Hoheitszeichen des Deutschen Reiches

Das Hoheitszeichen des Deutschen Reiches

Das Drittes Reich (1933–1945)

Hauptartikel: Drittes Reich
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Die Friedenszeit

Wahlplakat der NSDAP zur Reichstagswahl 1933

Im Zuge der Reichstagswahlen vom 5. März 1933 und der Machtübertragung auf den neuen Reichskanzler Adolf Hitler kam es zur nationalen Erhebung, welche in die eigentliche, unblutig vollzogene, nationalsozialistische Revolution überging. Die feierliche Eröffnung des neuen Reichstages in der Garnisonskirche zu Potsdam am 21. März war die Geburtsstunde des Dritten Reiches. Die neue deutsche Reichsregierung wurde unter Führung der NSDAP mit Beteiligung der nationalen Oppositionen gebildet.

Im März 1933 erließ Reichspräsident Hindenburg nach dem Reichstagsbrand die Reichstagsbrandverordnung, eine Notverordnung; im selben Monat ratifizierte der Reichstag das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich. Fortan konnte die Reichsregierung verfassungsändernde Gesetze ohne Zustimmung des Reichstages erlassen, wodurch die Weimarer Reichsverfassung weitgehend außer Kraft gesetzt wurde. Infolgedessen wurde der pseudodemokratische Mehrparteien­parlamentarismus beseitigt. Zur Überwindung des Klassenkampfes trat an die Stelle der Gewerkschaften die Deutsche Arbeitsfront. Der neue nationalsozialistische Staatsaufbau gemäß Führergrundsatz wurde durch die Gleichschaltungsgesetze vom 31. März und 7. April verwirklicht. In der Folgezeit wurden in den Ländern die Reichsstatthalter eingesetzt. Die Auflösung der Volksvertretungen der Länder und die Übertragung der Hoheitsrechte auf die neue Reichsführung erfolgte am 30. Januar 1934. Dem Ziel der Vereinheitlichung von Partei und Staat diente auch die Auflösung aller bürgerlichen, marxistischen und kommunistischen Parteien, insbesondere der KPD, im Deutschen Reich. Am 1. Dezember 1933 wurde die NSDAP Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Die Zahl der Arbeitslosen sank von 6 Millionen (Anfang 1933) auf 1,17 Millionen (Mitte 1936). Das Reichserbhofgesetz vom 29. Septemebr 1933 brachte die Einheit und Sicherung des deutschen Bauerntums. Gemäß Rassegedanken wurde der bisherige große Einfluß des Judentums auf Politik und Kultur weitgehend beseitigt und Juden wurden zunehmend aus öffentlichen Ämtern gedrängt. Die erste grundlegende Maßnahme war die Reformierung des Berufsbeamtengesetzes vom 7. April 1933 mit der Einführung des „Arierparagraphen“. Den Abschluß bildeten die – auch von Zionistenführern begrüßten – Nürnberger Gesetze vom 15. September 1935.

Außenpolitisch hatte das Dritte Reich mit einem bis dahin nie gekannten Mißtrauen sämtlicher Nationen zu kämpfen. Der bei der Genfer Abrüstungskonferenz erstmals erhobene deutsche Anspruch auf Gleichberechtigung konnte nicht durchgesetzt werden und stieß insbesondere auf hartnäckigen Widerstand Frankreichs. Daraufhin erklärte Deutschland am 14. September 1933 seinen Austritt aus dem 1919 gegründeten Völkerbund. Die Volksabstimmung zum 12. November bestätigte diesen Schritt mit knapp 95 % der Stimmen. Das nach dem 30. Januar 1933 einsetzende gute Verhältnis zum faschistischen Italien wich einer starken Entfremdung, als Benito Mussolini die Regierung in Österreich bei ihrem Kampf gegen den Nationalsozialismus unterstützte. Ein außenpolitischer Erfolg wurde mit dem Schließen des deutsch-polnischen Nichtangriffspaktes am 26. Januar 1934 erzielt.

Spekulationen nach drohte dem Deutschen Reich ein Umsturzversuch durch Ernst Röhm, Stabschef der SA und linker Flügel der NSDAP. Die Röhm-Revolte wurde am 30. Juni 1934 beendet. Frankreich arbeitete weiter an einer deutschfeindlichen Einkreisungspolitik und zog dazu sogar die Sowjetunion hinzu. Als im August 1934 Reichspräsident Paul von Hindenburg starb, übernahm Adolf Hitler sein Amt und führte fortan die Dienstbezeichnung „Führer und Reichskanzler“; die Volksabstimmung vom 19. August bestätigte diese Regelung mit 89 % Ja-Stimmen.

Anfang 1935 kam das Saarland zurück zum Reich, nachdem es infolge des Versailler Vertrages abgetrennt worden war. Die saarländische Volksabstimmung vom 13. Januar 1935 brachte eine überwältigende Mehrheit. Mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht stellte die Reichsregierung die nach dem Versailler Vertrag beseitigte Wehrhoheit wieder her. Es folgte der Abschluß des Flottenabkommens mit England am 18. Juni 1935 und die Verlegung deutscher Truppen ins Rheinland am 7. März, was als Antwort auf das französisch-sowjetische Bündnis angesehen werden kann. Somit wurde die Wehrlosigkeit der „entmilitarisierten Zone“ beseitigt. In der Volksabstimmung vom 29. März stellte sich das Volk mit 99 % der Stimmen fast geschlossen hinter den Führer.

Im August 1936 fanden in Berlin die Olympischen Sommerspiele statt. Im selben Jahr unterstützte das Deutsche Reich zusammen mit Italien den faschistischen General Franco militärisch im Spanischen Bürgerkrieg gegen die dortige marxistische Regierung.

Am 12. März 1938 marschierten deutsche Truppen friedlich in Österreich ein. Es kam zum Anschluß Österreichs. Sodann beschlossen am 13. März die deutsche und österreichische Regierung das Anschlußgesetz, welches nur wenige Tage später in Kraft trat; es wurde am 10. April durch eine Volksabstimmung bestätigt. Im Deutschen Reich sprachen sich 99 % der Bevölkerung, in Österreich 99,7 % für die Vereinigung der beiden deutschen Staaten aus. Die Westmächte beließen es bei diplomatischen Protesten und akzeptierten die Vereinigung vorerst als vollendete Tatsache. Im Münchner Abkommen vom selben Jahr wurde der Anschluß des Sudetenlandes an Deutschland beschlossen. Am 9. November 1938 ereignete sich die sogenannte „Reichspogromnacht“. Im August 1939 kam es zur Ratifizierung des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes.

Deutschland um 1939

Im März 1939 marschierte die Wehrmacht in die sogenannte Rest-Tschechei ein, da im Falle eines militärischen Konfliktes mit den Westmächten die Tschechei als potentieller Feind Deutschlands angesehen werden mußte. Das Memelland, ebenfalls im Zuge des Versailler Vertrages vom Reich abgetrennt, kam nach vertraglicher Vereinbarung an Deutschland zurück. 

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Die Kriegszeit

Hauptartikel: Zweiter Weltkrieg
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Am 1. September 1939 begann der aus Notwehr geborene Polenfeldzug; infolgedessen erklärten am 3. September zunächst Großbritannien und dann Frankreich Deutschland den Krieg und entfesselten damit den Zweiten Weltkrieg in Europa. Nach dem Sieg der Wehrmacht und der Roten Armee über Polen wurde dessen Westteil zum deutschen Generalgouvernement erklärt, während die Sowjetunion den Ostteil des Landes besetzte.

Nur wenige Monate nach Beginn des Krieges, am 8. November 1939, verübte der Einzeltäter Johann Georg Elser ein Bombenattentat auf Hitler während einer Veranstaltung im Münchner Bürgerbräukeller; es scheiterte jedoch, weil Hitler unmittelbar nach seiner Rede wenige Minuten vor der Explosion den Saal verlassen hatte.

Im „Blitzkrieg“ folgten schnelle deutsche Besetzungen von Dänemark, Norwegen, den Beneluxstaaten und Frankreich 1940, u. a. um britischen Invasionen ebendort zuvorzukommen. Die geplante Niederwerfung Großbritanniens mit dem Unternehmen Seelöwe mißlang jedoch, weil die deutsche Luftwaffe in der Luftschlacht um England trotz intensiver Bombardierung strategischer Ziele (Flugplätze, Radarstationen, Luftrüstungsindustrie) nicht die völlige Lufthoheit über Großbritannien erringen konnte, was wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Invasion der britischen Inseln gewesen wäre.

1940/41 eroberte die Wehrmacht mit den Streitkräften Italiens, Ungarns und Bulgariens gemeinsam Jugoslawien und Griechenland. Es entstanden die Staaten Kroatien, Serbien und Montenegro. Die restlichen Gebiete wurden den Ländern zugeteilt, die diese Gebiete nach dem Ersten Weltkrieg verloren hatten. Es folgte ab 1943 ein zermürbender Partisanenkrieg. Mit zur Unterstützung Italiens entsandte Deutschland im Januar 1941 das Afrikakorps in die damalige italienische Kolonie Libyen.

Am 22. Juni begann das als Blitzkrieg geplante „Unternehmen Barbarossa“ gegen die Sowjetunion. Dabei drangen Wehrmacht und Waffen-SS bis vor Moskau und Leningrad vor. Im Winter 1941/42 geriet die Offensive ins Stocken.

Am 11. Dezember 1941 mußte Deutschland den VSA, welche seit Kriegsbeginn Großbritannien und seit Juli 1941 auch die UdSSR ausgiebig mit Gütern versorgten, den Krieg erklären.

Im Verlauf einer neuen Offensive im Osten im Sommer 1942 drangen Wehrmacht und Waffen-SS bis an den Don und in den Kaukasus vor. Die Schlacht um Stalingrad im Winter 1942/43 war einer der Wendepunkte des Krieges. Bis Ende 1943 hatte die Sowjetunion weite Gebiete zurückerobert. Am 13. Mai 1943 mußten die Achsenmächte (Deutschland und Italien) in Nordafrika kapitulieren.

Ab 1939 (Angriff auf Krefeld) begann der Bombenkrieg der Alliierten auf deutsche Städte. Ab Ende 1944 flohen viele Deutsche aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches vor der anrückenden Roten Armee. 1944 konnte diese weite Teile von Südosteuropa erobern. Am 6. Juni begann die Invasion der westlichen Alliierten in der Normandie, nachdem sie nach der Landung auf Sizilien von Süden her Italien erobert hatten und gegen Deutschland im Vormarsch waren. Am 20. Juli scheiterte ein Attentat und ein Putschversuch von Wehrmachtsangehörigen und Mitgliedern des Kreisauer Kreises gegen Adolf Hitler und die Reichsregierung.

Ende 1944 und Anfang 1945 beschlossen die Alliierten die Aufteilung Deutschland nach dem Krieg. Nach Beginn ihrer Winteroffensive am 12. Januar 1945 eroberte die Rote Armee Ostpreußen, Pommern und Schlesien und holte vielfach die fliehende Zivilbevölkerung ein. Im April erreichten die sowjetischen Truppen die Reichshauptstadt und es kam zur Schlacht um Berlin. Hitler beging am 30. April im Bunker der Reichskanzlei mutmaßlich Suizid, nachdem er testamentarisch Admiral Karl Dönitz zu seinem Nachfolger als Reichspräsident und Oberbefehlshaber der Wehrmacht bestimmt hatte. Am 7. Mai 1945 schließlich unterzeichnete Generaloberst Jodl – von Dönitz hierzu autorisiert – die bedingungslose Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht, die, durch Unterzeichnung einer weiteren Kapitulationsurkunde ratifiziert, am Tag darauf in Kraft trat. Damit war der Kampf um Deutschland beendet.

In den letzten Kriegsmonaten und im Anschluß an die Besetzung wurden die meisten noch verbliebenen Deutschen im Rahmen der widernatürlichen sogenannten „Westexpansion Polens“ aus Ost- und Ostmitteleuropa vertrieben, insgesamt mehr als 12 Millionen Menschen. Infolge der Vertreibungen wurden über 2,1 Millionen Deutsche ermordet.

 

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Quelle/Auszug aus: Deutsche Geschichte – Metapedia

 

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