von  Ahnenheil

Adolf Hitler hält in der Luitpoldhalle die Abschlussrede zum 6. Reichsparteitag der NSDAP. In dieser bekräftigt er nochmals die Vorrangstellung der nationalsozialistischen Partei. Er erklärt: „Alle anständigen Deutschen werden Nationalsozialisten. Nur die besten Nationalsozialisten sind Parteigenossen!“

Die Umwälzungen zu Beginn des Jahres 1933 führten in allen anderen Parteien Deutschlands zu Massenaustritten. Besonders betroffen waren die linksorientierten und sozialdemokratischen Parteien wie KPD und SPD, aber auch Parteien des Mitte-Rechtsspektrums. In der Folgezeit stellten hunderttausende Deutsche einen Aufnahmeantrag für die NSDAP. Die Zahl der Parteimitglieder wuchs in diesem Zeitraum, zwischen Januar und April 1933, von 850.000 auf über 2,5 Millionen an.

Um dem entgegen zu treten, reagierte die Parteiführung am 19. April 1933 auf den Mitgliederzulauf mit einer reichsweiten, zeitlich unbegrenzten Mitglieder-Aufnahmesperre, die in der Anordnung vom 19. April 1933 des Reichsschatzmeisters der NSDAP, Franz Xaver Schwarz, fixiert wurde und am 1. Mai 1933 in Kraft trat. Die Mitglieder-Aufnahmesperre galt jedoch nicht uneingeschränkt: ausgenommen von der Verordnung waren Angehörige der Hitler-Jugend, welche das 18. Lebensjahr vollenden, Angehörige der NSBO und alle jene, welche Dienste in der SA oder SS leisten. Ihnen wurde somit weiterhin der Eintritt in die Partei ermöglicht.

Die umfassende Aufnahmesperre erfuhr in der Folgezeit, neben den bestehenden Sonderregelungen, einige Lockerungen bezüglich des von den Anordnungen ausgenommenen Personenkreises. So ordnete Reichsschatzmeister Schwarz 1937 mit der Anordnung 3/37 zunächst die Möglichkeit der Aufnahme der alten NSBO- und NS-Hago-Mitglieder (Nationalsozialistische Handels- und Gewerbeorganisation) in die NSDAP an, um dann am 20. April 1937 mit der Anordnung 18/37 der Reichsleitung die größte Revidierung der Mitgliederaufnahmesperre zu vollziehen. Infolge dessen wurde es vor allem wieder denjenigen Bürgern ermöglicht, der NSDAP beizutreten, die sich seit der Machtübernahme in den Gliederungen und angeschlossenen Verbänden der Partei als Nationalsozialisten bewährt hatten.

Nachdem die Anordnung 18/37 durchgeführt und in ihren wesentlichen Teilen abgeschlossen war, galt es nun nach dem Willen Adolf Hitlers, zwischen der Zahl der Parteigenossen und der Zahl der Bürger ein Verhältnis entstehen zu lassen, das im Idealfall zehn von 100 betragen sollte.


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