von Sternbald

In meinem Aufsatz „Selbsthass und psychologische Kriegsführung“ habe ich angesichts der leider allzu oft erfolgreichen Strategie giftiger Insekten, entmutigte Patrioten zu bitteren Selbstanklagen bzw. Anklagen gegen unser Volk zu verleiten, einen Verhaltenskodex vorgeschlagen:

a) Wir sollten nie das eigene Volk beschimpfen und jeglicher Selbstbeschimpfung sofort energisch entgegentreten.

Ähnlich problematisch ist das Thema Politik und Religion, weswegen ich hier zwei weitere Punkte hinzufüge:

 b) Politik und Religion sind zwei verschiedene Dinge. Sie dürfen auf keinen Fall als Bedingungen aneinandergekoppelt werden.

c) Politischen Mitstreitern gegenüber, d.h. allen rassebewussten Nationalisten, dürfen wir uns nie respektlos verhalten.

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Dem Juden Mark Potok vom SPLC zufolge waren die “weißen Suprematisten” in den USA im Jahr 2000 “bedeutend besser organisiert”. Obwohl der Personenkreis seitdem angewachsen sei, gehe von der  Szene keine akute Gefahr aus, da die verschiedenen Gruppierungen unter sich heillos zerstritten seien (Quelle: Washington Post).
Dem Juden Mark Potok vom SPLC zufolge waren rassebewusste Nationalisten in den USA im Jahr 2000, als es mehrere große Gruppierungen gab, "bedeutend besser organisiert". Obwohl der Personenkreis seitdem angewachsen sei, gingen diese Gruppierungen sich "untereinander beständig an die Gurgel" (Washington Post).
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Man braucht kein Prophet zu sein, um jeglicher nationalistisch-patriotischen Bewegung, die diese Punkte missachtet, ihr Scheitern vorauszusagen.

Dies ist übrigens keine vollkommen neue Erkenntnis. Bereits ein gewisser Österreicher, der durch das Umerziehungssystem der BRD sehr unpopulär gemacht wurde, hat sie in einem grundlegenden Buch formuliert. Trotzdem, so scheint mir, besteht Erklä­rungs­bedarf – vor allem bezüglich der Religion.

Im kleinen Rahmen unseres Blogs As der Schwerter gibt es Christen, Heiden und Atheisten. Wir haben verschiedene Ansichten bezüglich unseres Glaubens, aber wir teilen die politischen Grundüberzeugungen und den Patriotismus. Wir werden nur eine Chance haben, wenn wir gemeinsam kämpfen.

Aber auch unter den Patrioten im Allgemeinen und innerhalb des deutschen Volkes gibt es die unterschiedlichsten religiösen Überzeugungen.

Das im Bereich der Politik einzige Ziel, die Wiederrichtung und dauerhafte Bewahrung der Volksgemeinschaft, wird nur möglich sein, wenn keine der bereits bestehenden Gruppen erniedrigt und ausgestoßen wird (dass Islam und Voodookult nicht zu Deutschland passen, steht dabei außer Frage).

Auf Internetseiten des rassebewussten nationalistischen Spektrums findet man allerdings immer wieder die heftigsten Verunglimpfungen, meistens des Christentums, ohne dass sich die Kommentatoren des beleidigenden Charakters ihrer Aussagen und der weiteren Konsequenzen bewusst zu sein scheinen.

Manche Fanatiker wollen nicht anerkennen, dass das wahre Christentum zum Kampf gegen die Lüge auffordert und bekämpfen lieber das Christentum, als Christen als Kameraden zu akzeptieren.

In der Regel wird den Christen bei dieser Gelegenheiten unterstellt, sie seien absolut identisch mit den von der JWO gekaperten großen Kirchen und ihrer Multikultiagenda oder sie unterstützten diese zumindest indirekt – wenn man nicht gar in die Tradition von Karl dem Sachsenschlächter gestellt wird. So wurde mir selbst z.B. als Erwiderung auf die Aufforderung, doch bitte zu differenzieren und mich als Christen nicht durch hasserfüllte Angriffe auf die Religion an sich zu beleidigen, Folgendes an den Kopf geworfen:

Ich denke eher, das du zu blöd bist zu erkennen, das es zwischen Christentum und Kirchen keinen Unterschied gibt. […] Aber so wie du auf meinen Kommentar reagierst, gehörst du wohl zu den Menschen, die das Brennholz für Scheiterhaufen zusammentragen!

Und Volksgemeinschaften mit Christen führen unweigerlich in den Untergang! Griechenland, Rom, 2. Reich, 3. Reich.

Du willst mit dem Christentum eine Änderung erreichen? Weil Christen noch eine Mehrheit bilden? Möchtest du nicht lieber Mitglied einer Partei werden?

Partei der Scheiterhaufen für Andersdenkende?

Vom Christentum verblödet? Ja!

Sowohl die heutigen Kirchen als auch die Zwangschristianisierung der Germanen durch Karl den Großen, die Inquisition, die inzestuösen Judenpäbste à la Alexander VI. etc. sind antichristliche Perversionen, die der Lehre Jesu vollkommen entgegenstehen. Entbehrt bereits die Gleichsetzung von Lehre und Institutionen jeder Logik, so ist es nicht weniger absurd, all diese Auswüchse einem christlichen Patrioten im Internet persönlich zur Last zu legen.

Wenn wir uns streiten, reibt er sich die Hände.

Wenn wir uns streiten, reibt er sich die Hände.

Die blindmachende Arroganz, die sich bei solchen Glau­bens­dis­kus­sionen oft manifestiert, ist erstaunlich: Dem Kommentatoren ist nicht aufgefallen, dass jemand, der auf As der Schwerter und im Archiv des verbotenen Wissens bereits seit mehreren Jahren Artikel veröffentlicht, schwerlich auf Seiten der JWO-Kirchen stehen kann. Anscheinend ist der antichristliche Fanatismus so stark, dass es wichtiger ist, wegen der Frage der Religion aus einem Mitstreiter einen Gegner zu machen.

(Die Ironie bei der Geschichte ist, dass ich selbst bis vor etwa einem Jahr Atheist war und insgeheim die in meinen Augen naiven Christen von oben herab belächelte – freilich ohne ihnen dabei persönlich derart zu Nahe zu treten. Ich habe also großes Verständnis für Unverständnis in Glaubensfragen, werde aber allein schon aus den hier dargelegten Gründen keine Respektlosigkeit akzeptieren.)

Ganz abgesehen von der sachlichen Unzulänglichkeit und ihrer Niveaulosigkeit sind solche Tiraden natürlich ein Schuss ins eigene Knie: Sie spalten unnötig die eigenen Reihen und bewirken, dass Christen, aber sicherlich auch einfach Kameraden, die nicht ganz so fanatisch antichristlich sind, sich von unserer Bewegung abwenden. Und wie wird es erst außerhalb unserer Gemeinde aussehen. Nationalisten ohne Volk? Die Herren der JWO reiben sich die Hände.

Ich möchte vor diesem Hintergrund versuchen, unabhängig von einer einzelnen Religion die allgemeinen Prinzipien des Glaubens ein wenig zu erhellen und verständlich zu machen, warum wir in diesem Bereich unbedingt respektvoll und tolerant miteinander umgehen müssen.

***

Wir bleiben unser ganzes Leben über, was wir essentiell sind: Deutsche bzw. hellhäutige Europäer und Arier.

Während die Volkszugehörigkeit eine lebenslange Konstante mit nicht zu leugnenden Implikationen ist, ändert sich der Glaube bei den meisten Menschen im Verlauf des Lebens, sei dies nun radikal oder nur in Nuancen. Trotzdem wäre es vermessen, die Bedeutung des Glaubens deswegen als nachrangig einzustufen.

Wie wir bereits erkannt haben, ist auch die Ideologie im Sinne eines kraftgebenden Glaubens an Ideale ein unabdingbarer Teil des Nationalismus. Ohne diesen Glauben ist die bloße genetische Realität nichts wert: Ein Bilderbucharier kann problemlos ein unbelehrbarer Volksverräter sein, und um etwas zu erreichen, braucht man sehr viel Idealismus bzw. einen Glauben, der Berge versetzt. Hier zeigt sich, dass wir keine bloßen Maschinen, sondern vorrangig geistige Wesen sind.

Der Nationalismus ist dabei aber nicht der erschöpfende Rahmen unseres Lebens. Er ist heutzutage vor allem deswegen so wichtig für uns, weil die Bedeutung der Volksgemeinschaft vom gegenwärtigen JWO-System geleugnet wird und weil wir aufgrund unserer Volkszugehörigkeit diskriminiert, unterdrückt und ausgelöscht werden. Natürlich erfordert dies eine gezielte und sehr konzentrierte Gegenwehr sowie unbedingten Zusammenhalt.

Trotzdem geht unser Leben im Alltag, im Seelischen und im Geistigen über den Rahmen der Volksgemeinschaft und die Ideologie des Nationalismus hinaus, und wir stellen uns Fragen nach dem Sinn des Lebens, dem Wesen Gottes und unserer Seele (oder stellen sie nicht und schauen mitleidig und unverständig auf diejenigen herab, die es tun). Hier ergeben sich trotz der gemeinsamen politischen Überzeugung durch Verschiedenheit der Erziehung, des Charakters, der Lebensumstände etc. beachtliche Unterschiede, die wir zunächst einmal als Tatsache akzeptieren müssen.

Vor allem müssen wir akzeptieren, dass das Geheimnis des Lebens bzw. unserer Menschlichkeit der freie Wille ist. Wenn er uns genommen wird, werden wir wie ein Sklave zur Maschine oder zum Tier degradiert. Auch der Versuch, unser geistiges und seelisches Leben nach rigiden Prinzipien beschränken zu wollen, ist nichts anderes als eine Vergewaltigung bzw. Verstümmelung. Man kann niemanden zu seinem Seelenheil zwingen, und jeder religiöse oder ideologische Fanatismus verursacht bei der großen Masse der Menschen unweigerlich instinktive Ablehnung.

Trotzdem impliziert jede echte Überzeugung – sei sie religiöser oder allgemein weltanschaulicher Natur -, dass man glaubt, dass davon abweichende Überzeugungen nicht das Wahre sein können. Niemand wirft seinen aufrichtigen Glauben einfach einmal so in einer hitzigen Diskussion über Bord.

Wir alle sind hier im Internet zueinander gestoßen, weil wir auf der Grundlage eigenen Nachdenkens von der Richtigkeit unserer Sache überzeugt sind — nicht weil uns dies verordnet wurde oder uns ein unerbittlicher Logiker in einem erbarmungslosen Streitgespräch restlos überzeugt hat. Wir fühlen uns hier wohl, weil wir uns frei und ungezwungen untereinander austauschen können, und wir hoffen, in diesem Rahmen weitere Mitstreiter zu gewinnen.

Daraus ergeben sich ganz klar folgende Bedingungen:

  1. Sofern eine grundlegende politische Übereinstimmung besteht, müssen wir die Willensfreiheit unserer Kameraden in Glaubensfragen akzeptieren.
  2. Wir sollten jeweils beim Thema bleiben. In einem Artikel über Volksverräter als Kirchenfunktionäre muss man nicht zwangsläufig theologische Fragen diskutieren; es sollte reichen, dass Heiden, Atheisten und Christen darin übereinstimmen, dass es sich um Volksverräter handelt. Wenn man meint, die Theologie nicht aussparen zu können, dann sollte man konstruktiv vorgehen und z.B. erörtern, warum das Verhalten der Kirchenfunktionäre unchristlich ist.
  3. Im Allgemeinen sollten Spiritualität und Religion besser getrennt von konkreten politischen Fragen diskutiert werden. Wer mit diesen Themen nichts anfangen kann, enthält sich dann einfach der Diskussion.
  4. Beim legitimen Versuch, unseren Kameraden unsere persönlichen Überzeugungen näherzubringen, müssen wir trotz des Glaubens, selbst auf der Seite des Guten und Richtigen zu stehen, immer den Respekt wahren und Verständnis für das Gegenüber aufbringen.

Der grundlegende Mangel an Respekt wurde oben mit einem Beispiel verdeutlicht: Viele meinen, sie wüssten ganz genau über das, was sie jeweils ablehnen, Bescheid und machen sich erkennbarer Weise nicht einmal die Mühe, sich die Kommentare des Gegners gewissenhaft durchzulesen. Informationen, die der eigenen Sichtweise widersprechen, werden einfach ignoriert.

Damit es wirklich respektvoll zugeht, darf man an Glaubensfragen auch nicht mit folgender Art von Toleranz herangehen: “Jetzt im Moment muss man halt noch schlucken, dass es Leute gibt, denen man nicht auf die Sprünge helfen kann, aber im idealen Nationalstaat werden sie dann schon dazu gebracht werden, an XY zu glauben, was das allein Richtige ist. Wir klammern das aus strategischen Gründen vorerst einfach aus.”

Die Überzeugung, dass XY das allein Richtige ist, ist legitim; so funktioniert der Glaube, weil er sonst keiner wäre. Aber jeglicher Zwang und jegliche Anmaßung den anderen gegenüber müssen unterbleiben, da sonst der freie Wille missachtet wird, worauf wir alle sehr allergisch reagieren – und diese Art Missachtung “kann man riechen”.

Hier berühren wir, auch jenseits der Religion, einen ganz heiklen Punkt: Ohne Zwang wird man die JWO nicht überwinden können. Dieser Zwang wird aber nur dann nicht das Ganze zerstören, wenn jedem vernunftbegabten Menschen absolut klar ist, dass die Maßnahmen sich gegen wirklich verbrecherische Elemente richten.

Wenn zu viele Menschen das Gefühl haben, dass ihr freier Wille missachtet wird, werden sie dem System ihr Vertrauen entziehen, wie es in notwendigerweise offen autoritären Systemen (z.B. dem Spanien Francos) fast immer passiert. Ein Aspekt meines Glaubens ist daher, dass wir nur erfolgreich sein werden, wenn wir uns selbst gegenüber hohe ethische Maßstäbe erfüllen.

Das JWO-System selbst ist totalitär und autoritär. Eines seiner Erfolgsgeheimnisse ist aber, dass es manipulativ vorgeht und seinen wahren Charakter verschleiert. Wir dagegen gründen uns auf die Wahrheit. Daher können wir nur erfolgreich sein, wenn dies Ziel unser ist: ein Zusammenwirken möglichst aller Angehörigen unseres Volkes durch die Einsicht in das Wahre und Richtige und die Rückkehr zu einer natürlichen Lebensweise, die in der Gegenwart nur pervertiert und unterdrückt wird.

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Kommentare:

(AdHD: Nur die besten – die sich bei dem Thema hauptsächlich mit dem Bereich „Umgang miteinander“ befassen; die zu Religionsfragen an sich können bei Interesse direkt im AdS-Blog nachgelesen werden.)

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Kommentar von steinstaffel — 3. Januar 2015 @ 10:43    

Ein heikles Thema.
Wer kann schon sagen was wahres Christentum ist und was nicht, welche Quellen echt sind und welche gefälscht? Ich jedenfalls nicht. Bei der Ablehnung der verjudeten Kirchenführung sind wir uns wohl einig. Da hilft nur der Austritt aus der Kirche, den ich am Montag nach jahrelangem Zögern vollziehen werde. Ihr habt mir dazu den letzten Anstoß gegeben.
Der persönliche Glaube des Einzelnen muß selbstverständlich respektiert werden, solange er den Interessen der weißen Rasse nicht entgegensteht. Glaube ist eine sehr persönliche Angelegenheit und kann, meiner Meinung nach, trotzdem nur in der Gemeinschaft gelebt werden. Wie kann so eine Gemeinschaft abseits der Kirchen aussehen? […]

Kommentar von osimandia — 3. Januar 2015 @ 12:01    

@steinstaffel:

Wer kann schon sagen was wahres Christentum ist und was nicht, welche Quellen echt sind und welche gefälscht?

Meiner Ansicht nach ist der Weg aus diesem Dilemma, sich davon zu verabschieden, das wissen zu wollen, sondern nach innen zu hören. Wir sind nicht “das Volk des Buches”.

Jede Quelle ist in dem Sinne echt, dass sie irgendwer geschrieben hat, denn sonst wäre sie ja nicht da. Das klingt zwar trivial und ist es auch, es wird aber häufig übersehen. Vor 2000 Jahren konnten die Leute schon ganz genauso gut lügen wie vor 1000 Jahren und heute. Dass eine Quelle wirklich alt ist und wirklich von dem stammt, der als Autor angenommen wird, bedeutet also mitnichten, dass sie wahr sein muss. Andererseits können auch heute noch wertvolle und wahrhaftige spirituelle Texte verfasst werden.

Für den Historiker ist das Alter und die Echtheit einer Quelle bedeutsam, für Religiosität hingegen nicht. Da kommt es lediglich darauf an, ob sich etwas wahr anhört, ob es mit dem in Resonanz tritt, was man im Inneren auch fühlt, nur vielleicht nicht so klar in Worte fassen konnte, wie es in einer Quelle steht. Und in dem Fall ist es dann auch vollkommen gleichgültig, wer diese Quelle wann verfasst hat. […]

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Kommentar von sternbald — 3. Januar 2015 @ 14:41    

[…] Was die Wahrheit von Glaubensinhalten angeht, liege ich mit Osimandia auf einer Linie. Glauben ist keine Philologie: Wenn etwas als wahr und richtig überzeugt, ist das ausreichend.

Steinstaffel kann ich gut verstehen. Ich selbst hatte sehr lange ein definitiv negatives Verhältnis zum Christentum, weil ich dies v.a. durch den Kontakt mit den beiden großen Kirchen in Deutschland kannte (ohne je Mitglied gewesen zu sein). Ich kannte schon die Kerninhalte, die ich als Kind auch glaubte, aber die gehen bei den Kirchenleuten i.d.R. ja sowieso vollkommen unter, und den Rest brauchen wir hier sicherlich nicht zu diskutieren.

Vor mittlerweile gut einem Jahr hörte ich mir dann einmal allein die Johannispassion J.S. Bachs an, eine Komposition, die mich schon immer beeindruckt hat. Als großem Komponisten ist es Bach natürlich gelungen, Text und Musik zu einer Einheit werden zu lassen, und da mich die Musik so dermaßen berührt hat, habe ich mir nach dem Hören im Internet das Johannisevangelium durchgelesen. Das hat nicht allzu lange gedauert (man kann das ohne Problem am Stück machen), aber seltsamerweise hatte ich es vorher noch nie getan.

Und da passierte Folgendes: Das Wort überzeugte mich einfach. Und das ist für mich dann genug. Ich brauche keine textgenealogischen Studien, um in meinem eigenen Geist zu entscheiden, ob diese Lehre für mich wahr ist, oder nicht.

Und dann gibt es ja noch ein schönes Kriterium: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Für mich hat sich seitdem alles zum besseren gestaltet, was ein klarer Beweis ist, dass es so falsch nicht sein kann.

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Kommentar von sternbald — 3. Januar 2015 @ 15:31

Bezüglich der Wahrheitsfindung: Man sollte einfach seinem eigenen Geist vertrauen.

Jesus hat z.B. gesagt “Ich bin das Licht, die Wahrheit und das Leben”. Wenn eine Aussage oder die Person, die sie vertritt, die Wahrheit mit Füßen tritt und die Folgen lebensfeindlich sind, kann keine Übereinstimmung mit der Lehre Jesu bestehen.

Wenn man konsequent so vorgeht, sollte man in der Lage sein, alle Zweifel aus dem Weg zu räumen: Wer sucht, der findet. Man sollte aber auf keinen Fall nach einer weltlichen Autorität suchen, die Antworten auf alle Fragen hat. Das kann sowieso nicht der Sinn der Religion sein, die ja zum Ziel die Erweckung des jeweils eigenen Geistes hat.

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Kommentar von sternbald — 3. Januar 2015 @ 16:56

“Warum sollten Politik und Religion sind zwei verschiedene Dinge sein?”

Weil wir das hier sagen; das ist unser Ansatz. Natürlich kann man alles zusammenwerfen und alles pervertieren.

Was bei Diskussionen, in denen jemand auf Teufel komm raus Streit sucht, schmerzt, ist die garantiert fehlende argumentative Konsistenz. Hier einmal eine anschauliche Parallele:

Die Vertreter des sogenannten “Naturalismus” in der Nachfolge Émile Zolas behaupteten, Literatur müsse wissenschaftlich vorgehen. Das ist natürlich eine Schnapsidee, aber nach der oben zur Schau gestellten Logik ergibt sich nun dieses Streitgespräch:

A: Literatur und Wissenschaft sind zwei verschiedene Bereiche.
B: Wie kannst du das behaupten? Die Naturalisten zeigen doch, dass Wissenschaft Literatur immer beeinflusst!

Kommentar von Sachse — 3. Januar 2015 @ 17:23

“Warum sollten Politik und Religion sind zwei verschiedene Dinge sein?”

Weil sie beim Christentum zwei verschiedene Dinge sind.

Die Gebote Jesu richten sich an Dich persönlich.

* Wenn Du mildtätig sein sollst, dann heißt das, Du gibst. Wenn Du das zum politischen Paradigma machst, dann zwingst Du entweder andere, zu geben oder Du nimmst einfach von denen, und verteilst.
* Wenn Du Deine Feinde lieben sollst, dann heißt das, Du liebst. Wenn Du das zum politischen Paradigma machst, dann zwingst Du natürlich nicht andere, deren Feinde zu lieben, sondern Du zwingst sie, so zu tun als ob und z.B. auf Vergeltung zu verzichten.
* Wenn Du die andere Wange hinhalten sollst, dann hältst Du die andere Wange hin. Wenn Du das zum politischen Paradigma machst, dann zwingst Du andere, die andere Wange hinzuhalten.
* Wenn Du vergeben sollst, dann vergibst Du. Wenn du das zum politischen Paradigma machst, dann verweigerst Du anderen Gerechtigkeit.

Das Christentum basiert auf INNEREN Imperativen, die sich ganz konkret an jeden Einzelnen richten UND dadurch Politik (kollektiviertes Einzelinteresse) KONTRASTIEREN. Eine Gesellschaft, die die individuellen Aufforderungen in allgemeines Recht überführt, ist zwangsweise totalitär und diktatorisch, weil sie in die individuellen Rechte der Bürger eingreift.

Wenn Du Dir die christianisierten Gesellschaften bis in die 1950er anschaust – wohlgemerkt, Christenquote nahe 100% -, und deren Rechtssystem mit unserem vergleichst, dann wirst Du genau diese Trennung feststellen. Natürlich hatte die Kirche offizielle Stellung, natürlich war der Klerus wichtig und ist politisch tätig geworden. Aber NIEMALS, zu keiner Zeit wurden so wie heute die inneren Imperative, die individuellen Aufforderungen in allgemeingültiges Recht umgewandelt.

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Kommentar von osimandia — 3. Januar 2015 @ 18:18

Ich kann sehr gut verstehen, dass nationalistischen Nichtchristen oder Leuten, die sogar das Christentum für schädlich halten, dieses unsägliche Geseiere um die “Flüchtlinge” Maria und Josef gerade um die Weihnachtszeit fürchterlich auf den Geist gegangen ist. Das ist aber auch nationalistischen Christen auf den Geist gegangen und selbst die Viertelserwachten von PI haben sich drüber aufgeregt.

Dieses süßliche und dümmliche Gewäsch kam aber keineswegs nur von Christen sondern z.B. auch von ausgewiesenen Atheisten wie der kommunistischen taz.

Es kam deswegen, weil es eine allgemein bekannte Geschichte bei uns ist. Es ist deswegen eine allgemein bekannte Geschichte, weil wir christlich geprägt sind.

Nun ist es aber m.E. ein Denkfehler, dass solche Spielchen nur mit einer christlichen Gesellschaft funktionieren. Wenn wir alle Moslems oder islamisch geprägt wären und die Überfremdung gewünscht wäre, dann ließe sich garantiert in den vielen Hadithen oder auch im Koran selber (der ja nicht nur böse sondern auch freundliche Stellen hat) irgendein nettes Geschichtchen finden, wie der Prophet Mohammed gastfreundlich und mildtätig gegenüber Fremden war, das man uns um die Ohren hauen könnte.

Und wenn wir alle Heiden wären, auch. In den alten arischen Geboten, die der Deutsche aus Südafrika uns hier zur Verfügung gestellt hat, ist auch

EHRE DIE GÄSTE

enthalten.

Das kann man auch pervertieren, um den Leuten ein schlechtes Gewissen zu machen, wenn sie nicht 100.000 Neger im Land wollen. Natürlich ist dieses Gebot nicht so gemeint gewesen, aber Maria und Josef waren (der Bibel zufolge!) auch keine Flüchtlinge oder gar Invasoren, sondern nur vorübergehend in Josefs Heimat(!)ort wegen einer Volkszählung.

Die Verderber nehmen das, was da ist und was den Leuten bekannt ist, und nutzen es für ihre Zwecke.

Das geht nicht nur mit dem Christentum. Das geht mit jeder Religion. Eine Religion ohne freundliche Stellen, die man zu Gutmenschentum missbrauchen könnte, ist doch (zumindest für uns) unvorstellbar bzw. der beste Weg, die Hölle auf Erden zu schaffen.

Wir müssen uns gemeinsam gegen die Verderber wenden und nicht alles Gute und Warmherzige und Schöne bei uns zerstören, nur weil es die Verderber ausnützen können.

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Kommentar von Dunkler Phoenix — 3. Januar 2015 @ 20:25

Ich möchte ein Argument, das ich schon einmal gebracht habe, hier wiederholen:

Sicherlich sind wir alle von unserer jeweiligen privaten Glaubensvorstellung überzeugt, sonst wären das keine “Glaubensüberzeugungen.”

Aber den “Stein der Weisen” hat wohl noch keiner gefunden, denn sonst hätten wir diese aufreibenden und oft schädlichen Diskussionen nicht.

Es gibt eine schöne Szene in “Game of Thrones”, in denen Kindskönig Joffrey auf den Boden stampft und ruft: “Ich bin der König!” Sein eiskalter Großvater Tywin sagt dazu nur trocken: “Ein Mann, der sagen muss “ich bin der König” ist kein König.”

Übertragen auf unseren religiösen Streit: Wenn die persönliche Glaubenswahrheit tatsächlich so einsichtig, überzeugend und apodiktisch wäre, wie manch ein Kommentator hier tut, dann müsste er sie uns nicht wie Sauerbier anpreisen und alle, die nicht gleich drauf anspringen als Idioten hinstellen. Wer schreien muss “ich hab die Wahrheit”, der hat die Wahrheit nicht.

Ich bin mir sicher, dass unser Ansatz, trotz großer denkerischer und spiritueller Differenzen in einer respektvollen, aber kontroversen Diskussion die eigenen Standpunkte so lange zu feilen, bis sich entweder ein klares “einig, dass man nicht einig ist” einstellt oder die “metaphysische Synthese”, der richtige ist. Wir machen das ja auch seit Jahren so und sind dadurch auch persönlich weitergekommen. Insofern muss ich die geschätzten Kommentatoren um Verständnis bitten, wenn wir scheinbar vorschnell Kommentatoren abschießen, die sich nicht an unsere Regeln halten.

Wir werden uns weder das schöne “Gemeinsamdenken”, noch die ergiebigen Streitgespräche durch solche Hammel kaputt machen lassen.

Letztendlich bin ich mir sicher, dass eine freie öffentliche Debatte in einem freien Land sehr schnell herauskristallisieren würde, dass wir alle in unseren spirituellen Vorstellungen gar nicht so weit voneinander entfernt sind. Und durch die Debatte würden diese Vorstellungen sich dann noch weiter annähern, bis schließlich so etwas wie eine “Einigkeit im Glauben” erreicht wäre.

Da wir nicht in einem freien Land leben und diese Debatte auch nicht völlig frei führen können und unsere “Öffentlichkeit” zudem recht auserlesen ist, dauert das Ganze eben etwas länger. Aber das finde ich nicht schlimm.

Mir ist durch diesen Artikel und vor allem durch die Anwürfe, die ihn auslösten, noch klarer geworden, dass es mir nicht um die Marke geht, welche jemand seinem Glauben aufsetzt, sondern um die Inhalte.

Ehre, Treue, Wahrhaftigkeit und Mut habe ich bei Heiden, Christen und Atheisten gleichermaßen gefunden. Die religiöse Debatte, die nach dem Muster verläuft: A: Das Christentum ist besser, weil… – B: Wenn du das Heidentum annimmst, dann… C: Nur wer Religionen ablehnt, erkennt… ist eine SCHEINDEBATTE.

Wenn wir statt über Verpackungen zu reden, beginnen würden uns anzusehen, was WIR (nicht die großen Kirchen oder ihre Vertreter) eigentlich für Tugenden als christlich (heidnisch, humanistisch…) ansehen, dann würden wir schnell merken, dass unser “Feind”, der scheinbar einer “Sklavenreligion” oder einem “Anachronismus” folgt oder uns als dekadenter, verdorbener Ungläubiger erscheint, in Wirklichkeit einen Wertekanon hat, der dem unseren sehr ähnlich ist. Wenn wir aber glauben besser zu wissen als unser Gesprächspartner, welche Werte ER DENN HABEN MUSS, wenn er Christ, Heide, Atheist, Sonstiger ist, dann ist das Gespräch allerdings mehr als flüssig.

Selbst mit vielen Moslems erreicht man auf diese Weise einen fast erschreckenden Grad an Übereinstimmung, was bei Nahem betrachtet auch einleuchtet, sind die meisten Moslems doch auch nur Menschen (was nicht bedeutet, dass sie zu Millionen in unsere Länder geschaufelt werden dürfen).

Und ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass man auch sehr schnell erkennt, wenn jemand untugendhaft und böse ist. Er kann einen dann nämlich nicht mit feschen Markennamen ködern, sondern muss zeigen, dass sein Produkt funktioniert. Jüdisch agierende Trolle kriegt man in Diskussionen, die sie eigentlich sabotieren wollten, so sehr schnell dazu, dass sie sich selbst entlarven.

Das bedeutet ja auch nicht, dass man nicht mehr die Wahrheit sprechen darf. Natürlich darf der Heide darauf hinweisen, dass die Evangelien in der Kirchengeschichte einen Prozess der Fälschung durchlaufen haben, der Christ darf anmerken, dass das, was wir heute als “Heidentum” kennen, höchstwahrscheinlich nur eine Kindergartenversion dessen ist, was unsere Ahnen wirklich glaubten (so wie sie in “Demolition Man” Werbetrailer als “Oldies” hören) und der Atheist darf seiner Meinung Ausdruck verleihen, dass Göttlichkeit nicht in sein naturalistisches Weltbild passt (woraufhin die beiden anderen wiederum dieses Weltbild als lebensfeindlich angreifen, etc.).

Diese ganzen Diskussionen haben wir doch hier und auf anderen Blogs (höflich und ergebnisreich allerdings meistens hier) geführt!

Das waren meine 5 ct zum Thema…

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Kommentar von Mjölnir — 4. Januar 2015 @ 01:42

Eine interessante Diskussion zu einem sehr großen Thema. Eigentlich gibt es nach dem Beitrag von “Dunkler Phoenix” nicht mehr viel zu sagen. Der Unterschied zwischen den Heidentum und Christentum ist im Kern eher gering. Gehen sie doch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einer gemeinsamen Quelle aus. Auch der Atheist lebt doch nach den Werten der Aufklärung und diese sind von den christlichen Werten mit beeinflusst. Wir sollten uns einfach an den Isländern ein Beispiel nehmen. Dort leben Christen und Heiden friedlich zusammen und jeder respektiert den Anderen. Das Heidentum ist dort allerdings noch viel lebendiger als hier bei uns. Der durchschnittliche PI-Leser würde die Isländer wohl eher als durchgeknallte Öko-Spinner beschimpfen, denn dort wird bei jedem Bauprojekt ein Experte für Elfen und Trolle zu Rate gezogen.

Zum Thema Heidentum, Christentum und der Ursprung religiösen Symbolik gibt es auf Quer-denken.tv einen interessanten Vortrag. Ich verlinke mal nicht direkt und ersetze Querstriche durch Sterne:

quer-denken.tv*index.php*kanada*1074-wurzeln

Wenn man sich die Deutsche Weihnacht genauer anschaut, so ist diese doch ein wunderbares Beispiel für die Verschmelzung von Heiden- und Christentum. Bei Ostern ist es ähnlich, obwohl hier eher das heidnische Element überwiegt. Wenn man sich die beiden Religionen genauer ansieht könnte man sogar sagen, das sie sich ergänzen. Das Heidentum klärt das Verhältnis des Menschen zur Natur und die Lehren von Jesus das Verhältnis der Menschen zueinander. Das könnte der Grund sein, warum sich das Heidentum bzw. heidnische Bräuche auf dem Land noch sehr lange gehalten hat und die Kirche viele heidnische Traditionen übernehmen musste. In der Stadt, wo die Bevölkerung keinen so engen Kontakt mehr zur Natur hat, hatte es das Christentum leichter. Auch weil es einfach bessere Antworten auf die Probleme beim Zusammenleben von vielen Menschen auf engen Raum liefert.
Das Heidentum ist aber auch eine eher männliche Religion und ihm fehlt ein schlüssiges Konzept für das Bedürfnis der Menschen nach einer Antwort zu der Frage “Was kommt nach dem Tod?” Wallhalla ist ja nur für die Krieger die im Kampf gefallen sind, alle Anderen müssen in die Unterwelt. Sicher hätte das Heidentum, als nicht schriftgebundene Religion, sich angepasst. Aber das Christentum war eben schneller. Ist zumindest meine Ansicht als Heide. Und Heide bin ich hauptsächlich deshalb weil ich mit dem Konzept der Erbsünde nicht viele anfangen kann und diesen Punkt für durchaus schädlich halte. Man bedenke da nur die Auswirkungen von Schuld die auf das deutsche Volk gewälzt wird oder seit einiger Zeit auf die gesamte weiße Rasse. Schuldgefühle sind ein Herrschaftsinstrument!
Nachdenklich hatte mich diesbezüglich auch eine interessante 3-teilige Doku über die Wikinger gemacht. Dort hieß es am Schluß recht melancholisch, daß die Wikinger als stolze Krieger, Entdecker und Eroberer verschwanden nachdem sie zum Christentum bekehrt wurden und von da an statt aktiv im Hier und Jetzt, mehr für das Leben im Jenseits lebten.
Andererseits muß ich aber auch zugeben, daß die Kirche und der christliche Glaube die Menschen zu kulturellen und künstlerischen Höchstleistungen anspornte. Auch unser Volk war vor dem 1.WK ein sehr christliches Volk (man lese nur mal Karl May) und vollbrachte Wunderbares.

Anzumerken wäre auch noch, wenn ich mich nicht irre, das Jesus seinen Jüngern verboten hatte für ihn eine Kirche zu gründen.
Des weiteren ist ja in den originalen Urquellen des alten Testaments nicht von Gott in der Einzahl, sondern von Göttern die Rede.

@Sachse
Das mit der anderen Wange hinhalten dürfte wohl der am meisten fehlinterpretierte Ausspruch von Jesus sein. Sicherlich von der Kirche so gewollt. Dazu habe ich nämlich mal was wissenswertes gelesen. Man muß diesen Ausspruch nämlich im Kontext seiner Zeit betrachten und da gab es andere Regeln und Sitten. Unter anderem das Halten von Sklaven bei den Römern. Sklaven waren keine Menschen, sondern Sachen und wurden so auch behandelt. Wenn ein Sklave mit einer Ohrfeige gemaßregelt wurde, so wurde generell mit der Handrückseite zugeschlagen. Mit der inneren Handfläche wurde nur ein freier Römer geschlagen. Wenn man also eine Ohrfeige mit der Rückseite der Hand bekommt und dann trotzig die andere Wange hinhält kann man jetzt nur noch mit der Handinnenfläche der schlagenden Hand geschlagen werden und würde damit automatisch aufgewertet werden oder der Besitzer verzichtet auf den zweiten Schlag. So oder so hat man in diesem Augenblick gewonnen und seine Würde als Mensch wieder hergestellt.
Jesus war kein Weichei, sondern ein schlauer Revoluzzer. 😉 […]

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Kommentar von Luftpost aus dem Siechkobel — 4. Januar 2015 @ 02:50

Ich bin sehr froh darüber, dass hier bei Schwertas jeder bösartige Zankansatz so schnell durch Einschreiten in einen wirklichen Austausch verwandelt wird, denn es ist ja wirklich so, dass man bei Glaubensfragen sehr schnell verletzt dicht macht, wenn der Ton hässlich wird. Was die Kritik am Christentums angeht, habe ich hier genau deshalb., auch wenn es manchmal ein wenig schmerzhaft und verunsichernd ist, sehr vieles aufnehmen können und auch mein Gefühl zu unserer heidnischen Herkunft, die ich nun als einen ererbten Schatz, und als Teil meiner selbst zu verstehen beginne und von dem ich getrennt wurde, hat sich stark verändert..
Wie bei allen inneren Prozessen, ist es weniger die Information, die etwas in Bewegung bringt, sondern so was wie ein Klang, der in einem selbst weiterklingt und sich entwickelt. Wo er klar und echt ist, kann auch Zorn nicht verletzen, sondern ein Ansporn sein zu suchen und nachzuvollziehen.
Wahrhaftigkeit anzustreben ist eine Haltung, die uns auch auf unterschiedlichen Wegen verbindet und von den Meistern der Lüge vollständig abtrennt. Genau das habe ich gerade wieder überdeutlich erkennen müssen und, da es eine Geschichte im Leben meiner Mutter ist, die sich unglaublich mutig der Erkenntnis stellte von einem “jüdischen Freund” unserer Familie (ich habe über diesen Menschen hier schon erzählt und als ich ihn googelte einen schönen Schreck bekommen) mit Bedacht und Vorbereitung lügnerisch manipuliert worden zu sein, muss ich auch miterleben, welche ungeheure Verheerung so ein ekelhafter Verrat anrichtet. Sie ist durch einen Zufall auf eine Unstimmigkeit gestoßen und bevor sic es auszusprechen fähig war, hat es in ihr gearbeitet und sie unglaublich geschwächt. Aber sie wollte die Wahrheit unbedingt wissen. Ich denke, dass die Angst vor so einem Zusammenbruch viele Leute davon abhält, Antworten auf Fragen zu suchen, die längst irgendwo in ihnen sind.

“Wir müssen uns gemeinsam gegen die Verderber wenden und nicht alles Gute und Warmherzige und Schöne bei uns zerstören, nur weil es die Verderber ausnützen können.” Ja Osimanda, das habe ich meiner Mutter auch gesagt und wenn man erkannt hat, dass genau das Gute, Warmherzige so bösartig ausgenutzt wurde, hat der Verderber erst recht verloren, weil man ihn erkannt hat und man kann ihn irgendwann nur noch verachten.

Eigentlich hat Jesus uns ausreichend gewarnt. Durch seine Worte und seinen Tod, der uns ja sagt, wie sie am liebsten morden – durch fremde Hand. (Sie sind auch nur “Dindus”) Das ist alles jetzt von süßlichem Kitsch und wirrer Ersatztheologie übermüllt worden. Mir haben katholische “Trad” Foren und Blogs geholfen, Aber aus welcher Richtung man zur Erkenntnis kommt und woraus man seine Kraft schöpft, ist vielleicht wirklich nicht so wichtig, wenn man nur aus dem Schleim rauskommt und erkennt, zu wem man gehört.

Kommentar von osimandia — 4. Januar 2015 @ 12:04

@Luftpost:

Ich bin sehr froh darüber, dass hier bei Schwertas jeder bösartige Zankansatz so schnell durch Einschreiten in einen wirklichen Austausch verwandelt wird, denn es ist ja wirklich so, dass man bei Glaubensfragen sehr schnell verletzt dicht macht, wenn der Ton hässlich wird.

Das ist uns sehr wichtig, und das geht leider nicht mit allzu viel “Toleranz”. Wo immer die im religiösen Bereich gegenüber Dogmatikern waltet, entstehen Schlammschlachten.

Bei Stormfront ist die Diskussion über volkseigene Religionen in den allgemeinen Foren vollkommen untersagt. (Über volksfremde v.a. Judentum und Islam natürlich nicht) Sie haben dafür ein spezielles Unterforum, das aber nur sichtbar wird, wenn man angemeldet ist. Als angemeldeter User kann man auch drin lesen, Schreibberechtigung muss man beantragen (habe ich nie gemacht). Dort findet man sechs Unterforen:

Traditionelles Christentum
Christian Identity (deren Anhänger sich einbilden, Weiße wären das Volk Israel aus dem AT und die meiner Ansicht nach eine Vollklatsche haben und für normale amerikanische WNs eine üble Belastung sind, die wir gottseidank nicht haben. Sie sind extrem rassebewusst – also leider schon WNs – aber dabei auf abstoßende Weise rassistisch, nehmen gegen Nichtweiße eben die Haltung ein, die Jahwe seinem Volk gegen andere Völker empfiehlt.)
Okkulte Studien
Weißes Ahnenerbe und Volksgut (Heidentum)
Agnostizismus/Atheismus
Kosmotheismus

und darf nur in dem Unterforum schreiben, dessen Religion man angehört oder der man sich eventuell anschließen möchte. Überprüft wird das dadurch, dass man sich ausschließlich positiv über die entsprechende Religion äußern oder freundlich um Information nachsuchen , und über die anderen Religionen gar nichts schreiben darf. (Religionskritik – ein Kind der Culture of Critique – an den aufgeführten Religionen ist also nicht möglich. Jeder angemeldete Leser kann sich aber ein Bild machen, wie die Leute miteinander umgehen und was sie so denken.)

Den Moderatoren zufolge war das nach bitteren Erfahrungen die einzige Möglichkeit schlimmste Schlammschlachten und Zerwürfnisse zu vermeiden.

Das können wir hier nicht, dazu sind wir viel zu klein und auch eine Blogstruktur gibt das nicht her. Ich habe damals auch ein bisschen drüber gelächelt (“Die spinnen, die Amis”), aber vermutlich war es wirklich notwendig. Ganz so schlimm sind wir tatsächlich nicht, wir sind ein sehr viel einheitlicheres Volk als die weißen Amerikaner, aber diese Zerrissenheit hat auch uns ergriffen. Daher nochmal mein Bibelblatt zum Sonntag:

Sehr viel wichtiger als die richtige Religion zu finden oder die falsche zu verwerfen, ist es, DAS zu wissen und zu verhindern, dass DAS funktioniert – koste es was es wolle.

@Mjölnir:

Wenn man sich die Deutsche Weihnacht genauer anschaut, so ist diese doch ein wunderbares Beispiel für die Verschmelzung von Heiden- und Christentum. Bei Ostern ist es ähnlich, obwohl hier eher das heidnische Element überwiegt. Wenn man sich die beiden Religionen genauer ansieht könnte man sogar sagen, das sie sich ergänzen. .

Ja, das sehe ich auch so und stimme Dir in allem vollkommen zu, obwohl ich eher die Selbstbezeichnung “christlich” als “heidnisch” wählen würde. Aber ich sehe da keinen Gegensatz sondern lediglich einen graduellen Unterschied darin, was (möglicherweise nur im aktuellen Lebensabschnitt) mehr Raum einnimmt.

Unsere Art, Weihnachten zu gestalten, ist nicht umsonst weltweit (auch in nichtchristlichen Gesellschaften) bekannt und beliebt.

Was von Christus ausging, war keine Religion, sondern eine frohe Botschaft (vor allem die vom ewigen Leben). Davon, dass Heiden wegen dieser Botschaft ihre Religion aufgeben sollten, steht nicht einmal im NT (das dennoch mit großer Vorsicht zu genießen ist) etwas und das ist auch überhaupt nicht einsichtig.

Ich hoffe für die Zukunft unseres Volkes, dass dieser Zustand “Jeder glaubt, was er will und lässt die anderen in Ruhe”, der derzeit tatsächlich das Beste ist, was wir in einer vergifteten und verfahrenen Situation machen können, wieder in eine gemeinsame Volksreligion mündet. Wie die aussehen wird, weiß ich natürlich nicht, bin aber wie der Dunkle Phönix auch zuversichtlich, dass sich das recht problemlos herauskristallisieren wird, wenn wir geistig frei und entgiftet sind.

Ich würde mir wünschen, dass diese Religion entjudaisiertes Christentum und entjudaisiertes Heidentum vereint. (Auch das zweitere “entjudaisiert” ist notwendig, es gibt durchaus auch JWO-verseuchtes Neuheidentum, die Anhänger fallen nur viel weniger auf als ihre christlichen Gegenstücke, weil Heiden an sich eine winzige Minderheit sind. Aber je mehr das Heidentum an Zulauf und Bekanntheitsgrad gewinnen würde, desto mehr würde es auch entsprechend unterwandert und “angepasst” – z.B. über die New Age- oder die Waldschratfeminismus-Schiene).

Der eine kann sich dann mehr dem Christlichen, der andere mehr dem Heidnischen zuwenden, und der Dritte sich gar nicht für Religion interessieren , aber trotzdem am religiösen Brauchtum teilnehmen, wenn er das möchte. Das sind nur Nuancen, die wunderbar miteinander harmonieren.

Aber mehrere Religionen mit eigenen Organisationen (“Religionsfreiheit”) sind – so glaube ich – auf Dauer für ein Volk nicht gut. Es fehlt dann das einigende Band, das sogar das Judäochristentum trotz all seiner Fehler geschaffen und zu großen Kulturleistungen geführt hat und damit m.E. gegenüber dem zerrissenen, etwas verlorenen Zustand, den wir jetzt haben, das kleinere Übel war (wenn auch trotzdem ein Übel, das ich auch nicht wiederhergestellt sehen möchte).

Dennoch: Das haben wir noch nicht und das können wir auch nicht herbeizwingen, schon gar nicht mit Methoden, die nur kaputtschlagen, aber nicht aufbauen. […]

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Quelle: http://schwertasblog.wordpress.com/2015/01/03/politik-und-Religion/

-> Danke an Khatti! <-

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