Morbus ignorantia - Krankheit Unwissen

Von Hans Püschel

Man kann jeden Tag ein wenig dazu lernen, zumindestens wenn man die Augen offenhält. Ein Nebensatz lies mich aufhorchen im Bericht der JF 50/13 über eine Konferenz in Gleiwitz meist polnischer Wissenschaftler zum Thema: “Undemokratische Praktiken des kommunistischen Polen gegenüber polnischen Bürgern deutscher Nationalität”. Man hat ja ein Gespür als alter DDR-ler für solchene Kleinigkeiten, die oft mehr Aussagekraft haben als der ganze lange Sermon. Katarzyna Friedla aus Basel beklagt sich nämlich über das “Stigma der Zugehörigkeit” nach Kriegsende. Wo zugehörig? Ja, das Schlimme war:

Breslauer Jüdinnen wurden als Deutsche behandelt!
Für die Rotarmisten waren sie ersehnte Beute wie jede andere deutsche Frau. Da halfen ihnen all ihre hebräischen Gebete nichts. Die Asiaten konnten das Jiddisch sicher eh’ nicht vom Deutschen unterscheiden. Wollten wohl auch nicht. Sie wollten das Weib – mit oder ohne Gedicht – und nahmen es. Und danach gab’s den Rest: Die polnischen Juden…

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