Archive for 28. Juli 2014



Die Greenwood-Deklaration: Im Ersten Weltkrieg Palästina und im Zweiten die ganze Welt

balfour-greenwood

Von Osimandia

Britische Regierungen des vergangenen Jahrhunderts scheinen eine gewisse Neigung an den Tag gelegt zu haben, Sachen zu verschenken, die ihnen nicht gehören. Ein Beispiel dafür ist die Balfour-Deklaration, eine Erklärung des britischen Außenministers Arthur Balfour an Lionel Rothschild über die wohlwollende Haltung der britischen Regierung zur Einrichtung einer jüdischen Heimstätte in Palästina — ein Gebiet, das damals zur Türkei gehörte.

Genau genommen war die Balfour-Deklaration natürlich kein Geschenk, denn die Juden haben dafür durchaus eine Gegenleistung erbracht, nämlich die USA auf der Seite der Alliierten mittels einer bis dahin nie gekannten Hetzpropaganda in den Ersten Weltkrieg zu ziehen. Diese Abmachung ist gut belegt, wie wir vor einigen Tagen mit einem Artikel von Dr. William Pierce gezeigt haben. Thema der öffentlichen Diskussion zum Ersten Weltkrieg ist dieser Kuhhandel selbstverständlich nicht, denn obgleich das in den Jahren nach dem Krieg kein Geheimnis war, damals von Juden offen zugegeben wurde und sich auch immer noch in Bibliotheken finden lässt, wäre die Erwähnung heute selbstverständlich eine “antisemitische Verschwörungstheorie”.

Dessen ungeachtet ist die Balfour-Deklaration aber immerhin auch offiziell bekannt, sie wird lediglich üblicherweise nicht als Gegenleistung für den Kriegseintritt der USA betrachtet, sondern als britische Sympathiebekundung für die Sache des Zionismus. Über die Gründe, aus denen sich der britische Außenminister 1917 befleißigt fühlte, aus heiterem Himmel mitten im Krieg einen solchen Brief an Lionel Rothschild zu schreiben, schweigt man sich (z.B. bei Wikipedia) einfach diskret aus und überlässt es dem geneigten Leser, zu vermuten, die fromme britische Regierung sei in einen Anfall religiöser Verzückung über die biblische Verheißung Jahwes an sein liebenswertes auserwähltes Völkchen geraten und habe den brennenden Wunsch verspürt, dies Herrn Rothschild unaufgefordert mitzuteilen.

Nicht bekannt ist hingegen die weiter unten angeführte Greenwood-Deklaration, die 23 Jahre später während des Zweiten Weltkriegs von einem anderen britischen Arthur, nämlich Arthur Greenwood, Minister ohne Geschäftsbereich im Kriegskabinett, über Rabbi Maurice L. Perlzweig dem Vorsitzenden des Zionistischen Weltkongresses, Dr. Stephen S. Wise und “den Juden Amerikas” überbracht wurde. Weiterlesen


Der Hintergrund des Verrats: Die Balfour-Deklaration

Übersetzt durch Osimandia

Arthur BalfourDas englische Original von Dr. William Pierce ist unter dem Titel Background to Treason: The Balfour Declaration am 20. Juni 2014 auf Counter Currents Publishing nachveröffentlicht worden. Es ist ein Auszug aus einem längeren Text mit dem Titel Background to Treason: A Brief History of U.S. Policy in the Middle East, Part 1: From the Exodus to the Balfour Declaration, übertragen von Michael Olanich. Der Editor von Counter Currents hat lediglich alles vor der Balfour-Deklaration weggelassen.

Bitte nehmen Sie keinen Anstoß an Pierces beiläufiger Erwähnung der mittlerweile sorgfältig widerlegten Khasarentheorie über den Ursprung der aschkenasischen Judenheit.

Links und Bilder wurden bei der Übersetzung hinzugefügt. Übersetzt von Osimandia.

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Mitte des 19. Jahrhunderts kam eine zunehmende Ruhelosigkeit unter den Juden Ost- und Mitteleuropas auf. Die industrielle Revolution und all die Veränderungen in Handel, Transport und Lebensgestaltung, die sie mit sich brachte, hatte alte Strukturen aufgebrochen und neue Möglichkeiten eröffnet, und die Juden begannen, sich neu zu organisieren, um daraus Vorteile für sich zu ziehen.

Sie schufen zwei neue Bewegungen: Eine, die Internationalismus und Klassenkampf predigte und vorwiegend an Nichtjuden gerichtet war. Das war der Kommunismus und sein bedeutsamster Gründer war der Jude Karl Marx.

Die andere, die ausschließlich an Juden gerichtet war, predigte jüdischen Nationalismus und jüdische Solidarität. Das war der Zionismus, und einer seiner Hauptvertreter war Moses Hess, ein enger Vertrauter und Freund von Marx. Hess’ Buch Rom und Jerusalem, das 1862 veröffentlicht wurde, war eines der Grundlagenwerke der zionistischen Bewegung.

Die Zionisten wollten einen ausschließlich jüdischen Nationalstaat errichten, von dem aus die die Aktivitäten der in der nichtjüdischen Welt verstreuten Juden dirigieren könnten – und schließlich auch die nichtjüdische Welt selbst. Zur Erreichung dieses Ziels begannen die Juden Europas, in Palästina Land aufzukaufen und in den 1870er und 1880er Jahren dort jüdische Kolonien zu errichten. Weiterlesen


von Michael Winkler

Der Westen

Der Westen – das war einmal der Okzident, das christliche Abendland, im Gegensatz zum Orient, zum islamischen Nahen Osten und den noch weiter entfernten Völkern des Fernen Ostens. Rußland hat irgendwie zum Westen dazugehört, auch wenn es unter mongolischer Herrschaft exotisch, fernöstlich angehaucht war, spätestens ab Peter dem Großen hatte es sich zurückgemeldet. Byzanz hat zum Westen gehört, und selbst die osmanische Besetzung des Balkans hat diesen und Griechenland nicht aus Europa herausgelöst. Auch die Iberische Halbinsel hat das Joch des Islam abgeworfen und sich wieder dem Okzident angeschlossen. Der Westen, das waren Griechen, Römer, Kelten, Germanen und Slawen, zu denen noch die Finnen und die Ungarn gestoßen waren.

Machen wir uns aber nichts vor: Die erste Hochblüte des Westens, das Hochmittelalter, besteht nicht nur aus Kathedralen, Otto dem Großen und den Kreuzzügen. Es gab damals Sklaverei und Leibeigenschaft, Frondienste und die Kirche, die den Menschen nicht nur den Glauben, sondern auch das demütige Hinnehmen der eigenen Ohnmacht lehrte. Das Erbe der eigenen Antike hat sich dieses Europa in den islamischen Gebieten zurückerobert.

Die zweite Hochblüte verdanken wir der christlichen Seefahrt. 1453, mit dem Fall Konstantinopels, beherrschten die Osmanen den Orient und alle Handelswege in den Fernen Osten. Rußland stand unter der Herrschaft der Goldenen Horde. Der Osten bedrängte den Westen, 1529 und 1683 standen die Osmanen vor Wien. Der Westen erschloß sich über den Atlantik eine neue Welt, in der Kanada und die USA später den Westen erweiterten. Mexiko und Südamerika bilden eine eigene Weltregion, die dem Westen nahesteht, aber nicht ganz der Westen ist.

1453 lag der Westen noch nach den Pest-Epidemien darnieder, war mit sich selbst beschäftigt. Das Spätmittelalter lebte von den Erinnerungen an bessere Zeiten. In diese geistige Leere stießen die geflohenen Gelehrten aus Konstantinopel. Das Ergebnis war die Renaissance, ein Wiederbesinnen auf die Antike, deren Erkenntnisse und Wissenschaft. Europa erschloß sich im 16. Jahrhundert neue Wege in den Fernen Osten, um die islamischen Länder herum. Das 17. Jahrhundert mit dem Dreißigjährigen Krieg und Cromwell im England waren die Geburtswehen eines neuen Geistes, der spätestens ab 1750 in die Welt hinausgriff. Die Industrielle Revolution erneuerte die wirtschaftliche Basis. Den Höhepunkt erreichte diese Entwicklung um 1900, als Europa und damit der Westen die Geschicke der Erde lenkte. Das Deutsche Reich, Frankreich, Großbritannien, Österreich-Ungarn, das Russische Reich und die USA waren die führenden Großmächte, nur Japan gewann daran als einzige nichtwestliche und nichtchristliche Macht den Anschluß.

Das Abendland stand damals für Werte und Überzeugungen, die einen Höhepunkt der Menschheitsentwicklung darstellten: Freiheit, Toleranz und Selbstbestimmung. Aberglaube und Kirchenmacht gehörten der Vergangenheit an. Ideen standen im freien Wettbewerb miteinander, Weltanschauungen befruchteten sich gegenseitig. Die Welt war zusammengewachsen, Eisenbahn und Dampfschiffe erreichten jeden Punkt der Welt. Telegraphen verkürzten die Nachrichtenwege, binnen Stunden gingen Meldungen um die ganze Welt. Die Naturwissenschaften und die Ingenieurskunst erlaubten immer kühnere Entwürfe. Die Luftfahrt zeichnete sich bereits ab, die Raumfahrt wurde denkbar. Das Zeitalter der Vernunft und des Weltfriedens schien anzubrechen. Weiterlesen


von Egon W. Kreutzer

Was über Jahrzehnte als die Stärke des deutschen Exports gepriesen wurde, was uns als Alleinstellungsmerkmal weltweit Wettbewerbsvorteile verschaffte, nämlich die sprichwörtliche Qualität „Made in Germany“, messbar in Präzision, Zuverlässigkeit und Lebensdauer, hat nun – nach den Erkenntnissen der Unternehmens­beratungs­gesellschaft McKinsey – ausgedient.

Gerade der deutsche Maschinenbau, stets – nach der Automobilbranche – die Vorzeigebranche schlechthin, soll sich nun darauf besinnen, dass es auch schlechter, billiger, ja schlampiger geht.

Deutsche Maschinenbauer, so McKinsey, sollten die „Wachstumsmärkte“ mit Produkten beliefern, die nicht besser sind als die Erzeugnisse der Konkurrenz aus Asien. Das ist der gute Rat Nummer 1. Der gute Rat Nummer 2 lautet: Aufhören, in Deutschland zu produzieren, stattdessen den Schrott auch gleich da zusammenschrauben, wo er verkauft werden soll. Guter Rat Nummer 3: Schluss mit den deutschen Ingenieuren in der Konstruktion, die können nämlich nicht billig. Stattdessen lieber ausländische Fachkräfte anheuern, die erstens selbst billiger sind und zweitens gar nicht in der Lage sind „hochwertige“ und damit teure Produkte aufs elektronische Reißbrett zu bringen.

Krönende Aussage vom offenbar vollständig vom McKinsey-Gedankengut infizierten Präsidenten des Verbandes der deutschen Maschinenbauer, VDMA, Reinhold Festge: Weiterlesen