Ein Hoch auf das mittelalterliche England

Erinnerung an ein goldenes Zeitalter ohne Wucher und Zinsknechtschaft

Übersetzung aus dem Englischen mit Dank an spearhead.com
Von Stephen Mitford Goodson, ergänzt durch Raimund Heidenfeld
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Die Zeit des Mittelalters wird heutzutage gerne als eine Zeit von Tyrannei, Armut und Zurückgebliebenheit dargestellt. Die Lebensumstände der Menschen dieser Epoche werden als äußerst hart beschrieben. Ungeachtet fehlenden technischen Fortschritts im Bereich von Medizin und Wissenschaft, handelte es sich bei diesem Zeitalter in Wirklichkeit um eine Ära, in der in England der Wohlstand blühte und die Zufriedenheit sehr weit verbreitet war.

Die Wucherer

Die Probe aufs Exempel einer jeder erfolgreichen Zivilisation liefert ihre Finanzordnung, die das Wirtschaftsleben bestimmt. Wird die Grundlage des Tausches, also das Geld, vom Staat zum Wohl seiner Bürger ausgegeben, oder wird das Geld von privaten Bankern zum eigenen Wohl kontrolliert, manipuliert und zur Versklavung der Massen eingesetzt?

Im mittelalterlichen England wurden die Staatsfinanzen von der Krone geordnet und kontrolliert. Vor 1290 allerdings befand sich das Geldsystem in den Krallen einer Gruppe von räuberischen Geldverleihern.

Die Gesetze gegen Wucher vor der Zeit von William dem Eroberer im Jahr 1066 waren sehr streng. König Alfred (871 – 899) erließ sogar ein Gesetz, das Wucherern mit dem Einzug ihres Vermögens drohte. König Edward (1042-1066) ging mit einem Zusatz-Dekret im Jahr 1050 noch weiter. Wucherer verloren nicht nur ihr zusammengraubtes Vermögen, sondern wurden für den Rest ihres Lebens als Geächtete aus der Gesellschaft auszustoßen.  

Eigentlich war es der Sohn von William, Rufus (1087 – 1100), der sich aktiv am Wucher der jüdischen Finanziers beteiligte. Er erhielt 50 Prozent des Wucherzinses. Um den Zins für erhaltene Kredite der Geldverleiher bezahlen zu können, lud Rufus der Bevölkerung hohe Steuern auf, was in der Bevölkerung einen gewaltigen Groll gegen ihn erzeugte. Die „Encyclopaedia Britannica“ zeichnet ein recht anschauliches Bild dieses verhassten Mannes:

„Das Aussehen von William II. war sehr unattraktiv, stiernackig, herabhängende Schultern, extrem korpulent mit unbeholfenem Gang. Seine langen Locken und sein glatt rasiertes Gesicht zeugten von seiner Vorliebe für neumodische Dinge. Geistliche wurden damals nicht müde, diese Neigungen Williams anzuprangern. Seine Gesichtszüge waren markant und grob. Er hatte tiefliegende, graue Augen und verdankte seinen Spitznamen (Rufus) seiner rötlichen Haut. Er stotterte gewaltig und in entscheidenden Momenten konnte er so gut wie kein Wort herausbringen. In Gesprächen war er zynisch und beleidigend und umgab sich mit bösartigen Parasiten. Er pflegte noch nicht einmal den Anschein von Anstand. Seine Person entfachte die schlimmsten Gerüchte, die er nie versuchte, zu widerlegen. Er verstarb, ohne dass ihm jemand nachtrauerte.“

Jene Juden, die nicht im kriminellen Geldverleih zuhause waren, handelten mit Getreide, Wolle, billigem Schmuck und sonstigem Ramsch. Obwohl gesetzlich untersagt, feilten viele Juden die Silber- und Goldränder von Münzen ab und brachten den Kupferrest als „Kippermünzen“ (minderwertige Münzen) wieder in Umlauf. Das abgeschliffene Silber oder Gold schmolzen sie in Gold und Silberbarren ein. Einen ähnlichen Betrug praktizierten sie, indem sie Zinn mit Silber beschichteten und das beschichtete Zinnstück als Silberteller verhökerten.

Erbost wegen fremder Praktiken

Was die englischen Kaufleute erboste, war die jüdische Praxis, alle möglichen Waren unter einem Dach zu verkaufen. Kerzen, Kleidung, Eisen, Leder, Silber – diese verschiedenen Waren wurden normalerweise auch in den dafür vorgesehen unterschiedlichen Handelsgeschäften verkauft. Die Juden führten aber das Bazar-System ein, wo alles unter einem Dach verhökert wurde. Die Gier dieser Händler brachte nicht nur Wut hervor, sondern führte zur Verarmung der englischen Kaufleute. Die ehrbare Kaufmanns-Gilde wurde mit dieser Praxis unterlaufen.

Gemäß der „Heiligen Schrift“ wird das „Volk Gottes“ aufgerufen „über die Völker der Welt durch Geldverleih zu herrschen“. „So wirst du vielen Völkern leihen, und du wirst von niemand borgen. Du wirst über viele Völker herrschen, und über dich wird niemand herrschen.“ (Deuteronomium 15:6)

Das Führungsjudentum hat sich gemäß Jesu Christi in Johannes seit jeher an die Weisungen „des Teufels“ gehalten. Und an der Verwirklichung dieses „Teufelsplans“ hat der „Heilige Stuhl“ aktiv mitgewirkt, indem er sich für seine nicht immer christlichen Ziele von Juden Geld geliehen hatte: „Die Päpste des Mittelalters … haben sich von Juden finanzieren lassen.“ (Spiegel, Nr. 17/2000, S. 110)

Die Tatsache, dass sich Päpste von Juden finanzieren ließen, hatte seinen Preis. Papst Innozenz III. berief das 4. Laterankonzil im Jahr 1215 ein, in dessen Verlauf den Juden das Monopol des Geldverleihs übertragen wurde. Gleichzeitig Verbot der Papst den Christenmenschen Geld gegen Zinsen zu verleihen. Zinsen zu verlangen sei Sünde, so die päpstliche Entscheidung. Indem der „Heilige Stuhl“ den Christen die Geldgeschäfte verbot, war der Globalismus für das Finanzjudentum begründet worden. Überall im päpstlichen Wirkungsbereich besaßen daraufhin die Juden das Monopol des Geldverleihs und erlangten dadurch nicht nur die Kontrolle über Kaiser, Könige und Fürsten, sondern auch über die Völker, die hinfort als Zinssklaven ihre Leben fristeten.

Der größte deutsche Volksredner seiner Zeit, der Franziskanermönch Berthold von Regensburg, nannte damals die Juden „Räuber und Diebe, die wie Heiden und Ketzer dem Teufel verfallen sind.“ (Bildatlas der deutschen Geschichte, Bertelsmann, Gütersloh 1999, Seite 100)

Juden - Der Giftpilz - BörseWie schon ausgeführt, verlangten die nach der Schlacht von Hastings ins Land strömenden Geldverleiher auch in England von Prinzen und Edelleuten einen Jahreszins von mindestens 33 Prozent für Hypotheken. Die Handwerker, die ihre Werkzeuge und ihre Habe verpfändeten, mussten sogar 300 Prozent Jahreszins bezahlen. Erwartungsgemäß befand sich innerhalb von zwei Generationen der erschlossene Teil Englands (25 Prozent des Gesamtlandes) im Besitz von jüdischen Wucherern.

Die Anschuldigungen, die Juden würden zum Pessachfest christliche Jugendliche Schächten, verliehen den Forderungen Nachdruck, die Juden müssten wieder aus England vertrieben werden.

1233 schränkte das „Statutum de Judeismo“ die Geldverleih-Aktivitäten der Juden stark ein. Und 1275 wurde ein Gesetz erlassen, das jede Form von Wucher unter Strafe stellte. Ein Auszug aus diesem Gesetz lautete wie folgt:

„Wie dem König bekannt geworden ist, sind die üblen jüdischen Geldverleiher dafür verantwortlich, dass gute Leute Haus und Hof verloren haben. Davon haben die Juden und ihr Anhang profitiert. Gott zu Ehren und zum Wohl des Volkes hat der König nun als Recht erkannt, dass fortan kein Jude mehr Geld zu Wucherzinsen verleihen darf. Weder für die Finanzierung von Haus und Hof, noch für irgendetwas anderes. Alle, die den Juden Geld schulden und ihre Habe verpfändet haben, können sich von heute an bis zu Ostern diesen Jahres davon befreien lassen. Sollte irgendein Jude in Missachtung dieses königlichen Erlasses Geld zu Wucherzinsen ausleihen, dann werden weder König, noch seine Beamten, dem Juden beistehen. Vielmehr wird dann der Jude nach des Königs Ermessen bestraft und er muss die Pfandleihen dem geschädigten Christen wieder aushändigen. Um das von den Juden verursachte Leid zu mildern, bleiben die verpfändeten Gegenstände im Besitz jener, denen diese Gegenstände gehörten, bevor sie verpfändet wurden.“

König Edward I. vertrieb die Juden aus England. Danach erlebte das Land eine einzigartige Blüte.

Am 18. Juli 1290 wurde ein endgültiges Gesetz von König Edward I. (1272 – 1307) und dem Englischen Unterhaus verabschiedet. Das Gesetz zwang die Juden*, England bis zum 1. November 1290 für immer zu verlassen. Jeder dann noch in England verbleibende Jude würde riskieren, hingerichtet zu werden.

(*zu dieser Zeit lebten etwa 16.000 Juden in England)

Die Bekanntmachung der Vertreibung der Juden wurde im ganzen Land mit großer Freude und ausgelassenem Jubel aufgenommen. Im Gegensatz zur ethnischen Säuberung unserer Tage, war es den Juden aber gestattet, ihre Habe gegen Bezahlung einer Steuer mitzunehmen.

Die Propaganda-Instrumente der Israellobby werden nicht müde zu behaupten, die armen Juden seien schließlich vom Handwerk ausgeschlossen gewesen und es sei ihnen nichts anderes übrig geblieben, als Geld zu verleihen. Na ja, ein Blick auf die urjüdische Wirklichkeit in Israel widerlegt diese Behauptung:

„Heute findet man trotz einer Arbeitslosenquote von zehn Prozent [in Israel] auf Baustellen nur Ausländer. Beruflich knüpfen die ’neuen Juden‘ von heute an die Traditionen ihrer Vorfahren in der Diaspora an: Sie sind Banker, Ärzte, Rechtsanwälte, Buchhalter und Ingenieure. Der Handwerker und der Bauer – einst die Eckpfeiler der Idee des ’neuen Juden‘ – sind verschwunden.“ (Die Welt, 7.10.2003, S. 6)

Staatsfinanzen

Mit der Verbannung der Geldverleiher und der Abschaffung des Wuchers entwickelte sich die Finanzpolitik Englands in eine für die Menschen aller Schichten wunderbare Richtung. Das Land blühte auf, so wie Deutschland nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler aufblühte, wie es Lloyd George den Engländern übermittelte:

Zum ersten Mal seit dem Krieg hat sich ein allgemeines Gefühl der Sicherheit und des Friedens durchgesetzt. Die Menschen sind glücklicher. Im ganzen Land trifft man auf ein zufriedenes, lebensfrohes Volk. Es ist ein viel glücklicheres Deutschland. Ich beobachtete das überall.“ — So der ehemalige britische Kriegspremier Lloyd George über Hitler-Deutschland in einem Artikel für den „Daily Express“ am 17. September.1936.

Die Neuordnung der Finanzpolitik Englands nach der Vertreibung der Wucherer ab 1290 sah zum Beispiel so aus: Eine Privatperson, die ein Haus für beispielsweise 100 Pfund kaufen wollte, leistete eine Anzahlung von 10 Prozent des Kaufpreises. Für die restlichen 90 Pfund konnte mit der Bank eine Hypothek ausgehandelt werden. Der Käufer besaß 10 Prozent des Hauses, die Bank 90 Prozent bei Vergabe der Hypothek. Es wurde vereinbart, dass der Käufer der Bank eine Miete für das Haus bezahlt und jährlich eine Abzahlung von weiteren 10 Prozent (ohne Zinsen). Mit jeder Abzahlung erhöhte sich sein Eigentumsanteil bis dieser nach zehn Jahren 100 Prozent ausmachte.

Wenn der Käufer seinen Mietzins nicht mehr bezahlen konnte, ging das Haus in den Besitz der Bank über. Aber er konnte niemals seine bereits geleisteten Einzahlungen verlieren und er erhielt für diesen Anteil von der Bank den entsprechenden Mietzins erstattet. Durch diese Regelung gab es keine explodierenden Hauspreise. Die Inflation war NULL Prozent, so wie es in jeder Gesellschaft ohne Wucherpraktiken sein müsste.

Ein Geschäftskredit unterlag folgenden Bedingungen:

Ein Fischer beispielsweise, mit entsprechender Berufserfahrung, der sein eigenes Boot kaufen wollte, beantragte einen Kredit bei einer Bank. Sein gekauftes Boot gehörte der Bank und die Bank bezahlte ihm für seine Arbeit ein Gehalt. Nach einem Jahr hatte der Fischer die Wahl, 10 Prozent des Bootes von der Bank zu kaufen und dafür auch 10 Prozent des Gewinns zu bekommen. Und so jedes Jahr, bis der Fischer 100 Prozent des Bootes besaß. Sollte zum Beispiel die Bank nach zwei Jahren den Kredit gekündigt haben, weil der Kreditnehmer nicht zufriedenstellend arbeitete, dann behielt der Fischer aber seinen 20-prozentigen Anteil am Boot. Im Fall eines Untergangs erstattete die Versicherung dem Fischer seinen 20-prozentigen bzw. seinen jeweiligen Anteil. Diese Gesetzbuch behandelte beide Vertragsparteien, Bank und Kreditnehmer, fair und das Risiko wurde von beiden getragen.

Das Kerbholz (The tally stick)

Die Finanzstruktur der englischen Krone ab etwa 1290 wurde nach dem sogenannten “Kerbholz” ausgerichtet. Dieses altertümliche Recheninstrument, von den Sarazenen und höchstwahrscheinlich auch von den Chinesen benutzt, dürfte aus dem Donauraum nach Zentraleuropa gekommen sein. Das Kerbholz bezog in England seinen Namen aus dem lateinischen Begriff “Tallia”, was soviel wie Stock oder Latte bedeutete. Das Kerbholz, oder der „Tally Stick“ wurde aus Haselnuss-Holz, aus Ästen der Weide oder Buchsbaumholz hergestellt. Das Kerbholz war in England etwa 20 cm hoch und 5 cm breit. Manche Kerbhölzer waren auch mehr als zweieinhalb Meter lang.

Die Recheneinheiten wurden durch unterschiedlich große Kerben im Holz dargestellt. 1000 Pfund entsprachen einer Kerbe von der Größe einer Handfläche. 100 Pfund entsprachen einer Kerbe von der Breite des kleinen Fingers. Ein Pfund wurde mit der Größe eines Gerstenkorns dargestellt. Ein Schilling wurde noch etwas kleiner gekerbt und ein Pence wurde nur mit einem Schnitt auf dem Holz angezeigt. Der Zahlende wurde auf der Rückseite markiert.

Sobald alle Einzelheiten markiert waren, wurde das Rechenholz (Kerbholz oder tally stick) fast bis unten aufgespalten, so dass ein Teil als Stumpf oder Griff verblieb und ein Loch durchgebohrt wurde. Dieser Teil nannte sich „counter-tally“ oder „counterfoil“ (Quittung) und wurde beim Schatzamt der Krone aufbewahrt. Der andere Teil verblieb beim Zahlenden. Wieder zusammengefügt zeigte sich zweifelsfrei, ob die beiden Hälften zusammengehörten oder ob eine Hälfte nachträglich manipuliert worden war.

Rechenhölzer wurden erstmals unter der Herrschaft von König Henry I. (1100 – 1135) eingeführt und blieben in Umlauf bis 1783. In der Zeit von 1290 bis 1485 erlebte das Kerbholz seine prinzipielle Bedeutung als Ordnungsinstrument der Staatsfinanzen. „Tally Sticks“ wurden nicht nur zur Bezahlung von Beamtengehältern verwendet, sondern auch zur Abrechnung von anderen Staatausgaben benutzt wie zum Beispiel die Bezahlung des Baus der Londoner Stadtmauer, öffentliche Gebäude und Häfen.

Es ist nicht bekannt, wie viele Kerbhölzer in dieser Zeit in Umlauf waren, aber 1694 existierten „Tally Sticks“ mit einem Gesamtwert von 17 Millionen Pfund. Das war eine gewaltige Summe, bedenkt man, dass der Jahreshaushalt des Königshofs kaum den Betrag von 2,5 Millionen Pfund überstieg. Ein Arbeiter verdiente damals einen Pfennig pro Tag.

Da zu dieser Zeit in England nur geringe Steuern erhoben und keine Staatsschulden gemacht wurden, also keine Zinsen anfielen, erfreuten sich die Menschen eines allgemeinen Wohlstands und innerer Zufriedenheit. Ein Arbeiter verdiente damals genug, um seiner Familie ein Leben ohne Armut zu bieten. Die Menschen waren gut gekleidet und mit ausreichend Lebensmitteln versorgt.

Houston Stewart Chamberlain, der in Deutschland lebende britische Philosoph, bestätigte diese Lebensverhältnisse in seinem Werk „The Foundations of the 19th Century“ (Die Grundlagen des 19. Jahrhundert):

„Im 13. Jahrhundert, als teutonische Völker begannen, ihre neue Welt aufzubauen, war der Bauer nahezu in ganz Europa ein freierer Mann mit einer sichereren Existenz als heutzutage. Eigentum für die Bevölkerung war die Grundlage der Politik. Die Bauern besaßen ihr eigenes Land und darüber hinaus die Rechte an Wäldern und Weideland.“

In England mussten die Arbeiter in der Regel nur 14 Wochen im Jahr arbeiten. Es gab 160 bis 180 Feiertage im Jahr, was nicht überrascht. Lord Leverhulme, ein Autor dieser Periode, attestierte: „Die Arbeiter dieser Zeit wurden sehr gut bezahlt.“ – Das war in der Tat so. Die Arbeiter wurden so gut bezahlt, dass erst Ende des 19. Jahrhunderts die Kaufkraft eines Lohnes mit jener aus der mittelalterlichen Periode gleichziehen konnte.

Englandbesuchern fiel der Wohlstand auf

Ein Reisender aus Italien zur Zeit von König Henry VII. (1485 -1509) lässt Dank seiner Aufzeichnungen Einblicke in den damaligen Wohlstand der breiten Masse in London zu:

„… In einer einzigen Straße Londons (Cheapside), die zur St. Pauls Kathedrale führt, sind fünfzig Goldschmieden niedergelassen. Es gibt dort Läden, so prall gefüllt mit Silberwaren, wie man sie vielleicht in Mailand, Rom, Venedig und Florenz zusammengenommen findet. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man noch irgendwo solch eine Pracht, solch einen Wohlstand findet wie in London.“

Die ausgedehnte Freizeit versetzte Englands Landvolk in die Lage, sich dem Fischen, der Jagd, dem Falknern sowie dem Wildfang zu widmen. Studieren und Lesen war sehr populär in den Wintermonaten. Der Begriff „Merrie England“ (fröhliches England) stammt aus dieser Zeit. Shakespeare beschreibt dieses wucherfreie England so:

„… ein Land wie ein Königsthron, ein Inselland wie ein Zepter, diese majestätische Erde, diese Schöpfung der Götter, dieser andere Garten Eden, dieser Vorhof zum Paradies.“

Die Religion spielte im mittelalterlichen England eine überragende Rolle. Bei einer Bevölkerung von nur fünf Millionen Menschen besuchten regelmäßig etwa 100.000 Pilger die Canterbury Kathedrale und andere heilige Stätten. Frömmigkeit und innere Einkehr waren Ausdruck der geistigen Hingabe der Menschen dieser Zeit.

Der Reichtum Englands fand Ausdruck in den gotischen Kathedralen der Nation. Viele von ihnen wurden mit Hilfe von vielen Freiwilligen der Handwerkszünfte errichtet. G. M. Trevelyan, der soziologische Historiker, schreibt:

„Die majestätische Kirchenarchitektur füllte England mit überragender Maurerkunst aus, deren Schönheit und Erhabenheit weder in der Antike, noch in der Moderne übertroffen wurde. In den neueren Kirchen kroch das Licht nicht hinein, sondern flutete die Kirchenschiffe durch die glasbemalten Fenster. Das Geheimnis der Glasmalerei ist heute fast völlig verlorengegangen, mehr noch als die Baukunst.“

Kritiker führen oft an, dass England in dieser Epoche in den Hundertjährigen Krieg (1337 – 1453) verwickelt war. Dazu muss gesagt werden, dass viele dieser Schlachten eigentlich eine Art größerer Sportwettbewerbe waren. Und keine Schlacht wurde auf englischem Boden ausgefochten. Die englischen Armbrustschützen galten als die Besten dieser militärischen Waffengattung. In der Entscheidungsschlacht des Krieges bei Agincourt am 25. Oktober 1415 beziffern Historiker die englischen Verluste auf 1400 bis 1600.

Mit dem Aufkommen der Goldschmieden im 16. und 17. Jahrhundert entstand auch das betrügerische Bankenwesen, ruhend auf ungedeckten Reserven. Eine glanzvolle Periode europäischer Geschichte kam damit langsam zum Erlöschen. Am 1. Juni 1694 endete der Wohlstand Englands durch die Gründung der Bank von England sowie der Einrichtung einer Institution für Staatliche Schuldverschreibungen. Die Privatbanken übernahmen die Finanzen der Krone und sind direkt verantwortlich für die heutige Schuldenversklavung der Menschen in Groß Britannien.

[…und weltweit!]

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Quelle: National-Journal – http://globalfire.tv/nj/11de/zeitgeschichte/glueckliches_england.htm

Siehe auch:
Freihändlerischer Individualismus und organische Volkswirtschaft
Das Welt-Schuldensystem — Ein gigantischer Betrug
Die Währungspolitik als Auslöser des Zweiten Weltkrieges
Das Manifest zur Brechung der Zinsknechtschaft des Geldes

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