Das Beste aus den Tageskommentaren
vom 26. Oktober bis 1. November 2014

von Michael Winkler

26. Oktober 2014

In der altehrwürdigen Bischofsstadt Bamberg haben tausend Menschen ihren Deutschenhaß und ihren Abscheu gegen die deutsche Kultur demonstriert. Im besten fränkischen Tonfall haben jene, die im qualitätsfreien Bayerischen Propaganda-Fernsehen vorgeführt worden sind, sich für Ausländer und Asylbewerber ausgesprochen. In Bamberg sei Platz, haben sie gesagt. Außer für Nazis, natürlich, denn gegen die sei man aus Prinzip.

"KulturBereicherer"

„KulturBereicherer“

Nun, das finde ich großartig. Bayern sucht einen Standort für ein Erstaufnahmelager, dafür haben sich die Bamberger gerade intensiv beworben, für die dauerhafte Unterbringung eignet sich eine gerade aufgegebene US-Kaserne, und wenn das alles nicht ausreicht, sollte man die Bürger angehen, die vor laufenden Kameras demonstriert und sich für Ausländer ausgesprochen haben, die Damen und Herren Zuwanderer doch bei sich aufzunehmen. Wer so etwas tut, der soll ruhig beim Wort genommen werden.

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27. Oktober 2014

Heute vor zehn Jahren, am 27. Oktober 2004, erschien mit „Vorschlag einer Parlaments-Reform“ der allererste Pranger. Es sollten damals sechs derartige Texte werden, um mir selbst zu beweisen, daß ich dies kann und solange durchhalte. Inzwischen sind es 501 Pranger geworden, und bis jetzt habe ich nicht vor, mit dem Schreiben aufzuhören. Ob es noch einmal zehn Jahre werden? Ich weiß es nicht. Es hängt wohl eher vom Weltgeschehen ab und meiner Gesundheit, als von meiner mangelnden Schreiblust. Ich danke den Wenigen, die von Anfang an dabei gewesen sind, und den Vielen, die in der Zwischenzeit dazugekommen sind, für die Treue als Leser!

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28. Oktober 2014

Die Wahl in Kiew verdient Respekt, behaupten unsere qualitätsfreien Propaganda-Medien. Die Parteien des Kleptokraten Poroschenko und die seines Jazenjuden liegen gleichauf in Führung, und ihre Wähler vertreten die Ansicht, daß Europa für die Versäumnisse der Ukraine zu zahlen habe. Egal was unsere Medien behaupten, die Ukraine ist ein „failed State“, der – genau wie Israel – nur lebensfähig wäre, wenn er fortlaufend von außen unterstützt wird. Die gütigen Spender sollen die Europäer sein, damit die USA preisgünstig an neue Stützpunkte zur Einkreisung Rußlands kommt. Zum Dank dafür dürfen die Europäer die Schlachtfelder stellen, wenn der Dritte Weltkrieg endlich ausbricht. Dafür danken wir dem obersten Kriegsherrn in Washington und seiner hiesigen Vasallin untertänigst.

Aufrechte Deutsche nutzen das Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit und gehen gegen die Umtriebe korantreuer Muselmanen in Köln auf die Straße. Dafür werden sie von den Propaganda-Medien als „rechte Hooligans“ verunglimpft, und der NRW-Hetzminister Jäger (SPD) denkt sofort darüber nach, die Versammlungsfreiheit einzuschränken. Nun, wie hat Rosa Luxemburg gesagt? Demokratische Freiheit ist die Unterdrückung der Andersdenkenden. Zumindest scheint ein Herr Jäger das so aus seiner Schulzeit mitbekommen zu haben. Wären das linksradikale Antifanten gewesen, die „Deutschland den Fremden, Inländer raus!“ brüllen und eine Schneise der Zerstörung durch die Stadt schlagen, hätte besagter Jäger ganz sicher bagatellisiert und die Grundrechte auf einen hehren Sockel gehoben.

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29. Oktober 2014

13 Millionen Menschen waren laut dem Statistischen Bundesamt im Jahr 2013 armutsgefährdet – rund 16,1 Prozent der Bevölkerung. Aber wir sind ja so ungeheuer reich, wir können Flüchtlinge aus der ganzen Welt bei uns aufnehmen. Und natürlich Fachkräfte aller Art zu uns holen, insbesondere Fachkräfte für Sozialhilfeempfang. Wir bezahlen die Gasrechnung der Ukraine, wir subventionieren Waffen für das Dauerkriegsgebiet Israel, wir unterstützen Banken und Konzerne. Aber ein Sechstel unserer Mitbürger lassen wir durch das Raster fallen. Da sagen wir doch: Danke, Kanzlerin!

Strichmännchen - Fragezeichen (negativ)Die Genossin Staatsratsvorsitzende hat Belgien besucht und sich für das deutsche Vorgehen im Ersten Weltkrieg entschuldigt. — Die Belgier hätten die Deutschen nur durchmarschieren lassen müssen, in ganz Belgien wäre kein einziger Schuß gefallen. Die kaiserlichen Truppen wären schneller am französischen Feind gewesen, sie wären dort in voller Stärke angekommen. Der Durchbruch nach Paris wäre möglich gewesen und der Krieg bereits Weihnachten 1914 beendet. Insofern sind die Belgier daran schuld, daß aus einem begrenzten europäischen Krieg ein Weltkrieg geworden ist. Indirekt sind sie auch am Zweiten Weltkrieg schuld, denn der hätte ohne den Versailler Vertrag nicht stattgefunden. Wir müssen den Belgiern folglich unendlich dankbar sein. Leider war dieser Auftritt keinen Bildbericht wert, deshalb kann ich nicht berichten, welche Farbe das Jackett der Genossin Staatsratsvorsitzenden gehabt hat. Mit hoher Wahrscheinlichkeit war es jedoch ein Modell ihrer Lieblingsmarke Tsu Eng.

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30. Oktober 2014

Es ist fast wie 1957: Die Amerikaner starten einen Kaputtnik, ein 200-Millionen-Dollar-Feuerwerk, während die Russen kurz danach ganz problemlos einen Sputnik in die Umlaufbahn bringen – bzw. eine ihrer bewährten Sojus-Raketen. Den Unterschied machte damals ein gewisser Wernher von Braun aus, der in den merkeldeutschen Medien heute vor allem als Nazi herausgestellt wird. Das war der Mann, der den Amis beigebracht hat, wie Raumfahrt funktioniert. Wobei die kapitalistische Raumfahrt ein kleines Problem hat: So eine Rakete besteht aus Tausenden Einzelteilen, und jedes einzelne war das billigste Angebot. Das führt zu spektakulären Knalleffekten. Die einstige sowjetische Raumfahrt folgte hingegen einem einfachen Programm: If (Rakete funktioniert) Then (Held der Sowjetunion) Else (Sibirien). Dieses Verfahren sorgte für dauerhaften Erfolg.

Wie wir alle spätestens seit Uli Hoeneß, Atze Brauner und Alice Schwarzer wissen, gibt es nichts Schlimmeres als Steuerbetrüger. Es sei denn, man ist ein Großkonzern, der betrügt nämlich nicht, sondern nutzt die Gesetze. Damit der Otto-Normal-Steuerbetrüger nun auch wirklich erwischt wird, haben 51 Länder ein Datenaustausch-Abkommen geschlossen. Ab Herbst 2017 sollen alle Eckdaten ausländischer Konteninhaber an deren Heimat-Finanzämter gemeldet werden. Die Zeit benötigt man, um die Rechner-Infrastruktur für diesen Datenaustausch aufzubauen. An dem Abkommen nehmen die USA, die Schweiz und China nicht teil. Das heißt, die Amerikaner und die Chinesen rücken keine Daten heraus, und die Schweizer wollen weiterhin am Verkauf der Daten-CDs verdienen. Ach so, ja. Gold ist nach wie vor steuerfrei. Das wird bei diesem Abkommen nicht erfaßt, zumindest dann nicht, wenn es unter der Matratze statt auf der Bank liegt.

Vollpfosten-Regel

Vollpfosten-Regel

Seehofers Mautdesaster-Mann Dobrindt hat offenbar einen netten Kompromiß gefunden: Die Pkw-Maut für alle gilt auf den Autobahnen, auf den Bundesstraßen gilt sie nur für Deutsche. Die Ausländer hingegen dürfen sie kostenlos benutzen. Da dieser Vorschlag nur die Deutschen diskriminiert, hat er alle Aussicht auf Erfolg.

Unsere qualitätsfreien Medien verkommen von der Propaganda- zur Lügenpresse. Bei der Berichterstattung über die aufrechten Deutschen, die in Köln gegen die korantreuen Muselmanen demonstriert haben, wurde die Wahrheit nicht nur ein wenig zurechtgebogen, sondern gänzlich ignoriert. Die linke Geiferpresse hat sich verhalten, als wäre in Köln gerade noch der offene Bürgerkrieg verhindert worden. Allen voran NRW-Innenminister Ralf Jäger, der nicht einmal ein Pädagogik-Studium erfolgreich abschließen konnte, spielte sich als Großinquisitor auf. Laut Augenzeugenberichten war in Köln friedlich demonstriert worden, bis Jägers Polizei linke Gegendemonstranten herangeführt hatte, die unter dem Schutz der Beamten begannen, auf den Demonstrationszug Steine, Flaschen und sogar Gullideckel zu werfen. Anschließend kam es zu Übergriffen der Polizei gegen die ihr Grundrecht wahrnehmenden Bürger, bei denen vom Pfefferspray über Polizeiknüppel bis zum Wasserwerfer alles aufgeboten wurde, was eingepferchte Opfer dazu bringt, für die „embedded Reporters“ Bilder der Gewalttätigkeit zu produzieren. Diese wurden anschließend in allen Lügenmedien mit Krokodilstränen gesendet. Noch ist dies ein Einzelfall, doch es drängt mir das Bild vom Amok laufenden Staat auf. Der totale Merkel-Staat verliert auf diese Weise jegliche Glaubwürdigkeit.

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31. Oktober 2014

Der Sultan des Osmanischen Reiches hat sich einen prachtvollen Präsidenten-Palast hinstellen lassen. Das Gebäude, das als größter Präsidentenpalast der Welt Erdogan dem Großprächtigen durchaus angemessen ist, besitzt mehr als 1.000 Zimmer, hat spezielle Räume für Staatsempfänge, eine eigene Moschee und sogar einen botanischen Garten. Gekostet hat es 280 Millionen Euro, verziert wurde es im osmanischen und seldschukischen Stil und – da der Amtsantritt als Präsident erst kurz zuvor stattgefunden hat – ist es gerechtfertigt, von einer termingerechten Fertigstellung zu sprechen. In Deutschland kostet bereits ein simpler Konzertsaal (Elbdisharmonie) das Dreifache, wir können uns freuen, wenn überhaupt mal etwas fertig wird, weil Termine um Jahre bis Jahrzehnte überschritten werden. Nun, der Padischah hat ein paar grundlegende Fehler vermieden: 1. Es war kein jüdischer Star-Architekt involviert. 2. Kein einziger deutscher Politiker war auch nur Mitglied im Aufsichtsrat des Bauprojekts. 3. Hartmut Mehdorn trug dabei keinerlei Verantwortung. 4. Angela Merkel hat es nicht zur Chefsache erklärt. 5. Wolfgang Schäuble war nicht für die Finanzierung zuständig. 6. Die Grüninnen konnten das Baugelände nicht zum Biotop für seltene Giftknollen-Morcheln, Beißwanzen oder Glücksdrachen deklarieren.

Seehofers Mautdesaster wurde jetzt genauer vorgestellt. CSU-Minister Dobrindt glaubt doch tatsächlich, er könne pro Jahr 500 Millionen Euro Überschuß erwirtschaften. Realistischere Schätzungen, die nicht von der bayerischen Staatskanzlei nachgebessert wurden, sprechen von Gesamteinnahmen in Höhe von 250 Millionen pro Jahr – und Kosten in Höhe von 300 Millionen. Macht unterm Strich 50 Millionen Miese pro Jahr, nur damit Merkeldeutschland ein bißchen Seehoferei zu spüren bekommt. Aber, was sind denn schon 50 Millionen? Mit dem Geld anderer Leute geht Seehofer gerne großzügig um, das haben wir bei den zehn Euro für den Arztbesuch gesehen.

Es ist interessant, die Börsen-Manipulationen zu verfolgen. Da geht der DAX nach unten, und plötzlich, ohne nachvollziehbare Gründe, dreht er ins Plus. Da freuen sich doch die Aktionäre, oder? Dafür kennt Gold mal wieder nur die Richtung nach unten. Früher habe ich mich darüber ein wenig geärgert, jetzt finde ich das nur noch lächerlich. Wer die Funktion des Goldes begriffen hat, der verfolgt diese Rödelei gelassen. Ein paar Monate noch, dann ist das Spiel ohnehin zu Ende. In früheren Zeiten gab es für verdiente Personen eine spontane Ehrung: einen Fackelzug vor das Privathaus, mit entsprechenden Lobreden. Ich vermute, wenn der Euro stirbt, werden dessen deutsche „Erfinder“ Kohl, Genscher und Waigel keinen großen Wert darauf legen, daß ein Fackelzug sich zu ihren Privathäusern aufmacht.

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1. November 2014

Juden - jew-rub-handsAlso schön, die Verträge sind jetzt unterzeichnet. Die Putsch-Ukraine bekommt den Winter über Gas aus Rußland, sie wird ihre Altschulden bezahlen und für die neuen Lieferungen Vorkasse leisten. Ausgehandelt wurde das in Brüssel, und der scheidende Energie-Kommissar Oettinger hat ebenfalls unterschrieben. Damit wissen wir auch, wer bezahlt: Deutschland. Nein, das ist rational. Seit Gründung der EU war die ultima ratio, daß die Deutschen für alles zu zahlen haben.

Berlin plant die Einschränkung der Menschenrechte. Die sind ja ohnehin ein großes Problem in Merkeldeutschland, weswegen sich die bunte Kanzlerin weltweit Vorwürfe anhören muß. Das Land Berlin befürchtet, nicht genug gewalttätige Linkschaoten aufbieten zu können, um eine Demonstration von 10.000 aufrechten Deutschen zur Randale entarten zu lassen. Nun, wenn die Antifa kneift, müssen eben Polizisten ran. Polizeiknüppel gegen friedliche Bürger, das hat in Berlin Tradition, das war schon damals so, als noch Karl Friedrich Zörgiebel Polizeipräsident gewesen war. Nur mit dem kleinen Unterschied, daß der beim Blutmai 1929 die KPD zusammenknüppeln ließ. Die SPD hat in DDR-Zeiten dazugelernt und heute, als eine der Sozialistischen Einheitsparteien Deutschlands, geht sie natürlich gegen Rechte vor – gegen Menschenrechte, um genau zu sein.

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TextQuelle/Auszug aus: Michael Winkler – Tageskommentare