Wie das (jüdische) Sprichwort sagt: „Lerne klagen, ohne zu leiden!“
.
„Im Grunde fordern die Juden und ihre Anbeter ein Verbot der Blasphemie gegen die Juden…“

Genau so ist es. Oder wie Claude Lanzmann es ausdrückte:
„Wenn Auschwitz etwas anderes ist als ein Schrecken der Geschichte, wenn es sich der ‚Banalität des Bösen‘ entzieht, dann erbebt das Christentum in seinen Grundfesten. Christus ist der Sohn Gottes, der bis zum Ende des Menschenmöglichen gegangen ist, wo er die entsetzlichsten Leiden erduldet hat. […]
Wenn Auschwitz wahr ist, dann gibt es ein menschliches Leiden, das sich mit jenem Christi überhaupt nicht auf eine Stufe stellen lässt. […] In diesem Fall ist Christus falsch, und nicht von ihm wird das Heil kommen. […] Wenn nun Auschwitz weitaus extremer ist als die Apokalypse, weitaus schreckerregender als das, was Johannes in der Apokalypse erzählt*, dann ist das Buch der Apokalypse falsch, und das Evangelium desgleichen. Auschwitz ist die Widerlegung Christi.“
(*denn die Apokalypse ist beschreibbar und erinnert sogar an ein großes, hollywoodähnliches Spektakel, während Auschwitz unaussprechlich und undarstellbar ist)

Advertisements