(Anm.d.Red.: Der Text ließ sich schlecht kopieren und wies in der Übertragung viele „Lesefehler“ auf. Soweit sie mir aufgefallen sind, habe ich den Buchstabensalat korrigiert. Vorher gesperrt Gedrucktes ist jetzt kursiv dargestellt.)
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Aufruf des Führers an das Deutsche Volk

An das Deutsche Volk!

Seit der britische Imperialismus ausging, die Welt zu erobern, war es sein Bestreben, Europa und seine Völker in immer neue innere Kriege zu verwickeln und sie damit zu schwächen. England hat dabei nur zu oft teils verblendete, teils bestochene Staatsmänner und Volksführer gefunden, die ihre Länder in den Dienst dieser britischen Weltbeherrschung stellten. Seit Jahrhunderten war der zugleich größte Nutznießer dieser von England angezettelten Eroberungskriege die jüdische Hochfinanz. Unter dem Schlagwort ,,Demokratie“ hat diese Verschwörung von Imperialismus und Kapitalismus die Welt und insbesondere Europa in zahllose Verwicklungen geführt.

Im Jahre 1914 gelang es diesen Kräften, das alte Deutschland zu überfallen und zum Kampf zu zwingen. Das Ziel war die Vernichtung des deutschen Wirtschaftslebens und die Ausplünderung der deutschen Wirtschaftskraft sowie die dem dienende Wehrlosmachung der Nation.

Der Kampf damals aber wurde nicht geführt gegen das nationalsozialistische Dritte Reich, sondern gegen den konstitutionell-demokratischen deutschen Bundesstaat.

Kaum war es gelungen, nach einem eineinhalb Jahrzehnte langen grauenhaften Zerfall der deutschen Wirtschaft und des deutschen Lebens durch die Kraft der nationalsozialistischen Bewegung das deutsche Volk zu erheben und zu einem neuen Aufstieg zu führen, als die gleichen Kräfte sofort wieder ihre alte Zielsetzung proklamierten: das unabhängige, sich wieder aufbauende Deutschland müsse abermals vernichtet werden!

Und wieder – wie einst – glaubte man, dabei am besten den Konflikt durch gedungene Kräfte auslösen zu können.

Polen war ausersehen, ohne jeden Grund den Streit mit Deutschland vom Zaune zu brechen und auf die Bemühungen, durch einen vernünftigen Ausgleich die friedliche Zusammenarbeit zu sichern, mit Gewalt zu antworten.

An der Kraft der unterdes entstandenen neuen deutschen Wehrmacht des Dritten Reiches ist dieser Anschlag in wenigen Wochen gescheitert.

Nun versuchte Großbritannien, über Norwegen den Vorstoß in die rechte deutsche Flanke durchführen zu können. Mit wenig Stunden Vorsprung konnte dieser Anschlag aufgefangen und in einem wochenlangen heroischen Kampf ebenfalls zum Scheitern gebracht werden. Deutsche Soldaten stehen von Kirkenes bis an die Deutsche Bucht und sichern damit den deutschen Lebensraum.

Diese Niederlagen zwangen Churchill, nach neuen Möglichkeiten zu suchen. So kam er zu dem Entschluß, durch das mit England verbündete Belgien und Holland ins Ruhrgebiet als in das Herz der deutschen Wirtschaft vorzustoßen. Diesmal war Frankreich ausersehen, die Hauptlast des Kampfes zu tragen. In einem geschichtlich einzigartigen Siegeslauf hat die deutsche Wehrmacht auch diesen Angriff vereitelt und den Westen Europas von den Engländern gesäubert!

Meine erneuten Friedensvorschläge ablehnend, entschloß sich Churchill nunmehr, die Kraft des englischen Imperiums gegen Italien zu wenden und vor allem die nordafrikanische Küste mit Hilfe neuseeländischer und australischer Truppen in seine Hand zu bekommen. Auch dieser Versuch kann schon jetzt dank des Zusammenwirkens deutscher und italienischer Kräfte als gescheitert gelten.

Seit Beginn des Krieges war es das unentwegte Bestreben Englands, den Balkan als Kriegsschauplatz gewinnen zu können. Tatsächlich gelang es der britischen Diplomatie in Anlehnung an das Vorbild im Weltkrieg, Griechenland erst durch eine ihm angebotene Garantie einzufangen und dann für seine Zwecke endgültig zu mißbrauchen.

Die heute veröffentlichten Dokumente geben einen Einblick in die Praxis eines Verfahrens, das nach ältesten britischen Rezepten immer wieder versucht, andere für englische Interessen kämpfen und verbluten zu lassen.

Ich habe demgegenüber immer betont, daß

1. das deutsche Volk keinerlei Gegensätze zu dem griechischen Volk besitzt, daß wir

2. aber niemals dulden werden, daß so wie im Weltkrieg sich auf griechischem Territorium eine Macht festsetzt mit dem Ziel, von dort aus bei gegebener Zeit, vom Südosten aus, in den deutschen Lebensraum vorstoßen zu können. Wir haben die nördliche Flanke von den Engländern frei gefegt; wir sind entschlossen, auch im Süden eine solche Bedrohung nicht zu dulden!

Im Sinne einer wahrhaften Konsolidierung Europas war es mein Bestreben seit dem Tage der Machtübernahme, vor allem auch mit Jugoslawien ein freundschaftliches Verhältnis herzustellen. Ich habe bewußt all das vergessen, was zwischen Deutschland und Serbien einst vorgefallen war. Ich habe dabei nicht nur dem serbischen Volk die Hand des deutschen Volkes angeboten, sondern darüber hinaus mich bemüht, als redlicher Makler bei der Überbrückung aller Schwierigkeiten zu helfen, die zwischen dem jugoslawischen Staat und einzelnen, Deutschland verbündeten Völkern bestanden.

Tatsächlich ist es auch scheinbar gelungen, an Stelle einer unerträglichen Atmosphäre allmählich eine Entspannung herbeizuführen und eine nicht nur politische, sondern vor allem auch wirtschaftlich fruchtbare Zusammenarbeit anzubahnen. Und welches andere Ziel hätte Deutschland haben können in einem Gebiet, in dem es weder territoriale noch politische Ansprüche stellte oder Interessen verfocht.

Um Jugoslawien jedes Gefühl zu nehmen, als könnte jetzt oder in der Zukunft die von Deutschland eingeschlagene Politik sich zu seinen Ungunsten ändern, habe ich versucht, den jugoslawischen Staat in jene Mächtegruppe einzugliedern, die entschlossen ist, den europäischen Kontinent in Zukunft nach den Prinzipien der Berücksichtigung der berechtigten Interessen Aller in gemeinsamer Arbeit in Ruhe und Frieden aufzubauen.

Ich glaubte, dadurch auch am meisten den jugoslawischen Befürchtungen entgegenzuwirken, als ob zwischen Deutschland und Italien oder Deutschland und Ungarn in dieser Zielsetzung Jugoslawien gegenüber etwa ein Unterschied bestünde oder in der Zukunft zu befürchten wäre.

Ich habe dies getan, obwohl die Führung des jugoslawischen Staates sowohl als die des griechischen – wie uns aus den französischen Dokumenten bekannt war – in unverantwortlicher Weise die Interessen der westdemokratischen Kriegshetzer unterstützten.

Am 25. März 1941 wurde nun in Wien feierlich der Eintritt Jugoslawiens in den Dreierpakt vollzogen.

Ich und das ganze deutsche Volk waren darüber glücklich, denn es schien damit eine Ausdehnung des Krieges auf den Balkan verhindert zu sein und vielleicht eine leise Hoffnung berechtigt, den schon bestehenden Konflikt in einem vernünftigen Ausgleich am Ende doch noch lösen zu können.

Kaum kamen aber die den Vertrag unterzeichnenden Minister in Belgrad an, als die in englischem Sold stehenden Elemente einer ewig Staatsstreiche organisierenden Militärclique zum Gegenschlag ausholten.

Die den Frieden mit Deutschland anstrebende Regierung wurde gestürzt, und zwar mit der ausdrücklichen öffentlichen Erklärung, daß dies wegen ihrer Haltung Deutschland gegenüber notwendig sei. Darüber hinaus aber fanden nun Auftritte statt, die im Leben der Völker eine Schande darstellen und die das Deutsche Reich als Großmacht nicht gewillt ist, geduldig hinzunehmen. Der Deutsche Gesandte wurde insultiert, der Deutsche Militärattaché angegriffen, ein Offizier als Gehilfe des Militärattachés verletzt, zahlreiche Beamte, Vertreter unserer Firmen. usw. öffentlich mißhandelt, deutsche Ausstellungsräume, Geschäfte, Bürohäuser und Firmen sowie Schulen demoliert und verwüstet, unzählige Frauen und Männer, besonders auch unsere Volksdeutschen geprügelt, ihre Geschäfte und Wohnungen zum Teil ausgeplündert, eine Anzahl von Volksdeutschen dabei ermordet.

Diese Vorgänge wurden von den gleichen Kreaturen inszeniert, die schon im Jahre 1914 durch das Attentat von Sarajewo die Welt in ein namenloses Unglück gestürzt hatten. Und so wie damals ist diese militärische Verbrecherclique vom englischen Geheimdienst finanziert und angestiftet worden.

Wenn nun auch diese Vorgänge die gleichen sind wie damals, so hat sich doch etwas geändert:

Der jetzt angegriffene Staat ist nicht das damalige Österreich, sondern das heutige Deutsche Reich!

Die neue Serbische Regierung hat die allgemeine Mobilmachung angeordnet. Sie hat eingestanden, daß dies schon seit Tagen im Geheimen der Fall war. Sie hat damit zu erkennen gegeben, daß sie glaubt, an Stelle der friedfertigen Beziehungen zum Deutschen Reich die Gewalt setzen zu können!

Die Gewalt, die sie gerufen hat, wird sie jetzt vernichten!

Das deutsche Volk hat keinen Haß gegen das serbische Volk!

Das deutsche Volk sieht vor allem keine Veranlassung, gegen Kroaten oder Slowenen zu kämpfen. Es will von diesen Völkern nichts.

Das deutsche Volk aber wird mit jener serbischen Verbrecherclique in Belgrad nunmehr abrechnen, die glaubt, den Balkan zum zweitenmal dem britischen Attentat gegen den europäischen Frieden zur Verfügung stellen zu können.

Da ich es nun abermals erleben mußte, daß achtjährige Bestrebungen, eine Freundschaft aufzubauen, wieder vergebliche sind, habe ich mich entschlossen, zur Wiederherstellung tragbarer Beziehungen und einer auch den völkischen Prinzipien gerecht werdenden Ordnung in diesem Teile Europas in Übereinstimmung mit den Auffassungen meines Verbündeten die weitere Vertretung der deutschen Interessen jener Kraft anzuvertrauen, die – wie es sich wieder ergibt – anscheinend allein in der Lage ist, Recht und Vernunft in ihren Schutz zu nehmen.

Das Deutsche Reich befindet sich seit heute morgen im Kampf gegen die Usurpatoren von Belgrad und im Kampf gegen jene Verbände, die Großbritannien vom Balkan aus wieder versucht, gegen den Frieden Europas vorschicken zu können.

Die deutsche Wehrmacht wird die Waffe in diesen Gebieten erst dann niederlegen, wenn der Belgrader Verschwörerzirkel endgültig gestürzt und der letzte Brite auch in diesen Gebieten den Kontinent verlassen hat.

Hitler - EuropaMögen die unglücklich verblendeten Völker erkennen, daß sie dies nur dem schlimmsten ,,Freunde“ zu verdanken haben, den der Kontinent seit 300 Jahren besaß und besitzt: England!

Das deutsche Volk aber kann in diesen Kampf mit dem inneren Bewußtsein eintreten, daß seine Führung alles getan hat, was überhaupt menschenmöglich war, um ihm diese Auseinandersetzung zu ersparen.

Von der Vorsehung aber wollen wir jetzt nur erbitten, daß sie den Weg unserer Soldaten behütet und segnet wie bisher!

Berlin, den 6. April 1941.

gez. Adolf Hitler

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Quelle: Auswärtiges Amt – 1939/41, Dokumente zum Konflikt mit Jugoslawien und Griechenland, Siebtes Weißbuch der Deutschen Regierung, Archiv-Edition (Seite 1 – 4)
PDF: WeissbuchNr.7-DokumenteZumKonfliktMitJugoslawienUndGriechenland1941Scan.pdf

Siehe auch:

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