Strichmännchen - Idee (negativ)Genau genommen hieß der Beitrag von Egon W. Kreutzer – in welchem er seine Leser zur Beantwortung verschiedener Fragen zum Thema „Flüchtlinge“ aufrief – im Original

Verflucht sei die Klarheit des Gedankens

Er selber kam darin zu dem Schluß, daß eine Änderung in der Flüchtlingspolitik nur deshalb nicht möglich sei, weil es den Politikern an der nötigen Selbstkritik fehle:

„Das einzige, was dagegen spricht, ist die Tatsache, dass die Tür zur Selbstkritik – und damit zu wirksamen Maßnahmen zur Eindämmung der Folgen eigener Fehler – von vornherein zugeschlagen wurde, indem der falsche Weg als alter­nativlos ausgegeben wurde. Dieses Argument gilt aber nur für diejenigen, die jetzt fürchten das Gesicht zu verlieren.
Allen anderen kann es – muss es – vollkommen egal sein.“

Und sein Aufruf lautete:

„Bitte scheuen Sie nicht davor zurück, diese Fragen zu beantworten. Das Er­ken­nen von Rahmenbedingungen und Determinanten, die einer Lösung (manch­mal auch nur vermeintlich) im Wege stehen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur realisierbaren Lösung. Gerne gehe ich dazu einen öffentlichen Dialog mit Ihnen ein.“

Dem Aufruf folgend schrieb ich ihm – ganz unscheu – folgende Mail, die er – als eine von 10 Zuschriften – auch veröffentlicht hat:

Moin, Herr Kreutzer!

Auf Ihre Fragen: “Was spricht wirklich gegen…”

geben Sie selbst die ausschließliche Antwort: “Das einzige, was dagegen spricht, ist die Tatsache, dass die Tür zur Selbstkritik…”

Dem setzen Sie voraus, daß die derzeitige Politik auf Fehlern, Irrtümern, Unfähig­keiten … beruht und kommen dadurch auf diese “einzige” Antwort. Das hieße aber doch – noch vor der fehlenden Selbstkritik – auch, daß die durchschnittliche Intelligenz der Politiker-Kaste in Mehrheit kaum über die Denk- und Merkfähigkeit einer Stubenfliege hinausgeht. Denn jeder halbwegs “normale” Mensch besitzt ja unabhängig von seiner jeweils gegebenen Intelligenz die Fähigkeit, aus gemachten Erfahrungen zu lernen.

Glauben Sie wirklich, daß wir von einem Schwarm Stubenfliegen regiert werden, die mit Fleiß immer wieder gegen das gleiche Hindernis prallen? Ich nicht. Ich sehe dieses einheitliche Schwarmverhalten eher als Anzeichen für ein gemeinsames Ziel, denn einfach als dumme Unfähigkeit zu jeglicher Umkehr (aufgrund mangelnder Selbstkritik – für solche ja bei “Soll-Erfüllung” weder Anlaß und mithin auch gar kein Bedarf bestünde…)

Lange Rede, kurzer Sinn – zurück zu Ihren Fragen. Für mich schlüssig und nach­vollziehbar finde ich darauf nur eine Antwort:

  • Was spricht wirklich gegen eine Obergrenze von 200 000 Flüchtlingen pro Jahr?  → Der Coudenhove-Kalergi-Plan.
  • Was spricht wirklich gegen die Einrichtung von Transitzonen an der Grenze?  → Der Coudenhove-Kalergi-Plan.
  • Was spricht wirklich gegen die konsequente Zurückweisung von Ausländern ohne Bleiberecht?  → Der Coudenhove-Kalergi-Plan.
  • Was spricht wirklich gegen die Abschaffung der doppelten Staatsbürgerschaft?  → Der Coudenhove-Kalergi-Plan.
  • Was spricht wirklich dagegen, diese und weitere Maßnahmen in einem Einwanderungsgesetz zu rechtsverbindlichen Regeln zu machen?  → Der Coudenhove-Kalergi-Plan.
  • Was spricht wirklich dagegen, das Zuwanderungsproblem selbst zu lösen, statt darauf zu hoffen, dass der Selbstschutz der anderen (Mazedonien, Ungarn, Öster­reich) auch uns zugute kommt und dies dann als eigenen Erfolg ausgeben zu können?  → Der Coudenhove-Kalergi-Plan.

Bedenken Sie dabei auch, wer in C.-Kalergis Nachfolge seitdem alles die “Ehre” hatte, mit dem berühmten Karlspreis “ausgezeichnet” zu werden – von Adenauer über Kohl bis Merkel.

Die fürchten sich nicht, das Gesicht zu verlieren. Die reiben sich die Hände angesichts der gelungenen Beschleunigung des Vernichtungskriegs gegen die Völker Europas.

Das geht jetzt zwar in eine ganz andere Richtung als Ihre Überlegungen – aber halten Sie diese Variante für völlig abwegig? …oder zumindest auch denkbar? Würde mich echt interessieren.

Herzliche Grüße derweil & ein sonniges Wochenende!

*

Tatsächlich „in Dialog getreten“ ist er – jedenfalls wie aus dem Folge-Beitrag Reak­tionen auf PaD 36/2016 hervorgeht – offenbar nur mit einem Leser. Bisher jedenfalls.

Habe ich eine persönliche Antwort erwartet? Nein, natürlich nicht.

Dann hat mich aber doch ein Absatz in seinem „Dialog“ mit besagtem Leser gefuchst, noch ein weiteres Mal zu schreiben:

 

‘n Abend, Herr Kreutzer!
Eigentlich wollte ich es ja mit meiner ersten Zuschrift bewenden lassen. Eigentlich…
Aber dann antworteten Sie auf den 1. Kommentar von Wilhelm M. u. a. folgendes:

”Sollte mir irgendjemand aufzeigen können, mit welchen Mitteln Deutschland Krieg, Terror, Ausbeutung und Ungerechtigkeit in der Welt ein für allemal beenden könnte, auch wenn es dafür eine andere, bessere Regierung mit dem allerbesten Willen dazu bräuchte, ich würde sofort zum glühenden Vorreiter dieser Idee.”

Dieser Satz treibt mich jetzt um. Einerseits aufgrund des von Ihnen im Folgebeitrag beschriebenen “Meinungsterrors”, dem die Problemlösung zweifellos unterliegt — und andererseits der Chance, in Ihnen einen “glühenden Vorreiter dieser Idee” zu finden. Es ist wirklich eine Gratwanderung…

Unter der Annahme, daß Sie mich schon lange genug “kennen”, um zu wissen, daß ich kein “böser” Mensch bin, vertraue ich darauf, daß Sie mich nicht wegen meines unerwünschten “Gedankenguts” ans Messer liefern. Wenn Sie es persönlich ver­wer­fen, nehme ich es Ihnen nicht übel.

Nun aber zur “Lösung”: Dafür müßten Sie sich die Zeit nehmen, diesen Vortrag von Anfang bis zum Ende anzuhören – und nicht beim Anblick des “Vortragenden” dem Gesinnungsterror folgend gleich entsetzt abzuschalten.

Und wenn Sie diese Hürde genommen haben und mehr dazu wissen wollen, sei die Reihe Realitäten im Dritten Reich – Teil 1 ff. empfohlen.

Daß darin die Lösung für die genannten Weltprobleme liegt, zeigt sich allein durch die Tatsache, daß genau diese Zeit und ihre Regierung von den Lakaien der inter­nationalen Geldmacht dämonisiert – ja sogar unter Strafe gestellt – wird, wie keine andere zuvor (und danach) in der Weltgeschichte. Wenn wir diese Hürde nicht überwinden, wird es wohl nichts werden mit einer “besseren Welt”.

Insofern erscheint mir der 10. Kommentar von Stefan T. äußerst scheinheilig oder schlicht uninformiert, wenn er seinem nachfolgenden Sermon voransetzt:
„…und mir die nationalsozialistische Ideologie so zuwider ist, wie nur irgend möglich.“

So, nun ist es raus. Verzeihen Sie, daß ich nicht anders konnte.

*

Nun gut — den zweiten Teil hat er nicht mehr ver­öffentlicht; einen „glühenden Ver­fechter“ haben wir offenbar nicht gewonnen. Es stellt sich eher die Frage, ob er nun die Klarheit des Gedankens verflucht

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Siehe auch:

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