Die Proklamation des Führers zur Eröffnung des Partei­kongresses (31. 8. – 3. 9. 1933)

Reichsparteitag 1933 Kongreßhalle in der Nürnberger LuitpoldhalleKongreßhalle in der Nürnberger Luitpoldhalle
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quod-klein   Als im Jahre 1919 die nationalsozialistische Bewegung in das Leben gerufen wurde, um an die Stelle der marxistisch-demokratischen Republik ein neues Reich zu setzen, schien dieses Unterfangen eine aussichtslose Torheit zu sein. Es waren gerade die klügelnden Verstandesmenschen, die dank der oberflächlichen geschicht­lichen Bildung für einen solchen Versuch höchstens ein mitleidiges Lächeln auf­zu­bringen vermochten.

Daß Deutschland schlimmen Zeiten entgegenging, hatten die meisten von ihnen sehr wohl erkannt. Daß die Machthaber des Novemberstaates teils zu schlecht und teils wohl auch zu unfähig waren, um unser Volk erfolgreich führen zu können, hatte der Großteil der sogenannten nationalen Intelligenz innerlich begriffen. Allein daß die Überwindung dieses neuen Regiments nicht mit den Kräften erfolgen konnte, die seit 50 Jahren vor dem Angriff des Marxismus dauernd zurückgewichen waren, um endlich in der Stunde der höchsten Not jammervoll vor ihm zu kapitulieren, wurde nicht erkannt. Vielleicht lag es auch mit im Wesen der persönlichen Überalterung der früheren nationalen politischen Führung der Nation. Sie konnten und wollten die Zeiträume nicht aner­kennen, die nötig sind zur Wiederherstellung der Kraft eines Volkes.

Das schied uns Nationalsozialisten von der bürgerlichen intellektuellen Welt: daß wir klar die Voraussetzungen für eine Überwindung des Marxismus erkannten und danach auch handelten.

Die erste Voraussetzung aber ergab sich aus der Erkenntnis, daß man eine Macht, die gewillt ist, mit Terror den Geist zu töten, nicht bricht in der frommen Meinung, durch Geist allein den Terror überwinden zu können. Die Anwendung nur geistiger Kampfmethoden hat solange einen Sinn, als alle Teile des Volkes sich bereitwillig den Resultaten eines solchen geistigen Ringens unterordnen. In dem Moment aber, in dem der Marxismus die Parole in die Massen schleuderte: „Und willst Du nicht mein Bruder sein, so schlag ich Dir den Schädel ein!“ wurde ein Faustrecht proklamiert, dem der Geist sich entweder mit gleichen Waffen widersetzt, oder seinen Einfluß verliert und damit geschichtlich belanglos wird. Weiterlesen