Videobeschreibung – Textauszug direkt aus der Judenpresse („haGalil“):

1946: Racheanschlag der Gruppe Nakam auf internierte NS-Täter

von Jim G. Tobias

„Das Ziel der Aktion in Nürnberg war es, der Welt zu beweisen, dass wir Juden nicht bereit waren, stillschweigend all das Morden und all das, was uns die Deutschen angetan haben, hinzunehmen“, sagte der 1922 in Wilna geborene Leipke Distel nicht ohne Stolz. Er erinnerte sich noch genau an die kleine, zu allem entschlossene Gemeinschaft von „Shoa-Überlebenden“, die nur von einem Gedanken beseelt war: Vergeltung! Das deutsche Volk sollte nicht ungestraft davonkommen. Der millionenfache Mord an den europäischen Juden musste gesühnt werden.

So entstand im Frühjahr 1945 die Gruppe Nakam (dt. Rache). Die Idee, eine solche Organisation zu gründen, hatte der charismatische Dichter Abba Kovner. Als Anführer einer jüdischen Widerstandsgruppe kämpfte er im Ghetto Wilna und später als Partisan gegen die deutschen Besatzer. Der jüdische Schriftsteller forderte: Für jeden der Millionen getöteten Juden sollte ein Deutscher sterben. Um dieses Vorhaben am effektivsten umzusetzen, entwickelten die traumatisierten „Rächer“ einen wahnwitzigen Plan: In Nürnberg sollte das Trinkwasser vergiftet werden.

„Wir hatten bereits einen Mann ins Wasserwerk eingeschleust“, bestätigte der Kopf der Nürnberger „Rächergruppe“, Joseph Harmatz. […] „Nürnberg war ein Symbol, deshalb wollten wir hier mit unseren Vergeltungsaktionen beginnen“. Die Wasservergiftung wurde jedoch von der späteren israelischen Staatsführung um David Ben Gurion im letzten Moment verhindert. Nach monatelanger Planung musste die Gruppe ihr Vorhaben abblasen. „Die Enttäuschung war sehr groß“, so Kommandant Harmatz.

Allerdings hatte man bald ein neues Ziel avisiert: ein Attentat auf den Nürnberger Kriegsverbrecherprozess. Das langwierige juristische Verfahren des Internationalen Gerichtshofs war für die „Rächer“ nicht nachvollziehbar: „Es machte uns krank dies mit anzusehen. Die Fakten waren doch bekannt, unsere Leute waren ermordet worden.“ Für Harmatz und seine Männer war klar: Die Angeklagten hatten den Tod verdient. „Bewaffnet mit MPs und Handgranaten wollten wir in den Gerichtssaal eindringen und den großen Helden ein Ende bereiten.“ Doch auch dieser Plan scheiterte. Das Gebäude war zu stark gesichert.

Der Blick der Rächer richtete sich nun auf das frühere Kriegsgefangenenlager Stalag 13 in Nürnberg-Langwasser. Dort waren über 10.000 SS-Männer und Nazi-Funktionäre interniert. „Wir wussten, dass das Brot für die Gefangenen in der Konsum-Bäckerei gebacken wurde“, erinnerte sich Leipke Distel, der sich unter falschem Namen in einer Wohnung eingemietet hatte. Der damals 24-Jährige bewarb sich um einen Posten in der Brotfabrik und wurde auch prompt eingestellt.

Während Leipke Distel die lokalen Gegebenheiten studierte, observierten die anderen Gruppenmitglieder die Bäckerei und den Abtransport der Brote ins Nazi-Gefangenenlager. Jeden Abend trafen sich die „Rächer“ in einer konspirativen Wohnung und diskutieren ihren Plan. Inzwischen schmuggelte ein Kurier große Mengen Arsen nach Nürnberg. Ein Test an einer Katze ergab: Die Substanz war absolut tödlich. Die Operation sollte am Abend des 13. April 1946 durchgeführt werden.

An diesem Samstagmorgen ging Leipke Distel wie gewöhnlich zur Bäckerei und begann mit der Arbeit. Mittags war die Schicht zu Ende. Leipke versteckte sich nach Arbeitsende in einer Lagerhalle und ließ alsbald zwei weitere „Rächer“ unbemerkt in die Bäckerei einsteigen. Das Gift befand sich schon seit Tagen auf dem Werksgelände. Bei Einbruch der Dämmerung begannen die Männer mit ihrer Arbeit. „Ich habe das Brot genommen und reichte es meinem Kameraden, der mit einem großen Pinsel das Gift auf die Unterseite des Brotes gestrichen hat“, erinnerte sich Leipke Distel noch lebhaft an diese Nacht. Der dritte „Rächer“ rührte währenddessen das Gift um, damit es sich nicht auf dem Boden des Eimers absetzte. Um zu verhindern, dass unschuldige Menschen Schaden erleiden, vergifteten sie nur das Graubrot. Denn die Amerikaner rührten diese Brote nicht an, für die Wachmannschaften wurde ausschließlich Weißbrot gebacken.

Plötzlich kamen Wächter und überraschten die Drei. Die beiden Helfer reagierten panisch und flüchteten in heller Aufregung. Leipke Distel konnte sich unbemerkt verstecken. Die Wachen und auch die herbeigerufene Polizei glaubten, sie hätten Brotdiebe überrascht, schöpften keinen Verdacht und ließen die Sache auf sich beruhen. „Ich schätze, dass wir in dieser Nacht etwa 3.000 Brote mit Gift bestrichen haben“, glaubte Distel, der die Fabrik erst später verließ. Zwar konnten durch die Störung nicht alle Brote präpariert werden, dennoch wurden die Laibe planmäßig an das Straflager ausgeliefert und verteilt.

Am nächsten Tag litten tausende SS-Männer unter heftigen Leibschmerzen. Einige Gefangene zeigten deutliche Vergiftungserscheinungen und wurden sofort in US-Militärhospitäler eingeliefert. […] Auch einige deutsche Zeitungen brachten Meldungen, während die New York Times in der Ausgabe vom 20. April 1946 titelte: „Poison Bread Fells 1.900 German Captives In U.S. Army Prison Camp Near Nuremberg“.

Auch als der Anschlag schon Jahrzehnte zurücklag, waren die „Rächer“ immer noch von der Legitimität ihrer damaligen Aktionen überzeugt. „Wir mussten etwas tun, damit sich die Leute merkten, dass Gräueltaten bestraft werden“, begründete Joseph Harmatz diese Haltung. Auch Leipke Distel, der im Jahr 2000 verstarb, bereute nichts: „Wir haben moralisch gehandelt; die Juden hatten ein Recht sich an den Deutschen zu rächen.“

Der Autor besuchte 1999 Joseph Harmatz, Leipke Distel und andere „Rächer“ in Israel.
In Zusammenarbeit mit Peter Zinke entstand aus den Interviews ein TV-Feature.
2000 erschien ihr Buch „Nakam. Jüdische Rache an NS-Tätern“.

Quelle: hagalil.com

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Dazu Metapedia:

Die „Jüdische Brigade“

Am 3. Juli 1944 bewilligte die britische Regierung die Aufstellung einer jüdischen Brigade, die im September als Teil der 8. Armee gebildet wurde. Unter den 5000 Freiwilligen aus Palästina befanden sich auch einige Mitglieder der so genannten «Deutschen Abteilung» der Hagana, der jüdischen Untergrundarmee in Palästina. Diese 35 Mann starke Spezialtruppe aus «arisch» aussehenden, deutsch sprechenden Elitesoldaten war 1942 geschaffen worden, als sich Rommels Afrikakorps in Nordafrika auf dem Vormarsch befand. Zum Einsatz kamen die Männer aber, wie die gesamte Jüdische Brigade, erst gegen Ende des Krieges, in Italien.

Bedeutend radikaler als die Mitglieder der Jüdischen Brigade war Abba Kovner, der die Organisation „Nakam“ (hebräisch für „Rache“) führte. Der Dichter und Partisanenführer hatte während des Krieges in der Umgebung von Wilna gegen die Deutschen gekämpft. Damals hatte er die berühmte Losung geprägt: «Lasst uns nicht wie Schafe zur Schlachtbank gehen!» Kovner war davon überzeugt, dass „die Rache an den Nazis dieselbe Dimension haben müsse wie der Massenmord an den Juden“. Das geeignete Mittel dazu sah er in der Vergiftung des Trinkwassers in deutschen Städten – womit er das angebliche Klischee von den Juden als Brunnenvergifter bestätigte.

Plan A («Tochnit Alef») sah Hamburg und Nürnberg als Ziele vor, Plan B Angriffe auf SS-Internierungslager. Kovner reiste nach Palästina, um Gift zu besorgen, wurde aber bei der Rückreise verhaftet. Die Hagana hatte ihn auffliegen lassen, um die Staatsgründung Israels nicht durch die Konsequenzen eines solchen Massenmords von jüdischer Hand zu gefährden.

Plan B aber gelangte – auch ohne Kovner – zur Ausführung. Im SS-Internierungslager Langwasser bei Nürnberg gelang es «Nakam»-Mitgliedern im April 1946, etwa 3.000 Brote mit Arsen zu vergiften. 1900 (nach anderen Angaben 2200) Lagerinsassen erkrankten, 38 davon schwer. Angeblich war die Dosis zu schwach, um die Internierten zu töten. Tatsächlich wurde im Toronto Daily Star vom 9. März 1968 berichtet: „Mitglieder einer ehemaligen jüdischen Partisaneneinheit, denen absolute freie Hand gegeben worden war, Deutsche nach Belieben abzuschlachten, haben folgendes Geständnis abgelegt: „Mehr als 1.000 SS-Offiziere starben nach dem Genuss von mit Arsen vergiftetem Brot, das sie am 13. April 1946 in ein US- Kriegsgefangenenlager in der Nähe Nürnbergs eingeschmuggelt hatten“

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Nakam

Nakam war eine jüdische Organisation, die sich seit 1945 das Ziel gesetzt hatte, Rache für den sogenannten „Holocaust“ zu üben.

Das aufsehenerregendste Attentat durch Nakam war der Anschlag vom 14. April 1946 auf das Internierungslager Langwasser bei Nürnberg. Dabei wurden die Brote für 12.000 bis 15.000 Internierte (zumeist SS-Angehörige) mit Arsen vergiftet.

Die Staatsanwaltschaft beim Oberlandesgericht Nürnberg stellte im Mai 2000 das Ermittlungsverfahren wegen versuchten Mordes gegen zwei Nakam-Aktivisten ein, die sich namentlich zu der Tat bekannt hatten. Als Begründung dafür führte die Staatsanwaltschaft „Verjährung aufgrund außergewöhnlicher Umstände“ an.

Von der Nakam unter Abba Kowner war darüber hinaus geplant, Millionen Deutsche durch Vergiften des Trinkwassers in großen Städten zu ermorden. Dies wurde aber durch im Detail nicht näher geklärte Umstände verhindert.

Arno Hamburger, ein jüdischer Stadtrat der SPD in Nürnberg, war Mitglied der Nakam.

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Quelle: http://de.metapedia.org/wiki/Nakam

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