Morbus ignorantia - Krankheit Unwissen

Jetzt dürfen wir uns vorbereiten auf ein „Jahrhundertjubiläum“. Nächstes Jahr im August wird es 100 Jahre, als der erste Weltkrieg begann. Die „Urkatastrophe des 20. Jahrhundert“ (George F. Kennan), der Beginn des „2. Dreißigjährigen Kriegs“ von 1914 bis 1945, wie von anderen Historikern bezeichnet. Er wird zutreffend auch als der „Kulminationspunkt und Katalysator der Aggressions- und Vernichtungspotenziale des wissenschaftlich-technischen Zeitalters der Hochindustrialisierung(..)“ bezeichnet.

Erst jetzt, bald hundert Jahre danach, erlebt man in der Publizistik nach und nach eine etwas differenziertere Betrachtungsweise der „Kriegsschuld“ – trotz Guido Knopp. Die wurde einseitig den Deutschen, dem „aggressiven“, „imperialistischen“, nach „Hegemonie strebenden“ Deutschen Kaiserreich angelastet.

Es war das „Verdienst“ eines deutschen Historikers – Fritz Fischer – dass die anfänglich noch etwas differenzierte Betrachtung im In- und Ausland in den sechziger Jahren in die fatale deutsche Allein-Schuld-Bezichtigung transformiert wurde (www.spiegel.de/spiegel/spiegelspecial/d-30369053.html).
In der Folge war es nicht mehr „politisch korrekt“, die deutsche Alleinschuld in…

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