Rede vom 20. Juli 1932 auf NSDAP-Versammlung in Stralsund Hitler-KampfUmDeutschland

Meine deutschen Volksgenossinnen und Volksgenossen!

Ich glaube, es ist niemand auf diesem weiten Platze, der diese Versammlung anders ansieht als tausende andere. Keine andere Partei kann etwas ähnliches erzielen. Das deutsche Volk beginnt, sich wieder selbst zu finden und die große Brücke zum gegenseitigen Verstehen wieder zu schlagen. Eine geknebelte, geknechtete und verachtete Nation hat sich selbst wiedergefunden. Eine solche Bewegung, die die deutsche Nation wieder zum Leben zurückgerufen hat, ist nicht mehr aus der Welt zu schaffen. Die Erinnerung an die letzten dreizehn Jahre ist nicht auszulöschen, weil sie das heutige System anklagt, das Millionen um Hab und Gut gebracht hat.

Durch Verbreitung von Unwahrheiten will man jetzt den Nationalsozialismus für das Geschehen der letzten sechs Wochen unter der Regierung von Papen verantwortlich machen.

Wenn ich die Verantwortung übernehme, wird ihnen das Lügen vergangen sein, ebenso wie das hinterlistige Morden. Die Wahl am 31. Juli wird dem deutschen Volk endlich die Erlösung bringen, wenn es die Kraft aufbringt, aller Feigheit und Halbheit zu entsagen, und den Willen zur Tat hat. Mit Halbheiten ist heute nichts mehr zu machen. Fort mit dem Partei-Irrsinn! Wir Nationalsozialisten unterscheiden nicht zwischen den einzelnen Ständen und Berufen, wir wollen keinen Klassen-Irrsinn, sondern nur ein Volk, dessen Bestandteile sich gegenseitig schätzen und achten sollen. Kein Stand darf glauben, daß er sich allein aus dem Zusammenbruch retten kann. Dasselbe gilt auch auf konfessionellem Gebiet. Es ist gleichgültig, ob der Volksgenosse Katholik oder Protestant ist, nur ein Deutscher muß er sein.

In den letzten Tagen sprach ich vor ungezählten Massen in Masuren, Königsberg und der Grenzmark. Überall die gleiche Begeisterung, überall ein Wunder, das sich heute an dem deutschen Volk vollendet, nachdem die Parteien vierzehn Jahre von dem deutschen Irrsinn gelebt haben. Wie auch die Wahl am 31. Juli ausfallen mag, am 1. August beginnt die Arbeit wieder, und es wird nicht eher Ruhen und Rasten geben, bis das deutsche Volk von dem bisherigen System erlöst ist. Eher glauben wir nicht an ein soziales Glück.

Heute in der dritten Morgenstunde, da das ganze andere Deutschland schläft, sind wir hier wach und werden wach bleiben, bis Deutschland frei ist. Deutschland erwache!

Das Himmelreich und die Seligkeit gehören niemals Halben, sondern Ganzen. Ich verspreche, daß wir unsere Fahne, unsere Ideale und unsere Idee hochhalten und mit ihr ins Grab gehen werden. Unzählige Blutzeugen sind in dieser Stunde im Geiste bei uns. Aus dem Fanatismus und der gläubigen Inbrunst kommt eines Tages die Kraft, die das Reich der Größe, Kraft und Stärke einer wirklichen Herrlichkeit zimmert, das einmal das Vaterland für alle sein wird.

Diesem, unserem Deutschland Siegheil!

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Quelle: Institut für Zeitgeschichte

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