Heute geht es mir in erster Linie um Tiere, ihr Wesen und ihr Wohl. Ich bin ein ausgesprochener  Tierliebhaber. Und da die meisten Menschen in meiner Umgebung gar nicht anders können, als dieses zu beobachten, versteht es sich von selbst, daß ich gegen jegliche Art von Mißhandlung von Tieren bin und diese auch  – teilweise lautstark – mit aller Kraft bekämpfe. So geschehen im Jahre des Herrn 2014.

Bevor ich es vergesse zu  erwähnen. Ich habe mir Hilfe erhofft und deshalb insgesamt 13 verschiedene Institutionen angeschrieben. Davon 3 Tierschutzorganisationen und 10 Parteien. Die Telefonate zu diversen Tierschutzvereinen rechne ich nicht mit.

Von den 13 angeschriebenen Institutionen haben genau 3 genantwortet. Ein Verein zum Tierschutz, der mir erörtert hat, daß er für solche Fälle nicht zuständig ist. Nun ja, auf Einzelschicksale kann wohl auch hier keine Rücksicht genommen werden.

Von den 10 Parteien haben doch tatsächlich 2 geantwortet. Zu meinem Erstaunen war das die SPD und die AfD. Zur AfD äußere ich mich mal lieber nicht, es kann sein, daß ich etwas falsch verstanden habe. Erfreulich fand ich hingegen die Antwort der SPD. Helfen konnten mir beide nicht, aber wenigstens kann ich sagen, daß der Ton des Herrn der SPD höflich, freundlich und korrekt war. Daß ich die sogenannten „rechten“ Parteien ebenso in Erwägung gezogen habe liegt daran, daß ich gehofft hatte, daß sie sich auf das Reichstierschutzgesetz besinnen. Auf Grund des Stillschweigens zu meiner Anfrage vermute ich nunmehr, daß genau diese Parteien das Gesetz gar nicht kennen, oder  noch daran arbeiten. (Zynismus Ende)

Zurück zum Anfang.

Der Grund warum ich das Datum hervorhebe liegt in der Vergangenheit begründet, genauer gesagt, liegt er 177 Jahre zurück. 1837 gründete der Pfarrer Albert Knapp in Stuttgart den ersten Tierschutzverein. Daß 1824 in London zum ersten Mal Tierschutz ins Leben gerufen wurde, in der Antike Tiere verehrt wurden (siehe Ägypten) und einige asiatische Völker Tieren schon immer ein  außergewöhnliches Interesse zukam, lasse ich außen vor und beschränke mich auf den Tierschutz in diesem Lande.

Auch der Tierschutz im Kaiserreich scheint auf das Ansinnen des Pfarrers Albert Knapp zurückzugehen. Im Reichsstrafgesetzbuch vom 15. Mai 1871 (§ 360 Nr. 13) ist bereits Strafe angedroht, wer Tieren übles will und tut. Besonders hervorgehoben haben sich allerdings die Nationalsozialisten. 1933 wurde das erste Reichstierschutzgesetz erlassen. Selbstverständlich hindert das böse Zungen nicht daran, auch dieses Gesetz zu diffamieren. Aber das nur nebenbei bemerkt.

Das Tierschutzgesetz in der Fassung vom 18. Mai 2006 wurde geändert und nach außen auch (angeblich) verbessert.

Wenn ich das alles genauer überlege, dann frage ich mich, welchen Sinn ergeben Gesetze, wenn sie nicht eingehalten werden.

So zum Beispiel § 17, Tierschutzgesetzt.

Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1.ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder

2.einem Wirbeltier

a)

aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden oder

b)

länger anhaltende oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden

zufügt.

 

Es geht schon damit los, daß der Tierschutzverein nicht zuständig ist und mich an die Polizeistation verwiesen hat. Auch gut. Die Anzeige wurde aufgegeben. Nach ein paar Wochen habe ich nachgefragt, was denn nun aus meiner Anzeige geworden ist. Da es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt, ist das Landratsamt zuständig. Weil dem Tier keine nennenswerten Schäden zugefügt wurden, ist auch die Ordnungswidrigkeit hinfällig. Mit anderen Worten: zuerst muß einem Tier ein nennenswerter Schaden zugefügt werden, bevor überhaupt ein Stein ins Rollen kommt. Wenn ich zu schnell fahre, nichts und niemand dadurch zu Schaden kommt, ich aber geblitzt werde, ist das ebenfalls eine Ordnungswidrigkeit und wird mit Bußgeld geahndet. In solchen Fällen wird also reagiert. Kann es daran liegen, daß der sogenannte „Staat“ hier “Auftraggeber“ ist? Ist es beim Tierschutzgesetz genauso wie bei allen anderen „Gesetzen“ auch? Der Bewohner des Landes kann sich ruhig beschweren, passieren tut eh nix. Aber wenn der  „Staat“ sein ebenso bescheuertes wie rechtloses Machtspielchen spielt, ja dann ist Feuer unterm Dach. Das ist und hat System.

 

Ich will keine Diskussion darüber, daß das OwiG ohnehin nur auf Schiffen, in Flugzeugen und der Bahn gültig ist. Es geht mir schlicht und ergreifend darum, daß die Menschen immer mehr verrohen und nur nach ihren eigenen Bedürfnissen handeln und leben. Wenn eine feminine Ziege frustriert ist, habe ich noch bis zu einem gewissen Grad Verständnis. Das hört aber spätestens dann auf, wenn andere  -und sei’s auch „nur“ ein Tier-  darunter leiden müssen. Dann muß ich als Frau eben mit wenigstens einem (in Zahlen ausgedrückt: wenigstens 1 dieser 3 Väter) Vater meiner drei Kinder zusammenleben, auch wenn nicht alles so ist, wie ich es mir wünsche. Dann muß ich meine Selbstfindungsphase auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, zum Wohle wenigstens eines Kindes. Aber auch das ist und hat System.

 

Apropos System und Gesetze. Seit geraumer Zeit bevorzuge ich Selbstjustiz. Und nein, ich bringe niemanden um und verhaue auch niemanden. Es gibt genügend andere Möglichkeiten, Mitmenschen zum nachdenken zu bewegen.

 

Das klingt, als wäre ich wütend? Na aber mit absoluter Sicherheit bin ich das.

 

knuma

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