Aus dem Mainstream…

Am 15. August 1945 kapitulierte Japan im Zweiten Weltkrieg. Der Beitrag Chinas zum Sieg der Alliierten ist umstritten, ebenso die Rolle, die die USA nach dem Kriegsende in China einnahmen.

Japanische Soldaten bei der Besetzung der chinesischen Stadt Ningbo (1941)

Aus der Sicht vieler Chinesen begann der Zweite Weltkrieg schon am 7. Juli 1937. An diesem Tag brachten japanische Truppen die Marco-Polo-Brücke in der Nähe von Beijing nach heftigem Feuergefecht mit chinesischen Verteidigern unter ihre Kontrolle. Diese Schlacht, in der chinesische Truppen zum ersten Mal den längst in China vormarschierenden Japanern militärischen Widerstand leisteten, markiert nach chinesischer Lesart den eigentlichen Beginn des Zweiten Weltkriegs. Sie nennen ihn auch „Krieg der Internationalen Allianz gegen den Faschismus der Achsenmächte Deutschland-Italien-Japan“. Der Pazifische Krieg – nach westlicher Definition der zwischen Japan und den USA – ist für Chinesen eine logische Folge des chinesisch-japanischen Kriegs.

Die Ansicht, dass der Zweite Weltkrieg eigentlich in China angefangen und dort sein Ende gefunden hat, also acht statt sechs Jahre gedauert habe, findet auch im Westen hie und da ihre Anhänger. Ihre Gegenspieler kritisieren daran vor allem, dass durch diese Interpretation die Schuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg bagatellisiert werde.

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Am 15. August 2004 wurde ein Denkmal im Bezirk Hutou der Stadt Hulin im Nordosten Chinas enthüllt. Es sollte das Denkmal des letzten Kampfplatzes im Zweiten Weltkrieg sein. Nach der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua war Hutou der Ort, wo eine japanische Einheit trotz kaiserlicher Kapitulationserklärung am 15. August noch bis zum 26. August gekämpft hatte, bis sie von der sowjetischen Armee überwältigt wurde. Während also im Westen mitunter darüber diskutiert wird, ob der Zweite Weltkrieg doch in der polnischen Stadt Wielun und nicht auf der Danziger Westerplatte begonnen hat, steht für die Chinesen zumindest außer Zweifel, wo dieser Krieg endete: in China.

Quelle: http://www.dw.de/chinas-rolle-im-zweiten-weltkrieg/a-1678481

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Zwei Jahre bevor Deutschland den Zweiten Weltkrieg in Europa auslöste, hatte Japan China angegriffen. Es war der Beginn des Japanisch-Chinesischen Kriegs, der bis 1945 dauerte und Teil des Zweiten Weltkriegs wurde.

Hiroshima ein dreiviertel Jahr nach dem Atombomben-Abwurf

Nach der Niederlage Deutschlands erklärte US-Präsident Truman am 8. Mai 1945, die Fahne der Freiheit wehe in Europa, der Westen sei befreit worden, der Osten aber unterliege immer noch der japanischen Armee. Er bot Japan am selben Tag die Kapitulation an.

Die japanische Regierung erklärte am 9. Mai, dass sie ihr Kriegsziel weiter verfolge, obwohl sie sich jetzt nach dem Zusammenbruch Deutschlands und der im Januar mitgeteilten Kündigung des Bündnisses durch Italien unter den feindlichen Alliierten allein gelassen fühlte. Zudem äußerte Stalin schon im Herbst 1943 Roosevelt und Churchill gegenüber die Bereitschaft, dass die Sowjetunion sich am Pazifischen Krieg nach der Niederlage Deutschlands beteiligen werde. Am 3. Mai 1945 kündigte die Sowjetunion den Neutralitätsvertrag mit Japan.

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Die japanische Regierung erklärte noch am 28. Juli die Nichtbeachtung des zwei Tage zuvor mitgeteilten Potsdamer Abkommens der Alliierten. Sie musste jedoch schließlich die bedingungslose Kapitulation hinnehmen, nachdem US-Bomber am 6. August 1945 über Hiroshima und am 9. August über Nagasaki Atombomben abwarfen.  […]

Quelle: http://www.dw.de/1945-japan-am-ende/a-1678372

…mit eigenen Hervorhebungen.

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