Haman:
„[…] Tief in der Hölle ward die schwarze Tat erdacht,
Und noch verbirgt ein Teil der Schuldigen die Nacht.
Vergebens, daß dich Thron und Kron und Zepter schützen;
Du sollst nicht Babylon, nicht mehr dein Reich besitzen!
In fürchterlicher Nacht trennt die Verräterei
Mit Vatermörderhand dein Lebensband entzwei;
Dein Blut, wofür das Blut von Tausenden geflossen,
Wird über Bett und Pfühl erbärmlich hingegossen.
Weh heulet im Palast, Weh heult durch Reich und Stadt,
Und weh, wer deinem Dienst sich aufgeopfert hat!
Dein hoher Leichnam wird wie schlechtes Aas geachtet,
Und deine Treuen sind in Reihen hingeschlachtet!
Zuletzt, vom Morden satt, tilgt die Verräterhand
Ihr eigen schändlich Werk durch allgemeinen Brand.“

(aus: Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern –> Johann Wolfgang von Goethe – zensiert!)

Am Ende waren Haman und Ahasverus anscheinend doch zu nachsichtig, sonst wär’s Essig gewesen mit dem „Wunder von Purim“… – Trotzdem interessant, wie man das „schöninterpretieren“ kann:

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