Aus dem Buch: Wofür kämpfen wir? – Personalamt des Heeres

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(dieser Teil ab 3:06:33)

 

Kapitel 26 – WOFÜR WIR KÄMPFEN

 

Warum ist die nationalsozialistische Weltanschauung das den Offizier verpflichtende innere Gesetz?

Weil sie dem deutschen Wesen entspricht. Sie gibt dem deutschen Menschen und dem deutschen Volke das Gesetz, seiner Art entsprechend zu leben und damit die ihm vom Schöpfer der Welten gestellte Aufgabe zu erfüllen. Deshalb kämpfen wir für die nationalsozialistische Weltanschauung.

Es ist zunächst notwendig, den Begriff Weltanschauung zu klären. Wir hören immer wieder: „Dieser Krieg ist ein weltanschaulicher Krieg“, d. h. der Kampf auf den Schlachtfeldern ist nur der sichtbare Ausdruck für das Ringen gewaltiger, geistiger Kräfte, die wir als Weltanschauung bezeichnen. Weltanschauung ist zunächst, wörtlich genommen, ein Anschauen der Welt. „Schauen“ bedeutet aber im deutschen Sprachgebrauch nicht nur „sehen“, bedeutet auch innere Schau, geistige Schau, heißt sich Gedanken machen über Sinn und Zweck des Lebens, über die inneren Gesetze, nach denen sich das Leben des einzelnen und des Volkes abspielt, heißt die wesensbedingten geistigen und seelischen Kräfte erkennen, die gestaltend und bewegend wirken.

Der Führer:

„Schon im Worte ‚Weltanschauung‘ liegt die feierliche Proklamation des Ent­schlusses, allen Handlungen eine bestimmte Ausgangsauffassung und damit sichtbare Tendenz zugrunde zu legen. Eine solche Auffassung kann richtig oder falsch sein. Sie ist der Ausgangspunkt für die Stellungnahme zu allen Erschei­nun­gen und Vorgängen des Lebens und damit ein bindendes und verpflichtendes Gesetz für jedes Wirken. Je mehr sich nun eine solche Auffassung mit den natürlichen Gesetzen des organischen Lebens deckt, um so nützlicher wird ihre bewußte Anwendung für das Leben eines Volkes sein.“ (Reichsparteitag 1933 in Nürnberg.)

Deshalb muß gerade hierüber unter den Führenden eines Volkes – und dies betrifft den Offizier im Kriege ganz besonders – Klarheit und Einheit herrschen und der unumstößliche Wille, für diese Klarheit und Einheit sich einzusetzen bis zum Letzten. Kompromisse zuzulassen, liegt nicht im Wesen einer Weltanschauung. Wer Zugeständnisse wünscht oder auch nur zu bequem ist, sich zur letzten Klarheit durchzuringen und die notwendigen Folgerungen für die eigene Lebensführung zu ziehen, muß im Kampf der Weltanschauungen unterliegen. Versagt hierin die Führungsschicht eines Volkes, so ist es um dieses Volk geschehen. Besonders der deutsche Mensch mit seiner zu großen Offenheit für alles Fremde läuft dann Gefahr, den Weg zu sich selbst nicht zu finden und fremden Einflüsterungen zu erliegen. Sich nach fremden Gesetzen richten, heißt aber unfrei werden und führt in letzter Konsequenz zum Untergang.

Die nationalsozialistische Weltanschauung allein sichert uns ein artrechtes Leben. Nur sie verbürgt damit die Freiheit und die Größe unseres Volkes. Darum ist es gerade in den Zeiten des härtesten Kampfes immer wieder vonnöten, sich die wichtigsten Wesenszüge dieser unserer Weltanschauung klar zu machen und Kraft daraus zu schöpfen für den weiteren Kampf.

Wir glauben als Nationalsozialisten an eine göttliche Weltordnung als eine sinnvolle Ordnung, in die es sich einzufügen gilt, die kämpfend und schaffend auf­rechtzuerhalten ist. Aus diesem Glauben erwuchs auch das, was wir als kenn­zeich­nenden Wesenszug nordischen Menschentums empfinden, was im Midgardgedanken der Germanen ebenso Ausdruck fand wie etwa im Kosmosgedanken der Griechen.

Wir glauben, daß auch die Rassen und Völker Glieder dieser göttlichen Schöp­fungs­ordnung sind und daß sie innerhalb dieser Ordnung ihre bestimmte Auf­gabe haben. Je klarer ein Volk seine Aufgabe zu erkennen vermag, je reiner und reicher es seine ihm innewohnenden Fähigkeiten entfaltet, desto größer wird sein Beitrag sein, die sinnvolle Ordnung des Ganzen sicherzustellen.

Wir glauben, daß der Mensch als seiner selbst bewußtes geistiges Wesen vom Schöpfer der Welten die Aufgabe mitbekommen hat, sich Lebensformen und Lebensaufgaben, also eine Gesittung zu schaffen, die Höheres bedeutet als die bloße Befriedigung der niedersten Lebensbedürfnisse.

Wir glauben also an die Aufgabe der Steigerung des Menschen. Ihr dient letzten Endes unser Kampf — und unerbittlich muß er sein gegen alles, was dieser Aufgabe entgegensteht, denn die sinnvolle Erfüllung gerade dieser Aufgabe ist davon abhängig, daß die höchstentwickelte, schöpferischste und befähigtste Rasse den entscheidenden Einfluß auf die Lebensordnungen der Völker der Erde behält. Vergessen wir dabei nicht, daß mit der Bedrohung unseres Volkes und des Germanentums überhaupt die Urheimat der Rasse bedroht ist, die sich bisher als die berufenste erwiesen hat: die Urheimat und der noch am stärksten fließende Quell der nordischen Rasse.

Der Glaube an die göttliche Weltordnung und die Steigerung des Menschen ist Ausdruck unserer Weltanschauung, aber noch nicht diese Weltanschauung selbst. Unser Glaube ist der mächtigste Antrieb für all unser Tun und Lassen.

Aber zu einer wirklich klaren weltanschaulichen Haltung und damit letzten Endes auch wieder zu einer Stärkung des Glaubens kommt man nur, wenn der Glaube nicht in Widerspruch gerät mit dem Erkennen, mit der wissenschaftlichen Überzeugung. Wir müssen als germanische Menschen die Gewißheit haben, daß sich unser Glaube bei dem Versuch, ihn in die Tat umzusetzen, als lebenstüchtig erweist und mit den organischen Gesetzen des Daseins in Einklang steht.

„Wenn die Welt Gottes Schöpfung ist – und wessen Schöpfung sollte sie sonst wohl sein -, müssen die Naturgesetze, nach denen das All des Stirb und Werde sich verwandelt und entwickelt, göttliche Gesetze sein. Die Gesetze, die in dieser Gesetzmäßigkeit für uns Menschen von besonderer Gültigkeit sind, sind aber die Gesetze, die unsere Erbwelt und unsere Umwelt gestalten. Deshalb ist für uns die Rassenerkenntnis die höchste Erkenntnis. Deshalb steht aber auch die wissenschaftliche, politische und weltanschauliche Pflege der Naturkunde und der Lebenskunde für uns an erster Stelle. Auf ihr muß sich ja alles andere aufbauen. Wenn für uns also das Leben, die Rasse, die Arbeit, die Natur, die Heimat hohe und höchste Werte sind, dann nicht aus Willkür, sondern weil über alle diese Dinge der Weg zu Gott, zum Sinn des Lebens, zu einer lebensgerechten Ordnung, Sittlichkeit und Gläubigkeit führt.“ (Stengel – v. Rutkowski: Von Allmacht und Ordnung des Lebens)

Der Führer brachte uns die Erkenntnis der biologischen Lebensgesetze, das Wissen um den Wert und die Bedeutung des Blutes.

Seine Lehre besagt:

1. Daß die Menschheit verschiedenen Rassen angehört.

2. Daß jedes Volk nur seinen blutbedingten Gesetzen leben kann.

3. Daß unser Volk eine Blutsgemeinschaft vorwiegend nordischen Blutes darstellt.

4. Daß deshalb unser Volk nach Gesetzen leben muß, die nordischem Blut entsprechen.

5. Daß die Weltgeschichte neben dem Kampf um Lebensraum den Spannungsaustrag der rassenseelischen Weltanschauungen darstellt.

Der Führer:

„Ich spreche es hier prophetisch aus, so wie die Erkenntnis des Umlaufes der Erde um die Sonne zu einer umwälzenden Neugestaltung des allgemeinen Weltbildes führte, so wird sich aus der Bluts- und Rassenlehre der nationalsozialistischen Bewegung eine Umwälzung der Erkenntnisse und damit des Bildes der Geschichte der menschlichen Vergangenheit und Zukunft ergeben.“ (Reichstag am 30. Januar 1937)

Im Mittelpunkt unserer Weltanschauung steht der Blutsgedanke oder Rassegedanke. Danach ist das Blut die bewegende Kraft im Leben des einzelnen wie des Volkes.

Diesen Gedanken zu Ende denken heißt: zu einer völligen Neuordnung des Denkens kommen, neu aber nur im Verhältnis zum Denken der letzten Jahrhunderte, die unser nordisches Blut mit dem Dogma von der Gleichheit aller Christenmenschen und der liberalistischen Lehre von der Gleichheit alles dessen, was Menschenantlitz trägt, stark gefährdeten und ein Rassenchaos heraufbeschworen. In Wahrheit heißt dieses Denken nichts anderes als – ausgerüstet mit den Erkenntnissen der modernen Vererbungslehre und Rassenkunde – wieder anknüpfen an das, was unseren germanischen Vorfahren als Einheit von Glaube, Recht und Lebensordnung selbstverständlich war, solange sie noch unbeeinflußt von fremder Geistesart als freie Bauern in hochgezüchteten Geschlechtern ihr Leben gestalteten.

Von dieser Neuordnung des Denkens ausgehend, haben wir auch die Lehren und Erfahrungen der Geschichte neu auszuwerten gelernt, haben uns bemüht, die Einheit des deutschen Wesens und das, was sinnvolle, was sinnwidrige Entwicklung bedeutete, durch alle Epochen hindurch zu erkennen und aus den politischen Notwendigkeiten unserer Zeit dann die Schlußfolgerungen auf allen Gebieten zu ziehen.

Aus Erkennen und Glauben muß dann das Werten und Handeln erwachsen, an dem eine Weltanschauung als verpflichtendes inneres Gesetz auch nach außen hin erkennbar wird. Denn jede Weltanschauung ist in erster Linie durch das charakterisiert, was in der Rangordnung der Werte den obersten Platz einnimmt.

An erster Stelle steht die Erhaltung und Förderung unseres Volkes und seines Volkstums. Dieser Aufgabe gilt unser Leben und Kämpfen.

Der Führer:

„Für mich aber und alle wahrhaften Nationalsozialisten gibt es nur eine Doktrin: Volk und Vaterland!“

Aus dem Blutsgedanken heraus sieht der Nationalsozialismus das Volk nicht nur als eine Schicksalsgemeinschaft, sondern vor allem auch als eine Blutsgemeinschaft, verbunden durch das gemeinsame nordische Blut. Das Volk ist das alles Beherrschende, ist Ausgangspunkt allen Handelns, ist der letzte und höchste Wertmaßstab für jede Leistung.

Gemeinnutz vor Eigennutz„Gemeinnutz geht vor Eigennutz.“ — Der Mensch, gleichgültig, welche Arbeit er versieht, steht mit seinem ganzen Denken und Handeln im Dienste für das Volk.

Das Ich hat zu Gunsten des Wir zurückzutreten. Nur auf dem Wege der Leistung und des Opfers für das Wir, für die blutsgebundene Volksgemeinschaft, kann die Existenz des Volkes und damit des einzelnen sichergestellt werden. — „Einer für alle, alle für einen.“

Der Führer:

„Der Nationalsozialismus hat weder im Individuum noch in der Menschheit den Ausgangspunkt seiner Betrachtungen, seiner Stellungnahmen und Entschlüsse. Er rückt bewußt in den Mittelpunkt seines ganzen Denkens das Volk.“

Der Nationalsozialismus ist also eine völkische Weltanschauung. Alles, jeder Volks­genosse, jede Familie und Sippe, jede öffentliche Einrichtung – Partei, Wehrmacht, Staat, Verwaltung, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft – haben dem Gedeihen des Volkes und seinem ewigen Kampf zu dienen. Das ist aber in vollendeter Weise nur möglich, wenn jedes Glied des Volkes an den Platz gelangt, auf dem es nach Anlagen und Leistungswillen das Höchste für das Volk, für die Nation zu leisten vermag, also in einer echten sozialistischen Volksordnung mit hohem Arbeits-Ethos.

Diese Verbindung des nationalen mit dem sozialistischen Gedanken hat der Partei ihren Namen gegeben und läßt uns von nationalsozialistischer Weltanschauung sprechen.

Der Führer:

„Die großen Kulturleistungen der Menschheit waren zu allen Zeiten die Höchst­lei­stun­gen des Gemeinschaftslebens des Volkes, der Rasse; sie sind deshalb in ihrem Entstehen und in ihrem Bilde der Ausdruck der Gemeinschaftsseele und -ideale.“ (Reichsparteitag 1935)

Somit bekennt sich der Nationalsozialismus zur idealistischen Lebensauffassung, wie sie uns im Blute liegt und schon immer unseren germanischen Ahnen zu eigen war. Damit überwand er aber auch die individualistisch-materialistischen Ideenrichtungen des Liberalismus und Marxismus.

Mit dem Bekenntnis zum Blutsgemeinschaftsgedanken und der Errichtung der sozialistischen Gemeinschaft vollzog sich die Volkwerdung der Deutschen.

Wenn wir den einzelnen als dienendes Glied der Volksgemeinschaft sehen, bedeutet das aber nicht sein Aufgehen in der Masse. Echte Volksgemeinschaft kann nicht aus Massentum, sondern nur aus starken Persönlichkeiten erwachsen. Ein gesunder Wald braucht starke Bäume! Der Nationalsozialismus betont also stark den Wert der Persönlichkeit, das heißt aber nicht, den Wert des aus allen Bindungen losgelösten Einzelindividuums um seiner selbst willen, da es ein solches in Wahrheit gar nicht gibt. Es existiert nur als blutleere Gedankenkonstruktion und widerspricht den Gesetzen des Lebens, nach denen der Mensch in die natürlich gewachsenen Ordnungen von Familie, Sippe und Volk hineingeboren wird.

Der Nationalsozialismus will die in allen Fähigkeiten und Anlagen vollentwickelte, blutsbewußte, willensstarke und charakterfeste Persönlichkeit, die zu höchster Leistung für das Volk bereit ist. Das Mittel zur Schaffung dieses Menschentypus ist die im Sinne der nationalsozialistischen Weltanschauung gehandhabte Erziehung. Die Voraussetzung dafür ist die Reinhaltung und Höherentwicklung unseres Blutes durch Aufzucht.

Der Führer:

„Wir haben die große Aufgabe, den wahren Geist der Volksgemeinschaft immer mehr zu vertiefen und den Persönlichkeitswert immer klarer herauszuarbeiten.“

Wir werten die Arbeit als Pflicht zur Leistung für das Volksganze.

Arbeit ist nicht nur ein Mittel zur materiellen Werteschaffung, sondern gilt der Erhaltung der Volksgemeinschaft und ist gleichzeitig die unerläßliche Voraussetzung zur Entfaltung der Persönlichkeit.

Jeder einzelne hat im Wettbewerb der Leistungen zu erweisen, welchen Platz des beruflichen oder politischen Lebens er auszufüllen berufen ist.

Der Führer:

„Ich verstehe unter Nationalsozialismus nichts anderes, als daß zur Erhaltung der Gemeinschaft auf jedem Platz unseres Lebens die höchsten Fähigkeiten aus­schließ­lich und autoritär zum Einsatz gebracht werden.“

„Diese durch allgemeinen Leistungswettbewerb entstehende Leistungsauslese unterscheidet sich grundsätzlich von dem liberalistischen freien Spiel der Kräfte, denn sie erkennt die individuellen Leistungen nur an, soweit sie gleichzeitig der Stärkung der Volksgemeinschaft dienen.“

Der Führer:

„Auf der einen Seite muß man dem freien Spiel der Kräfte einen möglichst breiten Spielraum gewähren, auf der anderen aber betonen, daß dieses Spiel der Kräfte sich im Rahmen der den Menschen gegebenen Zweckgemeinschaft halten muß, die wir als Volk und Volksgemeinschaft bezeichnen. Nur auf diesem Weg können wir er­rei­chen, was wir erreichen müssen, nämlich die höchste Steigerung der menschlichen Leistungen und damit der mensch­lichen Produktion.“

Wir werten den Kampf als unumstößliches Lebensgesetz, denn nur im ewigen Kampf, der Voraussetzung aller Auslese, wachsen Persönlichkeiten und harte Völker. Nur im Kampf wird Großes geboren.

Kämpfend gestaltet der deutsche Mensch sein Leben! Kampf begleitet sein ganzes Dasein – Kampf mit sich selbst, Kampf mit dem Schicksal, Kampf mit feindlicher Umwelt. In zähem Ringen meistert er das Schicksal und erkämpft sich und seinem Volk die wesensbedingte und damit gottgewollte Lebensform. Kampf ist dem deutschen Menschen göttliches Gesetz zur Formung und Erziehung zur Härte. Darum lehnt er das bisher gelehrte Prinzip der demutsvollen Ergebenheit gegenüber dem Schicksal ab.

Kampf und Härte sind eines der Hauptelemente des Nationalsozialismus. Er ist daher die Weltanschauung des starken, des kämpferischen Menschen. Nationalsozialismus entspringt echtem Kriegertum. „Er ist mit seinem kämpferischen Grundzug soldatische Weltanschauung.“ Der opferbereite Einsatz des Soldaten ist sichtbarster Sozialismus. Der Soldat ist der erste Sozialist des Reiches – gerade der Soldat, und hier wiederum der Offizier, müssen den Nationalsozialismus mit besonderer Bereitschaft in ihrem Herzen aufnehmen.

Aus dieser kämpferischen Haltung verabscheut der Nationalsozialismus ein ver­weich­lichendes Wohlleben. Er ist der Todfeind der Ichsucht und des Materialismus, die zu einem ausschweifenden Leben führen. Er fordert Einfachheit, Schlichtheit und Geradheit in der Lebensführung. Das bäuerlich Starke und Echte und das soldatisch Harte soll jeden Deutschen erfüllen, gleichviel, ob er seinem Volk in der Stadt oder auf dem Lande, mit der Waffe oder an der Werkbank dient.

Neben dem Kampf steht der Stolz. Der Stolz auf die angestammte Art, Stolz auf die Leistung, Stolz auf den Sieg nach dem Kampf; gehorsam erfüllt der Offizier seine Pflicht, aber als stolzer und freier Mann. Und so steht er auch vor seinem Gott: aufrecht mit der Bitte um Kraft und Stärke, in Ehren bestehen zu können.

In dieser Haltung liegen die Grundlagen eines germanisch-deutschen Herren­men­schentums, das der Offizier am sichtbarsten zu vertreten hat. Berechtigter Stolz, edle Gesinnung und adelige Haltung kennzeichnen seine Art.

Wir bekennen uns zu Ehre und Treue, die beide unlösbar zusammengehören. Der Begriff der Ehre ist das Zentrum germanischen Seins. Um Ehre und Ruhm, Freiheit, Mut und Stolz kreiste das Leben unserer Vorfahren. Ihr Leben war immer rein und groß, solange die Ehre den Vorrang hatte.

„Das germanische Europa beschenkte die Welt mit dem leuchtendsten Ideal des Menschentums: Mit der Lehre von dem Charakterwert als Grundlage aller Gesittung, mit dem Hochgesang auf die höchsten Werte des nordischen Wesens, auf die Idee der Gewissensfreiheit und der Ehre.“
(Alfred Rosenberg: Der Mythos des zwanzigsten Jahrhunderts)

In den letzten Jahrhunderten wurde die hohe Auffassung von der Ehre stark beein­trächtigt von den Ideen der Demut und der Humanität.

Der Führer machte die Ehre wieder zum Ausgangspunkt des gesamten deutschen Lebens.

Die Ehre ist das innere Gesetz, das Gewissen, das unser ganzes Tun und Handeln und unsere Einstellung zur Volksgemeinschaft diktiert. Sie ist nie auf sich allein bezogen, sondern findet ihre eigentliche Deutung in dem Verhältnis des Ichs zur Gemeinschaft. Germanisch-deutsche Ehrauffassung läßt das eigene Ich zu Gunsten der Ehre des Volkes zurücktreten. Unsere nationalsozialistische Weltanschauung mit ihren Lebens- und Blutgesetzen ruht auf der Ehre. Der sozialistische Gedanke des freiwilligen Dienstes für das Volk und das Streben nach Reinerhaltung und Höherentwicklung unseres Blutes entwickelt sich aus der Ehre.

Die Ehre des Offiziers ist die Ehre seiner Nation und die Ehre der Nation ist die Ehre des Offiziers.

Wer aber Ehre im Leibe hat, wird nie seinen Kameraden, sein Volk oder gar seinen Führer im Stich lassen.

Aus der Ehre erwächst also die Treue.

Viele Dinge auf dieser Erde können verziehen werden, eines aber niemals: die Untreue. Die Treue, die wir dem Führer geschworen haben, muß uns ebenso heilig sein wie die Treue zum deutschen germanischen Volk, seinem Wissen und seiner Art, wie die Treue zum Blut, zu unseren Ahnen und Enkeln, Treue zu unserer Sippe, Treue zum Kameraden und Treue zu den unverrückbaren Gesetzen des Anstandes, der Sauberkeit und der Ritterlichkeit. In der hohen Auffassung von Ehre und Treue zeigt sich der Adel des deutschen Menschen.

Wir bekennen uns zum Gehorsam, der bedingungslos aus höchster Freiwilligkeit, aus dem Dienst an unserer Weltanschauung kommt, der bereit ist, jedes Opfer zu bringen.

Mit der Ehre steht und fällt die Freiheit. Germanische Freiheit ist nicht zu verwechseln mit dem liberalistischen Begriff der Freiheit, die zu ichsüchtiger Zügellosigkeit ausartet. Sie ist innere Freiheit; Gewissensfreiheit, Freiheit der Seele, Freiheit der vollen Entfaltung der Persönlichkeit zum Nutzen der Gemeinschaft.

„Wir nennen uns frei, wenn wir den Befehlen unseres eigenen Wesens, das nicht wir geschaffen, sondern das wir von anderen, nämlich unseren Eltern, ererbt haben, folgen können. So fühlt sich das Volk frei, das seine politische Umwelt, seine Kultur und seine Frömmigkeit nach seiner rassischen Art und unter voller Ausnutzung seiner erblichen Kräfte und Fähigkeiten gestalten kann. Je größer daher das Freiheitsverlangen eines Volkes ist, um so mehr muß es die Erkenntnis seiner erblichen Bindungen bejahen, denn nur dann, wenn es ganz aufmerksam seinen ererbten Antrieben lauscht und folgt, wird es sich nicht fremdvölkischen und fremdrassischen Einflüssen beugen, sondern nur der Stimme seines Blutes, seiner Vernunft und seines Gefühls. (Stengel – v. Rutkowski: Von Allmacht und Ordnung des Lebens)

Aus freiem Entschluß folgt der Germane seinem Führer, immer getragen von dem Willen, die Ehre und Freiheit seiner Blutsgemeinschaft, seines Volkes, zu schützen. Für die Freiheit seiner Nation kämpfen und sein Leben hingeben zu können, ist ihm höchste Ehre – „lieber tot, als Sklave“. Aus dem Kampf für die Ehre und Freiheit der Nation erwächst das Verhältnis Führer-Gefolgschaft, erwächst die germanische Treue und der Gehorsam. Nur der ist frei, der aus dem Adel seiner Seele in treuer Gefolgschaft zu dem erwählten Führer kämpfend für sein Volk eintritt. Nur in einem freien Volk ist er selbst frei und glücklich.

Und so ist auch der Waffendienst des deutschen Mannes zu verstehen. Er hat nichts mit Zurücksetzung ziviler Rechte zu tun, er ist freiwilliger Dienst um Ehre und Freiheit der Nation. Diese Freiheit des Willens ist die große schöpferische Kraft der nordischen Seele, die gestaltend im einzelnen wie im Volke wirkt. In diesem Adel der Gesinnung wurzelt das nordische Führer- und Gefolgschaftsprinzip.

„Ehre und Freiheit trieben die einzelnen in die Ferne und Unabhängigkeit, in Länder, wo Raum für Herren war oder ließen sie auf ihren Höfen und Burgen bis zum letzten Mann um ihre Selbständigkeit kämpfen.“
(Alfred Rosenberg: Der Mythos des zwanzigsten Jahrhunderts)

Treue, Ehre und Gehorsam zusammen bedingen das gerade für den germanischen Menschen so charakteristische Verhältnis von Führung und Gefolgschaft, das den artfremden Kräften, die in unserem Raum Einfluß zu gewinnen suchten, immer besonders ein Dorn im Auge war, das aber, wenn es sich rein entfalten konnte, unser Volk stets zu den größten Leistungen befähigte.

Das Fundament der unlösbaren Gemeinschaft von Führer und Gefolgschaft ist das gemeinsame Ideal, der gemeinsame Kampf, der gleiche Glaube an eine große Idee und ihre Kraft: die einheitliche Weltanschauung, der gleiche Glaube an das Volk und seine Sendung.

Aus der Gemeinsamkeit der Zielsetzung und des Glaubens ergibt sich die Zu­sam­men­ballung stärkster willensmäßiger Kräfte, die die Gefolgschaft in treuer Verbundenheit zum Führer zur Tat drängen.

Führer ist derjenige, der Menschen formen und erziehen kann, der sie mit der Glaubenskraft seiner Seele erfüllt und sie mit seinem Vorbild zu größten Taten mitreißt. Ein Führer, und dies gilt vor allem für den Offizier, muß seine Gefolgschaft durch sein Vorbild, durch die Macht seiner Persönlichkeit und durch den Glauben an Führer und Volk und an die Kraft der Weltanschauung an sich ketten, sie zu freiwilliger Unterordnung bringen, zu verantwortlicher Mitgestaltung an dem großen Ziel veranlassen und zu letzter Einsatzbereitschaft begeistern.

Der Wille des Führers muß zum Glauben der Gefolgschaft werden. Dieser Glaube führt zu höchster Entfaltung seelischer Kräfte bei Führer und Mann.

Germanisch-deutsches Führertum baut auf dem Prinzip der Verantwortlichkeit auf, die von Charakter, Willensstärke und Können abhängt.

Der Führer:

„Wer Führer sein will, trägt bei höchster, unumschränkter Autorität auch die letzte und schwerste Verantwortung.“

Aus der Auffassung vom Werte der Persönlichkeit und der Leistung fordert der Nationalsozialismus die Durchführung des Führer- und Gefolgschaftsprinzips im gesamten deutschen Leben.

Der Führer:

„Die beste Staatsverfassung und Staatsform ist diejenige, die mit natürlichster Sicherheit die besten Köpfe der Volksgemeinschaft zu führender Bedeutung und zu leitendem Einfluß bringt.“ (Mein Kampf)

Im Führerprinzip prägt sich die soldatische Seite des Nationalsozialismus am klarsten aus.

Höchstes Vorbild germanischen Führertums ist uns der Führer.

Aus der Erkenntnis der hohen Seelenwerte des Volkes und aus dem Glauben an seine und seines Volkes Sendung erwuchs dem Führer die Kraft, das innerlich zerrissene, weltanschaulich gespaltene Volk durch den Nationalsozialismus zu einer großen Einheit, zu einer gewaltigen Gefolgschaft zu formen. Sein Vorbild, seine Taten und die nationalsozialistische Weltanschauung ließen den Führer und das deutsche Volk zu einer untrennbaren Einheit werden.

Das Vorbild des Führers läßt jeden deutschen Offizier zum gläubigen Natio­nalsozialisten, unter Zurücksetzung des eigenen lchs zum besten Diener des Volkes und Reiches werden.

Der Nationalsozialismus appelliert nicht an den Intellekt, an die Vernunft, wie es der Liberalismus und Marxismus glaubt tun zu müssen, sondern er wendet sich an die Seelen- und Charakterwerte. Er weckt die wesensgemäßen, die nordischen Blutskräfte, die in jedem deutschen Menschen schlummern, aber bisher infolge der Einwirkung wesensfremder Ideenkräfte nicht zu voller Entfaltung kommen konnten. Nachdem die gefährlichsten Ideenrichtungen niedergekämpft sind, kann echtes germanisch-deutsches Wesen wieder zur bewegenden und tragenden Kraft deutschen Volkstums werden.

Der überzeugenden und mitreißenden Persönlichkeit des Führers, als Schöpfer dieser gewaltigen Idee des Nationalsozialismus, gelang es, alle diese Kräfte wachzurufen und in einer einzigartigen völkischen Revolution, die alles erfaßte, was germanisch-deutschen Blutes ist, auf das ganze deutsche Volk zu übertragen. Damit wurden Seelenkräfte und -energien entfacht, die das deutsche Volk aus heroischer Lebensauffassung zu höchsten Leistungen befähigten.

Das deutsche Volk fand nach jahrtausendlangem Kampf wieder zu sich selbst. Es beginnt, die Gesetzlichkeit seines Lebens zu begreifen. Germanentum, die Ideenwelt des großen Königs, Nationalsozialismus ist eine Linie der Entwicklung. Mit der nationalsozialistischen Revolution findet das Ringen des deutschen Volkes mit fremden Ideenwelten seine geschichtliche Vollendung.

Wenn wir unsere Geschichte bis in früheste germanische Vorzeit zurückverfolgen, so zeichnen sich folgende Lebensäußerungen des germanischdeutschen Menschen ab:

1. Seine aufrechte, stolze und blutsbewußte Art, der Adel seiner Gesinnung und sein Kriegertum, das seinen Ausdruck in soldatischer Härte und Entschlossenheit und seinem Kampfesmut, in seiner hohen Auffassung von Ehre und Freiheit, Treue und Gehorsam und seinem Führertum findet.

2. Sein hoher Sinn für die Gemeinschaft (Familie, Sippe, Volk) und seine Bereitschaft, für diese Blutsgemeinschaften jedes Opfer zu bringen, sein Idealismus.

3. Seine bäuerlich echte, starke, einfache und schlichte Art, seine Verbundenheit mit dem Boden, seine Liebe zur Scholle.

4. Sein hoher Seelenschöpfer- und Gestaltungswille, der ihn zum Begründer der Kulturen und Staaten des Abendlandes und damit vom Altertum bis heute zum ordnenden und bestimmenden Faktor im Zusammenleben der Völker werden ließ.

5. Seine tiefe Religiosität. Darauf gründet sich der Nationalsozialismus. Er bekennt sich zu den hohen Werten germanischen Menschentums, wobei ausdrücklich betont werden muß, daß der Idealismus unserer Auffassung nichts mit Schwärmerei und Phantasterei zu tun hat. Nationalsozialismus ist die Lehre von der blutsverbundenen Volks­gemeinschaft und dem Dienst für das Volk als oberstem sittlichem Gesetz für jeden deutschen Menschen. Er ist die Lehre von Blut und Ehre. Ein Hauptbestandteil der nationalsozialistischen Lehre ist die Forderung nach Leistung für die Volksgemeinschaft und Härte gegen sich selbst.

Mit dieser idealistischen Grundauffassung steht der Nationalsozialismus in un­über­brückbarem Gegensatz zu der Weltanschauung des Materialismus, dessen Träger der Jude und seine Vasallenvölker sind.

Dieser Krieg stellt die unerbittliche Auseinandersetzung zwischen diesen beiden Ideenwelten dar.

„Der Nationalsozialismus verwirklicht in der Realität der Politik das, was wir gläubigen Herzens schauen und mutigen Geistes als notwendig und recht erkennen. Er ist die Schicksalslehre unseres Volkes. Er ist die Meisterung von Erbwelt und Umwelt. Er faßt den Mythus von Blut und Ehre in Worte. Er richtet unser Auge wieder auf das wesentliche Geschehen von Blut und Boden. Er richtet unser Denken, Glauben und Handeln wieder auf die ewige Ordnung der Welt in uns und der Welt um uns. Er gibt uns das Vertrauen und die Möglichkeit, ehrfürchtig erkennend in die Gesetzmäßigkeit der Allmacht einzudringen und nach ihren Gesetzen auch die Ordnung, die von uns Menschen gesetzt und gestaltet wird, auszurichten, damit sie naturgesetzlich und lebensgerecht wird. Denn nur dann ist die Zukunft unseres Volkes sicher, klar und gewiß.“ (Stengel – v. Ruikowski: Von Allmacht und Ordnung des Lebens)

„Mein Wille das muß unser aller Bekenntnis sein – ist euer Glaube! Mein Glaube ist mir – genau wie euch – alles auf dieser Welt!

Das Höchste aber, was mir Gott auf dieser Welt gegeben hat, ist mein Volk!
In ihm ruht mein Glaube, ihm diene ich mit meinem Willen, und ihm gebe ich mein Leben.“
(Adolf Hitler am 1. 5. 1935 in Berlin)

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