. . . und Terminankündigung

von  Michael Winkler 
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Man könnte fast glauben, es gäbe einen Wettbewerb um den „Oster-Doldi“, also um den Vorzeige-Idioten während der nachrichtenarmen Osterzeit. Eine starke Vorleistung hat EU-Energie-Kommissar Günter Oettinger erbracht. Der Merkel-Vertraute, unter dessen Nachfolger Mappus die CDU in Stuttgart abgewählt worden ist, hat eine Europa-Maut für die ganze EU vorgeschlagen. Das ist schon deshalb genial, weil es die größte denkbare Bürokratie benötigt. Wenn Brüssel etwas aufgreift, entstehen besonders gut bezahlte Beamtenstellen. Das Geld wird also eingetrieben, um diese Verwaltung zu bezahlen, und der Rest wird umverteilt. Bürokratisch, natürlich, denn wir reden ja über Brüssel. Da gibt es Antragsformulare, den Dienstweg zur Bewilligung und bis ein einziges Schlagloch dank der Euro-Maut ausgefüllt ist, hat es eine Dimension erreicht, daß darin ein Nashorn verschwindet. Außerdem wird das Geld querverschickt, was bei uns eingetrieben wird, verbauen die Rumänen. Bei uns passiert erst einmal nichts.

Sein Gegenkandidat, streng nach Parteien-Proporz Mitglied der SPD, ist Thorsten Albig, der Ministerpräsident Schleswig-Holsteins. Der möchte statt der Seehofer-Maut für Ausländer eine Maut für alle. Das Geld wird in einen Fonds eingezahlt und aus diesem Fonds werden Straßen, Brücken und die sonstige Infrastruktur repariert. So etwas hatten wir schon öfter. Die Mineralöl-Steuer wurde einmal erhoben, um die Verkehrswege zu bezahlen. Aber das ist lange her, die Steuer wurde unentwegt erhöht und fließt heute in den Bundeshaushalt. Ja, die Kfz-Steuer wurde auch eingeführt, um die Straßen zu finanzieren, und die Lkw-Maut ebenfalls. Wenn nun ein Albig-Fonds eingeführt wird, entsteht ein Geldtopf, der relativ schnell anderweitig zugeordnet wird. Mit der Sektsteuer hat der Kaiser seine Kriegsflotte finanziert. Die Steuer haben wir heute noch, und die Bundesmarine sieht davon keinen Cent.

Wie die Seehofer-Maut aussehen soll, weiß auch noch niemand. Nicht einmal der Bundesverkehrs-Statthalter der CSU Dobrindt. Beim „Oster-Doldi“ läuft er außer Konkurrenz, denn mehr als eine Absichtserklärung des Regenten von Bayern liegt noch immer nicht vor. Bei einer Bavareske weiß keiner, was am Ende herauskommt. Jedenfalls haben wir dank der Ossi-Kanzlerin echte DDR-Verhältnisse bekommen: Unsere Infrastruktur wird verschlissen, und alles, was da eingespart wird, erhalten die sozialistischen Brudervölker. Die heißen heute allerdings Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland – und Israel, denn dafür tragen wir ja eine besondere Verantwortung.

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Terminankündigung
Dienstag, 22. April, 9:00 Uhr
Berufungsverhandlung vor dem Landgericht
Würzburg, Ottostraße 5, Sitzungssaal C013

In eigener Sache: Meine persönliche Bavareske wird heute ebenfalls ausgetragen. Ich danke allen, die mir Zuspruch gespendet haben. Ich gebe zu, daß diese Angelegenheit an meinen Nerven genagt hat. Deshalb ist es sinnvoll, bei „Nürnberg 2.0“ unbedingt Körperverletzung und versuchten Mord in die Anklage aufzunehmen. Letztlich stehe nicht ich vor Gericht, sondern der Rechtsstaat Merkeldeutschland erhält eine weitere Gelegenheit, sich ein Zeugnis einer Nichtexistenz auszustellen.

Quelle: http://www.michaelwinkler.de/Kommentar.html

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Für die heutige Verhandlung 

die besten Wünsche von hier aus!

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