Die Schlacht um die Seelower Höhen war eine Abwehrschlacht der Deutschen Wehrmacht gegen die Rote Armee in der Endphase des Zweiten Weltkrieges. Sie fand vom 16. bis 19. April 1945 statt und war die größte Schlacht des Zweiten Weltkrieges auf deutschem Boden. Der aufgrund der Materialüberlegenheit unvermeidliche Sieg der Bolschewisten brachte den Sowjets den entscheidenden Durchbruch zum Endkampf um Berlin.


(Video: ProjektErinnerung 1939-1945)

Die Seelower Höhen

Der Frontabschnitt, den Georgi Schukow mit der 1. Weißrussischen Front  für den Hauptstoß bestimmt hatte, ist 30 Kilometer breit und 18 Kilometer tief. Dazwischen verlief die Reichsstraße 1 (heute B1).

Hergang

Die Seelower Höhen.

16. April 1945

Um 3 Uhr morgens begann der Angriff aus dem Brückenkopf von Küstrin mit massivem Artilleriefeuer. Die Wehrmacht hatte vorsorglich die vorderen Abwehrgräben geräumt, so daß das Trommelfeuer keine großen Verluste hervorrief. Die Wehrmacht nutzte ihren Geländevorteil – den einzigen Vorteil, den die Verteidiger hatten. Sie konnten die Angreifer von Seelow herunter in der Ebene beschießen; zudem konnten die Russen nur über wenige Wege den Vormarsch antreten, da das Oderbruch ein natürliches Hindernis darstellte. Die erste Welle der angreifenden Panzer blieb am Hauptgraben stecken. Schukow schickte sofort die Panzerreserve, was zur fast völligen Unbeweglichkeit der Angriffsfront führte. Der erste Tag endete mit einem Abwehrerfolg der Wehrmacht.

17. bis 19. April 1945

Schukow konzentrierte seine Truppen nördlich von Seelow, wo massive Infanteriekräfte angriffen. Es folgten Panzer, die durch Flieger und Artillerie unterstützt wurden. Nach zähen Abwehrkämpfen, die teilweise Mann gegen Mann mit Spaten und Messern geführt wurden, fiel die Abwehrstellung Seelower Höhen am 19. April.

Verluste

Die Bolschewisten verloren 38.000 Mann, davon 5.000 Polen, die freiwillig am Kampf teilnahmen. Die Verluste der Wehrmacht betrugen 12.344 Mann. Die Gedenkstätte Seelower Höhen berichtet von Gesamtverlusten im Winter und Frühjahr um Brückenköpfe und Seelower Höhen von 100.000 Mann.

Sonstiges

Bis heute gilt die Schlacht um die Seelower Höhen als Anschauungsbeispiel, wie man trotz vielfacher Unterlegenheit das Gelände für Verteidigungsmaßnahmen nutzen kann. NATO-Offiziere werden dort regelmäßig vor Ort geschult.

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Quelle & Fußnoten: Metapedia  – Schlacht um die Seelower Höhen

 

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