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Ernst Moritz Arndt
(1769 – 1860)

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Die deutsche Sprache ist nach allgemeinen Einverständnis eine der wichtigsten der Welt,
tief und schwer an Sinn und
Geist,
in Ihren Gestalten und Bildungen unendlich frei und beweglich,
in ihren Färbungen und Beleuchtungen der Innern und äußeren Welt
vielseitig und mannigfaltig.
Sie hat Ton, Akzent, Musik. Sie hat einen Reichtum,
den man wirklich unerschöpflich nennen kann
und den ein Deutscher mit dem angestrengtesten Studium seines Lebens
nimmer umfassen mag.

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Wer seine Sprache nicht achtet und liebt, kann auch sein Volk nicht achten und lieben.

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Ein geistigeres und innigeres Element als die Sprache hat ein Volk nicht.
Will ein Volk also nicht verlieren, wodurch es Volk ist, will es seine Art
mit allen Eigentümlichkeiten bewahren, so hat es auf nichts mehr zu achten,
als daß ihm seine Sprache nicht verdorben und zerstört werde.

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Georg Wilhelm Friedrich Hegel
(1770 – 1831)

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Alles in der Muttersprache ausdrücken zu können,
bekundet höchste Geistes- und Seelenbildung.

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Friedrich Ludwig Jahn
(1778 – 1852)

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Ein Volk, das seine eigene Sprache verlernt, gibt sein Stimmrecht in der Menschheit auf
und ist zur stummen Rolle auf der Völkerbühne verwiesen.

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Otto v. Leixner
(1847 – 1907)

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An deiner Sprache, Deutscher, halte fest!
Weh dem, der diesen Schatz sich stehlen läßt:
Wer erst beginnt, das reine Wort zu fälschen,
Dem kann gar bald auch Kopf und Herz verwälschen.

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Friedrich Nietzsche
(1844 – 1900)

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Nehmt Eure Sprache ernst!
Wer es hier nicht zu dem Gefühl einer heiligen Pflicht bringt,
in dem ist nicht einmal der Keim für eine höhere Bildung vorhanden.

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Jean Paul
(1763 – 1825)

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Die deutsche Sprache ist die Orgel unter den Sprachen.

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Friedrich Schiller
(1759 – 1805)

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Laß´ die Sprache dir sein, was der Körper den Liebenden:
Er nur ist’s, der die Wesen trennt und der die Wesen vereint.

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Wie menschlich Menschen sind, zeigt ihr Umgang mit der Muttersprache.

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Die Sprache ist ein Spiegel einer Nation; wenn wir in diesen Spiegel schauen,
so kommt uns ein großes, treffliches Bild von uns selbst daraus entgegen.

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Arthur Schopenhauer
(1788 – 1860)

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Das Schlimmste an der Sache ist, daß allgemach eine junge Generation heranwächst,
welche, da sie stets nur das neueste liest, schon kein anderes Deutsch mehr kennt
als diesen verrenkten Jargon des impotenten Zeitalters, welches sich ein Gewerbe daraus macht,
die deutsche Sprache zu demolieren.

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Wer sich selber bis auf den Grund klar ist und ganz deutlich weiß,
was er will und denkt, der wird nie undeutlich schreiben, wird nie schwankende,
unbestimmte Begriffe aufstellen und zur Bezeichnung derselben aus fremden Sprachen
höchst schwierige und komplizierte Ausdrücke zusammenstellen.

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…oder ist die deutsche Sprache vogelfrei, als eine Kleinigkeit,
die nicht des Schutzes der Gesetze wert ist, den doch jeder Misthaufen genießt?

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Richard Wagner
(1813 – 1883)

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Selbst seine Sprache, dieses einzige heilige, durch die größten Geister
ihm mühsam erhaltene  und neugeschenkte Erbe seines Stammes,
sieht der Deutsche stumpfsinnig dem Verderbnisse preisgegeben.

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Wilhelm Voigt
(„
Der Hauptmann von Köpenick“)

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Ick hab‘ mir heimjesehnt. Da unten in Böhmen und Bukarest, da sinse janz anders und da redense ooch janz anders. Und da hat nu schließlich der Mensch seine Muttersprache, und wenn er nischt hat, dann hat er die immer noch.

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Siehe auch: Muttersprache

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