Ein Beitrag von Bürgerstimme

Ermittlungen Befragungen der Polizei in Tröglitz

Na, da schau einer an: Was wir bei Buergerstimme schon vor über zwei Wochen schrieben, ist mittlerweile auch bis zur Bild und anderen Medien vorgedrungen: Der Tröglitzer Brandanschlag vom 4. April ist wahrscheinlich etwas ganz anderes, als eine rechtsextrem motivierte Tat gewesen.

Ex-Bürgermeister Markus Nierth und seine Frau, die das Ereignis nicht einmal 24 Stunden nach dem Brand zu einer “spontanen” Anti-Ausländerfeinde-Demo instrumentalisierten, haben sich damit ein weiteres Mal blamiert.

Wir gewinnen daraus wenigstens zwei Erkenntnisse: Erstens, dass das gute alte journalistische Handwerkszeug, zu dem besonders die Recherche vor Ort gehört, nach wie vor kein Relikt einer vergangenen Zeit ist. Virtuelle Welten können nicht das direkte Gespräch von Mensch zu Mensch ersetzen. Das mag mühsam sein, Zeit kosten und keine Erfolgsgarantie haben. Aber es ist allemal besser, als sich auf Informationen aus dritter oder vierter Hand zu verlassen.

Zweitens: Diese Art des Journalismus findet im Mainstream praktisch nicht mehr statt. Deswegen ist er so, wie er dort stattfindet, überflüssig und gehörte – anstatt per Zwang alimentiert – insgesamt auf den Prüfstand. Viele Probleme, unter denen Deutschland ächzt, müssten nicht sein, hätte die sogenannte Vierte Gewalt ihren Auftrag einigermaßen anständig erfüllt.

Tröglitz ist ein Symbol – in vielerlei Hinsicht. Das Symbol eines aus den Fugen geratenen Staates und Gemeinwesens. Und wer daran am wenigsten Schuld hat, sind diejenigen, die von Beginn an am meisten beschuldigt wurden: Die einfachen Tröglitzer, die ihrerseits ein Symbol für das deutsche Volk sind.

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Gelesen bei : Trutzgauer Bote

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