seelenheil! Nicht das seines Bruders, seines besten Freundes, seiner Eltern oder seiner Vorfahren. Das Prinzip der Nächstenliebe ist Mittel zum Zweck: „Deus! Do ut des!“ Gott! Ich gebe, damit du gibst!  So klingt der geheime Leitsatz eines jeden Christen.

Besonders pervers erscheint die Tatsache, daß der Christ seinen „Nächsten“ liebt, dieser „Nächste“ aber – ganz anders als bei den Juden – nicht der Bruder, die Schwester, der Freund, der Volksgenosse usw. ist. Für die wahren (biologischen) Nächsten haben nämlich Christen, die sich an die Bibel halten, wenig übrig. Denn was Jesus in der Bibel sagt, ist so arglistig wie schlichtweg genial:

„Wer Vater und Mutter mehr liebet denn mich, der ist meiner nicht wert.“ (Matthäus 10,37)

Und um es klarer zu formulieren:

„Und wer verläßt Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder Äcker, um meines Namens willen, der wird’s hundertfältig nehmen und das ewige Leben erheben.“ (Matthäus 19,29)

Warum genial? Das Christentum muß den Einzelnen aus seiner Gemeinschaft heraus­lösen. Der Einzelne würde, wenn er nicht aus einer Gemeinschaft herausgelöst werden würde, nicht zum Christentum überlaufen. Das Christentum mußte sich zunächst gegen überlieferte Vorstellungen zur Wehr setzen und sie dann ersetzen. Um aber den alten Glauben eines Volkes zu zerstören, muß man zunächst die Ge­meinschaft, die diesen Glauben am Leben erhält, zerstören. Und das ist zunächst die Sippe.

Man darf jetzt nicht denken, daß das lediglich eine persönliche Interpretation ist. Jesus spricht es sogar offen aus:

„Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen sei, Frieden zu senden, auf der Erde; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin ge­kom­men, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und die Tochter wider ihre Mutter und die Schwiegertochter wider die Schwiegermutter. Und des Menschen Feinde werden seine Hausgenossen sein.“ (Matthäus 10,34-36)

Oder an einer anderen Stelle:

„Meinet ihr, daß ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich sage: Nein, sondern Zwietracht. Denn von nun an werden fünf in einem Hause uneins sein; drei wieder zwei, und zwei wieder drei.“ (Lukas 12,51-52)

Jesus selbst praktizierte das auch.

Können wir das heute überhaupt noch beurteilen? War es wirklich so, daß das Chri­stentum Unfrieden in der Sippe stiftete? Ja. Aristides von Mysien schreibt im 2. Jh. n.d.Z. folgendes:

„Dagegen sind sie [die Christen] geschickt, Häuser zu untergraben und Familien in Verwirrung zu bringen, indem sie ein Familienmitglied gegen das andere hetzen und sich der Leitung der häuslichen Angelegenheiten bemächtigen.“

Das Prinzip dieser Strategie ist so einfach wie genial und böse. Die Strategie mag zwar uralt sein, aber klappte 1968 perfekt. Was geschah damals? Die Kinder wurden gegen die Elterngeneration aufgehetzt, es wurden Familien zerstört und es wurde dadurch eine allgemein marxistische Gesinnung in der Gesellschaft, vor allem in Politiker- und Intellektuellenkreisen, etabliert. Die Auswirkungen sieht man heute noch.

Um eine neue Mentalität zu etablieren, müssen die Zielpersonen aus ihrem Umfeld herausgelöst werden. Dieses Umfeld bezieht sich nicht nur auf die elementarste Zelle eines Volkes, die Familie, sondern auch auf Volk und Rasse. So haben die Kirchen Europas Geld für Kinder in Afrika, Asien, Südamerika, aber kein Geld für hiesige. Warum? Die Not der einen ist größer; darum die Nächstenliebe und der Verdienst bei Hilfe ebenso. So rechnet der Christ. Darum werden Ausländer von der Kirche gefördert. Die Caritas unterstützt und berät die Ausländer in rechtlichen Fragen, wenn sie „dis­kriminiert“ wurden. Pfarrer fördern die Ansiedlung von Ausländern. Von diesem Stand­punkt aus wuchert der Gleichheitswahn des Christentums in die Köpfe der Menschen.

Gleichheitswahn

Das Christentum ist der Ursprung des Egalitarismus. Kommunismus und Kapitalismus sind ohne das Christentum als Grundlage gar nicht vorstellbar. Der verlorene, mit Schuld befleckte Mensch braucht Erlösung — und die bekommt er von den Pfaffen. Eine Religion, eigens für Sklaven konstruiert, hat zwingend keine Herrenmoral, sondern eine Sklavenmoral zur Folge: Das Ideal ist nicht der starke, schöne, sittliche Mensch, son­dern der verkommene. Der herrliche Mensch ist geradezu der Todfeind des Chri­sten­tums.
Die Niedrigen wissen um ihre Erniedrigung — durch die alleinige Existenz des Hohen. Darum wollen sie ihn brechen, ihm Schuld (Erbsünde) einreden, ihn zu sich herab­ziehen. Der Gleichheitswahn der Christen ist die Ursache für jede Auflösung der Gemeinschaft, die nur durch Hierarchie zu Stabilität und Effizienz gelangt.

In der Bibel steht: „Denn was hoch ist unter den Menschen, das ist ein Greuel vor Gott“ (Lukas 16,15). Und allgemein gilt: „Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht“ (Matthäus 23,12).

Die „Gleicheit der Seelen vor Gott“ ist eines der größten Dogmen, das bis heute unser Denken dominiert. In den Sprachgebrauch der Liberalen übersetzt: Was kann ein Schwarzer dafür, daß er in Afrika und nicht hier geboren wurde?! — Als ob es keine seelischen Unterschiede zwischen mir und ihm gäbe. An dieser Stelle setzt Nietzsche ein:

„Und unterschätzen wir das Verhängnis nicht, das vom Christentum aus sich bis in die Politik eingeschlichen hat! Niemand hat heute mehr den Mut zu Sonderrechten, zu Herrschaftsrechten, zu einem Ehrfurchtsgefühl vor sich und seinesgleichen – zu einem Pathos der Distanz . . . Unsre Politik ist krank an diesem Mangel an Mut!
Der Aristokratismus der Gesinnung wurde durch die Seelen-Gleichheits-Lüge am unterirdischsten untergraben; und wenn der Glaube an das ‚Vorrecht der meisten‘ Revolutionen macht und machen wird — das Christentum ist es, man zweifle nicht daran, christliche Werturteile sind es, welche jede Revolution bloß in Blut und Ver­brechen übersetzt! Das Christentum ist ein Aufstand alles Am-Boden-Krie­chen­dem gegen das, was Höhe hat: das Evangelium der ‚Niedrigen‘ macht niedrig.“

In die heutige Zeit übersetzt: Der Drogenhändler, der kriminelle Ausländer, der Nichts­nutz, der Drogenabhängige, die Prostituierte sind demnach wahre Christen! Gerade zu Beginn des 20. Jh. hat sich in solchen „Gesellschaften“ der Kommunismus verbreitet. Die Frau von Rudi Dutschke hat ihre Doktorarbeit über Kommunismus und Urchristentum geschrieben. Und siehe da: Da gibt es einige Parallelen. Das Christentum macht geradezu eine Religion daraus, daß beispielsweise der kranke, schwache Reh­bock, der eigentlich keine Aussicht auf Fortpflanzung hat, anfängt, den stärkeren Böcken mit seinen Hörnern den Bauch aufzuschlitzen. Alles, was durch natürliche Auslese aus dem Lebenskampf wegfallen würde, wird nun erhöht und zum Ideal gemacht. Konsequenterweise wird das höhere Leben dann zum Feinbild.

Nietzsche dazu:

„Es [das Christentum] hat einen Todkrieg gegen diesen höheren Typus Mensch gemacht, es hat alle Grundinstinkte dieses Typus in Bann getan, es hat aus diesen Instinkten das Böse, den Bösen herausdestilliert: der starke Mensch als der typisch Verwerfliche, der ‚verworfene Mensch‘.
Das Christentum hat die Partei alles Schwachen, Niedrigen, Mißratenen genommen, es hat ein Ideal aus dem Widerspruch gegen die Erhaltungsinstinkte des starken Lebens gemacht; es hat die Vernunft selbst der geistig stärksten Naturen ver­dor­ben, indem es die obersten Werte der Geistigkeit als sündhaft, als irreführend, als Versuchungen empfinden lehrte.“

Staatsverneinung

Der Staat ist eine Ordnung von Menschen durch Struktur und Hierarchie. Wenn man aber dem Egalitarismus frönt, dann wird man sich auch gegen die Idee einer geordneten Lebensgemeinschaft stellen. Das Christentum und der Kommunismus machen das. Marx sagt ganz klar, nachdem es kein Privateigentum mehr gibt, braucht es auch keinen Staat mehr, der dieses beschützt. Kommunismus und Anarchismus sind zwei nicht zu trennende Ideologien. So verhält es sich auch mit dem Christentum:

„Ihr wisset, die Fürsten halten ihre Völker nieder, und die Mächtigen tun ihnen Gewalt. So soll es nicht sein unter euch.“ (Matthäus 20,25)

Der lähmende Pazifismus und der alles klein stampfende Egalitarismus, wie sie vom Christentum gelehrt werden, machen einen Staat unmöglich. Der Dieb, der Ver­gewaltiger, der Sklave, Menschen, die nur durch ihre Schlechtigkeit herausstechen, haben keinen Sinn für Ordnung. Nietzsche dazu:

„Man darf zwischen Christ und Anarchist eine vollkommene Gleichung aufstellen; Ihr Zweck, ihr Instinkt geht nur auf Zerstörung. Den Beweis für diesen Satz hat man aus der Geschichte nur abzulesen: Sie enthält ihn in entsetzlicher Deutlichkeit.“

Feindesliebe

Jesus verkehrt im Neuen Testament die jüdische Nächstenliebe (im Alten Testament galt die Nächstenliebe nur dem Mitjuden) zu einem Pazifismus, der zerstörerischer als jeder Krieg über die Länder hinwegfegte. Jesus predigte, daß man nicht nur die Angehörigen der eigenen Gruppe lieben sollte, sondern die anderer Gruppen — bis hin zum Feind. Jesus sagt:

„Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstehen sollt dem Übel; sondern wenn dir jemand einen Streich gibt auf deine Backe, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir richten will und deinen Rock nehme, dem laß auch den Mantel.“

So ein Verhalten ist völlig antievolutionär. Tiere oder Menschen, die so in der Ver­gangenheit gehandelt haben, gibt es nicht mehr. Das Tier wäre verhungert, weil es sich ständig sein Futter hätte klauen lassen. Der Mensch wäre erfroren. Aber es gibt noch mehr dieser Stellen in der Bibel:

„Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen…“ (Matthäus 5,43)

Wer tut das? Kann man einen Feind lieben, wenn man nicht unbedingt sterben möchte?

„Denn wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen.“ (Matthäus 26,52)

Es gibt genügend Leute, die getötet, verletzt oder vergewaltigt wurden, die nicht das „Schwert“ genommen haben. Hätten sie es wohl eher genommen. Aber diese Logik ist schon interessant. Jetzt weiß man zumindest, wer schuld ist, wenn ein Ausländer einem Einheimischen den Schädel einschlägt. Na wer wohl? Das Opfer natürlich! Warum? Denken Sie den obigen Satz doch rückwärts: Das Opfer kommt „durch das Schwert“ um, also muß er das Schwert genommen haben. Diese Logik sitzt heute noch in den Köpfen der Leute. Vor allem, wenn Ausländer wieder einmal gewalttätig wurden, wird diese Logik eingeschaltet.

Dabei ist Kampf und Auseinandersetzung innerhalb einer Art (die Art als taxonomische Einheit verstanden) ganz natürlich, denn es führt dazu, daß der Stärkste oder die stärkste Gruppe die Art durch ihre Nachkommen dominiert. Bei den Menschen führt Kampf zur Bildung von Staaten und zu Errungenschaften in der Technik. Ohne Kampf kommt alles zum Erliegen.

„Die Pfaffen mit ihren verschiedenen Trachten und Kutten, die Bischöfe und Äbte mit ihren Spitzkappen, goldenen Rauchmänteln und Krummstäben kommen mir vor, als ragten sie von einer ausgestorbenen Tierwelt in die Gegenwart, auf die sie kein Recht mehr haben sollen.“Adolf Pichler

 

Es wurde festgestellt, daß das Christentum in seiner anarchistisch-pazifistischen Aus­richtung antievolutionär ist. Es soll nun anhand anderer Beispiele offengelegt werden, da man bei vorherigen Artikeln leugnen könnte, daß Kampf ein Bestandteil des Lebens ist, daß der Mensch dazu neigt, sich zu organisieren, daß dadurch auch Hierarchien entstehen. Die folgenden Beispiele sind aber so einfach, daß jeder einsehen sollte, daß die christliche Moral antievolutionär ist.

Kurzsichtigkeit

Jesus ging wirklich soweit, elementarste Selbstverständlichkeiten des menschlichen Lebens zu untergraben. So sagte er:

„Darum sage ich euch: Sorget nicht um euer Leben, was ihr esset und trinken wer­det; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet… Sehet die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheuern; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch.“ (Matthäus 6,25f.)

Wer überzeugter Christ ist, sollte dem Wort seines Erlösers Folge leisten und so leben. Das Christentum in Europa würde nach nur einem Winter der Vergangenheit angehören. Bei Lukas 12,27 verweist er auf die Lilien, die nicht spinnen und nicht weben und verspricht seinen Anhängern, daß schon Gott für Kleidung sorgen würde. Man stelle sich das in Europa vor. Dabei sind im Tierreich Beispiele vorhanden, die Jesus und seine Anhänger auf eine noch niedrigere evolutiven Stufe setzen. Hamster, Dachs, Eich­­hörnchen sorgen für den Winter vor — was der gemeine Christ als nicht notwendig erachtet. Und auch Bären fressen sich vor dem Winter eine dicke Fettschicht an, um den Winter zu überleben. Täten sie das nicht, würden sie im Winter verhungern oder erfrieren. Handelte man so in Europa, würde die Mehrheit den nächsten Winter nicht überstehen.
Das ist genau das, was der Begriff „antievolutionär“ versucht zu beschreiben.

Besitzlosigkeit und Bettelei

Da Jesus das nahende Reich Gottes erwartete, hielt er auch nichts von Besitz: „Verkauft, was ihr habt und gebt Almosen“ (Lukas 12,33). Und an einer anderen Stelle sagt er: „Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon“ (Matthäus 6,24).

Aber was versteht er unter Mammon?
Übertriebener Reichtum, der auf Kosten der Allgemeinheit zusammengerafft worden ist, ist abzulehnen. — Jesus aber erklärt selbst, was man unter „Mammon“ zu verstehen hat:

„Ihr sollt nicht Gold, noch Silber, noch Erz in euren Gürteln haben, und auch keine Tasche zur Wegfahrt, auch nicht zwei Röcke, keine Schuhe, auch keine Stecken.“ (Matthäus 10,9)

Jeder, der überzeugter Christ ist, sollte sich an dieser Stelle von seinen Kleidern und all seinen Besitztümern verabschieden. Und dem, der etwas besitzt, rät er:

„Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, was du hast und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komme und folge mir nach!“

Besitzlosigkeit ist geradezu eine Voraussetzung, um ein Anhänger Christi zu sein.

„Also auch ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, das er hat, kann mein Jünger nicht sein.“ (Lukas 14,33)

Bei solchen Sätzen kommen überzeugte Christen schon arg ins Bedrängnis. Warum eigentlich? Weil der Mensch in diesen Breitengraden ohne Besitz nicht überlebensfähig wäre.

Bei anderen Textstellen im Neuen Testament sieht man Parallelen zum Kommunismus. Weit hergeholt? Die Frau von Rudi Dutschke schrieb ihre Doktorarbeit über „Kommunismus und Urchristentum“, und der Theologe, Bibelexperte und Kommunist José Porfirio Miranda schreibt in „Der Kommunismus in der Bibel“ folgendes:

„Welche Art von Wahnsinn hat die westliche Welt befallen, daß sie als ihren Haupt­feind das [den Kommunismus] bekämpft, was das christlichste aller Konzepte ist?“

Das Urchristentum als anarcho-kommunistische Subkultur mit masochistischen Ten­denzen und einem unheilbaren Wahn vom Weltuntergang? Wir lesen in der Bibel: „Alle aber, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hielten alle Dinge gemein“ (Apostelgeschichte 2,44); „Die Menge aber der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; auch keiner sagte von seinen Gütern, daß sie sein wären, sondern es war ihnen alles gemein“ (Apostelgeschichte 4,32).

Man kann sich Jesus und seine Jünger folgendermaßen vorstellen: dreckig, mit Lumpen bekleidet, nicht arbeitend, dauernd vom Untergang der Welt quatschend und alles Schöne und Große auf der Welt beschmutzend. Sie lebten von Bettelei, da sie ja Arbeit und Besitz nicht schätzten (den Besitz anderer aber schon), und hatten eine ge­mein­same Kasse, die Judas verwaltete.

Illustration der Bergpredigt-Szenerie:
Zuhörer umlagern einen legendären jüdischen Wanderprediger

 

„Was folgt daraus? Daß man gut tut, Handschuhe anzuziehen, wenn man das Neue Testament liest. Die Nähe von so viel Unreinheit zwingt beinahe dazu. Wir würden erste Christen so wenig wie polnische Juden zum Umgang wählen: nicht daß man gegen sie nur einen Einwand nötig hätte… sie riechen beide nicht gut.“

Nietzsche spöttelt über die ersten Christen zu Recht. In „Genealogie der Moral“ kommentiert Nietzsche die Christianisierung so:

„Man mag diesen Sieg zugleich als eine Blutvergiftung nehmen (er hat die Rassen durcheinander gemengt), ich widerspreche nicht; unzweifelhaft ist aber diese Intoxikation gelungen. Die ‚Erlösung‘ des Menschengeschlechts (nämlich von den Herren) ist auf dem besten Wege; alles verjüdelt, verchristelt, verpöbelt zusehends.“

Ein interessanter Ansatz Nietzsches. Wo sind heute die Herren, zu denen die Gesell­schaft aufschaut? Reichtum sollte kein Wahrzeichen dieses höheren Menschen­typus des Herren sein. Der dekadente Pöbel in seiner dunklen, amorphen Grundmasse drückt sich in jeden Bereich unseres Lebens. Kein Hohegefühl, kein hoher Mut, wie ihn die Ahnen lebten. Der niedere, der kranke, der vom Selbsthaß zerfressene Mensch auf dem Thron des Hohen, des Gesunden, des Stolzen. Das Christentum hat durch die dekadenten -Ismen (Kommunismus, Liberalismus, Demokratismus etc.) der Jahr­hun­dert­wende endgültig dem Niederen die Tore aufgestoßen.

 

Wir haben nun unter anderem dargestellt, welchem Geist das Christentum entspringt und daß es antievolutionär ist. Dabei fiel auch der Ausdruck „psychologische Kriegsführung“. Dieser Umstand benötigt eine genaue Untersuchung des Sachverhaltes. Ansonsten steht diese These nur frei im Raum, ohne irgendwelche argumentative Untermauerung. Um aber Ziel und Zweck des Christentums zu ermitteln, werden wir uns der emischen und etischen Betrachtungsweise bedienen.

Das Christentum kann nur als Produkt des Judentums verstanden werden. Viele Nichtjuden und Juden haben dies erkannt. Darum sollte der Zweck des Christentums zunächst einmal durch Juden gedeutet werden und dann von nichtjüdischen Historikern. Damit soll sichergestellt werden, daß den Juden nichts angehängt werden kann. Würden nämlich nur Nichtjuden Juden eine gewisse Absicht hinter dem Christentum vorwerfen, dann könnte es sein, daß den Juden nur etwas unterstellt wird. Sollten nur Juden irgendeine Absicht dahinter zugeben, dann könnte man ja sagen, sie wollten irgendetwas damit bezwecken.

So sollte das Urteil annähernd objektiv bzw. ausgeglichen sein, wenn beide Wege zum selben Ziel führen. Um eben dieses Thema, das strafrechtlich ein heißes Eisen ist, unbehelligt zu behandeln, werden der folgende Text und weitere Aussprüche von hochgebildeten Juden nicht kommentiert — auch der Objektivität willen.
Folgender Text stammt vom Juden Marcus Eli Ravage, der einen überraschend offenen Artikel im „Century Magazine“ 1928 veröffentlicht hat:

»Was hat es für einen Zweck, Worte zu verlieren über die angebliche Kontrolle Eurer öffentlichen Meinung durch jüdische Finanzleute, Zeitungsschreiber und Kino­mag­na­ten, wenn Ihr uns ebensogut der bewiesenen Oberaufsicht über Eure ganze Zivi­li­sa­tion durch den jüdischen Mythus anklagen könnt?
Ihr habt noch nicht einmal den Anfang gemacht, die wahre Größe unserer Schuld zu erkennen. 

Wir sind Eindringlinge. Wir sind Zerstörer. Wir sind Umstürzler. Wir haben Eure natürliche Welt in Besitz genommen, Eure Ideale, Euer Schicksal und haben Schindluder damit getrieben. Wir waren die letzte Ursache nicht nur vom letzten Krieg, sondern von fast allen Euren Kriegen. Wir waren die Urheber nicht nur der russischen, sondern aller größeren Revolutionen in Eurer Geschichte. Wir haben Uneinigkeit und Durcheinander in Euer persönliches und öffentliches Leben gebracht. Wir tun es heute noch. Niemand kann sagen, wie lange wir das noch tun werden.

Lassen Sie den Blick ein wenig in die Vergangenheit schweifen, um zu sehen, was sich alles ereignete. Vor neunzehnhundert Jahren wart Ihr eine unverdorbene, sorgenfreie, heidnische Rasse. Ihr verehrtet zahllose Götter und Göttinnen, die Geister der Luft, der dahinwallenden Ströme und der weiten Wälder. Ohne zu erröten, wart Ihr voll Stolz auf die Pracht Eurer entblößten Leiber. Ihr schnitztet Bildnisse Eurer Götter und Eurer quälenden menschlichen Gestalt. Ihr hattet Wohl­gefallen an der offnen Feldschlacht, der Kampfbahn und dem Schlacht­felde. Krieg und Sklaverei waren fest gegründete Einrichtungen in Euren Staats­gebilden.
Ihr tummeltet Euch auf Bergeshängen und Talesgründen im freien, weiten Feld und kamt dabei aufs Sinnieren über die Wunder und Geheimnisse des Lebens und legtet den Grund­stein der Naturwissenschaft und Philosophie.
Euch war zu Eigen eine edle, sinnlich-lebenswahre Kultur, unverfälscht durch Spitz­fin­dig­kei­ten eines gesellschaftlichen Bewußtseins und einer sentimentalen Frage­stellerei über die Gleichheit der Menschen. Wer weiß, welch große und erha­bene Bestimmung Euch zuteil geworden, wenn wir Euch Euch selbst überlassen hätten.

Doch wir haben Euch nicht allein gelassen.

Wir nahmen Euch in unsere Hand und rissen das schöne und erhabene Bauwerk, das Ihr Euch schufet, nieder. Wir änderten den gesamten Verlauf Eurer Geschichte. Wir brachten Euch so unter unser Joch, wie nie eine Eurer Mächte jemals Afrika oder Asien in seine Knechtschaft brachte. Und all dies vollbrachten wir ohne Waffen, ohne Kugeln, ohne Blut und Schlachtengetümmel, ohne Gewaltmaßnahmen irgend­wel­cher Art. Wir vollbrachten es einzig und allein durch die unwiderstehliche Macht unseres Geistes, mit Ideen und Propa­ganda.
Wir machten Euch zum willfährigen und unbewußten Träger unserer Mission in der ganzen Welt, bei den wilden Völkern der Erde und den unzähligen ungeborenen Generationen.
Ohne volles Verständnis dessen, was wir Euch antaten, wurdet Ihr Großvermittler unserer rassischen Tradition, trugt Ihr unseren Mythus zu den zuvor noch nicht entdeckten Teilen der Erde. Unsere Stammessitten wurden der Kern Eures Sitten­gesetzes. Unsere Stammes-Gesetze lieferten das Material für die Fundamente all Eurer erhabenen Verfassungen und Rechtssysteme.
Unsere Legenden und Volkssagen sind die heiligen Botschaften, die Ihr Euren lauschenden Kindern mit geheimnisvoller Stimme leise zuflüstert. Eure Gesang- und Gebetbücher sind mit den Werken unserer Dichter angefüllt.
Unsere Nationalgeschichte ist ein unentbehrlicher Teil des Unterrichts geworden, den Eure Pfarrer, Priester und Lehrer erteilen. Unsere Könige, unsere Propheten und unsere Krieger sind Eure Heldengestalten. Unser früheres Ländchen wurde Euer Heiliges Land. Unsere nationale Literatur ist Eure Heilige Bibel.
Was unser Volk dachte und lehrte, wurde unlöslich verwoben in Eure eigene Spra­che und Tradition, so daß keiner unter Euch als gebildet gelten kann, der nicht mit unserem volks­eigenen Erbgut vertraut ist. Jüdische Handwerksleute und Fischer sind Eure Lehrer und Heiligen, deren Bild in zahllosen Statuen verewigt wurde und zu deren Angedenken unzäh­lige Kathedralen errichtet wurden. Ein jüdisches Mädel ist Eurer Ideal der Mutter­schaft und des Frauentums. Ein jüdischer Rebellen-Prophet ist der Mittelpunkt Eurer Gottes­ver­ehrung.

Wir haben Eure Götzen niedergeworfen, Euer rassisches Erbe beiseitegedrängt und dafür unseren Gott und unsere Tradition untergeschoben. Keine Eroberung in der Weltgeschichte läßt sich auch nur im entferntesten mit der ganzen Arbeit ver­glei­chen, die wir leisteten, da wir Euch uns Untertan machten.

Wie brachten wir das fertig? Beinahe nur durch Zufall.

Vor zweitausend Jahren war im fernen Palästina unsere Religion dem Ruin und Mate­ria­lis­mus verfallen. Geldwechsler waren die Herren unseres Tempels. Verkommene und eigen­süchtige Priester saugten unser Volk aus und schwammen im Fett. Da stand ein ideal veranlagter Patriot auf und durchwanderte das Land, um den Glauben neu zu beleben. Er dachte nicht daran, eine neue Kirche zu stiften. Gleich allen Propheten vor ihm war sein alleiniges Ziel, den alten Glauben zu läu­tern und zu neuem Leben zu erwecken. Er ging gegen die Priester an und trieb die Geldwechsler aus dem Tempel hinaus. Dieses brachte ihn in Konflikt mit der herrschenden Ordnung und ihren Trägern. Die Vertreter Roms, die das Land besetzt hielten, befürchteten, daß seine revolutionäre Agitation ihre Vertreibung bezwecke, verhafteten ihn, machten ihm den Prozeß und verurteilten ihn zum Tode der Kreuzigung, der damals gewöhnlichen Hinrichtungsart.
Die Anhänger Jesu von Nazareth, hauptsächlich Sklaven und arme Arbeiter, zogen sich in ihrer Verlassenheit und Enttäuschung von der Welt zurück und schlossen sich in einer Brüdergemeinde von widerstandslosen Pazifisten zusammen. Sie verbreiteten die Erinne­rung an ihren gekreuzigten Führer und lebten in Güter­gemeinschaft zusammen. Sie waren in Juda nur eine neue Sekte ohne Macht und ohne Einfluß.

Erst nach der Zerstörung Jerusalems durch die Römer kam der neue Glaube in Ansehen. Ein vaterländisch gesinnter Jude mit Namen Paulus oder Saulus kam nämlich auf den Gedan­ken, den moralischen Rückhalt der römischen Soldaten durch die von der jüdischen, kleinen Sekte gepredigten Lehre der Liebe und des Pazifismus, zu zerbrechen und so Rom zu Boden zu bringen und zu demütigen. Er wurde der Apostel der Heiden, er, der bisher einer der tätigsten Verfolger dieser Bande war.
Paulus machte seine Sache so gut, daß nach Ablauf von vierhundert Jahren dieses große Reich, welches sich Palästina und die halbe Welt unterworfen hatte, nur mehr ein großer Trümmerhaufen war. Und das mosaische Gesetz, welches von Zion ausging, wurde die offizielle Religionsform Roms. Dies war der Beginn unserer Macht in Eurer Welt. Doch, es war nur der Anfang.

Von diesem Zeitpunkt an ist Eure Geschichte nur wenig mehr denn ein Kampf um die Vormachtstellung zwischen Eurem alten heidnischen und unserem jüdischen Geiste. Die Hälfte Eurer Kriege, die kleinen und die großen, sind nur Religions­kriege, die ausgetragen wurden wegen der Auslegung der einen oder anderen Stelle in unserer Lehre. Ihr entkamt Eurer primitiven religiösen Einfalt nicht eher, und Ihr griffet die Ausübung der heidnischen, römischen Lehre nicht eher an, als Luther, bewaffnet mit unserem Evangelium, aufstand, um Euch niederzuwerfen und unser Erbe wieder auf den Thron zu setzen.
Nehmen Sie die drei großen Revolutionen der Neuzeit, die französische, die ame­ri­ka­ni­sche und die russische Revolution. Was waren die anderes als der Triumph der jüdischen Idee von sozialer, politischer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit?«

 

Quelle: Netzpräsenz „Etschlichter“ (logr.org/etschlichter, nicht mehr bestehend), 2013/14

Wiedergaben der einzelnen Teile sind im Weltnetz archiviert: Überwindung des Christentums – Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8

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Quelle (ed.): Metapedia
Siehe auch:

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