Antwort an den venezolanischen Präsidenten Nikolás Maduro und die Völker der Welt:

Tja, Herr Präsident, uns Deutschen kommen solche Machenschaften durchaus bekannt vor. So stellte schon unser Führer fest:

„Jahrelang hat dieser Mann nur einen einzigen Wunsch, daß irgendwo in der Welt ein Streit ausbricht, am besten in Europa, der ihm die Möglichkeit gibt, durch Verpflichtung der amerikanischen Wirtschaft an einem der beiden Streitenden eine politische Interessenverflechtung herzustellen, die geeignet sein konnte, Amerika einem solchen Konflikt langsam näherzubringen und damit die Aufmerksamkeit von seiner zerfahrenen Wirtschaftspolitik im Inneren nach außen hin abzulenken.
[…]
Er heuchelt dabei nach außen hin Interesse am Frieden, droht aber jedem Staat, der bereit ist, die Politik einer friedlichen Verständigung zu betreiben, mit Sperrung von Anleihen, mit wirtschaftlichen Repressalien, mit Kündigung von Darlehen usw.
[…]
Während er dauernd behauptet, daß andere Staaten versuchten, sich in amerikanische Angelegenheiten einzumischen und auf die Aufrechterhaltung der Monroe-Doktrin pocht, beginnt er seit dem März 1939 in innereuropäische Angelegenheiten hineinzureden, die den Präsidenten der Vereinigten Staaten überhaupt nichts angehen.“  (aus: adolf-hitler-rede-vom-11-dezember-1941)
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Nichts Neues unter der Sonne also. Doch so lange den Völkern die geschichtliche Wahrheit gleichgültig ist und die Nachkriegsordnung nicht aufgearbeitet, wird sich die US-Politik – egal, welche Marionette ihr vorsteht – immer wieder ihres einzigen, aber auch immer wieder „bewährten“ Konzepts bedienen. Da können Sie an die „Völker der Welt“ appellieren, bis Ihnen die Finger bluten.

Wenn Ihnen am Selbstbestimmungsrecht der Völker gelegen und Ihr Land wirklich souverän ist, könnten Sie ja schon mal anfangen… – Dieses Problem geht nämlich alle an, und Ihr akutes Problem wäre eine Gelegenheit.

Hier der Auslöser:

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Präsident Nicolas Maduro Moros Foto: WikipediaBrief des Präsidenten Nikolás Maduro an das venezo­lanische Volk und die Völker der Welt:

VENEZUELA IST KEINE BEDROHUNG,
WIR SIND EIN HOFFNUNGSTRÄGER

Volk von Venezuela, Brüdervölker auf der Welt, Venezuela wurde ungerechtfertigt angegriffen. Am 9. März unterzeichnete der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Barack Obama, eine Exekutivorder und erklärte die Heimat von Bolívar zu einer Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA. Die Geschichte hat gezeigt, dass solche Erklärungen verhängnisvolle Konsequenzen auf  unserem Kontinent und weltweit hatten.

Dieser neuen Aggression setzen wir internationale Legalität, Gerechtigkeit und die Einheit unserer Völker entgegen. Venezuela weiß, dass es nicht allein ist. Bereits am 14. März hat die Union der Nationen Südamerikas (UNASUR) eine historische Erklärung veröffentlicht, das die den Beginn einer prinzipiellen Ablehnung unilateraler Versuche, Sanktionen durchzusetzen bzw. Länder mittels politischer, finanzieller oder militärischer Mitteln zu bedrohen, darstellt.

Als Präsident der Bolivarischen Republik Venezuela habe ich in einen Brief an das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika und Präsident Obama diese Aggression verurteilt und im Namen der unumstößlichen Werte des Volkes von Bolivar die Aufhebung des Präsidialerlasses, einer Bedrohung unseres Landes, gefordert.

Gute Frauen und Männer, fortschrittlich, souverän, patriotisch, heimatverbunden, humanistisch, ich rufe euch brüderlich dazu auf, uns bei dieser Aktion zur Verteidigung der Souveränität zu helfen und diesen Brief zur Unterstützung der Erklärung von UNASUR, die die Exekutivorder Obamas verurteilt, zu unterschreiben.

Wir sind ein friedliebendes Volk,
und wir werden den Frieden um jeden Preis verteidigen,
mit Würde und Gerechtigkeit.
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In der New York Times wurde dieser offene Brief des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am Dienstag veröffentlicht

Übersetzung: Eva Haule – amerika21
Teilnehmerinnen an einer Kundgebung in Caracas: “Venezuela muss respektiert werden”

Quelle: ciudadccs.info 

17. März 2015

Brief an das Volk der USA:

Venezuela ist keine Bedrohung

Wir sind das Volk Simón Bolívars und glauben an den Frieden und an den Respekt gegenüber allen Nationen der Welt.

Freiheit und Unabhängigkeit

Vor mehr als zwei Jahrhunderten gründeten unsere Väter eine Republik auf der Basis, dass alle Personen frei und gleich vor dem Gesetz seien.

Unsere Nation hat die größten Opfer gebracht, um den Südamerikanern ihr Recht zu sichern, ihre Regierenden zu wählen und heute ihre eigenen Gesetze anzuwenden.

Deshalb erinnern wir immer an das historische Erbe unseres Vaters: Simón Bolívar; ein Mann, der sein Leben gab, damit wir ein Vaterland der Gerechtigkeit und Gleichheit erben.

Wir glauben an den Frieden, die nationale Souveränität und das internationale Recht

Wir sind ein friedliebendes Volk. In zwei Jahrhunderten Unabhängigkeit haben wir nie eine andere Nation angegriffen. Wir sind ein Volk, das in einer Region des Friedens lebt, frei von Massenvernichtungswaffen und mit Religionsfreiheit. Wir verteidigen den Respekt vor dem internationalen Recht und vor der Souveränität aller Völker der Welt.

[…]

Wir weisen Einseitigkeit und Interventionismus zurück

Der Präsident der Vereinigten Staaten veranlasste, ohne Befugnis sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen, in einseitiger Form eine Reihe von Sanktionen gegen venezolanische Funktionsträger mit potentiell weit reichenden Folgen, die in unsere verfassungsmäßige und justizielle Ordnung eingreifen.

[…]

Den ganzen Brief lesen bei Julius Hensel

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