Von Egon W. Kreutzer

Diese verkürzt auf den Punkt gebrachte Aussage aus der politischen Philosophie Macchiavellis scheint in Berlin wieder einmal auf fruchtbaren Boden zu fallen.

Die Grausamkeiten werden begangen.

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  • Mega-Stromtrassen durch ganz Deutschland und neuerliche Ausweitung des Kreises der Firmen, die von der EEG-Umlage befreit werden,

    – statt einer umweltverträglichen, auf Dezentralisierung ausgerichteten Energiepolitik,
  • Zustimmung zum Genmais-Anbau in Europa durch taktische Stimmenthaltung

    – statt die notwendige Gegenstimme abzugeben, 
  • Verlängerung des Truppeneinsatzes in Afghanistan und Ausweitung der Auslandseinsätze der Bundeswehr, verbunden mit der Einmischung in innere Angelegenheiten souveräner Staaten,

    – statt aktiver Friedenspolitik ohne Waffen,
  • Demontage der Wahlversprechen zur Rente und zum Mindestlohn, Planung der Pkw-Maut für alle,

    – statt schon vorher zu sagen, was nach der Wahl tatsächlich auf dem Programm steht.
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Was jetzt noch fehlt ist eine Debatte um weitere Belastungen der Bürger mit Steuern, Beiträgen und Zwangsabgaben zur Euro-Rettung. Ich nehme nicht an, dass die noch lange auf sich warten lassen wird. Sie wird sich zwangsläufig aus den „Sachzwängen“ ergeben und wie immer alternativlos sein.
 
Das Begehen von Grausamkeiten ist jedoch eine anstrengende Aufgabe, bei der es nicht zuletzt der Befreiung von jeglichen Skrupeln, oft genug auch des Mordes an der eigenen Gesinnung bedarf. Klar, dass die so geschundenen und durch die Grausamkeit selisch verbogenen Helden für ihren Opfermut einen Lohn, ja sogar eine Belohung erwarten – und weil es der einfachste Weg ist, der sich noch dazu nahtlos in die übrigen Grausamkeiten einreihen lässt, erhöhen sie sich nun auch noch die Diäten – und das kräftig.

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Gefunden bei: http://www.egon-w-kreutzer.de/ – Tageskommentar

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