Zunächst betone ich ausdrücklich, daß ich niemanden angreifen will, oder gar diffamieren. Ich gebe hier lediglich meine persönliche Meinung kund. Die Parallelen während des Krieges und heute sind überschaubar. Das betrifft nicht nur die BRD, das ist ein Phänomen, welches sich weltweit bemerkbar macht. Und jeder der mit offenen Augen die Welt betrachtet, müsste das eigentlich feststellen können. Eigentlich. Ja. Und uneigentlich? Dieser Frage bin ich gefolgt. Meine eigenen Erfahrungen, durch Gespräche, persönliche Überzeugung und  Recherche, haben mich zu einer Erkenntnis geführt, die mich buchstäblich schockiert hat. Mehr dazu im folgenden Text.

Grundgesetz I. Die Grundrechte (Art.1-19)

Artikel 12

(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

( entnommen http://dejure.org/gesetze/GG/12.html )

Laut dem Grundgesetz FÜR die BRD ist Zwangsarbeit also verboten, außer, sie gilt für alle in der BRD lebenden Menschen, oder für inhaftierte Personen. Selbst im EU-Vertrag wird das so aufgeführt (entnommen: http://www.schmerzhafte-wahrheit.de/artikel/75-eu-verfassung-todesstrafe-erlaubt ). Jeder sollte aber nunmehr wissen, daß jedes Gesetz „interpretiert“ werden kann und zwar nach Lust und Laune. Und deshalb habe ich versucht, mir meine eigene Meinung zu bilden. Und jetzt lasse ich Sie an meinen Erfahrung teilhaben.

Ich habe das zweifelhafte Vergnügen, in der Nähe einer Stadt zu wohnen, die für ihr KZ ebenso berühmt wie berüchtigt ist. Vor Jahren konnte ich mit Menschen sprechen, die die Zeit des Krieges überlebt und mir bereitwillig Auskunft gegeben haben. Ja, im Krieg wurden Menschen zwangsverpflichtet. Nein, man konnte nichts dagegen tun.

Und so weiter. Ich möchte niemanden mit alten Geschichten langweilen und komme deshalb gleich in die Gegenwart.

Versuchen Sie mal, sich gegen einen 1-Euro-Job zur Wehr zu setzen. Viel Vergnügen dabei. Hoffentlich haben Sie gute Nerven und noch mehr juristisches Verständnis. Sollte das nicht der Fall sein, lassen Sie es einfach.

Ich konnte mich persönlich davon überzeugen, wie mit 1-Euro-Job’ern umgegangen wird. Jeder der glaubt, daß diese Personen einen Stundenlohn von 1 € bis 1,50 € haben, sieht sich getäuscht. Dieser Betrag ist lediglich eine  Aufwandsentschädigung   Jeder Mensch mittlerer Intelligenz sollte sich fragen, welchen Sinn so ein 1-Euro-Job hat. Gründe gibt es genügend. Mache sich bitte jeder seine eigenen Gedanken. Für mich war etwas anderes aber sehr viel interessanter. Die wenigsten 1-Euro-Job’er haben den Mut, etwas dagegen zu unternehmen. Die meisten

  • haben resigniert
  • sind über 50
  • haben eine schlechte oder gar keine Ausbildung
  • werden mit ihren Problemen allein gelassen
  • sind psychisch angeschlagen
  • wissen nicht, was sie tun können
  • fallen auf Versprechungen rein, die sich dann als haltlos erweisen
  • können im Internet keine Auskünfte einholen, da sie keine PC-Kenntnisse haben
  • gefällt die „Arbeit“ sogar
  • sind auf die geringen Beträge angewiesen
  • haben Gesundheits-, Alkohol- oder Drogen-, vor allem aber, Geldprobleme.

Von spätrömischer Dekadenz kann also keine Rede sein. Arbeitsfaul? Wohl kaum, oder?

Zurück in die Vergangenheit. Vor dem Krieg stand, dank des Versaillers Diktats und des ersten Weltkriegs,  der Aufbau des Landes im Vordergrund.  Und heute?

Wo sehe ich die oben erwähnten überschaubaren Parallelen?

  • Man konnte/kann nur schwer Gegenmaßnahmen ergreifen.
  • Welche Möglichkeiten standen/stehen offen?
  • Das Versailler Diktat und der EU-Vertrag

Und das soll’s jetzt gewesen sein? Aber nein. Ich bitte die geneigte Leserschaft darüber nachzudenken, worin sowohl damals als auch heute der „rote Faden“ zu finden ist. Es ist nicht schwer. Und das „Gegenmittel“ ist bei erkennen auch schon parat.

Worauf warten die Völker also? Noch mehr Unterdrückung, noch mehr Einschränkung?

Demonstrationen sind zwar eine Möglichkeit, aber keine Lösung. Aufklärung? Tut nach wie vor Not, reicht aber nicht. Gewaltlos das „Blut“ und somit die Kraft des Systems zu entziehen. Das ist es, was wir alle tun sollten. Jeder auf seine Weise. Und bitte denken Sie daran: Nur in Gemeinschaft und Zusammenarbeit sind wir stark.

Advertisements