– Auszug aus dem Programm der NSDAP von Gottfried Feder –

nsdap-parteiprogrammAbschnitt 5 — Was wir nicht wollen

Um das Positive unseres Programmes noch stärker her­vor­zu­heben, wird es gut sein, auch einmal kurz pro­gram­ma­tisch zu sagen, was wir nicht wollen.

Wir wollen nicht zurück; wir wollen nicht das Rad der Ge­schichte rückwärts drehen und etwa lautlos versunkene Dynastien wieder zum Leben verhelfen — sie haben sich selbst gerichtet.

Wir wollen ebensowenig den heute entthronten, bevor­rech­tig­ten Ständen wieder ihre Sonderstellung einräumen. Offizier und Beamter sind im Wesen nicht höher und besser als ein anderer Berufsstand, soferne sie nur – im Geiste unserer Idee – in erster Linie dem ganzen Volke dienen.

Nicht das Kleid, nicht die Tresse soll den Mann machen, sondern die Leistung.

Wir wollen aber nicht eine einseitige Bevorzugung oder künstliche Erhöhung des Hand­arbeiterstandes oder gar eine Diktatur des Proletariats. Man darf und soll sich nicht einbilden und einreden, daß irgendein Stand nur deshalb, weil er unterdrückt war, daraus nun das Recht ableiten könnte, nun auch einmal zur Herrschaft zu kommen. Derartige Bestrebungen, in die Tat umgesetzt, führen unerbittlich zu so  fürchterlichen Folgen, wie sie die Börsenrevolte vom November 1918 gezeigt hat:

Nicht das bis dahin angeblich unterdrückte Volk hat auf der ganzen Linie gesiegt, son­dern eine Flut von politischen Hochstaplern, Futtergrippensetzern, Schiebern, Schwät­zern und Dummköpfen bemächtigten sich des Staatsapparates und der wirt­schaft­lichen Funktionen — und aus der versprochenen Diktatur des Proletariats wurde die heutige Diktatur des „Profitariats“.

Auch eine nationalsozialistische Neuordnung des Staates, die nicht über einen wirklich ausreichend geschulten Stab von Männern verfügt, die stahlhart und eisenfest die pro­gram­mati­schen Grundlagen in sich aufgenommen haben und völlig beherrschen, die über Ernst, Energie und Sachkenntnis verfügen, würde nicht durchdringen. Auch bei uns würden sich allzuviele nur demagogisch fähige Leute mit Ellbogenkraft nach oben drän­gen und Nutznießer der Neuordnung sein.

Es ist viel leichter, kritisch die Mängel einer untergehenden Gesellschaft zu be­leuch­ten und zu geißeln, als Aufbauarbeit zu leisten.

Wir wollen nicht etwa nur eine Partei sein, die im Parlament, in der Wirtschaft usw. lang­sam Fuß faßt, dann vielleicht in einer Koalition den einen oder anderen Minister­posten besetzt, um dann langsam aber sicher das Rückgrat gebrochen zu bekom­men — dann wäre unsere geschichtliche Rolle ausgespielt, wie heute die deutsche Sozial­demo­kra­tie geistig und politisch erledigt ist. Das gleiche gilt von den Deutsch­natio­nalen: auch sie haben bereits ihre obersten Grundsätze verleugnet, nur um in die Regierung hineinzukommen.

Wir wollen keine Ministersessel und Regierungsstellen um der Stellen oder der Macht willen, wir wollen nicht an die Macht um der Macht willen, sondern wir werden jede derartige Position nur einnehmen als eine Etappe in unserem gewaltigen Endziel.
Zwischen uns und den anderen steht unüberbrückbar das  Flammenschwert unserer Weltanschauung.

Dort der Staat – besser der Unstaat –  liberal-demoktartisch-parlamentarischer Prä­gung, der nur notdürftig die Tyrannis des Leihkapitals verdeckt, zu dessen Füßen das ganze Gewimmel und diensteifrige Gekrabbel der Judenknechte, parlamentarischen Schieber und Günstlinge, die Nutznießer des Systems und ihre Lakaien — bei uns der Kampf für Befreiung und Reinigung unseres Volkes, eine Läuterung zum wahren Staat sozialer Gerechtigkeit und nationaler Freiheit.

Schlußwort

Was muß der Nationalsozialist vom Programm wissen?  war die Aufgabe, die sich dieses erste Heft der Nationalsozialistischen Bibliothek stellte. Wir haben immer und immer wieder eines gesehen, das sich wie ein roter Faden durch alle Ausführungen hin­durch­zog:

Der Nationalsozialismus ist eine Weltanschauung,  die in schärfster Opposition zu der heutigen Welt des Kapitalismus und seiner marxistischen und bürgerlichen Trabanten steht.

Kampf ist unser Leben im Dienste dieser gewaltigen Idee, Kampf für ein neues Deutschland — und es wäre kein richtiger Kampf, wenn dieser unser Kampf um eine Weltanschauung nicht ein Symbol, eine Fahne hätte.
Kann man sich ein Symbol, eine Fahne, z. B. der Wirtschaftspartei vorstellen, die über die kläglichen Allegorien der 80er, 90er Jahre hinausginge? Oder der Kegel- und Ta­bak­klubs? Gewiß nicht. Wie sieht die Flagge der Stresemann-Partei aus? Die Schwar­zen mißbrauchten das Kreuzzeichen und die Roten die altehrwürdigen Fahnen mittel­al­ter­li­cher Kaiserherrlichkeit.

Uns Nationalsozialisten flattern unsere Sturmfahnen voran.  Ewig jung, strahlend und leuchtend steigt vor uns das Sonnenrad, das Hakenkreuz, das Symbol des wieder erwachenden Lebens.  Unsere Sturmfahnen, unsere Adler tragen dieses Symbol.

„Wir sind das Heer vom  Hakenkreuz
Hebt hoch die roten Fahnen,
Der deutschen Arbeit wollen wir
Den Weg zur Freiheit bahnen!“

reichsarbeitsdienst

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TextQuelle (edit.): NSDAP-Parteiprogramm

Siehe auch:

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