lupo cattivo - gegen die Weltherrschaft

Als sich Frankreich im Frieden von Nimwegen (1678/79) neue Gebiete gesichert hatte, darunter Lothringen und das Elsass, sprach der Volksmund flugs vom „Frieden von Nimm-Weg“.

Was wie ein flapsiges Wortspiel aussieht, enthält freilich ein richtiges Urteil, denn das 17. Jahrhundert litt sehr unter einer rigorosen französischen Expansionspolitik. Ausgedacht hatte sich diese Kardinal Richelieu (1585-1642) mit dem Ziel, nach allen Seiten hin natürliche Landesgrenzen zu schaffen: Pyrenäen, Alpen, Rhein.

Der Rheingrenze kam Frankreich schon 1648 im Westfälischen Frieden näher, als die Bistümer Metz, Toulon und Verdun an Frankreich fielen. Ludwig XIV. (1638-1715) wollte aber mehr und führte zwischen 1667 und 1697 die vier sog. Reunionskriege, um alle Gebiete zu annektieren, die jemals, auch in grauester Vorzeit, mit diesen Bistümern lehensmäßig verbunden waren.

Den juristischen Vorwand dafür lieferten die eigens dafür eingerichteten Reunionskammern. Erobert wurden u.a. die Pfalz und in einem Handstreich 1681 Straßburg.

Kein Wunder, dass unsere Väter diese Kriege noch…

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