— Auszug aus dem Programm der NSDAP von Gottfried Feder — 

nsdap-parteiprogrammStaatspolitik

Grundsatz:

Das Deutsche Reich sei Heimat der Deutschen! — Nicht von Juden, Russen (Kommunisten), Sozialdemokraten, die kein Vaterland kennen, das Deutschland heißt (Crispien); nicht von allen möglichen sonstigen Ausländern, die für länger oder kürzer auf deutschem Boden sich aufhalten.

Hier stehen wir in einem grundsätzlichen und zutiefst einschneidenden Gegensatz zur Weimarer Verfassung, die nur „deutsche Staatsangehörige“ kennt, aber nicht den Begriff „Deutsche“ in völkischer – oder noch schärfer: in rassischer – Hinsicht kennt.

 

So lauten die Thesen 1 – 7, eingeteilt in die drei Unterabteilungen

a) außenpolitisch, b) bevölkerungspolitisch, c) staatsbürgerlich,

[a)]
1.   Aufrichtung eines geschlossenen Nationalstaates, der alle deutschen Stämme umfaßt.
Es ist das selbstverständliche Lebensrecht jeder selbstbewußten Nation, daß sie alle Menschen ihres Stammes in einem geschlossenen Nationalstaat zusammenzufassen bestrebt ist. Diese Forderung fand spontanen Ausdruck in dem gerade von unseren Kriegsgegnern proklamierten „Selbstbestimmungsrecht“.
So verzichten auch wir auf keinen Deutschen, der außerhalb der deutschen Staats­gren­zen eingeschlossenen Siedlungsgebieten lebt — im Hinblick auf seine volks­tüm­liche Zugehörigkeit zum Deutschen Reich. Wir erklären, daß wir indes nicht daran denken, mit Gewalt einen Anschluß der außerhalb Deutschlands unter dänischer, polnischer, tschechischer, italienischer oder französischer Oberhoheit lebenden Deutschen er­zwingen zu wollen. Wir verlangen und erwarten allerdings, daß unsere deutschen Brüder unter fremder Oberhoheit gleiches Recht wie die übrigen Staatsangehörigen in jenen Ländern eingeräumt wird.
Somit entbehrt diese Forderung jeder imperialistischen Tendenz. Es ist die schlichte und natürliche Forderung, die jedes kraftvolle Volkstum als Selbstverständlichkeit aufstellt und anerkennt.

2.   Die kraftvolle Vertretung der deutschen Interessen im Auslande greift weiter und ist die notwendige Ergänzung zu Punkt 1.
Nicht selten sind die besten, tüchtigsten, die wickingerhaftesten Deutschen, die als Kulturträger hinausgehen in die weite Welt — als Ingenieure, Forscher, Gelehrte, als Kaufleute, Ärzte. Sie gehören zu der großen deutschen Volksfamilie, der sie nicht verloren gehen sollen und dürfen. Sie haben ein Recht auf den Schutz der Heimat auch im Ausland. Diese Deutschen sollen nicht nur Kulturdünger, sondern bewußte Vor­posten, Vorkämpfer des Deutschtums auf Erden sein; nicht „Menschheitsapostel“, sondern Träger des nordischen Gedankens.
Nicht „sich einfühlen“ in fremde Art, sondern Bewahrung der deutschen Eigenart, der deutschen höheren Art, muß die Aufgabe der Deutschen im Ausland und unserer amt­lichen Vertretungen werden. Auch hier muß ein eiserner Besen in das verstaubte A.  A. („Auswärtige Amt“) hineinfahren. Erzbergersche und Stresemannsche Liebedienerei gegenüber dem Ausland hat ein Ende, und man wird dann auf einmal sehen, daß das Ausland vor einer kraftvollen Vertretung der deutschen Interessen ganz anderen Respekt haben wird, und statt Fußtritten und Ohrfeigen wird Achtung und Rück­sicht­nahme auf deutsche Wünsche die Folge sein.

 

b) Rassenpolitisch:

3.   Die Ausscheidung der Juden und aller Nichtdeutschen aus allen verantwort­lichen Stellen des öffentlichen Lebens.
Diese Forderung ist für uns Nationalsozialisten so selbstverständlich, daß er gar keiner weiteren Erläuterung bedarf. Für denjenigen dagegen, der nicht zum mindesten die Grundlagen der Rassenlehre begriffen hat, ist es unmöglich, eine kurze, überzeugende Begründung zu geben.
Wer im Juden nur einen „deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens“ sieht, und nicht ein artfremdes, streng abgeschlossenes Volk von ausgesprochenen Schmarotzer-Eigenschaften, kann die Unerläßlichkeit dieser Forderung nicht verstehen.
Wer einen Kohlrabi, der zufällig in einem Erdbeerbeet aufgewachsen ist, für einen Erd­beerbusch erklärt oder glaubt, von ihm durch gutes Zureden Erdbeeren ernten zu können, irrt sich; ebenso derjenige, der glaubt, daß ein junger Löwe, der in eine Schaf­herde geworfen wurde, zum Schaf werden wird.
Eher wird man begreifen, daß ein Deutscher doch nicht gut zum Bezirksamtmann oder Amtsrichter in Indien oder China werden kann, wie wir es auch gewiß nicht gerne sehen würden, wenn ein Chinese oder Hottentotte uns als Finanzamtmann oder als Bürger­meister vor die Nase gesetzt würde.
Trotzdem wäre es nicht so schlimm, wenn einmal ein Enver Pascha oder ein Tschan­kai­schek in Deutschland Ordnung schüfe, als daß ein Jude seinen zerstörenden Ras­sen­eigen­schaften in Deutschland freien Lauf läßt. Sicher ist, daß mit der Revolution sich alle Bande der staatlichen Ordnung gelöst haben und der alteingesessene Groß­bank­jude, genau so wie der neu zugewanderte Ostjude, sich am Elend Deutsch­lands maßlos bereichert haben. Das haben wir alle erlebt, jeder konnte es mit eigenen Augen sehen und jeder bekam es zu spüren; so war es immer, und immer ging die Zerstörung der nordischen Ordnung voraus. „Doch dieses schlaue Volk sieht einen Weg nur offen … solang die Ordnung steht, solang hat´s nichts zu hoffen“ (Goethe im „Jahrmarkt von Plundersweilern“).

Deshalb fordert Ziffer
4.   die Unterbindung der Zuwanderung von Ostjuden und von anderen schma­rot­zen­den Ausländern. Lästige Ausländer und Juden können abgeschoben werden.
In den Zeiten der hochgehenden Inflation kamen diese galizischen und polnischen Juden wie Ungeziefer in die deutschen Städte; trotz größter Wohnungsnot fanden sie bald die schönsten Wohnungen, während die Deutschen in Löchern hausen mußten. Dann begannen sie ihre unsauberen Geschäfte — sie kauften alles: Perlen, Perser­tep­piche, Diamanten, Gold, Silber, Platin, Kriegsanleihen, Altpapier, Tausend­mark­scheine, Kupfer, Blei, Literatur, Theater, Schrott (Evaporator-A.-G.). Bald waren sie sichtbar reich — und waren damit, für den Normaldeutschen, als Deutsche anerkannt.
Unter nationalsozialistischem Druck wagte der Generalstaatskommissar v. Kahr in Bayern (er war der „Ehrenwortbrecher aus Staatsraison“, der feig und hinterlistig die deutsche Erhebung am 9. November 1923 im Blut ersticken ließ) eines schönen Mor­gens die Austreibung der Ostjuden anzuschlagen und sandte auch seine Polizei­organe zu einigen der bekanntesten Schieber. Da traten die „alteingesessenen“ anständigen Juden des „Zentralvereins“ für das galizische Geschmeiß, für ihre jüdischen „Volks­genossen“ ein — und Kahr wich feige zurück.
Nur ganz klare und unbeugsame Staatslenker werden hier gemäß ihrer rassen­kund­li­chen Erkenntnisse handeln. Zugeständnisse können hier nicht gemacht werden.
Über diese rein antisemitische Nutzanwendung hinaus muß die Rassenhygiene gepflegt und das hohe Ziel, – das höchste Ziel der Aufnordung unseres Volkes im Sinne des nor­dischen Gedankens gepflegt werden.
Diese Frage gehört vielleicht nicht in das „Zeitprogramm“ der NSDAP hinein, aber wir alle müssen uns darüber klar sein, daß mit dem so stark verbastardierten deutschen Volk auf die Dauer nicht viel zu machen ist.
Wohl dürfen wir heute schon feststellen, daß die furchtbare Rassenebbe zunächst theo­retisch überwunden ist — allein schon durch die Tatsache des außerordentlichen Inte­res­ses, das Rassefragen und Rassebücher in weiten Kreisen finden, dann durch die Tatsache des Vorhandenseins grundlegender Werke über dieses Gebiet, aber nur un­ab­läs­sige Arbeit bringt uns wirklich vorwärts.

 

c) Staatsbürgerlich fordern wir:

5.   Nur der Deutsche, der sich zur deutschen Kultur und Schicksals­genos­sen­schaft bekennt, kann staatsbürgerliche Rechte ausüben.
Hier wird eine unbedingt notwendige Einschränkung gemacht. Leute, auch wenn sie deutsch geboren werden, die sich aber bewußt zerstörend gegen das deutsche Volk, gegen den Staat wenden, ihre politischen Befehle vom Ausland empfangen und be­fol­gen, gehören nicht zur deutschen Schicksalsgemeinschaft; sie können also auch nicht staatsbürgerliche Rechte ausüben, so wenig wie ein Jude, und manchem werden wir noch auszuschließen haben von der Ehre des deutschen Staatsbürgerrechtes.
Gewissenlose Schieber, beamtete Fahnenflüchtige oder zum Teil noch „immune“ Lan­des­ver­räter werden gewiß im nationalsozialistischen Staat keine staatsbürgerlichen Rechte mehr ausüben.

6.   Wer nicht „Deutscher“ ist, kann nur als Gast im deutschen Staat leben und steht unter Fremdenrecht.
Dies ist ein gewichtiger Grundsatz, er soll der ewigen Liebesdienerei jedem Aus­län­der gegenüber ein Ende bereiten. Es heißt aber keineswegs, daß wir fremde Staats­bür­ger nicht gerne und mit aller gebotenen Rücksicht als Gäste bei uns sehen wollten, solange sie sich entsprechend benehmen — aber:

7.   Die Rechte und Interessen der Deutschen gehen vor denen der Angehörigen fremder Völker.
Weitere Einzelheiten brauchen programmatisch nicht gefordert werden. Wie z. B. im einzelnen das „Fremdenrecht“ aussehen wird, ist eine Frage späterer Zeit, ebenso wie im einzelnen die Ausscheidung der Juden vor sich gehen wird. — Man wolle von einem grundsätzlichen Programm nicht verlangen, daß es ein „Aktionsprogramm“ sei, das taktische Einzelheiten für die Erringung der politischen Macht oder für Sonderaufgaben angibt. Ich bin überhaupt ein Gegner allzu vieler Programmfexerei, denn es handelt sich in unserem Riesenkampf zunächst um die unverrückbare Festlegung unserer Ziele, aber nicht um „Wahl“- und sonstige „Programme“ der bürgerlichen oder sozialistischen Parteien.

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Quelle (edit.): NSDAP-Parteiprogramm

Siehe auch:

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